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Wozu eigene Serverplatten löschen?

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  1. Wozu eigene Serverplatten löschen?

    Autor: NeverDefeated 11.08.12 - 21:25

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es darum, das er seine eigenen ServerPLATTEN weltweit hätte löschen können, oder?

    Ein Gerät dazu wäre im Prinzip alles was irgendwie ins Internet kommt und den Befehl an die Server absetzen kann.

    Aber warum sollte er die Platten überhaupt löschen wollen? Wenn ich so eine illegale Platform betreiben würde, wären die Serverplatten verschlüsselt und ich würde nur den Befehl zum Herunterfahren senden. Schon braucht da nichts mehr gelöscht oder (selbst-)zerstört werden. Das FBI kann dann gerne versuchen die Verschlüsselung zu knacken. Ich weiss noch wie das bei einem Bankier ausging, dessen Rechner sie beschlagnahmt hatten. Sie haben die Daten nie zu Gesicht bekommen.

  2. Re: Wozu eigene Serverplatten löschen?

    Autor: Dumpfbacke 12.08.12 - 09:51

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es darum, das er seine eigenen
    > ServerPLATTEN weltweit hätte löschen können, oder?
    Die Gefahr bestand und sollte verhindert werden.
    Hätte man ihn freundlich gebeten mitzukommen, hätte er wohl eine SMS an jemanden geschickt und damit ein Notfallszenario lostreten können. Ein Anruf auf eine bestimmte Nummer hätte ausgereicht, damit jemand anderes anfängt die Server zu löschen.
    So was hätten sie als Hackerattacke oder ähnliches nach außen verkaufen können und wären ein paar Tage später wieder online.

    > Ein Gerät dazu wäre im Prinzip alles was irgendwie ins Internet kommt und
    > den Befehl an die Server absetzen kann.
    Richtig und wie wir aus einem anderen Artikel erfahren haben, konnte er durch einen einfachen Knopfdruck im Hause eine SMS an ihm wichtige Leute schicken.

    > Aber warum sollte er die Platten überhaupt löschen wollen? Wenn ich so eine
    > illegale Platform betreiben würde, wären die Serverplatten verschlüsselt
    Dafür bekommst du aber auch schon eine Strafe, zumindest in einigen Ländern.
    Dann kommt noch hinzu, dass das FBI genug Material und Beweismittel gesammelt hat, womit er mit verschlüsselten HDDs sich eher be- als entlasten würde.

    Ich denke, wenn man nach einem aktuellen Film sucht und gleich eine unseriöse Seite den Film anbietet, ist es schon ok hier von Urheberrechtsverletzung zu sprechen.
    http://www.google.de/search?q=rum+diary+stream
    mfg

  3. Re: Wozu eigene Serverplatten löschen?

    Autor: Eisboer 12.08.12 - 14:42

    Dumpfbacke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dafür bekommst du aber auch schon eine Strafe, zumindest in einigen
    > Ländern.

    Stimmt in Dritteweltschurkenstaaten wie Großbritannien.

    Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie froh ich bin, in Deutschland zu leben.

  4. Re: Wozu eigene Serverplatten löschen?

    Autor: __destruct() 13.08.12 - 01:37

    In den USA doch auch.

  5. Re: Wozu eigene Serverplatten löschen?

    Autor: NeverDefeated 13.08.12 - 15:18

    Dumpfbacke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeverDefeated schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es darum, das er seine
    > eigenen
    > > ServerPLATTEN weltweit hätte löschen können, oder?
    > Die Gefahr bestand und sollte verhindert werden.
    > Hätte man ihn freundlich gebeten mitzukommen, hätte er wohl eine SMS an
    > jemanden geschickt und damit ein Notfallszenario lostreten können. Ein
    > Anruf auf eine bestimmte Nummer hätte ausgereicht, damit jemand anderes
    > anfängt die Server zu löschen.
    > So was hätten sie als Hackerattacke oder ähnliches nach außen verkaufen
    > können und wären ein paar Tage später wieder online.

    Na, wenn er die Zeit nicht hatte, als sie ihn erst aus seinem Schutzraum schneiden mussten, dann weiss ich es auch nicht.

    > > Ein Gerät dazu wäre im Prinzip alles was irgendwie ins Internet kommt
    > und
    > > den Befehl an die Server absetzen kann.
    > Richtig und wie wir aus einem anderen Artikel erfahren haben, konnte er
    > durch einen einfachen Knopfdruck im Hause eine SMS an ihm wichtige Leute
    > schicken.

    Merkwürdig, das er das nicht auf seinem Weg in oder im Schutzraum getan hat.

    > > Aber warum sollte er die Platten überhaupt löschen wollen? Wenn ich so
    > eine
    > > illegale Platform betreiben würde, wären die Serverplatten verschlüsselt
    > Dafür bekommst du aber auch schon eine Strafe, zumindest in einigen
    > Ländern.

    Dann kaufe ich meine Server eben in anderen Ländern.

    > Dann kommt noch hinzu, dass das FBI genug Material und Beweismittel
    > gesammelt hat, womit er mit verschlüsselten HDDs sich eher be- als
    > entlasten würde.

    Was er getan hat wusste ja ohnehin mindestens die halbe Welt. Ich hätte die Server schon deshalb verschlüsselt (Wie auch meine eigenen Rechner alle vollverschlüsselt sind obwohl ich nicht einmal Raubkopien darauf habe. Ich verschlüssel die schon deshalb, damit Dieben oder Staatsorganen keine privaten Fotos/Videos von meiner Freundin und mir in die Hände fallen und damit die Adressen und die sonstige Kommunikation mit meinen Freunden vor neuierigen Schnüfflern aller Art geschützt sind. Wer natürlich alle seine Kontakte auf seinem Handy/Smartphone verwaltet, dem scheint es egal zu sein, dass er Daten und Dinge, die ihm seine Freunde im Vertrauen erzählen, an seinen Provider oder jeden anderen, der seinem Handy vorgaukelt er sein eine Mobilfunksendestation, verrät. Ich schütze meine Freunde da besser. Ich habe nicht einmal mehr ein Handy, seitdem ich weiss, wie gut selbst ein Privatmann mit einem Laptop und Material für 100EUR Leute über Handys ausspionieren kann.), um die Daten meiner Kunden und Firmeninterna über Mitarbeiter etc. zu schützen.

    > Ich denke, wenn man nach einem aktuellen Film sucht und gleich eine
    > unseriöse Seite den Film anbietet, ist es schon ok hier von
    > Urheberrechtsverletzung zu sprechen.
    > www.google.de
    > mfg

    Ich gucke schon seit Ende des letzten Jahrtausends kein Fernsehen/keine Kinofilme mehr. Ich habe nicht einmal einen Fernseher. Ich habe um die 16TB selbstgedrehte Videofilme von den Sportarten, die ich ausübe und von Familie und Freunden und sicher auch noch mal 1-2TB freie Lehrvideos/Vorträge (z.B. vom Chaos Computer Club etc.), aber keinen einzigen Kinofilm auf meinen Servern. Genauso sieht es bei mir mit Musik aus: Als die Musikindustrie mit "UnCDs" ankam, die aufgrund ihres "Kopierschutzes" auf meiner damaligen hochauflösenden High End Musikanlage im Gegenwert eines Mittelklassewagens beschissen klangen, habe ich die um die 700 Original-CDs aus den 80ern und 90ern, die ich besitze, teilweise auf meinen Server überspielt und sie danach in Kisten auf den Dachboden gestellt, die Musikanlage verkauft und mein ambitioniertes Hobby (Ich habe z.B. meine Verstärker-Vor- und Endstufe selber designt und aufgebaut. Das Hobby war bei mir also schon etwas anspruchsvoller als nur dumm teure Geräte zu kaufen.) damit beendet.

    Da ich zudem raubkopierte Software schon wegen der darin oft versteckten Trojaner nie nutzen würde und ohnehin nur freie Software verwende, bei der ich selber im Sourcecode nachsehen kann, ob der Programmierer irgendwelche Hintertürchen eingebaut hat, brauche also keine Seiten, die mir irgendwelche "Warez" anbieten und nutze diese daher auch nicht.

    Schon ein neues Open-Source-Programm zu kompilieren und zu testen macht mehr Spass als alles, was mir ein dümmlicher, kokainschnupfender Hollywood-Drehbuchschreiber in seinen unlogischen, nur auf Effekte ausgelegten Stories bieten könnte. Musiker singen für gewöhnlich auch nur über ihre eigene, intellektuell sehr begrenzte und daher hauptsächlich emotionale Erlebniswelt (mit Hass, Wut, Liebe und Sex hat man wohl mindestens 95% der Themen genannt, über die so gesunden wird). So einen Kram habe ich mir 20 Jahre meines Lebens angehört und das reicht dann wohl auch. Keine Ahnung, wie man als Erwachsener über mehrere Dekaden über Liebe und Sex singen kann. Dazu muss man geistig vermutlich schon etwas simpel gestrickt sein um nie interessantere Themen kennenzulernen als solche primitiven Allerweltsdinge.

    Ich finde also ebenfalls, dass Kim Schmitz urheberrechtsverletzend tätig war und verstehe es durchaus, dass er deshalb vor Gericht steht. Ich habe nur gesagt, dass ich an seiner Stelle meine Rechner verschlüsselt betrieben hätte (so wie ich alle meine Rechner verschlüsselt betreibe), weil Platten komplett zu löschen, sprich mit "Nullen" und "Zufallszahlen" komplett zu überschreiben schon bei mir Tage dauern würde und ich habe insgesamt vielleicht gerade mal 80TB an Speicherplatz auf allen meinen Rechnern und Servern zusammen. Bei Mr. Dotcom ging das wohl eher in die Petabyte-Regionen. Sowas löscht man nicht mal eben nach Erhalt einer SMS spurlos von allen beteiligten Platten. Dumm für seine Kunden, dass er offenbar nicht so schlau war ihre Daten durch Verschlüsselung vor dem Zugriff der Ermittler zu schützen.

    Aber da werden sich vor Gericht, dank Programmen wie Carrier IQ und dem Apple-Pendant dazu und der generellen Möglichkeit ein Handy providerseitig auszulesen, noch ganz andere Gelegenheitstäter umsehen, wenn die Ermittlungsbehörden Daten aus ihrem und den Smartphones ihrer Freunde vor Gericht gegen sie verwenden. Wer dumme Freunde mit smarten Mobiltelefonen hat, der ist eben oft genauso dumm dran, wie die "Kunden" von Kim Schmitz.

    Wer trotz aller schon durch die Presse gegangenen Datenschutz-Skandale und dem was z.B. Google und Facebook so veranstalten um an Nutzerdaten zu kommen immer noch glaubt, es hätte ja niemand Interesse an seinen Daten, der ist so naiv, dass er verdient, was er bekommt (und sei das nun ein Trojaner durch Raubkopien oder eine Verurteilung wegen anderen Delikten).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.12 15:31 durch NeverDefeated.

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