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Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

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  1. Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: demon driver 09.10.19 - 16:52

    ... irritiert es mich ein wenig, dass man ausgerechnet dort sofort eingeknickt ist und den abgemahnten Artikel mit dem Hinweis, das sei aus "aus rechtlichen Gründen" geschehen, vom Netz genommen hat, obwohl man in der Erklärung dazu argumentiert, dass es keine rechtlichen Gründe gebe (auf die einstweilige Verfügung, mit der man laut Erklärung ohnehin rechnet, hätte man ja doch warten können, oder nicht?), und während die gleiche Berichterstattung bei anderen weiterhin online ist. Diesbezügliche Nachfragen meinerseits im Kommentarbereich der Erklärung wurden nicht veröffentlicht, geschweige denn beantwortet.

  2. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: MrAnderson 09.10.19 - 17:42

    ... meine schon gestern.

    Den Artikel würde ich aber auch zur Sicherheit raus nehmen. Die anderen wurden ja nicht abgemahnt.

  3. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: deisi 09.10.19 - 17:54

    Ich glaub auch das rausnehmen war eher eine menschliche als eine analytische Reaktion. Sie können ihn ja, wenn sie der Meinung sind alles ist okay, wieder online stellen.

  4. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: demon driver 09.10.19 - 17:59

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... meine schon gestern.
    >
    > Den Artikel würde ich aber auch zur Sicherheit raus nehmen. Die anderen
    > wurden ja nicht abgemahnt.

    Ich bin dennoch etwas irritiert bei dem Gedanken, für eine Organisation zu spenden, die unter anderem auch die Meinungsäußerungsfreiheit im Netz verteidigen will, wenn die dann "zur Sicherheit" im vorauseilenden Gehorsam und ohne wirkliche rechtliche Verpflichtung auf eine berechtigt als unbegründet angesehene bloße Abmahnung hin sofort auf die Ausübung der eigenen Meinungsäußerungsfreiheit verzichtet. Irgendwie passt da was nicht zusammen.

  5. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: bla 09.10.19 - 20:28

    Vielleicht hat Finfisher selber den Artikel vom Netz genommen :)
    Kleiner Scherz.

  6. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: luzipha 09.10.19 - 23:15

    Ich finde es durchaus verständlich, dass der Artikel offline genommen wurde bis man sich rechtlichen Beistand eingeholt hat.

  7. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: NoName586 10.10.19 - 00:10

    Das Raumnehmen des Artikels bis zu einer (vorläufigen) rechtlichen Prüfung ist eine Standardvorgehensweise und wird in der Regel auch empfohlen. Machen andere Publizisten üblicherweise genauso. Zum Einen wird der Sache damit erst mal ein bisschen Wind aus den Segeln genommen (auch wichtig für die Argumentation vor Gericht), zum Anderen hat man die Möglichkeit, ohne extremen Zeitdruck die Geschichte rechtlich zu prüfen und dann den Artikel ggf. wieder online zustellen. Selbst, wenn im Vorfeld eine rechtliche Prüfung erfolgt ist, hat der potentielle Kläger möglicherweise Argumente und Aspekte vorgebracht, die bisher nicht berücksichtigt wurden. Außerdem kann man so nach außen gut darstellen, dass man die Beschwerde ernst genommen hat, umfassend geprüft und schließlich zu dem Schluss gekommen ist, dass man den Artikel (ggf. mit Änderungen) wieder online stellen kann.

    Hier gibt es die archivierte Version des Original-Artikels von Netzpolitik:

    web.archive.org<Schrägstrich>web/20190914155158/
    netzpolitik.org<Schrägstrich>2019/wir-stellen-strafanzeige-zollkriminalamt-ermittelt-gegen-finfisher-wegen-illegalem-export-des-staatstrojaners

    Leider darf ich keine Links posten, daher bitte überall, wo <Schrägstrich> steht, stattdessen ein / einfügen.

    Und auch die archivierte Version des englischen Artikels gibt es bei web.archive.org

    Genauso wie die aktuellen Artikel. Mithelfen beim archivieren kann man unter web.archive.org<Schrägstrich>save

    Ist also alles noch einsehbar :)

  8. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: heikom36 10.10.19 - 01:08

    Man nimmt sowas sofort raus weil es, im Fall einer Klage, auch vor Gericht besser ankommt.
    Ich frage mich nur, ob sich das Unternehmen selbst nicht damit einen Bärendienst erweist.

  9. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: Karl-Heinz 10.10.19 - 01:13

    Hu?!? Bisher gingen Links doch? Test:

    archive.org hat's im Archiv!

  10. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: Hotohori 10.10.19 - 01:20

    deisi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaub auch das rausnehmen war eher eine menschliche als eine
    > analytische Reaktion. Sie können ihn ja, wenn sie der Meinung sind alles
    > ist okay, wieder online stellen.

    Ja, zur Sicherheit erst mal offline nehmen, von einem Anwalt alles prüfen lassen und dann kann man ihn je nach Ergebnis immer noch wieder online stellen. Aber bei so etwas sollte man erst mal auf Nummer Sicher gehen, was auch bedeutet, dass man die Unterlassungserklärung nicht unterschreibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.19 01:21 durch Hotohori.

  11. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: Hotohori 10.10.19 - 01:24

    +1

    Bei solchen Gegnern, denen jedes Mittel recht ist, sollte man lieber zu vorsichtig sein, wenn man nicht das nötige Kleingeld hat um es darauf ankommen zu lassen.

    Und ich befürchte dieses Unternehmen verdient nicht schlecht an dem was sie machen. Ist doch bei solche dunklen Machenschaften meist so, dass man ordentlich daran verdient und sich entsprechende Anwälte leisten kann.

  12. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: demon driver 10.10.19 - 07:50

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es durchaus verständlich, dass der Artikel offline genommen wurde
    > bis man sich rechtlichen Beistand eingeholt hat.

    Ich verstehe die Position und die Argumente, aber "rechtlichen Beistand" hat man doch längst ("unsere Anwälte haben auf die Abmahnung geantwortet"). Vielleicht hat der auch aus gutem Grund dazu geraten, und genau sowas würde mich interessieren. Gründe will netzpolitik.org aber nicht nennen, und man unterdrückt diesbezügliche (höfliche, freundliche) Nachfragen in den Kommentaren (und ich gehöre nicht zu denen, die den seinerzeit stattgefundenen Policy-Wechsel zu streng moderierten Kommentarbereichen dort grundsätzlich ablehnen).

    Stattdessen behauptet man, "wir lassen uns nicht einschüchtern" – was, solange der Artikel offline genommen ist, objektiv und offensichtlich falsch ist. Auch hier – da passt was nicht so recht zusammen.

    (Gleichzeitig hört die Website nicht auf, mit aggressivem Betteln um Spenden zu nerven, auch nicht, nachdem man gerade gespendet hat, womöglich sogar wiederkehrend, und per Cookie angemeldet ist. Das bringt Sympathiepunktabzug. Aber dies aber nur am Rande...)

  13. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: demon driver 10.10.19 - 09:08

    NoName586 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Raumnehmen des Artikels bis zu einer (vorläufigen) rechtlichen Prüfung
    > ist eine Standardvorgehensweise und wird in der Regel auch empfohlen.
    > Machen andere Publizisten üblicherweise genauso. Zum Einen wird der Sache
    > damit erst mal ein bisschen Wind aus den Segeln genommen (auch wichtig für
    > die Argumentation vor Gericht), zum Anderen hat man die Möglichkeit, ohne
    > extremen Zeitdruck die Geschichte rechtlich zu prüfen und dann den Artikel
    > ggf. wieder online zustellen. Selbst, wenn im Vorfeld eine rechtliche
    > Prüfung erfolgt ist, hat der potentielle Kläger möglicherweise Argumente
    > und Aspekte vorgebracht, die bisher nicht berücksichtigt wurden. Außerdem
    > kann man so nach außen gut darstellen, dass man die Beschwerde ernst
    > genommen hat, umfassend geprüft und schließlich zu dem Schluss gekommen
    > ist, dass man den Artikel (ggf. mit Änderungen) wieder online stellen
    > kann.

    Danke für die Erläuterung. Nur ist die jetzt sehr allgemein gehalten. Wenn wir uns den konkreten Fall anschauen, so scheint es doch so zu sein, dass "eine Prüfung der Beschwerde" längst stattgefunden hat ("unsere Anwälte haben auf die Abmahnung geantwortet"). Und die Erklärung von netzpolitik.org klingt wie das Ergebnis einer solchen Prüfung, die begründet zu dem Ergebnis kommt, dass an dem inkriminierten Artikel nichts Rechtswidriges ist.

    Wenn ich eine Abmahnung bekomme, die offensichtlich unbegründet ist, dann ignoriere ich die. Was wäre denn das für ein Rechtsstaat, wenn jeder dahergelaufene Anwalt jederzeit jede natürliche und juristische Person nach Belieben abmahnen könnte, und die müsste daraufhin – und sei es nur vorübergehend – ihr Verhalten ändern, egal wie ungerechtfertigt die Abmahnung ist?

    Und wer demgemäß sein Verhalten ändert, obwohl es ganz klar rechtmäßig war, kann, auch wenn es gute Gründe dafür gäbe, nach meinem Dafürhalten jedenfalls nicht mehr seriöserweise behaupten, "wir lassen uns nicht einschüchtern".

    > Hier gibt es die archivierte Version des Original-Artikels von Netzpolitik [...]

    > Ist also alles noch einsehbar :)

    Fein, aber das ist nicht der Punkt. Hier geht es um die Seriosität von netzpolitik.org, die für mich bisher nie in Frage stand. Der aktuelle Fall – einschließlich des kommentarlosen Abblockens entsprechender Fragen – erweckt nun erstmals Zweifel.

  14. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: demon driver 10.10.19 - 09:12

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man nimmt sowas sofort raus weil es, im Fall einer Klage, auch vor Gericht
    > besser ankommt.
    > Ich frage mich nur, ob sich das Unternehmen selbst nicht damit einen
    > Bärendienst erweist.

    Also aus Angst vor einem Entzug der Gunst des Gerichts ändert man sein völlig rechtmäßiges Verhalten, nur weil ein dahergelaufener Anwalt gerade mal Lust hatte, einen völlig ungerechtfertigt abzumahnen? Was wäre denn das für ein Rechtsstaat, wenn eine solche Empfehlung begründet wäre?

  15. Re: Spende an netzpolitik.org ist raus – dennoch...

    Autor: trinkhorn 10.10.19 - 09:20

    Karl-Heinz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hu?!? Bisher gingen Links doch? Test:
    >
    > archive.org hat's im Archiv!

    Ich glaube um Spam zu verhindern können neue Forum-User keine Links posten.

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