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Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

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  1. Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 18:56

    Verrückte Geschichte, neulich beim Stammtisch ehemaliger münchner Studenten sassen ein Mitbegründer/Ersttagsmitglied der AfD, der Piratenpartei und der Grünen am gleichen Tisch.

    Der Fairnesshalber, gaaanz am Anfang empfand ich die AfD als inhaltlich interessant aber nicht "meine" Partei. Mit den immer dramatischeren Rechtsbewegungen hat sich das aber in tiefes Misstrauen und Abscheu gewandelt.

    Der AfD-Mitbegründer gehobenen Alters und Jurist hat das Produkt seiner Geburtshilfe reflektiert und ist schlicht in Tränen ausgebrochen. "Das hätte so schön sein können, eine rechtsliberale Partei, etwas liberaler als die FDP, etwas patriotischer als die Union, etwas weniger Geküngel und etwas direktere Sprache. Aber statt Partioten kamen nur Idioten die auf eine Welt wie vor dem zweiten Weltkrieg hinarbeiten."

    Ich erwähnte noch dass auf 3sat bei einer Interviewreihe sogar der NPD-Mann sachlicher als der AfD-Mann rüberkam, wir vermuten dass das daran liegt dass die echten harten NATIONAL(isten) im Hitler-Sinne die NPD längst verlassen und zur AfD migriert sind und nur noch die (national)SOZIALISTEN im Strasser-Sinne verblieben sind. Ja, die AfD ist schlimm weil sie im Vergleich zur NPD ihre wahre Gesinnung und Herkunft verschleiert und wirklich übles bewusst oder unbewusst plant.

    Der deutlich jüngere Piratenmitbegründer meinte ein wenig desillusioniert "ihr habt alle Trolle abbekommen die bei uns nichts mehr zum zerstören gefunden haben und weitergewandert sind. Wir waren wenigstens so konsequent und haben nach Streit um Formfragen das politische Leben geordnet eingestellt." - immerhin hat der junge Mann eine gute Chance auf einen politischen Neuanfang, wünschen würde ich es ihm und unserem Land.

    Beachtlicherweise verstand sich unser "Grüner" - der sogar als Stadtrat tätig war - sich inhaltlich mit BEIDEN prima. Wir alle waren uns einig dass die AfD eine sehr destruktive Partei mit einer Basis ist die sich weit, weit, weit vom Gründungsgedanken entfernt hat und mittels unsachlicher Polemik eine Krawallklientel anzieht die langfristig deutschen Interessen stark schaden wird.

    Auch waren wir uns ALLE einig dass man in diesen Zeiten seine Stimme nicht an Kleinparteien verschwenden darf sondern an eine Partei die Regierungskompetenz besitzt - das gilt sicher für Union, SPD, FDP, Grüne und Linken (solange sie in einer Koalition als Juniorpartner nicht zu viel Schaden anrichten können).

  2. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: plutoniumsulfat 15.09.17 - 18:59

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch waren wir uns ALLE einig dass man in diesen Zeiten seine Stimme nicht
    > an Kleinparteien verschwenden darf sondern an eine Partei die
    > Regierungskompetenz besitzt - das gilt sicher für Union, SPD, FDP, Grüne
    > und Linken (solange sie in einer Koalition als Juniorpartner nicht zu viel
    > Schaden anrichten können).

    Und genau deshalb wird sich auch nichts ändern.

  3. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 19:09

    Die Programme von Union, SPD, FDP, Grünen und Linken sind ausreichend unterschiedlich um diverse Meinungen abzubilden ohne den Ast abzusägen auf dem wir sitzen.

    Und zum Thema "Think different" empfehle ich: https://4chanmemeandmotivational.files.wordpress.com/2010/10/unique_-_just_because_you_are_unique_does_not_mean_you_are_useful.jpg?w=720

    Im Übrigen haben die Grünen seit diesem Abend zwei neue Mitglieder, einer mit vielen Jahren juristischer Erfahrung und ehrlicher Heimatliebe und der andere mit jugendhafter Energie, politischer Erfahrung und Spass am Leben.

  4. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: Lapje 15.09.17 - 19:17

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Crass Spektakel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch waren wir uns ALLE einig dass man in diesen Zeiten seine Stimme
    > nicht
    > > an Kleinparteien verschwenden darf sondern an eine Partei die
    > > Regierungskompetenz besitzt - das gilt sicher für Union, SPD, FDP, Grüne
    > > und Linken (solange sie in einer Koalition als Juniorpartner nicht zu
    > viel
    > > Schaden anrichten können).
    >
    > Und genau deshalb wird sich auch nichts ändern.

    Und was würde sich mit der AfD ändern? Außer dass Deutschland wieder in den 50ern ankommen würde?

  5. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 19:54

    > Der Fairnesshalber, gaaanz am Anfang empfand ich die AfD als inhaltlich
    > interessant aber nicht "meine" Partei. Mit den immer dramatischeren
    > Rechtsbewegungen hat sich das aber in tiefes Misstrauen und Abscheu
    > gewandelt.

    Mir war die AfD Luckes zu Euro- und Europa-kritisch, aber von der Grundidee kann ich das schon nachvollziehen.

    > Der AfD-Mitbegründer gehobenen Alters und Jurist hat das Produkt seiner
    > Geburtshilfe reflektiert und ist schlicht in Tränen ausgebrochen. "Das
    > hätte so schön sein können, eine rechtsliberale Partei, etwas liberaler als
    > die FDP, etwas patriotischer als die Union, etwas weniger Geküngel und
    > etwas direktere Sprache. Aber statt Partioten kamen nur Idioten die auf
    > eine Welt wie vor dem zweiten Weltkrieg hinarbeiten."

    Leider. Dabei hat sich die CDU soweit nach links bewegt, dass recht von ihr reichlich Platz sein sollte für eine rechtsliberale Partei. Aber irgendwie zieht das nur Idioten an.

  6. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 20:00

    > Und was würde sich mit der AfD ändern? Außer dass Deutschland wieder in den
    > 50ern ankommen würde?

    Vielleicht einfach nur, dass im Parlament mal wieder etwas mehr diskutiert würde.

    Ich erinnere an die Beschlüsse zur Flüchtlingspolitik. Eine Frage solch grundsätzlicher Bedeutung sollte doch zumindest diskutiert werden. Zum Ergebnis, das am Ende rauskam, kann man in einem demokratischen Entscheidungsprozess ja kommen, aber er sollte vorher bitte kontrovers diskutiert werden. So hat eine Kanzlerin entschieden, ein Kabinett und eine große Koalition genickt und der Rest des Parlaments gar nichts dazu gesagt.

    Dass die nächste stärkste Partei wieder die CDU wird, wird kaum zu verhindern sein. Aber ich bitte inständig, dass es für Schwarz-Gelb reicht. Nicht weil ich der FDP auch nur das schwarze unter den Fingernägeln gönnen würde, sondern damit wir wieder eine echte Opposition haben, die eine Regierung treibt und in Frage stellt.

    Und falls es dafür nicht reicht, dann ist mir lieber, die AfD übernimmt diesen Job als niemand. Zur Zeit haben wir faktisch keine Opposition.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 20:03 durch Oktavian.

  7. Re: Ein AfD-Gründer mit Tränen in den Augen...

    Autor: jjo 15.09.17 - 20:15

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch waren wir uns ALLE einig dass man in diesen Zeiten seine Stimme nicht
    > an Kleinparteien verschwenden darf sondern an eine Partei die
    > Regierungskompetenz besitzt - das gilt sicher für Union, SPD, FDP, Grüne
    > und Linken (solange sie in einer Koalition als Juniorpartner nicht zu viel
    > Schaden anrichten können).


    "Regierungskompetenz" aka sich Jahrzehnte lang von den immer selben Nasen bescheißen lassen und trotzdem das Kreuz an der selben Stelle machen.

    Ich weiß nicht genau was an einer Stimme für eine Kleinpartei verschwendet sein soll bzw wie du dir vorstellst das neue Parteien jemals in den Bundestag einziehen können wenn jeder Angst hat "seine Stimme zu verschwenden"?

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