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wie wollen die da noch etwas belegen können?

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  1. wie wollen die da noch etwas belegen können?

    Autor: Paule 17.10.11 - 16:25

    Zitat:
    > ...wie viele Zugriffe auf den Rechner der Beklagten zum Zweck
    > des Downloads des streitgegenständlichen Titels erfolgt sind
    > oder zumindest doch, in welcher Größenordnung

    Wie sollten die Kläger da überhaupt Daten für die Klage liefern können?

    Beim Filesharing müssten die schon das Logfile des Tracker erhalten, damit überhaupt eine Aussage möglich wäre und selbst dann ist völlig unbestimmbar wie viele P2P Clients noch über andere Wege den Zugrifff auf die Datei gefunden haben oder ob jeder Zugriff über den Tracker überhaupt zu einem Download von zumindest Teilen der Datei geführt hat.

    Ein Provider Log bringt da auch nix, weil ja nur einzelne Datenpakete übertragen wurden und man diese an der Stelle nicht einwandfrei einzelnen Dateien zuordnen kann.

    Die einzige genaue Möglichkeit wäre wohl ein Trojaner auf dem Rechner des Filesharers, der mitloggt wie viele Zugriffe auf einzelne Dateien erfolgen.

  2. Re: wie wollen die da noch etwas belegen können?

    Autor: AndyK70 17.10.11 - 20:18

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zitat:
    > > ...wie viele Zugriffe auf den Rechner der Beklagten zum Zweck
    > > des Downloads des streitgegenständlichen Titels erfolgt sind
    > > oder zumindest doch, in welcher Größenordnung
    >
    > Wie sollten die Kläger da überhaupt Daten für die Klage liefern können?
    >
    > Beim Filesharing müssten die schon das Logfile des Tracker erhalten, damit
    > überhaupt eine Aussage möglich wäre und selbst dann ist völlig unbestimmbar
    > wie viele P2P Clients noch über andere Wege den Zugrifff auf die Datei
    > gefunden haben oder ob jeder Zugriff über den Tracker überhaupt zu einem
    > Download von zumindest Teilen der Datei geführt hat.

    Es gibt doch die UL/DL-Rate.
    Ist sie kleiner als 1 bedeutet dies doch, dass nicht mal genug UL-Traffic generiert wurde, um die Datei ein einziges mal im Ganzen zu übertragen.
    Hat man eine Rate von 20 hat man für diese Datei 20 mal den Traffic im UL generiert, den man für den DL brauchte.
    Für mein Verständnis bedeutet das auch: Hat der Angeklagte eine Rate von 20, dann muss er auch für 20 Kopien bezahlen, bzw. Schadensersatz leisten.
    Wie viele Clients nun darauf zugriff hatten ist doch völlig unerheblich, weil von dem besagten Rechner ja nur 20 Kopien upgeloadet wurden.

    Andy

  3. Re: wie wollen die da noch etwas belegen können?

    Autor: ahja 17.10.11 - 20:34

    Man kann auch UL/DL von 100 haben und trotzdem immer nur die ersten 5 sek. des Musikstückes hochgeladen haben. -> Das Stück wurde nicht ein Mal hochgeladen. Oder: Es ist nicht Nachweisbar, wie Oft Stücke des Tracks hochgeladen wurden. Und woher soll die MI deine UL/DL kennen ohne Zugriff auf deinen Rechner? Illegales Filesharing (zumindest bei Musik, nicht bei Geheimdokumenten ;-) ) rechtfertigt keine Durchsuchung des PC.

    So on...

  4. Re: wie wollen die da noch etwas belegen können?

    Autor: Chevarez 18.10.11 - 01:09

    > Die einzige genaue Möglichkeit wäre wohl ein Trojaner auf dem Rechner des
    > Filesharers, der mitloggt wie viele Zugriffe auf einzelne Dateien erfolgen.

    Schön, dass man da gerade einen entdeckt hat, an dem man "legal", weil irgendwann auf politischer Ebene durchgepresst, Begehrlichkeiten anmelden kann.

  5. Re: wie wollen die da noch etwas belegen können?

    Autor: dossi 08.02.13 - 20:20

    Um sicherzugehen, dass hier nicht "soviel falsches drinsteht"....

    Meine Güte. Das ist _sowas_ von FALSCH!

    "(...) Oder: Es ist nicht Nachweisbar, wie Oft Stücke des Tracks hochgeladen wurden. Und woher soll die MI deine UL/DL kennen ohne Zugriff auf deinen Rechner? Illegales Filesharing (zumindest bei Musik, nicht bei Geheimdokumenten ;-) ) rechtfertigt keine Durchsuchung des PC. (...)"

    Die Durchsuchung _ist_ auf jeden Fall gerechtfertigt.
    Grundlage dazu nennt sich Strafanzeige.
    Wird z.B. durch Vertreter der GVU oder sonstige Anzeigeerstatter an die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft herangetragen.

    Der Anschlussinhaber wird identifiziert und ...

    Die Folge ist ggf. eine Durchsuchung mit Beschlagnahme der Gegenstände, sofern die Staatsanwaltschaft nicht das Verfahren einstellen "will" (dann ist es aber schon zu spät).
    Die Beweismittel werden gesichtet, ausgewertet und dokumentiert.

    Sollte sonst noch was illegales auf dem PC drauf sein, nennt sich das dann "Zufallsfund" -> mehr Ärger, wenn der Staatsanwalt das anklagen will.

    Porno verbreitet -> richtig Ärger.

    Sehen die Darsteller mit wenig Phantasie auch noch jünger als 18 Jahre aus -> §184 (das ist _richtig_ Ärger).

    Kopierte Software verbreitet -> noch mehr Ärger.

    Sollte in der Wohnung noch was sein das den Beamten bei der Durchsuchung auffällt (Waffengesetz: Butterflys, Klingenlänge, etc.; Hanfderivate mit Wirkung, etc.) ... noch mehr Ärger.

    Ich schlage deshalb mal insgesamt vor, dass sich - sofern man (Du) nur dumpfe Ahnung ha(s)t - die betreffenden "Kandidaten" nicht so aus dem Fenster lehnen sollten. - Das nennt sich nämlich unter Umständen "Rechtsberatung" und das kann je nach Sachlage dann _auch_ noch übel ins Auge gehen.

    /dossi

    Edit: typo behoben



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.13 20:25 durch dossi.

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