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Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

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  1. Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: AynRandHatteRecht 09.12.21 - 16:32

    Immer hört man bei solchen Entscheidungen oder der Einführung/Erhöhung von Mindestlöhnen die Aussage "es wird Arbeitsplätze kosten". Nein, wird es nicht. Jedenfalls nicht signifikant. Warum? Weil die Drecksarbeit nicht zu automatisieren ist. Und Drecksarbeit ist wertvoll, wenn andere sie erledigen (Komfort).

    Klar kann man jetzt behaupten, Leute würden wieder selbst kochen oder zu Fuß gehen, statt mit Uber fahren. Und vielleicht machen das einige Leute auch. Am Ende haben sie Zeit gegen Geld getauscht und werden das gesparte Geld vermutlich anderswo wieder ausgeben. Auch dort gibt es Arbeitsplätze. Oder sie sorgen mit dem Geld vor und entlasten somit auch zukünftig Sozialsysteme.

    Die hier noch verbliebene, harte körperliche Arbeit (vulg. Drecksarbeit) in all seiner Form ist Wertschöpfung und deshalb sicher.

  2. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: Renricom 09.12.21 - 17:40

    +1
    Den Kommentar müsste man ausdrucken und jedem selbsternannten Verteidiger des freien Marktes vor die Stirn nageln.

    _____________________________________________________________________________________
    Kellerkind, PC-Enthusiast und zu eurem Pech jetzt auch auf Golem unterwegs.

  3. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: AynRandHatteRecht 09.12.21 - 18:26

    Renricom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    > Den Kommentar müsste man ausdrucken und jedem selbsternannten Verteidiger
    > des freien Marktes vor die Stirn nageln.

    Nun, ich bin ein Verteidiger des freien Marktes, aber nicht von kaputten Geschäftsmodellen.

    Wir sehen das aber seit einigen Jahren/Jahrzehnten, dass echte Innovationen durch Wissenschaft oder Hightech nicht mehr so vielversprechend kommerziell nutzbar sind bzw schnell ihren Anreiz verlieren. PCs, Smartphones sind zB ein gutes Beispiel

    Geschäftsmodelle, die nur durch das Ausbeuten von Menschen und Ausnützen von Regulierungsanomalien "darstellbar" sind. Sind keine nachhaltigen Geschäftsmodelle.

    Neben der Ausbeuterei im Liefersektor sehen wir hier in der Stadt (München) hunderte, vielleicht sogar tausende Behinderungen pro Tag, weil die mies bezahlten Hilfsarbeiter von Lieferando, Flaschenpost, Paketdiensten und Scooter-Anbietern einfach halten wo es passt.

    Würde man hier zB Ordnungsgelder verhängen, wären die Jobs sofort indiskutabel bzw die Unternehmen müssten deutlich mehr Personal beschäftigen, weil der "Regelbruch-Akkord" nicht mehr funktionieren würde. Wir verarschen uns hier alle selbst, weil es schlicht kein "Hightech" ist, alkoholische Getränke oder heisse Pizzen zuzustellen.

  4. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: Kakiss 09.12.21 - 21:02

    Dem kann man echt kaum was hinzufügen.

  5. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: frankenwagen 10.12.21 - 10:00

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Renricom schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > +1
    > > Den Kommentar müsste man ausdrucken und jedem selbsternannten
    > Verteidiger
    > > des freien Marktes vor die Stirn nageln.
    >
    > Nun, ich bin ein Verteidiger des freien Marktes, aber nicht von kaputten
    > Geschäftsmodellen.
    >

    Hier ist wohl die Frage wie man “freien Markt” definiert. Für Anhänger des radikalen Kapitalismus ist die Ausbeutung von Menschen in einem freien Markt durchaus in Ordnung, denn sie sehen in ihnen nur eine weitere Ressource. Sie lehnen regulatorische Eingriffe zum Schutz von Arbeitnehmern grundsätzlich ab, da der Markt das ja regelt.
    Damit habe sie sogar recht, der Markt wird es regeln, die Frage ist nur in wessen Sinne.

    Deinen Kommentaren kann ich ansonsten nur zustimmen.

  6. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: AynRandHatteRecht 10.12.21 - 11:17

    frankenwagen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Renricom schrieb:
    > > > +1
    > > > Den Kommentar müsste man ausdrucken und jedem selbsternannten
    > > Verteidiger
    > > > des freien Marktes vor die Stirn nageln.
    > >
    > > Nun, ich bin ein Verteidiger des freien Marktes, aber nicht von kaputten
    > > Geschäftsmodellen.
    > >
    >
    > Hier ist wohl die Frage wie man “freien Markt” definiert. Für
    > Anhänger des radikalen Kapitalismus ist die Ausbeutung von Menschen in
    > einem freien Markt durchaus in Ordnung, denn sie sehen in ihnen nur eine
    > weitere Ressource. Sie lehnen regulatorische Eingriffe zum Schutz von
    > Arbeitnehmern grundsätzlich ab, da der Markt das ja regelt.
    > Damit habe sie sogar recht, der Markt wird es regeln, die Frage ist nur in
    > wessen Sinne.

    Es gibt nicht "den Kapitalismus" oder "die Kapitalisten". Sich hier auf linke dogmatische Vorurteile zu beziehen, ist nicht zielführend. Verhungerte/tote feste oder freie Mitarbeiter sind keinem Unternehmen nützlich. Und eigentlich funktioniert das in D auch nur, weil es so viele Geringqualifizierte gibt (tlw auch auf dem Papier) die daher keine Wahl haben.

    Viel Potenzial wird verschenkt, weil man oft noch immer auf Schulabschlüsse/Zeugnisse achtet statt auf Erfahrung und Charakter.

    Wir erinnern uns an die Absolventen aus Spanien, die nach 2009 per Reisebus nach D gefahren wurde um hier bei Amazon pick&pack zu machen. Oder den geflohenen afghanischen Politiker, der hier bei Lieferando arbeitete. Es ist bizarr, wie hier menschliches Potenzial verschenkt wird und aus kapitalistischer Sicht auch dämlich.

    Amazon/Lieferando/etc profitieren nicht davon, denn niemand mit Hochschulabschluss macht lange einen Deppenjob zuverlässig. Mentale Unterforderung bei körperlicher Überforderung führt zu Krankheit/Depressionen/Unzuverlässigkeiten/Kündigung.

    Amazon scheint mittlerweile intern zumindest zu versuchen, fähigem Personal intern einen Aufstieg zu ermöglichen (so wie es die erfolgreichen Discounter Lidl und ALDI ebenso wie zB Mc Donalds seit Jahren machen).

    Typische Lieferdienste haben diese Möglichkeit nicht, weil das Geschäftsmodell so "einfach" ist.

  7. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: forenuser 10.12.21 - 11:51

    frankenwagen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hier ist wohl die Frage wie man “freien Markt” definiert. Für
    > Anhänger des radikalen Kapitalismus ist die Ausbeutung von Menschen in
    > einem freien Markt durchaus in Ordnung, denn sie sehen in ihnen nur eine
    > weitere Ressource. Sie lehnen regulatorische Eingriffe zum Schutz von
    > Arbeitnehmern grundsätzlich ab, da der Markt das ja regelt.
    > Damit habe sie sogar recht, der Markt wird es regeln, die Frage ist nur in
    > wessen Sinne.

    Im Sinne der Strickhersteller. Was Unterdrückte, läuft der Topf über, mit ihren Unterdrückern machen hat die Geschichte mehrmals gezeigt.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  8. Re: Es werden keine Arbeitsplätze verloren gehen

    Autor: frankenwagen 10.12.21 - 17:56

    Ich finde nicht, dass das eine linke Position ist. Ich bin überzeugter Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Da geht es nicht ohne eine gewisse Regulierung damit der Konkurrenzkampf nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird.
    Dass der Kapitalismus ohne eine gewisse Kontrolle schlimme Blüten treiben kann da sind wir uns doch wohl einig. Sonst gäbe es die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken nicht oder das immer größere Heer an Menschen die in den USA selbst mit 2-3 Jobs kaum über die Runden kommen.

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