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  5. › Finanzchef: Apple legt gegen…

Bananen Union

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  1. Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 10:17

    Diese ganze Aktion ist ein ganz schlechtes Zeichen, anscheinend ist den Beteiligen nicht bewusst, dass hier der Ruf Europa als verlässlicher, planbarer, berechenbarer Markt verloren geht. Es ist ok mehr Steuern von Apple in Zukunft zu verlangen, gleicht der Kunde sowieso aus, aber Regelungen & Besteuerungen Rückwirkend für ungültig zu erklären ist ein gefährlicher Schritt. im Gegensatz dazu sollte die EU sich als verlässlich beweisen, bei all den Problemen die es sonst schon gibt.

  2. Re: Bananen Union

    Autor: Steffo 19.12.16 - 10:49

    Was du forderst, ist ein Einknicken vor Konzernen und Investoren. Jeder sollte sich an Regeln halten und wenn im Nachhinein festgestellt wird, dass sich nicht an Regeln und Gesetze gehalten wurde, kann man diese natürlich nachträglich einfordern.
    Ich komme auch nicht auf die Idee den USA vorzuschreiben, wie sie im Falle von VW urteilen sollen. Im Gegenteil: Mich regt es auf, dass Deutschland vor VW einknickt. Erst durch das aktive Wegschauen ist eine Situation wie die heutige entstanden, denn es war schon lange vorher bekannt (auch der Bundesregierung), dass deutsche Autobauer beim Prüfstand tricksen und es war immer Deutschland, dass zu strenge EU-Regelungen blockiert hat. Solche korrupte Entscheidungen haben immer ihre Konsequenzen!

  3. Re: Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 10:56

    Apple hat ein Angebot bekommen und es angenommen. Wenn Irland dieses Angebot nicht hätte machen dürfen, muss eben Irland für Ausgleich sorgen. Die Alternative ist, dass jeder Vertrag mit einem Staat erstmal durch alle europäischen Instanzen geklagt werden muss, um sicher zu gehen dass er legal ist.

  4. Re: Bananen Union

    Autor: Steffo 19.12.16 - 11:02

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apple hat ein Angebot bekommen und es angenommen. Wenn Irland dieses
    > Angebot nicht hätte machen dürfen, muss eben Irland für Ausgleich sorgen.
    > Die Alternative ist, dass jeder Vertrag mit einem Staat erstmal durch alle
    > europäischen Instanzen geklagt werden muss, um sicher zu gehen dass er
    > legal ist.

    Das hat rein gar nichts mit geltendem Recht zu tun, dass es ein Angebot gab und dieses angenommen wurde.
    Dass jeder Vertrag durch alle Instanzen geklagt werden soll, ist ebenfalls absurd. Dadurch würde die komplette EU zum Erliegen kommen. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, dass er Gesetze einhält. Wenn er das nicht tut, muss er mit Konsequenzen rechnen.

  5. Re: Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 11:07

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hat rein gar nichts mit geltendem Recht zu tun, dass es ein Angebot gab
    > und dieses angenommen wurde.
    > Dass jeder Vertrag durch alle Instanzen geklagt werden soll, ist ebenfalls
    > absurd. Dadurch würde die komplette EU zum Erliegen kommen. Jeder ist
    > selbst dafür verantwortlich, dass er Gesetze einhält. Wenn er das nicht
    > tut, muss er mit Konsequenzen rechnen.


    Klar hat es mit geltendem Recht zu tun, wenn man vereinbarte Steuersätze Rückwirkend erhöhen kann.

    Warum ist das Absurd? Wenn ich als Unternehmen nicht weiss ob mein Vertrag mit Irland rechtens ist,
    weil Irland das anscheinend selbst nicht weiss und entscheiden kann, muss ich den Vertrag durch die Gerichte jagen um sicher zu gehen. Das ist die Konsequenz aus dieser Entscheidung, die Konsequenz daraus ist eben, dass das die EU zum erliegen bringen würde.

    Wenn in dem Fall jemand Gesetze gebrochen hat um einem illegalen Angebot, dann Irland.

  6. Re: Bananen Union

    Autor: Schnarchnase 19.12.16 - 12:27

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar hat es mit geltendem Recht zu tun, wenn man vereinbarte Steuersätze
    > Rückwirkend erhöhen kann.

    Sie wurden nicht rückwirkend erhöht, sondern unwirksam vermindert. Den tatsächlichen Steuersatz kannte Apple. Dass die Mauschelei aufgeflogen ist macht mich nun nicht sonderlich betroffen. Die Anwälte werden das schon länger gewusst haben, dass die Absprache auf wackeligen Füßen steht. Steuersätze sind nicht verhandelbar, wäre ja noch schöner wenn jeder seinen eigenen Steuersatz bekommt.

  7. Re: Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 13:01

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie wurden nicht rückwirkend erhöht, sondern unwirksam vermindert.

    Was genau auf das Selbe Hinaus läuft?

  8. Re: Bananen Union

    Autor: Jakelandiar 19.12.16 - 13:12

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schnarchnase schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sie wurden nicht rückwirkend erhöht, sondern unwirksam vermindert.
    >
    > Was genau auf das Selbe Hinaus läuft?

    Nein.

    Rückwirkende Erhöhung kann nicht geplant werden etc..

  9. Re: Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 13:18

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > opodeldox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schnarchnase schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Sie wurden nicht rückwirkend erhöht, sondern unwirksam vermindert.
    > >
    > > Was genau auf das Selbe Hinaus läuft?
    >
    > Nein.

    Doch? Wenn man dir sagt du musst Summe X zahlen, Summe Y erlässt man dir. Dann zahlst du Summe X und ein Jahr später verlangt man von dir auch Summe Y, weil diese nun angeblich fehlt, dann wurde rückwirkend deine Steuer erhöht - auch wenn man das anders nennt.

  10. Re: Bananen Union

    Autor: Moe479 19.12.16 - 14:10

    Dass Besteuerungen nicht verhandelbar sind stimmt so nicht, der Bescheid des Finanzamtes ist z.b. rein formal ein Angebot zum auslösen einer vermuteten/angeblich festgestellten Schuld. Willst Du diese nicht einsehen, steht Dir der Rechtsweg frei, Du kannst Wiederspruch einlegen, auch ein Gegenangebot unterbreiten, dein Wiederspruch kann abgelehnt werden und es kann dann von Dir dagegen geklagt werden, es kommt ggf. zur Verhandlung.

    http://medialdigital.de/2011/02/11/gegen-den-steuerbescheid-klagen-aber-richtig/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.16 14:12 durch Moe479.

  11. Re: Bananen Union

    Autor: Jakelandiar 19.12.16 - 15:19

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch? Wenn man dir sagt du musst Summe X zahlen, Summe Y erlässt man dir.
    > Dann zahlst du Summe X und ein Jahr später verlangt man von dir auch Summe
    > Y, weil diese nun angeblich fehlt, dann wurde rückwirkend deine Steuer
    > erhöht - auch wenn man das anders nennt.

    Stellst du dich nur dumm an oder willst du einfach nur provozieren?
    Eine nachträgliche Erhöhung ist: "Steuersatz ist 5%. Wir erhöhen den Steuersatz nun au 8% RÜCKWIRKEND zum ..." DAS ist eine Nachträgliche Erhöhung.

    In deinen beispielen wird NICHTS erhöht. Der gültige Steuersatz hat sich NIE geändert weder vor- noch Nachträglich. Lediglich der nicht legale Vertrag zwischen Apple und dem Staat ist aufgeflogen und für ungültig erklärt worden.

    Wenn du den unterschied immer noch nicht verstehen willst kann man dir einfach nicht mehr helfen und die Diskussion ist zu ende.

    Denn die Gesetze die sagen das den Vertrag für ungültig erklären sind nicht eben erst erfunden worden und waren beiden Parteien mit Sicherheit schon immer bekannt. Nur wie bei vielem anderen versucht man es einfach und hofft das Geld in der Zeit noch soweit zu vermehren, das selbst wenn man mal nachzahlen muss noch Gewinn aus der Aktion gezogen hat.

  12. Re: Bananen Union

    Autor: opodeldox 19.12.16 - 16:34

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stellst du dich nur dumm an oder willst du einfach nur provozieren?
    > Eine nachträgliche Erhöhung ist: "Steuersatz ist 5%. Wir erhöhen den
    > Steuersatz nun au 8% RÜCKWIRKEND zum ..." DAS ist eine Nachträgliche
    > Erhöhung.

    Weder noch. Das Problem ist, dass du über etwas ganz anderes Sprichst. Du redest über Allgemeine Steuersätze, ich über die Steuer die Apple dann netto Zahlen muss, also z. B. 5 Millionen Euro. Wenn Apple jetzt eine Summe doch noch Zahlen muss, erhöhen sich damit Apples Steuernzahlungen. Ich sehe da das Logikproblem nicht?

    > In deinen beispielen wird NICHTS erhöht. Der gültige Steuersatz hat sich
    > NIE geändert weder vor- noch Nachträglich. Lediglich der nicht legale
    > Vertrag zwischen Apple und dem Staat ist aufgeflogen und für ungültig
    > erklärt worden.

    Doch, die Steuerzahlung von Apple soll im Nachhinein um 13 Milliarden erhöht werden, die Apple in Irland eigentlich nicht hätte Zahlen sollen. Das erhöht Apples Steuerzahlungen nun nachträglich um 13 Milliarden. Was hat der Steuersatz mit diesem Fakt zu tun? Der Steuersatz würde alle Unternehmen treffen, aber hier geht es um einen speziellen Fall.

    > Denn die Gesetze die sagen das den Vertrag für ungültig erklären sind nicht
    > eben erst erfunden worden und waren beiden Parteien mit Sicherheit schon
    > immer bekannt. Nur wie bei vielem anderen versucht man es einfach und hofft
    > das Geld in der Zeit noch soweit zu vermehren, das selbst wenn man mal
    > nachzahlen muss noch Gewinn aus der Aktion gezogen hat.

    Das ist eine nette Verschwörungstheorie, ich kann mir vorstellen, dass die beiden Parteien hier vielleicht fahrlässig gehandelt haben, aber man sollte davon ausgehen können, dass wenn man ein Angebot von Irland bekommt, das es rechtens ist.

  13. Re: Bananen Union

    Autor: Schnarchnase 20.12.16 - 10:02

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass Besteuerungen nicht verhandelbar sind stimmt so nicht, […]

    Doch das stimmt so. Wenn du dir deinen eigenen Link mal ansiehst, dann wirst du feststellen, dass es dort um fehlerhafte Bescheide geht. Die Steuern selbst sind nicht verhandelbar, ist der Bescheid korrekt, kannst du nicht dagegen vorgehen, bzw. wirst keinen Erfolg haben.

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