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Golems Meinung zur AfD

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  1. Golems Meinung zur AfD

    Autor: horotab 15.09.17 - 16:52

    Ich finde es schade, dass Golem einen so Artikel gegen die AfD veröffentlicht.

    Hier wird der Eindruck erweckt, dass sich diese Partei in einer "Hass-Blase" befindet, mit der Begründung, dass sich einige Anhänger und Mitglieder der Partei daneben benehmen.

    Wenn ein Moslem einen Anschlag begeht wird sofort von allen Seiten darauf aufmerksam gemacht, dass nicht alle Moslems Mörder und Terroristen sind. Das ist auch gut so und stimmt ja auch.
    Auf der anderen Seite ist es offenbar total unproblematisch alle aus der AfD in einen Topf zu werfen.

    Dass mit Posts über Einwanderung und Sicherheit nicht der Nerv getroffen würde stimmt ebenfalls nicht, aus aktuellen Umfragen geht glasklar hervor, dass die Flüchtlingskrise und die Sicherheit extrem wichtige Themen sind (z.B. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/670815/umfrage/umfrage-zu-den-wichtigsten-themen-im-wahlkampf-zur-bundestagswahl-in-deutschland/ ). Auch im Kanzlerduell wurde extrem viel Zeit damit verbracht über diese Themen zu reden.
    Warum wird jeder, der kritische Fragen stellt, eigentlich gleich als Rechtspopulist oder Nazi beschimft?

    Im vorletzten Absatz wird die Zeit zitiert, was etwas seltsam anmutet, da dieser Artikel von der Zeit Online und nicht etwa von Golem geschrieben wurde.
    Warum schreibt ihr eure Artikel eigentlich nicht selbst?

    Und warum finde ich in auf einer so technisch orientierten Seite einen derart politischen Artikel? Es könnte ja auch ein Artikel über Social Bots sein, mit diesen AfD nahen Gruppen als Beispiel. Stattdessen geht es nur um die AfD bzw. den AfD-nahen Gruppen.

    Alles in allem ein echt schwacher Artikel. Über tatsächliche oder behauptete Zahlen oder sonstige Argumente wird kein Wort verloren. Es wird über irgendwelche Leute berichtet, die mich überhaupt nicht interessieren, statt z.B. auf die interessanten technischen Details einzugehen, die dazu führen, dass so ein Vorgehen zu einer höheren Reichweite führt.


    Ich würde mir wirklich wünschen hier politisch neutrale, oder am besten gar keine politischen Artikel zu finden, da ich hier her komme, um mich über neueste technische Entwicklungen zu informieren.

    MfG



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:01 durch bk (Golem.de).

  2. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Anonymer Nutzer 15.09.17 - 18:06

    horotab schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es schade, dass Golem einen so hetzerischen Artikel gegen die AfD
    > veröffentlicht.
    >
    > Hier wird der Eindruck erweckt, dass sich diese Partei in einer
    > "Hass-Blase" befindet, mit der Begründung, dass sich einige Anhänger und
    > Mitglieder der Partei daneben benehmen.
    >
    > Wenn ein Moslem einen Anschlag begeht wird sofort von allen Seiten darauf
    > aufmerksam gemacht, dass nicht alle Moslems Mörder und Terroristen sind.
    Und leute aus der ecke der AfD argumentieren regelmäßig dagegen...

    > Das ist auch gut so und stimmt ja auch.
    > Auf der anderen Seite ist es offenbar total unproblematisch alle aus der
    > AfD in einen Topf zu werfen.
    Habe ich im artikel so nicht wahrgenommen. Und da hast du auch völlig recht das sowas quatsch ist.
    Verallgemeinerung ist immer uncool.
    Ändert aber nichts an der tatsache was diese partei als solches für Thesen vertritt.

    >
    > Dass mit Posts über Einwanderung und Sicherheit nicht der Nerv getroffen
    > würde stimmt ebenfalls nicht, aus aktuellen Umfragen geht glasklar hervor,
    > dass die Flüchtlingskrise und die Sicherheit extrem wichtige Themen sind
    > (z.B. de.statista.com ).
    Traue keiner Statistik die du nicht...naja kennst du ja sicher den spruch.
    Tatsache ist das es keine Flüchtlingskrise gibt. Wieviele Flüchtlinge kommen denn aktuell jeden monat nach Deutschland?
    Das einzige was eine Krise war bzw. ist ist die behördliche Organisation der ankommenden Flüchtlinge. Das war ganz einfach katastrophal.

    > Auch im Kanzlerduell wurde extrem viel Zeit damit
    > verbracht über diese Themen zu reden.
    Ja. Völlig überproportional vertreten das thema in anbetracht der anderen probleme die auf Deutschland in den nächsten jahren zukommt. Keinerlei vision für die nächsten 10 jahre wohin es gehen soll im Zeiten wo die Digitalisierung der Gesellschaft mit großen schritten fortschreitet. Welche massive Umwälzungen im arbeitsmarkt und bildungssystem erfordert und auf die bisher keine partei tatsächlich Lösungsansätze bietet.

    > Warum wird jeder, der kritische Fragen stellt, eigentlich gleich als
    > Rechtspopulist oder Nazi beschimft?
    Ist dem so?
    Passiert meiner ansicht nach nur wenn mam stumpf auf Flüchtlingen rumhackt.

    >
    > Im vorletzten Absatz wird die Zeit zitiert, was etwas seltsam anmutet, da
    > dieser Artikel von der Zeit Online und nicht etwa von Golem geschrieben
    > wurde.
    > Warum schreibt ihr eure Artikel eigentlich nicht selbst?
    Weil die eine Zusammenarbeit vereinbart haben und artikel teilweise untereinander ausgetauscht werden.

    >
    > Und warum finde ich in auf einer so technisch orientierten Seite einen
    > derart politischen Artikel? Es könnte ja auch ein Artikel über Social Bots
    > sein, mit diesen AfD nahen Gruppen als Beispiel. Stattdessen geht es nur um
    > die AfD bzw. den AfD-nahen Gruppen.
    Blätter mal bissel auf golem, da findest zu allem möglichen entsprechende Artikel.

    >
    > Alles in allem ein echt schwacher Artikel. Über tatsächliche oder
    > behauptete Zahlen oder sonstige Argumente wird kein Wort verloren. Es wird
    > über irgendwelche Leute berichtet, die mich überhaupt nicht interessieren,
    > statt z.B. auf die interessanten technischen Details einzugehen, die dazu
    > führen, dass so ein Vorgehen zu einer höheren Reichweite führt.
    Da hast du recht. Der technische Hintergrund dazu würde mich auch interessieren. Aber das ist bei golem oft so das die artikel meist nur an der Oberfläche klatzen und auf technische Details verzichtet wird.

    >
    >
    > Ich würde mir wirklich wünschen hier politisch neutrale, oder am besten gar
    > keine politischen Artikel zu finden, da ich hier her komme, um mich über
    > neueste technische Entwicklungen zu informieren.
    Naja politik völlig aussen vor zu lassen ist zum einen kaum möglich. Und wünsche ich mir auch nicht. Wenn technisches zeug politisch missbraucht wird will ich da auch drüber informiert werden.
    Mich würde z.b. auch interessieren ob es den gleichen käse auch bei den anderen Parteien gibt. Ich bin mir sicher das auch die anderen sowas oder ähnliches einsetzen.
    >
    > MfG



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:06 durch bk (Golem.de).

  3. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Keridalspidialose 15.09.17 - 18:16

    Wer sich rechten Demagogen anschließt muss sich dann eben damit abfinden dass er dementsprechend bewertet wird. Der AfD-Anhänger hat sich aus freien Stücken entschlossen dieser Strömung zuzugehören. Was soll dann hinterher das Geheule?
    Wer sich als rechter Populist betätigt braucht sich nicht beschweren dass ihn alle als rechten Populisten sehen.

    ___________________________________________________________



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:10 durch bk (Golem.de).

  4. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 18:29

    > Traue keiner Statistik die du nicht...naja kennst du ja sicher den spruch.
    > Tatsache ist das es keine Flüchtlingskrise gibt. Wieviele Flüchtlinge
    > kommen denn aktuell jeden monat nach Deutschland?

    Im Juli über 15.000, für 2017 werden es wohl etwa 180.000 werden. 2018 könnten es noch einmal ganz deutlich mehr werden, Familiennachzug.

    Die aktuelle Krise ist wohl nicht so sehr, dass immer neue kommen, sondern wer da ist und wie diejenigen sich verhalten. Die Kriminalstatistik 2016 spricht Bände.

    https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2016/Standardtabellen/Tatverdaechtige/STD-TV-16-T62-TV-Staatsangehoerigkeiten_excel.xlsx?__blob=publicationFile&v=4

    Du kannst sie gerne mal auswerten hinsichtlich Kriminalität in den Bereichen "Straftaten gegen das Leben" und "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" nach Herkunftsland normalisiert auf die Anzahl der hier Lebenden aus eben diesen Ländern.

    Dann kannst Du noch daneben legen, wie viele der Top 10 im Landesranking vorwiegend islamische Länder sind. Nur um die Arbeit zu sparen, es sind 8.

    Und auch hier, nein, nicht jeder zu uns gekommene ist ein Verbrecher, aber der Anteil derer, die Gewalt im allgemeinen und Gewalt im besonderen gegen Frauen und deren sexuelle Selbstbestimmung als ein Zeichen von Größe halte, ist ganz deutlich erhöht.

    Hier liegt die wahre Krise, bei Personen die faktisch nicht integrationsfähig und integrationswillig sind. Die Frage ist, wie wird man diese schnellstmöglich wieder los?

    Ich bin ein großer Befürworter eines Einwanderungsgesetzes. Deutschland braucht Zuwanderung, aber eben Zuwanderer, die das Land bereichern. Das kanadische Modell gefällt mir hier sehr gut.

    > > Warum wird jeder, der kritische Fragen stellt, eigentlich gleich als
    > > Rechtspopulist oder Nazi beschimft?
    > Ist dem so?

    Es hat sich in den letzten Monaten doch stark gedreht. Anfangs war das tatsächlich so, inzwischen sehen viele das Thema deutlich differenzierter.

    Ich finde das gut, denn die Verdammung einer ganzen politischen Richtung führt schnell zum Trump-Effekt. Keiner gibt in Umfragen zu, die AfD wählen zu wollen, aber in der Kabine kann das schnell ganz anders aussehen. Viele von denen glauben, sie sind ja eine kleine Minderheit, doch plötzlich ist die AfD nicht dritt- sondern zweit-stärkste Kraft im Bundestag. Ich wäre nicht völlig verwundert.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:08 durch bk (Golem.de).

  5. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Lapje 15.09.17 - 18:45

    horotab schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es schade, dass Golem einen so hetzerischen Artikel gegen die AfD
    > veröffentlicht.

    Wo denn?
    >
    > Hier wird der Eindruck erweckt, dass sich diese Partei in einer
    > "Hass-Blase" befindet, mit der Begründung, dass sich einige Anhänger und
    > Mitglieder der Partei daneben benehmen.

    Einige? Ich muss mir nur die Facebook- oder Twitter-Auftritte der AfD-Vertreter anschauen - was da an Hetze und Blödsinn (um nicht zu sagen bewusste Unwahrheiten) vertrieben wird, geht auf keine Kuhhaut. Ich finde es da eher erschreckend, dass hier von "einige" gesprochen wird. Eine ziemliche Verharmlosung.

    > Wenn ein Moslem einen Anschlag begeht wird sofort von allen Seiten darauf
    > aufmerksam gemacht, dass nicht alle Moslems Mörder und Terroristen sind.
    > Das ist auch gut so und stimmt ja auch.

    Und die AfD braucht nur ein paar Minuten um zu wissen, dass es ein Muslim war - siehe Causa BVB Dortmund. Was war der Aufschrei groß, als syrische Flüchtlinge einen Obdachlosen anzünden wollten (womit ich die Tat nicht verharmlosen will, auch wenn ich sehr dafür bin, Flüchtlingen zu helfen, würde ich solche Menschen direkt vor die Tür setzen), dass aber seit der Wende über 26 Obdachlose durch rechte Gewalt ums Leben gekommen sind, wird dabei verheimlicht.

    > Auf der anderen Seite ist es offenbar total unproblematisch alle aus der
    > AfD in einen Topf zu werfen.

    Sorry, aber was erwartest Du? Es mag jetzt polemisch sein, aber mir ist es damit ernst: Für mich lassen sich AfD-Fans in zwei Gruppen einteilen: Rassisten udn dumme Menschen. Rassisten wil sie wissentlich und bewusst eine rassistische Partei wählen (vielleicht weil sie sich endlich mal aus der Deckung trauen) und dumme Menschen, weil sie als "Protestwähler" in Kauf nehmen, dass eine rassistische Partei in den Bundestag kommt. Das ist so, als wenn ein Schaf den Wolf wählt, um dem Schäfer einen Denkzettel zu verpassen. Auch deswegen, weil die "vernünftigen" Menschen in der AfD immer mehr das Boot verlassen.

    > Dass mit Posts über Einwanderung und Sicherheit nicht der Nerv getroffen
    > würde stimmt ebenfalls nicht, aus aktuellen Umfragen geht glasklar hervor,
    > dass die Flüchtlingskrise und die Sicherheit extrem wichtige Themen sind
    > (z.B. de.statista.com ). Auch im Kanzlerduell wurde extrem viel Zeit damit
    > verbracht über diese Themen zu reden.

    Ja, und wichtige Themen kamen zu kurz. Fakt ist, wir können uns vor Anschlägen nicht wirklich schützen? Wie soll das gehen? Natürlich "verspricht" die AfD so etwas, aber das ist unseriös. Es wird nie möglich sein.

    > Warum wird jeder, der kritische Fragen stellt, eigentlich gleich als
    > Rechtspopulist oder Nazi beschimft?

    Immer wieder diese blödsinnigen Aussagen. Manchen macht die Opferrolle anscheinend spaß. Ich habe weder im Netz noch in meinem Umfeld jemals erlebt, dass man bei kritischen Fragen direkt in die rechte Ecke gesteckt wird. Es kommt drauf an, wie man argumentiert. Wenn ich mit Fakten agiere und sachlich argumentiere, ist etwas anderes, als wenn ich dafür bin, Flüchtlinge direkt an der Grenze zu erschießen. Dann darf man sich nicht wundern (und das völlig zu recht). Jedes mal wenn ich höre "Ich bin ja nicht ausländerfeindlich, aber..." möchte ich oftmals ich direkt vervollständigen "..aber ein Arschloch" - weil man weiß was kommt. Wenn man sachlich argumentiert, warum direkt zu Anfang die Relativierung?
    >
    > Und warum finde ich in auf einer so technisch orientierten Seite einen
    > derart politischen Artikel? Es könnte ja auch ein Artikel über Social Bots
    > sein, mit diesen AfD nahen Gruppen als Beispiel. Stattdessen geht es nur um
    > die AfD bzw. den AfD-nahen Gruppen.

    Ich finde das Thema mehr als wichtig. Ich bekomme auch oft AfD-Gruppen vorgeschlagen - und das weil ich Gruppen oder Seiten wie AfD-Watch aboniert habe.

    > Alles in allem ein echt schwacher Artikel.

    Alles in allem eine schwache Argumentation

    > Über tatsächliche oder
    > behauptete Zahlen oder sonstige Argumente wird kein Wort verloren. Es wird
    > über irgendwelche Leute berichtet, die mich überhaupt nicht interessieren,

    Ach so...ok, dann möchte ich ab sofort auch, dass nicht über Menschen oder Themen berichtet wird, welche mich nicht interessieren. Wer zwingt Dich, solch einen Artikel zu lesen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:12 durch bk (Golem.de).

  6. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Lapje 15.09.17 - 18:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die aktuelle Krise ist wohl nicht so sehr, dass immer neue kommen, sondern
    > wer da ist und wie diejenigen sich verhalten. Die Kriminalstatistik 2016
    > spricht Bände.

    Du meinst diese, die überhaupt keinen Aufschluss über die Herkunft der Straftäter geben? Oder die, die einen heftigen Anstieg von rechter Gewallt anzeigen?

    Ich sehe in Deinem Link nichts vno Flüchtlingen - also könnten das auch Touristen aus diesen Ländern sein. Also nichts anderes als Polemik pur.


    > Du kannst sie gerne mal auswerten hinsichtlich Kriminalität in den
    > Bereichen "Straftaten gegen das Leben" und "Straftaten gegen die sexuelle
    > Selbstbestimmung" nach Herkunftsland normalisiert auf die Anzahl der hier
    > Lebenden aus eben diesen Ländern.

    Und was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

    > Dann kannst Du noch daneben legen, wie viele der Top 10 im Landesranking
    > vorwiegend islamische Länder sind. Nur um die Arbeit zu sparen, es sind 8.

    Nochmal: Und was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

    Mich nervt diese Scheinheligkeit. Was wurde bei der Sache in Köln geschriehen, seltsamerweise ist so etwas fast genau 10 Jahre vorher in Frankfurt passiert - das hat nicht so groß die Runde gemacht - und damals gab es noch keine "Flüchtlingskriese"...

    Ich finde es auch daher scheinheilig, weil die Anzahl der sexuellen Übergriffe auf jedem Oktoberfest höher ist (und die Dunkelziffer soll noch mal um einiges höher sein). Warum gibt es hier nicht jedes Jahr einen Aufschrei? Weil die Täter "Bio-Deutsche" sind?

    >Viele
    > von denen glauben, sie sind ja eine kleine Minderheit, doch plötzlich ist
    > die AfD nicht dritt- sondern zweit-stärkste Kraft im Bundestag. Ich wäre
    > nicht völlig verwundert.

    Selbst wenn 20% sie wählen würden - hätten 80% sie nicht gewählt...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:09 durch bk (Golem.de).

  7. 16 Millionen

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 19:04

    Ich erinnere nur daran dass wir während des jugoslawischen Bürgerkrieges rund 3,5 Millionen Jugoslawen verteilt über zehn Jahre aufgenommen haben, davon befanden sich zeitweise bis zu zwei Millionen zeitgleich in Deutschland. Relativ zeitnah haben wir auch vier Millionen deutschstämmige aus dem Ostblock usw. aufgenommen oder in anderen Worten, in den 1990er Jahren haben wir fast ACHT MILLIONEN Flüchtlinge gestemmt, in den 1940ern sogar 16 Millionen.

    Und nun das wirklich interessante, von den 3,5 Millionen Jugoslawen sind weniger als 100.000 in Deutschland geblieben, davon 70.000 durch Heirat mit Deutschen. Deutschland hatte noch nie Probleme damit Menschen wieder loszuwerden wenn der Asylgrund nicht mehr vorlag. Lediglich die Deutschstämmigen sind fast komplett geblieben aber das wohl auch deshalb weil man ihnen die Staatsbürgerschaft und soziale Wohlfahrt hinterhergeschmissen hat.

    Wir werden an den 870.000 arabischen Flüchtlingen der letzten Jahre nicht zugrunde gehen. Das wird uns nur eingeredet.

  8. Re: 16 Millionen

    Autor: Lapje 15.09.17 - 19:14

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich erinnere nur daran dass wir während des jugoslawischen Bürgerkrieges
    > rund 3,5 Millionen Jugoslawen verteilt über zehn Jahre aufgenommen haben,
    > davon befanden sich zeitweise bis zu zwei Millionen zeitgleich in
    > Deutschland. Relativ zeitnah haben wir auch vier Millionen deutschstämmige
    > aus dem Ostblock usw. aufgenommen oder in anderen Worten, in den 1990er
    > Jahren haben wir fast ACHT MILLIONEN Flüchtlinge gestemmt, in den 1940ern
    > sogar 16 Millionen.
    >
    > Und nun das wirklich interessante, von den 3,5 Millionen Jugoslawen sind
    > weniger als 100.000 in Deutschland geblieben, davon 70.000 durch Heirat mit
    > Deutschen. Deutschland hatte noch nie Probleme damit Menschen wieder
    > loszuwerden wenn der Asylgrund nicht mehr vorlag. Lediglich die
    > Deutschstämmigen sind fast komplett geblieben aber das wohl auch deshalb
    > weil man ihnen die Staatsbürgerschaft und soziale Wohlfahrt
    > hinterhergeschmissen hat.
    >
    > Wir werden an den 870.000 arabischen Flüchtlingen der letzten Jahre nicht
    > zugrunde gehen. Das wird uns nur eingeredet.

    Nicht dass ich das anzweifle, aber hast Du dafür eine Quelle? Ist interessant zu wissen...

  9. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 19:26

    > Ich sehe in Deinem Link nichts vno Flüchtlingen - also könnten das auch
    > Touristen aus diesen Ländern sein. Also nichts anderes als Polemik pur.

    Ja klar, Touristen aus Somalia, Afghanistan, Eritrea, dem Jemen, aus Marokko, Algerien und Tunesien, dem Irak und Pakistan. Ist okay, ja, kann alles sein, klingt für mich aber erst einmal verdächtig konstruiert.

    https://www.youtube.com/watch?v=vS4DNnp8ZhM

    > Und was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

    Du hast natürlich Recht, der massive Anstieg gerade in der Gruppe der Personen mit aus den oben genannten Gründen ist auch die Massen an Touristen zurückzuführen. Es sind ja ganze Touristenwellen, die seit Jahren über uns herein brechen. Die Hotels sind voll davon.

    Dir ist aber schon klar, dass es aus diesen Ländern faktisch keine Touristen gibt, weil sie kaum an Visa kommen?

    > Ich finde es auch daher scheinheilig, weil die Anzahl der sexuellen
    > Übergriffe auf jedem Oktoberfest höher ist (und die Dunkelziffer soll noch
    > mal um einiges höher sein). Warum gibt es hier nicht jedes Jahr einen
    > Aufschrei? Weil die Täter "Bio-Deutsche" sind?

    Es hat was mit dem Verhältnis zu tun. Deshalb immer ins Verhältnis setzen zur Anzahl der Personen aus dem Land. Wenn eine bestimmte Art von Straftaten X mal von Bio-Deutschen begangen wurde auch auch X mal von Personen aus einem bestimmten Land, dann sagt es schon etwas aus, wenn auf der einen Seite 80Mio Bio-Deutsche stehen, auf der anderen Seite aber nur 100.000 Personen aus dem anderen Land.

    Aber mir ist klar, das sind alles nur Einzelfälle:
    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1_rNT3k2ZXB-f9z-2nSFMIBQKXCs&hl=en_US&ll=51.361194439314694%2C6.969721633496192&z=4

    Natürlich ist es für die missbrauchte Frau egal, welcher Ethnie der Täter zuzurechnen ist. Aber für die Frage, welche Gefahr von welchen Gruppen ausgeht, und wie welche Gruppen in ein Leben hier integriert werden können, ist das schon von immenser Bedeutung.

    > Selbst wenn 20% sie wählen würden - hätten 80% sie nicht gewählt...

    Natürlich, ähnliches hat man auch während der Weimarer Republik immer gehört, als die Kräfte an den Rändern von Wahl zu Wahl größer wurden. Vielleicht sollte man heute diese Personen zurückholen statt immer weitere zu marginalisieren und in diese Ecke zu drängen. Das Ignorieren der Gefahr von Links und Rechts hat schon einmal in die Katastrophe geführt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.17 19:32 durch Oktavian.

  10. Re: 16 Millionen

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 19:29

    > Wir werden an den 870.000 arabischen Flüchtlingen der letzten Jahre nicht
    > zugrunde gehen. Das wird uns nur eingeredet.

    Davon gehe ich auch aus. Die Stimmung hat sich massiv gedreht, und sobald diese Länder auch nur regional wieder sicher sind, wird man die Personen schon deutlich motivieren, das Land wieder zu verlassen. Die fehlende Möglichkeit zum Familiennachzug wird da ihr übriges tun.

  11. Re: 16 Millionen

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 19:35

    Da hast Du mich jetzt wirklich erwischt, dafür habe ich ausser "ich war dabei und habe es damals in der Zeitung gelesen" keine anderen Quellen.

    In den 1990ern schossen die Containersiedlungen für geflüchtete Jugoslawen in einem riesigem Ausmass aus dem Boden, wir scherzten damals dass wir einmal um München auf Containern laufen können. Fünf Jahre später war davon nichts mehr zu sehen.

    Auf die Schnelle kann ich für die Zahl der russischen Spätaussiedler auf https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Germans_in_Russia,_Ukraine_and_the_Soviet_Union verweisen. Die deutsche Wikipedia ist hier erschreckend schlecht recherchiert, man findet praktisch keinerlei Zahlen.

    Ansonsten findet man noch was unter http://www.bpb.de/apuz/31042/der-zerfall-jugoslawiens-und-dessen-folgen?p=all aber wirklich vollständig ist das nach meiner Erinnerung nicht und unter "Flüchtlinge" werden nicht die temporären Flüchtlinge aufgelistet die mal für 1-2 Jahre ins Ausland geflüchtet sind sondern nur diejenigen die nach Ende des Bürgerkrieges dauerhaft aus ihrer vorherigen Heimat vertrieben wurden.

  12. Re: 16 Millionen

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 19:40

    > Da hast Du mich jetzt wirklich erwischt, dafür habe ich ausser "ich war
    > dabei und habe es damals in der Zeitung gelesen" keine anderen Quellen.

    Frau Merkel spricht bei Jugoslawien von einer Rückkehrerquote von 70%.

    http://www.rundschau-online.de/politik/fluechtlingsdebatte-in-deutschland-merkel-setzt-auf-rueckkehr-vieler-fluechtlinge-nach-kriegsende-23539792

    Da ist zwar auch keine Quelle verlinkt, aber ich gehe mal davon aus, dass sie die Zahl hat überprüfen lassen, bevor sie sie rausposaunt hat.

  13. 200.000

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 19:44

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Davon gehe ich auch aus. Die Stimmung hat sich massiv gedreht, und sobald
    > diese Länder auch nur regional wieder sicher sind, wird man die Personen
    > schon deutlich motivieren, das Land wieder zu verlassen. Die fehlende
    > Möglichkeit zum Familiennachzug wird da ihr übriges tun.

    Dazu kommt dass von 870.000 Asylanten der Jahre 2015/2016 schon wieder über 200.000 ausgereist sind. Als Araber ist man ja auch halbwegs flexibel und kann sich relativ leicht auch als Syrer in Tunesien, Ägypten oder Golfstaaten niederlassen ohne fremd zu sein.

    Wenn der Kehraus des IS im Irak vorbei ist gehen recht sicher weitere 50.000 Iraker heim, wenn sich die Lage in den Kurdengebieten unter westlichem Schutz halbwegs gesittet entwickelt danngehen nochmal 200.000 Iraker und Syrer heim.

    Und dann ist der grösste Brocken abgearbeitet. Es hat uns Deutsche kaum etwas gekostet aber unser Ansehen in der arabischen Welt enorm gesteigert. Die Rückkehrer sind mit der deutschen Kultur vertraut, werden Beziehungen und Handel mit Deutschland fördern. Freundlichkeit ist die ehrlichste Art der Bestechung.

    PS, die kleine Schweiz hat zwischen 1945 und 1948 rund einer Million deutschen Waisen eine Rückkehr in eine normale Kindheit ermöglicht. Das war eine nochmals deutlich grössere Leistung als die Flüchtlingskrise 2016.

  14. Re: 200.000

    Autor: Oktavian 15.09.17 - 19:50

    > Und dann ist der grösste Brocken abgearbeitet. Es hat uns Deutsche kaum
    > etwas gekostet aber unser Ansehen in der arabischen Welt enorm gesteigert.
    > Die Rückkehrer sind mit der deutschen Kultur vertraut, werden Beziehungen
    > und Handel mit Deutschland fördern. Freundlichkeit ist die ehrlichste Art
    > der Bestechung.

    Genau aus dem Grund bin ich auch für Integrations- und Sprachkurse. Nicht weil diese Personen eine realistische Chance hätten, hierzubleiben, sondern weil das aktive Entwicklungs- und Aufbauhilfe ist. Wer hier eine Berufsausbildung angefangen hat und nicht strafrechtlich auffällig ist, darf in meinen Augen auch gerne bleiben, bis er diese beendet hat und dann sein Land mit aufbauen.

    Ganz schrecklich finde ich den Gedanken, den Besten (Ärzte, Akademiker, etc.) einen dauerhaften Aufenthalt zu ermöglichen, die anderen aber zurückzuschicken. Wer soll denn das Land aufbauen und führen?

  15. Re: 16 Millionen

    Autor: Crass Spektakel 15.09.17 - 19:55

    Interessante Zahl. Ich hatte irgendwo noch in Erinnerung dass "Zweidrittel" zeitnah bzw. in wenigen Jahren rückgekehrt sind, vieleicht ist das gemeint.

    Meine Zahlen von 100.000 restlichen EJF (Ex-Jugoslawien-Flüchtlinge) befasst sich damit wieviele EJF HEUTE noch in Deutschland wohnen. Und da ich selber Verwande aus der Region habe kann ich bestätigen: Das sind inzwischen sehr, sehr wenige.

    Was es allerdings oft gibt: EJF die in Deutschland längere Zeit während und nach dem Krieg gearbeitet haben und zurückgekehrt sind nachdem sie sich ein kleines finanzielles Polster aufgebaut haben. Allerdings waren das kurz nach dem Krieg technisch keine Flüchtlinge sondern Gastarbeiter und nach dem EU-Beitritt schlicht EU-Bürger mit Arbeitsplatz in Deutschland. Technisch gesehen waren sie damit ja auch keine Flüchtlinge mehr obwohl sie noch da waren... Statistik ist doch was wunderbares, man kann jeden Quatsch beweisen :-)

    Meine Grosstante aus dem Dreiländereck Serbien-Kroatien-Ungarn hat sich in acht Jahren Deutschland eine grössere Rente erarbeitet als in 40 Jahren auf dem Balkan.

  16. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: teenriot* 15.09.17 - 19:59

    horotab schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hier wird der Eindruck erweckt, dass sich diese Partei in einer
    > "Hass-Blase" befindet, mit der Begründung, dass sich einige Anhänger und
    > Mitglieder der Partei daneben benehmen.

    Die "einigen", sind zuerst einmal die komplette Führungsriege, die durchweg schlicht rechtsradikal ist. Wusstest du nicht? Doch wusstest du!

  17. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: horotab 15.09.17 - 22:09

    Ich verweise an dieser Stelle nocheinmal auf die Statistiken (die von LKA und anderen Behörden), dieganz klar aufzeigen, dass diese Gruppen statistisch gesehen deutlich krimineller sind.

    Was den Punkt angeht, dass viele Rechtsextremisten in der Partei sind: welche Partei könnte man denn noch wählen, wenn man nicht möchte, dass hunderttausende in das Land kommen und kostenlos versorgt werden, während die Leute in den Altersheimen in ihrer eigenen Sche*** liegen und man selbst bis mindestens 67 für ne mickrige Rente arbeiten darf?
    Ich bin für Vorschläge offen. Und nennt mir bitte keiner eine Partei, die die 5% nicht schaffen wird, eine dieser Parteien zu wählen ist wie nicht zu wählen, wegen der tollen 5%-Hürde (ohne die es mMn sehr viel demokratischer wäre)

  18. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: teenriot* 15.09.17 - 23:59

    Ich würde die gerne mit einem Vergleich antworten, der eindeutig aufzeigt was an dieser Logik falsch ist, aber das wird von der Moderation hier nicht toleriert.

    Davon ab, mach dich mal schlau wie die AFD zur Rente steht. Das Feigenblatt Wahlprogramm kannst du knicken.

  19. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Mingfu 16.09.17 - 00:22

    horotab schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was den Punkt angeht, dass viele Rechtsextremisten in der Partei sind:
    > welche Partei könnte man denn noch wählen, wenn man nicht möchte, dass
    > hunderttausende in das Land kommen und kostenlos versorgt werden, während
    > die Leute in den Altersheimen in ihrer eigenen Sche*** liegen und man
    > selbst bis mindestens 67 für ne mickrige Rente arbeiten darf?

    Für die populistischen Unterstellungen der ersten Hälfte des Satzes magst du die AfD wählen können. Damit geht diese Partei schließlich hausieren.

    Aber schiebe nicht soziale Probleme als Rechtfertigungsvorwand für die nationalistische Gesinnung ins Feld! Denn diese sozialen Probleme bestehen schon viel länger und der Großteil der Leute, die sich jetzt plötzlich darüber aufregen und diese auf dem Rücken von Asylbewerbern austragen, hat sich vorher überhaupt nicht dafür interessiert und hat Parteien, die dort etwas ändern wollten, nur mit Verachtung gestraft. Diese Leute haben kein Recht, sich nun darüber zu beschweren!

    Zumal die AfD auf diesem Feld auch gar nichts anzubieten hat. Denn in Wirtschafts- und Sozialfragen handelt es sich um eine durch und durch neoliberale Partei. Man erinnere sich nur an die Warnung Gaulands, dass man Abstand zum Front National mit dessen sozialistischen Ideen halten soll. Auch wenn man sich das Wahlprogramm durchliest, dann will diese Partei an sozialen Problemen überhaupt nichts ändern, sondern diese weiter zementieren. Das geht schon damit los, dass man eine absolute Abgabenobergrenze und Steuersenkungen fordert, sowie eine Abschaffung der Erbschaftsteuer. Das hilft alles denjenigen überproportional, die viel haben, während es diejenigen, die wenig haben, kaum entlastet. Allerdings hat der Staat hinterher weniger Geld zur Verfügung, mit welchem er Unterschiede ausgleichen kann. Auch dort werden sozial Schwächere also erneut benachteiligt.

    Und wenn wir es konkret auf die Rente beziehen: Bei der staatlichen Rente will die AfD lediglich diejenigen, die in der Grundsicherung sind, eventuell etwas besser stellen, falls sie entsprechende Arbeits- und Erziehungszeiten nachweisen können. Für alle Anderen bietet man dagegen nur eine Stärkung der privaten und betrieblichen Altervorsorge an - also genau die Bereiche, die sich überhaupt nicht rentieren und wo lediglich viel Geld für Gewinne von Banken und Versicherungen ausgegeben wird. Die "Lösung" der AfD dafür ist, dass wenn man aus dem Euro austräte, wie von Zauberhand Zinsen sprudeln würden. Dabei weiß jeder, der von Finanzpolitik auch nur einen Hauch versteht, dass das Gegenteil der Fall wäre: Ein Zerfall der Eurozone würde dafür sorgen, dass deutsche Guthaben weitgehend wertlos sind, weil deren Gegenseite - Kredite in Südeuropa - auf Zahlungsunfähigkeit hinausliefe.

    Zur Altenpflege sagt die AfD gleich mal gar nichts. Dieses Problem gibt es für diese Partei gar nicht bzw. sie hat keine Ahnung, wie die Masse an Pflegekräften, die dort in den kommenden Jahrzehnten benötigt wird, mit ihrer nationalistischen Herangehensweise vereinbar ist. Im Wahlprogramm findet sich nur, dass medizinisches Personal möglichst keine Ausländer sein sollen, weil die oft nicht gut genug Deutsch sprechen würden. Wer AfD wählt, wird also selbst auf Altenpfleger umschulen müssen, weil es Oma im Heim sonst nur noch schlechter gehen kann...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.17 00:24 durch Mingfu.

  20. Re: Golems Meinung zur AfD

    Autor: Emulex 16.09.17 - 07:51

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > horotab schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was den Punkt angeht, dass viele Rechtsextremisten in der Partei sind:
    > > welche Partei könnte man denn noch wählen, wenn man nicht möchte, dass
    > > hunderttausende in das Land kommen und kostenlos versorgt werden,
    > während
    > > die Leute in den Altersheimen in ihrer eigenen Sche*** liegen und man
    > > selbst bis mindestens 67 für ne mickrige Rente arbeiten darf?
    >
    > Für die populistischen Unterstellungen der ersten Hälfte des Satzes magst
    > du die AfD wählen können. Damit geht diese Partei schließlich hausieren.#

    Zu unrecht?
    Dass es einen Linksruck der Union gegeben hat, wird wohl kaum irgendjemand bestreiten können.
    Es fehlt also das bürgerlich-konservative in der Parteienlandschaft.
    Dass das verschwindet, haben sich die Unionswähler sicher nicht ausgesucht, noch nichtmal die Basis.
    Wer sich das ausgesucht hat ist eine einzige Person und den Lemmingen an ihrer Seite.

    >
    > Aber schiebe nicht soziale Probleme als Rechtfertigungsvorwand für die
    > nationalistische Gesinnung ins Feld! Denn diese sozialen Probleme bestehen
    > schon viel länger und der Großteil der Leute, die sich jetzt plötzlich
    > darüber aufregen und diese auf dem Rücken von Asylbewerbern austragen, hat
    > sich vorher überhaupt nicht dafür interessiert und hat Parteien, die dort
    > etwas ändern wollten, nur mit Verachtung gestraft. Diese Leute haben kein
    > Recht, sich nun darüber zu beschweren!

    Welche Parteien wären das gewesen ?
    Welche Partei oder Regierung in Deutschland hätte 50 Milliarden im Jahr für Inländer ausgegeben ?
    Rot-Grün hat die Position der schwächsten in unsrem Land doch in zwei Regierungszeiten nur massiv verschlechtert.
    Wer also ?
    Die Linkspartei ?
    Die würde die ganze Welt einladen, bevor sie auch nur einem Inländer hilft...

    >
    > Zumal die AfD auf diesem Feld auch gar nichts anzubieten hat. Denn in
    > Wirtschafts- und Sozialfragen handelt es sich um eine durch und durch
    > neoliberale Partei. Man erinnere sich nur an die Warnung Gaulands, dass man
    > Abstand zum Front National mit dessen sozialistischen Ideen halten soll.
    > Auch wenn man sich das Wahlprogramm durchliest, dann will diese Partei an
    > sozialen Problemen überhaupt nichts ändern, sondern diese weiter
    > zementieren. Das geht schon damit los, dass man eine absolute
    > Abgabenobergrenze und Steuersenkungen fordert, sowie eine Abschaffung der
    > Erbschaftsteuer. Das hilft alles denjenigen überproportional, die viel
    > haben, während es diejenigen, die wenig haben, kaum entlastet. Allerdings
    > hat der Staat hinterher weniger Geld zur Verfügung, mit welchem er
    > Unterschiede ausgleichen kann. Auch dort werden sozial Schwächere also
    > erneut benachteiligt.

    Ja gut, die Alternative ist, dass diejenigen die viel haben halt das Feld denen überlassen, die nichts leisten und sich eine Umgebung suchen in der sie "besser und lieber leben" wollen.
    Ob das dem Land gut tut, kann sich jeder selbst ausrechnen.
    Die Abgabenlast in Deutschland ist katastrophal hoch, die Bestrafung von solidem Wirtschaften und sparsamer Lebensweise (= ich hab was zu vererben) ist eine grundsätzliche Frechheit (und nein, ich werde davon nicht profitieren, da das Geld in die Freibeträge passt).
    Wie gut deine sozialistischen Anwandlungen jemals irgendwann oder irgendwo funktioniert haben, zugunsten der Lebensbedingungen der Menschen, kannst du gerne selber googlen.
    Ich bitte von jeder Antwort auf diesen Absatz abzusehen, wenn du kein Land oder keine Epoche eines Landes nennen kannst, in denen es unter einer sozialistischen Regierung den Menschen gut ging.

    >
    > Und wenn wir es konkret auf die Rente beziehen: Bei der staatlichen Rente
    > will die AfD lediglich diejenigen, die in der Grundsicherung sind,
    > eventuell etwas besser stellen, falls sie entsprechende Arbeits- und
    > Erziehungszeiten nachweisen können. Für alle Anderen bietet man dagegen nur
    > eine Stärkung der privaten und betrieblichen Altervorsorge an - also genau
    > die Bereiche, die sich überhaupt nicht rentieren und wo lediglich viel Geld
    > für Gewinne von Banken und Versicherungen ausgegeben wird. Die "Lösung" der
    > AfD dafür ist, dass wenn man aus dem Euro austräte, wie von Zauberhand
    > Zinsen sprudeln würden. Dabei weiß jeder, der von Finanzpolitik auch nur
    > einen Hauch versteht, dass das Gegenteil der Fall wäre: Ein Zerfall der
    > Eurozone würde dafür sorgen, dass deutsche Guthaben weitgehend wertlos
    > sind, weil deren Gegenseite - Kredite in Südeuropa - auf
    > Zahlungsunfähigkeit hinausliefe.

    Das ist korrekt.

    >
    > Zur Altenpflege sagt die AfD gleich mal gar nichts. Dieses Problem gibt es
    > für diese Partei gar nicht bzw. sie hat keine Ahnung, wie die Masse an
    > Pflegekräften, die dort in den kommenden Jahrzehnten benötigt wird, mit
    > ihrer nationalistischen Herangehensweise vereinbar ist. Im Wahlprogramm
    > findet sich nur, dass medizinisches Personal möglichst keine Ausländer sein
    > sollen, weil die oft nicht gut genug Deutsch sprechen würden. Wer AfD
    > wählt, wird also selbst auf Altenpfleger umschulen müssen, weil es Oma im
    > Heim sonst nur noch schlechter gehen kann...

    Alles eine Frage des Geldes - mit den 50 Milliarden pro Jahr hätte man Deutschland in all diesen Bereichen komplett sanieren können und zukunftsfähig machen können.
    Stattdessen macht man alles nur viel schlimmer.

    Versteh mich nicht falsch, ich werde die AfD nicht wählen, sondern wie immer die FDP.
    Aber mich stört dieses allgemeine "dagegen, weils die AfD ist" - ich interessiere mich vor allem für die Zukunft des Landes und die liegt in Scherben.
    Spätestens bei der nächsten großen Wirtschaftskrise wird hier alles in sich zusammenbrechen.
    Wir haben Nullzinsen, einen Wirtschaftsboom und freuen uns über eine schwarze Null - wie dekadent und dumm ist das denn bitteschön ?
    Beides wird nicht ewig so weitergehen und dann knallt es hier, wie wir es lange nicht gesehen haben...

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