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  5. › Finanzchef: Apple legt gegen…

Voll daneben

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  1. Voll daneben

    Autor: Bachsau 19.12.16 - 19:59

    Apple hat sich an die geltenden Gesetze gehalten. Da braucht der EU jetzt nicht plötzlich einzufallen, dass man das ja lieber anders gehabt hätte. Abgesehen davon, dass die EU sicht mal besser mit Zwangsmaßnahmen gegen Mitgliedsstaaten zurückhalten sollte, wenn sie nicht bald von den Nationalisten aufgelöst werden will, kann man soetwas ja für die Zukunft ändern. Aber man kann eine Firma nicht im Nachhinein dafür zahlen lassen, dass man es verschlafen hat, die Gesetzeslücken zu schließen.

  2. Re: Voll daneben

    Autor: Elmenhorster 19.12.16 - 23:59

    So niedrige Steuern sehen für mich nicht nach geltende Gesetze, sondern nach Absprachen aus, um gegenseitig Vorteile zu erhalten. Apple, weil sie noch mehr Gewinn behalten und Irland, weil Apple immerhin dort dann das bisschen Steuern lässt.
    Da Irland aber Hilfen aus dem EU-Rettungsschirm beantragt hatte und ein 85 Mrd Euro Hilfspaket erhalten hatte, wäre es schön, wenn sie die Möglichkeiten, etwas mehr Geld außer der Reihe zu bekommen, auch nutzen würden. Aber vermutlich haben sie Angst, dass diese Firmen dann ihre Büros auch genauso in andere Länder verlegen könnten, wenn es steuerlich keinen Unterschied macht.

  3. Re: Voll daneben

    Autor: Bachsau 20.12.16 - 08:19

    Kann man, wie gesagt, alles machen. Aber nicht rückwirkend. Die EU zeigt damit dass sie kein verlässlicher Handelspartner ist, wenn sie sich im Nachhinein hinstellt und sagt: "Ach, tut uns leid, wir haben's uns anders überlegt. Ihr müsst jetzt Strafe zahlen, weil ihr nicht vorgesehen habt, dass wir später einmal nicht in Ordnung finden würden, wozu wir Jahrelang nichts gesagt haben." Das ist Kindergarten-Niveau. Apple hat gewinnorientiert gearbeitet, wie jedes Unternehmen. Sie können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass die EU ein Saftladen ist, der sich nicht geregelt kriegt. Das sind interne Probleme der Staatengemeinschaft die man nicht auf dem Rücken von Unternehmen austragen kann. Was Irland hätte tun müssen und nicht getan hat, ist nicht Apples Problem. Das fällt den EU-Verantwortlichen reichlich spät ein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.16 08:22 durch Bachsau.

  4. Re: Voll daneben

    Autor: Elmenhorster 21.12.16 - 01:01

    Wenn sich die Vereinbarung von Apple und Irland aber als rechtswidrig heraus stellt, dann ist es doch klar, dass auch rückwirkend Nachzahlungen verlangt werden. Wer bei der Steuer oder anderen Abgaben bescheißt, kann ja auch noch nachträglich vom Staat belangt werden.
    Und das es etwas dauert, bis sowas auffällt und anschließend untersucht wird, um sich zu entscheiden, rechtlich dagegen vorzugehen, ist doch nicht ungewöhnlich.

    Natürlich hat Apple gewinnorientiert gearbeitet und versucht somit jedes noch so kleine Schlupfloch zu finden. Aber wenn dadurch Steuersätze erreicht werden, die weit niedriger als der gewöhnliche Satz sind, dann sollte auch Apple klar sein, dass dies irgendwann mal auffällt und ein Ende hat. Und wenn sie sich entscheiden, in der EU eine Briefkastenfirma zu eröffnen, um von denen Vorteilen zu profitieren, dann wird die EU nicht ewig zugucken, wie Apple denen auf der Nase herum tanz.

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