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Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

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  1. Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: dl01 09.11.17 - 19:14

    ... beschwert sich über Ausbauhemmnisse. Ich habe herzlich gelacht. Andere Netzbetreiber bauen eigenwirtschaftlich FTTH aus und bieten die Faser dann freiwillig im Rahmen von OpenAccess der Konkurrenz an.

  2. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: mrgenie 09.11.17 - 20:20

    Nicht nur das. Sondern die Investoren aus den USA und den Niederlanden wollen keine staatliche Subventionen. Das der Steuerzahler fuer die private Gewinne einzelner Unternehmen aufkommen muesse wie die Telekom das fordert wird dort kategorisch abgelehnt!

    Selber investieren, das Geld aufbringen, ausbauen und dann ist es auch dein Netz!

    Und im Falle von DG kann ich bei einigen Anbietern meinen Vertrag abschliessen. Ich habs direkt bei DG gemacht aber man kann auch bei den Stadtwerke oder andere Anbieter seinen Vertrag machen.

    Und das ganze ohne Subventionen wofuer letztendlich der Steuerzahler (=wir alle) aufkommen muessten.

  3. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: DerDy 09.11.17 - 21:30

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur das. Sondern die Investoren aus den USA und den Niederlanden
    > wollen keine staatliche Subventionen.
    Das kannst du auch belegen? Gerade die USA setzt massiv Subventionen ein, um europäische Firmen in die USA zu locken. Auch viele niederländische Investoren sind in Deutschland in der Landwirtschaft investiert, weil hier massiv subventioniert wird.

    Das jemand keine Subventionen will, ist mir neu. Aber ich freue mich auf deine Quellen, um mehr darüber zu erfahren.

    > Selber investieren, das Geld aufbringen, ausbauen und dann ist es auch dein
    > Netz!

    > Und im Falle von DG kann ich bei einigen Anbietern meinen Vertrag
    > abschliessen. Ich habs direkt bei DG gemacht aber man kann auch bei den
    > Stadtwerke oder andere Anbieter seinen Vertrag machen.
    > Und das ganze ohne Subventionen wofuer letztendlich der Steuerzahler (=wir
    > alle) aufkommen muessten.
    In Deutshland fließen doch kaum Subventionen in den Breitbandausbau. Golem hatte doch vor kurzem berichtet, das bis 2017 gerade mal 13,9 Mio Euro Fördergelder zu den Providern geflossen ist. Auf der anderen Siete investieren die Provider fast >8Mrd Euro und das pro Jahr!
    https://www.golem.de/news/trotz-foerderung-breitbandausbau-kommt-nur-schleppend-voran-1708-129571.html

    Deine Aussagen passen irgendwie nicht zu den Artikeln der Journalisten.

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst
    > beschwert sich über Ausbauhemmnisse.
    Wie passt deine Aussage zu dem aktuellen Golem Artikel?
    > Im Landkreis Vorpommern-Rügen hat die Telekom den Zuschlag für den FTTH-
    > Ausbau erhalten. Das Festland soll bis Ende 2019 zum größten Teil mit echten
    > Glasfaserverbindungen ausgestattet werden. Das haben der Landkreis
    > Vorpommern-Rügen und die Telekom vor einer Woche mit Verträgen im Ortsteil
    > Kaschow der Gemeinde Süderholz vereinbart.
    https://www.golem.de/news/glasfaser-telekom-hat-nur-knapp-100-000-ftth-kunden-1711-131067.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.17 21:37 durch DerDy.

  4. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: Kleba 10.11.17 - 07:20

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... beschwert sich über Ausbauhemmnisse. Ich habe herzlich gelacht. Andere
    > Netzbetreiber bauen eigenwirtschaftlich FTTH aus und bieten die Faser dann
    > freiwillig im Rahmen von OpenAccess der Konkurrenz an.

    Gegen OpenAccess spricht ja auch nichts, aber da will der Provider, der die Faser gebaut hat, eben die Preise bzw. Konditionen selbst bestimmen (was imho auch nachvollziehbar ist). Auch "andere Netzbetreiber" wollen keine Glasfaser-Regulierung, wie bspw. der Chef von meinem regionalen Provider und Präsident des Buglas:

    > Theo Weirich, Wilhelm.tel-Chef und Präsident des Branchenverband Buglas, sagte im
    > Juli 2017: "Wir brauchen einen anderen ordnungspolitischen Rahmen. Eine
    > Regulierung des Glasfaserausbaus müsse unterbleiben. Wenn Dritten ein Zugang zu
    > Dark Fiber oder zu passiver Infrastruktur für den Zugang zum Endnutzer auf
    > Grundlage kostenorientierter Entgelte gewährt werde, wäre eine Refinanzierung der
    > Investitionen nicht möglich. Damit würden ausschließlich Trittbrettfahrer gefördert."

    Den Buglas-Mitgliedern (wie wilhelm-tel, Netcologne oder M-Net) kann man ja nicht vorwerfen, dass sie kein FTTH ausbauen. Sie wollen aber auch nicht, dass die so reguliert werden, dass sich die Investitionen nicht rechnen. Das ist bei denen nun nicht der Fall, aber bei der Telekom wäre es so. Es sollte doch kein Problem sein, dass bestehende Kupfer-Netz der Telekom weiter wie bisher zu regulieren, aber wenn neue FTTH-Anschlüsse gelegt werden, diese davon für X Jahre auszunehmen, damit es sich auch dort halbwegs rechnen kann.

  5. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: Bautz 10.11.17 - 08:02

    ich finde schon man sollte auch die Glasfaser regulieren. Dann eben so gerechnet, dass der Ausbauer eben auch noch was davon hat.

  6. Bitte vorher Hirn einschalten...

    Autor: Pecker 10.11.17 - 09:11

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... beschwert sich über Ausbauhemmnisse. Ich habe herzlich gelacht. Andere
    > Netzbetreiber bauen eigenwirtschaftlich FTTH aus und bieten die Faser dann
    > freiwillig im Rahmen von OpenAccess der Konkurrenz an.

    ... und nicht gleich gegen die Telekom bashen, weil dieses Wort im Artikel vorkommt. Bitte also den Text noch mal lesen und verstehen. Praktisch ALLE fordern das gleiche, wie die Telekom. Und welche Netzbetreiber bauen denn FTTH aus und bieten den Anschluss der Telekom an? Hast du da bitte Belege für?

    Noch was. Die Telekom baut deswegen kein Glasfaser aus, weil es kaum einer will, trotz günstiger Preise. Ein 200/100 Mbit/s Anschluss kostet 50¤, 500/200 75¤ im Monat. alleine der Upload ist fast konkurrenzlos.

    Hier übrigens auch der Beleg.

    https://www.golem.de/news/glasfaser-telekom-hat-nur-knapp-100-000-ftth-kunden-1711-131067.html

    Die Telekom hat 700.000 Anschlüsse, von denen nur 100.000 gebucht sind. Also nur knapp 15% buchen Glasfaser. Und das ist nur die halbe Wahrheit! Es ist in Wirklichkeit noch viel schlimmer. Denn in Ausbaugebieten gibt es genügend Leute, die sich erst gar nicht anschließen lassen. Gut 50% der Haushalte machen bei einem Glasfaserausbau erst gar nicht mit! Diese 50% wollen also nicht mal einen Anschluss. Wenn man diese also auch noch dazurechnet, ist das interesse an Glasfaser bei deutlich unter 10%!

  7. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: Kleba 10.11.17 - 09:24

    Bautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich finde schon man sollte auch die Glasfaser regulieren. Dann eben so
    > gerechnet, dass der Ausbauer eben auch noch was davon hat.

    Darf ich fragen wieso? Wenn es gerechnet wird "dass der Ausbauer eben auch noch was davon hat", dann kann es doch auch gleich vom Anbieter festgelegt werden, oder nicht?

    Versteh mich nicht falsch: ich kann die Regulierung für das Kupfer-Netz (aufgrund der Situation als Ex-Monopolist) völlig nachvollziehen und will auch gar nichts daran ändern. Aber warum sollte das auch für das FTTH-Netz gelten? Fairerweise müssten dann alle Anbieter die FTTH ausbauen (fast alle Mitglieder des Buglas bspw.) auch reguliert werden. Und wie soll ein kleiner regionaler Anbieter (der keine Milliarden EUR Umsatz macht, sondern nur ein paar Millionen und einen noch viel kleineren Gewinn) mit Regulierung überhaupt dazu gebracht werden ein eigenes Netz aufzubauen, wenn sie Kosten/Einnahmen nicht mal selbst bestimmen können?

    Gerade bei den vielen kleineren Anbietern fände ich das mehr als hinderlich. Beim FTTH Ausbau gibt es praktisch das erste Mal ernsthafte Konkurrenz für die Telekom (wenn auch im kleinen Maßstab) und hier soll wieder die Regulierung zuschlagen? Da bin ich mir sehr unsicher, wie sinnvoll das wäre.

    LG
    Kleba

  8. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: postb1 10.11.17 - 09:49

    DerDy schrieb:

    > In Deutshland fließen doch kaum Subventionen in den Breitbandausbau. Golem
    > hatte doch vor kurzem berichtet, das bis 2017 gerade mal 13,9 Mio Euro
    > Fördergelder zu den Providern geflossen ist. Auf der anderen Siete
    > investieren die Provider fast >8Mrd Euro und das pro Jahr!

    Hä?
    Allein im Land Bayern sind für den geförderten Breitbandausbau 1,5Mrd.¤ am Start - dort wird aktuell in der Provinz gegraben, gepflügt und gehorizontalspülbohrt, was das Zeug hält. Kaum ein Kaff, in dem nicht gerade Breitbandbaustellen laufen.
    Und was ist Fördergeld anderes als Subvention?

    Ob man das gutheißt, ist eine andere Sache - wenn zuviel gefördert wird, werden die Provider zu faul und stellen eigene Investitionen zurück.

  9. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: dl01 10.11.17 - 22:05

    > Wie passt deine Aussage zu dem aktuellen Golem Artikel?
    Soll ein einzelnes Ausbauprojekt nun die Aussage negieren, die Telekom stünde beim FTTH-Ausbau mit beiden Füßen auf der Bremse?

    Sei's drum: Bei deinem Beispiel handelt es sich um einen - was auch sonst? - geförderten Ausbau, bei dem die Ausschreibung offenbar so gestaltet wurde, dass nur FTTH in Frage kommt. Um der Telekom den Bau des sonst ungeliebten FTTHs ein wenig zu versüßen, wird das Projekt mit 118 Mio. ¤ (in Worten: Einhundertachtzehnmillionen Euro) gefördert.

    Ich bin sicher, dieses Projekt wird in Zukunft noch oft als Nachweis für den mit Nachdruck betriebenen FTTH-Ausbau der Telekom dienen. ;-)

    > In Deutshland fließen doch kaum Subventionen in den Breitbandausbau. Golem hatte doch vor kurzem berichtet, das bis 2017 gerade mal 13,9 Mio Euro Fördergelder zu den Providern geflossen ist.
    Da die gerade genannte Fördersumme eines einzelnen Projekts diese Summe um mehr als den Faktor 8 übersteigt, erübrigt sich diese Aussage wohl.

  10. Re: Ausgerechnet der Laden, der den FTTH-Ausbau nach Kräften ausbremst...

    Autor: dl01 10.11.17 - 22:17

    > Gegen OpenAccess spricht ja auch nichts, aber da will der Provider, der die Faser gebaut hat, eben die Preise bzw. Konditionen selbst bestimmen (was imho auch nachvollziehbar ist). Auch "andere Netzbetreiber" wollen keine Glasfaser-Regulierung, wie bspw. der Chef von meinem regionalen Provider und Präsident des Buglas:
    Das klingt im Prinzip auch nach einer vernünftigen Idee. Leider beweist die Telekom permanent, dass sie das Konzept des Wettbewerbs noch immer nicht verstanden hat. Statt mit guten Produkten um die Gunst der Kunden zu buhlen, versucht sie lieber entstehende Konkurrenz im Keim zu ersticken. Diverse Glasfasernetzbetreiber können davon ein Lied singen.

    Eine unregulierte Faser von der Telekom würde vermutlich dazu führen, dass a) die Telekom keinem Mitbewerber den Zugriff auf dieses Medium gestattet oder b) die Konditionen so festgelegt, dass Mitbewerber kein konkurrenzfähiges Produkt anbieten können.

    So bleibt am Ende nur noch das Werkzeug der Regulierung, um ein Monopol zu verhindern. Dagegen kann die Telekom zwar immer noch lautstark jammern (Was sie auch tut. Ständig.), aber das schadet dem Wettbewerb wenigstens nicht.

  11. Re: Bitte vorher Hirn einschalten...

    Autor: bombinho 11.11.17 - 17:42

    Das kann aber sicherlich nicht daran liegen, dass die Kunden Alternativen von Anbietern bevorzugen, die ein besseres Preis/Leistungsverhaeltnis bieten?

    Oder daran, dass mindestens einige "Glasfaserstaedte" bereits vor dem Glasfaserausbau der Telekom mit Kabel ausgestattet waren und auch dort wiederum die Konditionen der Telekom eher als schlechter Scherz aufgefasst wurden (Drosselung, Preis, gebotene Geschwindigkeit) im Vergleich zu den bereits etablierten Anbietern?

    Glaubst Du wirklich, dass es viele Leute in laendlichen Gebieten oder weiterhin unerschlossenen OPAL-Gebieten gibt, die einen FTTH-Anschluss der Telekom ablehnen wuerden? Schau doch mal z.B. nach Chemnitz, die Gebiete ohne Kabel haben meist auch gar nicht erst FTTH angeboten bekommen. Zufall? Versaeumnis?

    Bei der IP-Umstellung ist man doch auch nicht zimperlich und kuendigt problemlos. Sollte das bei einer Umstellung auf eine andere Technologie nicht ebenso funktionieren? Wird hier nicht immer gerne aufgefuehrt, dass dem Kunden die Technologie egal ist, solange es funktioniert? Was haelt die Telekom davon ab, die DA eines Kunden zu deaktivieren, wenn bereits Glasfaser zum Grundstueck liegt. Bei OPAL ging das doch auch?

    Oder sind in den Zahlen fuer Glasfaseranschluesse eventuell gar auch die OPAL-Anschluesse enthalten, welche mittlerweile meist mit der DA ueberbaut wurden?

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