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Wenn man die Maßnahmen so ließt...

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  1. Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: Hotohori 19.11.20 - 15:03

    Da fragt man sich warum solche Dinge nicht alle Standard bei neuen Flugzeugen sind. In einer Zeit bei der Gewinnmaximierung schon fast das wichtigste ist, braucht es um so mehr erweiterte Kontrollinstanzen die ganz genau hin sehen was die Flugzeugbauer da genau treiben.

    Wenn man den Artikel ließt, gewinnt man den Eindruck das beide Abstürze leicht hätten verhindert werden können, wenn man die Piloten geschult hätte. So hat man ein paar Dollar gespart und sie samt Passagiere ins verderben fliegen lassen. Und das alles nur aus Geldgeiz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.20 15:05 durch Hotohori.

  2. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: Mailerdeamon 19.11.20 - 18:22

    Ging halt um Geld, um viel Geld für Airbus.
    Einen neuen Flugzeugtyp hatte man nicht, man musste aber schnell einen Konkurrenten zum A320 bauen.
    Und der Konkurrent musste einen Unique Selling Point haben und der war: Wer 737 fliegen kann, kann auch diesen Typ ohne Nachschulung fliegen, ist ja kein neuer Type *haha*.
    Hätt ja klappen können, man hat hoch gepokert und verloren und gleich ein paar Menschen mit umgebracht.
    Dafür das durch Schlamperei und Gewinngier und Korruption ein Haufen Menschen umgekommen sind ist erstaunlich wenig passiert.
    Bei einem Unfall in einem kleinen Betrieb wo 2 Leute umkommen passiert mehr.

  3. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: xUser 19.11.20 - 22:12

    Mailerdeamon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätt ja klappen können, man hat hoch gepokert und verloren und gleich ein
    > paar Menschen mit umgebracht.
    > Dafür das durch Schlamperei und Gewinngier und Korruption ein Haufen
    > Menschen umgekommen sind ist erstaunlich wenig passiert.
    > Bei einem Unfall in einem kleinen Betrieb wo 2 Leute umkommen passiert
    > mehr.

    Nein, das Problem waren kriminelle Airlines, welche Piloten ohne ausreichende Ausbildung losschicken. Boing hatte damit wenig zu tun, siehe anderer Thread.
    Beide Flugzeuge waren trotz MCAS voll flugfähig, nur die Piloten waren zu du ohne Autopilot zu fliegen.

  4. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: chefin 20.11.20 - 07:48

    wie ich im andereren Thread geschrieben habe: kein modernes Flugzeug kann man noch ohne Computerassistenz fliegen, Sie sind nicht mehr auf Eigenstabilität ausgerichtet, das ist zwar ein gutes Feature aber kostet Sprit. Folglich sind heute instabile Geometrien verbaut und man muss permanent korrigieren. Und zwar mehrmals pro Sekunde. Piloten mit dem Popometer können das nicht.

    Im Notfall kann man es noch machen, es führt aber dazu, das nun das Flugzeug keine stabile Fluglage mehr hat. Sondern stattdessen um 2 Achsen pendelt, nämlich sinken, steigen und nach links oder rechts kippen, also Längs und Querachse instabil. Man kann noch so fliegen, aber die Passagiere machen das sicherlich im Normalbetrieb nicht mit und kotzen dir die Bude voll.

    Grund des ganzen? Es spart Sprit. Deswegen müssen die Assistenzsysteme aktiv sein und bleiben.

  5. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: voxeldesert 20.11.20 - 07:48

    xUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mailerdeamon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hätt ja klappen können, man hat hoch gepokert und verloren und gleich
    > ein
    > > paar Menschen mit umgebracht.
    > > Dafür das durch Schlamperei und Gewinngier und Korruption ein Haufen
    > > Menschen umgekommen sind ist erstaunlich wenig passiert.
    > > Bei einem Unfall in einem kleinen Betrieb wo 2 Leute umkommen passiert
    > > mehr.
    >
    > Nein, das Problem waren kriminelle Airlines, welche Piloten ohne
    > ausreichende Ausbildung losschicken. Boing hatte damit wenig zu tun, siehe
    > anderer Thread.
    > Beide Flugzeuge waren trotz MCAS voll flugfähig, nur die Piloten waren zu
    > du ohne Autopilot zu fliegen.

    Meines Wissens wurde den Piloten nicht mal von diesem System erzählt. Also ich würde da stark widersprechen. Boing hat hoch gepokert und ist damit auf die Nase gefallen. Ein System ohne echte Redundanz zu verbauen, dass so wichtig ist ... ehrlich gesagt halte ich die Konsequenzen für zu lasch.

  6. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: A4tW 20.11.20 - 07:52

    xUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das Problem waren kriminelle Airlines, welche Piloten ohne
    > ausreichende Ausbildung losschicken. Boing hatte damit wenig zu tun, siehe
    > anderer Thread.
    > Beide Flugzeuge waren trotz MCAS voll flugfähig, nur die Piloten waren zu
    > du ohne Autopilot zu fliegen.

    Das ist so nicht richtig. Boeing hat alles mögliche daran gesetzt die Airlines zu täuschen, dass eben keine Schulung notwendig ist um den Typ besser verkaufen zu können. Das ist hinreichend nachgewiesen worden.

    Allgemein wurde das MCAS so wenig wie möglich erwähnt. Wäre prinzipiell kein Problem gewesen, wenn es denn vernünftig funktioniert hätte. Das aber eine so extrem flugverändernde Software auf Daten eines einzigen Sensor aufbaut, ist nicht vertretbar.

    Man könnte sich jetzt darüber noch streiten, ob ein Flugtyp, der über MCAS verfügen muss, damit er flugtauglich bleibt, überhaupt exisiteren sollte...

  7. Re: Wenn man die Maßnahmen so ließt...

    Autor: xUser 26.11.20 - 13:35

    A4tW schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > xUser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, das Problem waren kriminelle Airlines, welche Piloten ohne
    > > ausreichende Ausbildung losschicken. Boing hatte damit wenig zu tun,
    > siehe
    > > anderer Thread.
    > > Beide Flugzeuge waren trotz MCAS voll flugfähig, nur die Piloten waren
    > zu
    > > du ohne Autopilot zu fliegen.
    >
    > Das ist so nicht richtig. Boeing hat alles mögliche daran gesetzt die
    > Airlines zu täuschen, dass eben keine Schulung notwendig ist um den Typ
    > besser verkaufen zu können. Das ist hinreichend nachgewiesen worden.

    Das hat aber mit dem von mir angesprochen Problem der mangelhaften Ausbildung nichts zu tun. Die Piloten hatten die Basics nicht drauf.

    > Allgemein wurde das MCAS so wenig wie möglich erwähnt. Wäre prinzipiell
    > kein Problem gewesen, wenn es denn vernünftig funktioniert hätte. Das aber
    > eine so extrem flugverändernde Software auf Daten eines einzigen Sensor
    > aufbaut, ist nicht vertretbar.

    Hätten die Piloten so wie in der Ausbildung gehandelt, dann wäre das kein Problem gewesen. Die Fehlerbehebung ist immer gleich, egal ob MCAS oder eins der 15+ anderen System die zu dem gleichen Fehler führen können. Die Piloten waren die tickende Zeitbombe, nicht MCAS. MCAS kam dann durch die fehlerhafte Implementierung noch obendrauf. Das hat dann nur die Eintrittswahrscheinlichkeit erhöht. Die Piloten hätten das Flugzeug auch bei jedem anderen Trim Fehler in den Boden gerammt.

    > Man könnte sich jetzt darüber noch streiten, ob ein Flugtyp, der über MCAS
    > verfügen muss, damit er flugtauglich bleibt, überhaupt exisiteren sollte...

    Das Flugzeug fliegt auch ohne MCAS wunderbar. Nur halt in ein paar Situationen geringfügig anders, sodass diese hätten geschult werden müssen. Das wurde durch MCAS vermieden.

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