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Und Deutschland macht mit

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  1. Und Deutschland macht mit

    Autor: NonesensE 19.12.19 - 16:58

    Zwar auf andere Weise, aber: Erst das "Prostitutionsschutzgesetz" mit "Hurenpass" etc und jetzt wird fürs "nordische (schwedische) Modell" gekämpft, das Freiern Strafen androht. Unter anderen hat sich wohl Saskia Esken davon überzeugen lassen. Dabei besagen einschlägige Berichte aus Schweden: "Die guten Freier sind weg, die schlechten sind geblieben."

    Wenn man Menschenhandel bekämpfen will, soll man Menschenhandel bekämpfen, nicht Prostitution. Schließlich gibt es Menschenhandel nicht nur dort, sondern auch in Küchen, auf Baustellen, in Botschaften uvm.

  2. Re: Und Deutschland macht mit

    Autor: Hotohori 19.12.19 - 18:55

    Manche können beim Thema Prostitution wohl nicht mehr mit logischem Menschenverstand an die Sache ran gehen. Aber gut, nicht nur bei dem Thema. Vieles ist absolut voraussehbar und trotzdem wird es umgesetzt und Manche tun dann überrascht das es genau so kommt wie von Kritikern befürchtet.

  3. Re: Und Deutschland macht mit

    Autor: /mecki78 20.12.19 - 18:56

    NonesensE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Die guten Freier sind weg, die schlechten sind geblieben."

    Nicht weiter verwunderlich. Stellst du etwas unter Strafe, dann lassen sich davon doch nur brave, gesetzestreue Bürger abhalten. Wer sowieso jeden Tag 10 Gesetze bricht, dem ist es auch egal, wenn er jetzt jeden dritten Tag auch mal 11 Stück bricht, oder? Warum sollte ausgerechnet der sich jetzt von einem weiteren Verbot von irgendwas abhalten lassen? Und was sind wohl die angenehmeren Freier? Züchtige Familienväter in gehobenen Jobpositionen, die eben irgendwelche Bedürfnisse haben, die ihre Frau daheim nicht erfüllen kann oder irgendwelche kriminellen und gewaltbereiten Milieugrößen, die grundsätzlich alle Frauen schlechter behandeln als die meisten Menschen eine Prostituiert behandeln würden?

    Wobei Prostitution ein zweischneidiges Schwert ist. Sie Hinterlässt bei den meisten Prostituierten schwere seelische Narben, auch dann wenn diese nie dazu gezwungen wurden und das freiwillig und nicht aus einer Notlage heraus getan haben. Wie schwer das belastend ist, das merken viele nämlich auch erst Jahre später, daher sollte man grundsätzlich Prostitution niemals aktiv fördern und versuchen einzudämmen. Allerdings hier mit Strafen zu arbeiten dürfte kaum jemanden groß helfen, weil dann hören nur die Freier/Prostitierten auf, die nicht darauf angewiesen sind (weil sie ihre Bedürfnisse auch anders befriedigt oder das Geld auch anders verdienen können) und für alle anderen wird alles dadurch aber nur noch viel schlechter.

    Und Menschenhandel dadurch bekämpfen zu wollen, dass man Prostitution verbietet, das ist so wie wenn man Alkoholpanscherei dadurch bekämpfen will, dass man Alkohol verbietet: Es wird nicht den gewünschten Effekt haben, dafür aber ganz viele unerwünschte Nebeneffekte.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.19 18:58 durch /mecki78.

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