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Steuern runter - Punkt

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  1. Steuern runter - Punkt

    Autor: derdiedas 11.08.22 - 14:21

    Denn dieses Land wird von den Menschen getragen die zwischen 35k von 65k (Bei 65k ist die Steuersenkung eh gedeckelt) verdienen.

    Ich verdiene so viel das mich die Teuerung kaum juckt, aber ich bin mit der Progressionsanpassung von unserem Finanzminister auch nicht gemeint.

    Weder Harz4 Empfänger noch der Niedriglohnsektor tragen relevant zu unserem Bruttosozialprodukt bei. Genau die Menschen die zwischen 35k bis 65k verdienen werden von den Energiekosten (ohne Probleme 6000 Euro zusätzlich) hart getroffen. Verdienen aber so viel das sie kein Wohngeld bekommen und durch die kalte Prozession zahlen sie auch noch mehr Steuern.

    Und genau das will Lindner vollkommen zurecht teilweise korrigieren.

    Die Politik die die Mitte der Gesellschaft als Selbstbedienungsladen ansieht für die Menschen die einfach nichts beitragen wollen muss enden. Es gibt Menschen bei denen das Schicksal hart zuschlägt (Behinderung, Krankheit, Verlust des Menschen der das Haushalteinkommen stemmt) und diese Menschen verdienen alle Hilfe die es gibt.

    Aber Menschen die gesund sind, keine Kinder haben und jung sind muss jede Unterstützung sich auf einen Schlafplatz in einem Wohnheim mit täglichem Essen begrenzen - mehr steht denen einfach nicht zu.

    Gruß DDD

    P.S: Was auf die Haushalte zukommt: https://www.youtube.com/watch?v=vFatuBC05O8

  2. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Renricom 11.08.22 - 14:55

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weder Harz4 Empfänger noch der Niedriglohnsektor tragen relevant zu unserem
    > Bruttosozialprodukt bei.
    Das ist in einem Sozialstaat irrelevant.

    > Genau die Menschen die zwischen 35k bis 65k verdienen werden von den Energiekosten (ohne > Probleme 6000 Euro zusätzlich) hart getroffen. Verdienen aber so viel das sie kein Wohngeld
    > bekommen und durch die kalte Prozession zahlen sie auch noch mehr Steuern.
    Und was ist mit den Leuten unter 35k ? Die bekommen auch kein Wohngeld und leiden noch mehr unter der Inflation als deine angeblichen Leistungsträger. Nur leider bringt denen Lindners tolle Steuersenkung praktisch nichts, wei für sie die Sozialabgaben viel schwerer wiegen als die Einkommenssteuer.

    > Und genau das will Lindner vollkommen zurecht teilweise korrigieren.
    Klientelpolitik aus dem Lehrbuch eben. Das ganze sozial verpacken, aber schön dafür sorgen, dass die Bonzen mit 6.000¤ Monatsgehalt am besten bei dabei rumkommen. Während Menschen mit 3.000¤ monatlich gerade mal knapp 100¤ sparen, sind es bei Gutverdienern mit 5.000¤ aufwärs mehr als doppelt so viel. Das ist weder fair noch notwendig.

    > Die Politik die die Mitte der Gesellschaft als Selbstbedienungsladen
    > ansieht für die Menschen die einfach nichts beitragen wollen muss enden.
    Menschen, die 40h Stunden pro Woche arbeiten, aber nur geringfügig über dem Mindeslohn verdienen, sind halt einfach faule und asoziale Elemente. #LiberaleLogik

    > Es gibt Menschen bei denen das Schicksal hart zuschlägt (Behinderung,
    > Krankheit, Verlust des Menschen der das Haushalteinkommen stemmt) und diese
    > Menschen verdienen alle Hilfe die es gibt.
    Ausgerechnet für die sehen Lindners Pläne aber gar keine Hilfen vor. Die müssen sich dann wohl einfach mehr dornige Chancen suchen...

    > Aber Menschen die gesund sind, keine Kinder haben und jung sind muss jede
    > Unterstützung sich auf einen Schlafplatz in einem Wohnheim mit täglichem
    > Essen begrenzen - mehr steht denen einfach nicht zu.
    Und wie sollen die es dann jemals schaffen aufzusteigen, wenn sparen unmöglich ist?

    > P.S: Was auf die Haushalte zukommt: www.youtube.com
    Gutes Video, aber leider übersiehst du (anders als gute Oliver), dass dieses Problem auf ALLE Haushalte zukommt und nicht nur auf deine lieben Leistungsträger.

    Ich sage dir mal, wie es wirklich aussieht und nehme mich selbst mal als Beispiel: Ich wohne auf dem Land (450 Einwohner Dorf). Das 9¤-Ticket nützt mir also gar nichts. Ich habe studiert und arbeite im öffentlichen Dienst (37,5h). Dort verdiene ich etwas unter 3.000¤ Brutto monatlich (also weniger als deine 35k). Das reicht aber nicht, weil davon nur knapp unter 2.000¤ netto übrig bleiben. Ich bekomme also keine Sozialleistungen oder sonstiges, obwohl die Hälfe meines Gehalts für Miete und Nebenkosten draufgeht (2,5 Zi.-Wohnung mit Autostellplatz). Würde ich nicht nebenbei schwarz arbeiten, könnte ich mir nicht mal mehr ein Auto leisten. Ich verstehe einfach nicht, wieso Menschen, die sowieso schon doppelt so viel verdienen wie ich, besonders stark entlastet werden sollten. Sie arbeiten nicht mehr (meistens sogar weniger, weil kein Nebenjob), sie arbeiten nicht härter und sie tragen auch nicht mehr zur Gesellschaft bei. Wieso also keine festen Beträge? Statt 50¤ Entlastung für mich und 150¤ Entlastung für die Besserverdiener einfach 100¤ für alle.

    _____________________________________________________________________________________
    Kellerkind, PC-Enthusiast und zu eurem Pech jetzt auch auf Golem unterwegs.

  3. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: derdiedas 11.08.22 - 15:20

    Herrschaftszeiten - Es gibt keine Steuersenkung von Lindner sondern nur eine Anpassung der Kalten Progression. In den Niederländen ist es per Gesetz Pflicht diese kalte Progression alle 3 Jahre auszugleichen.

    Lindner macht nur das was längst überfällig ist. Er verhindert eine massive Steuererhöhung und deckelt das sogar bei 65000 Euro Brutto. (Sprich ich habe nix davon)

    Also ehrlich das mit dem Verständnis von Zusammenhängen ist bei euch ja schon fast desaströs.

    Gruß DDD

  4. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Gfan 11.08.22 - 15:57

    Harz4 Empfänger und der Niedriglohnsektor geben 100% ihres Einkommens an die Wirtschaft weiter. Spitzenverdiener < 0%

  5. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: MarcusK 11.08.22 - 16:00

    Gfan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Harz4 Empfänger und der Niedriglohnsektor geben 100% ihres Einkommens an
    > die Wirtschaft weiter. Spitzenverdiener < 0%

    und die ganze Autos die über 100.000 werden von wem gekauft? Oder Häuser für mehre Millonen?

  6. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Jager 11.08.22 - 16:13

    Immer wieder lustig wie die Mittelschicht zwischen 30k und 70k, welche essentiell für Deutschland ist, als Klientel bezeichnet wird. Und wer denkt, mit 70k wäre man reicht, vor allem wenn man Familie hat, der sollte vielleicht mal aus seiner grünen Höhle rauskommen und sich die Realwirtschaft anschauen.

  7. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: MarcusK 11.08.22 - 16:16

    Jager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer wieder lustig wie die Mittelschicht zwischen 30k und 70k, welche
    > essentiell für Deutschland ist, als Klientel bezeichnet wird. Und wer
    > denkt, mit 70k wäre man reicht, vor allem wenn man Familie hat, der sollte
    > vielleicht mal aus seiner grünen Höhle rauskommen und sich die
    > Realwirtschaft anschauen.

    naja, das ist dann doch wieder standortabhängig. In München sind halt 70k immer noch anders zu bewerten als einen kleinen Ort in Brandenburg.

    Und was ist schon reich? Zumindest kann man mit 70k gut leben und wenn ich nicht im Luxus.

  8. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Jager 11.08.22 - 16:19

    > Und was ist schon reich? Zumindest kann man mit 70k gut leben und wenn ich
    > nicht im Luxus.

    Mit einer Familie sind 70k nicht die Welt, alleine kann man schon gut damit leben da gebe ich dir recht. Aber das sind eben auch die Leute, welche die Gesellschaft mit ihren Abgaben mittragen. Deshalb gehören sie zur Mittel- und nicht zur Unterschicht.

  9. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: DX12forWin311 12.08.22 - 09:25

    Selbst Merz glaubt, er sei nicht reich. Menschen vergessen schnell oder wussten nie, wie es ist, wirklich arm zu sein.

    Habe eine Bekannte, die in der Pflege aufgrund einer chronischen Erkrankung nur Teilzeit arbeiten kann. Die war seit ihrer Kindheit nicht mehr im Urlaub, wohnt in 2 Zimmern, trägt ihre Kleidung über Jahrzehnte und muss bald zwischen Essen und Heizen entscheiden.

    Es ist einfach asozial, die Frau hungern zu lassen, damit wir 400¤ mehr für Espressobohnen, die Leasingrate des Elektroautos oder Urlaub ausgeben können. Das ist aber eigentlich gar nicht der Punkt. Es ist nämlich wie immer FDP Politik für Reiche, getarnt als gute Tat für den Mittelstand.

    Wir haben das Problem, dass Arbeit höher besteuert wird als Vermögen und das ist einfach falsch. Die arbeitende Bevölkerung schafft Wohlstand und darum muss für kalte Progression bekämpft werden, Geringverdiener müssen stärker unterstützt werden, da sie die Gesellschaft tragen und das ganze muss durch Vermögensgewinne finanziert werden, die steuerlich deutlich unter den 42% der Einkommensteuer der arbeitenden Bevölkerung liegen.

  10. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Emulex 12.08.22 - 10:34

    DX12forWin311 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst Merz glaubt, er sei nicht reich. Menschen vergessen schnell oder
    > wussten nie, wie es ist, wirklich arm zu sein.

    Ja seh ich auch so - wenn man da niemanden persönlich kennt oder sonstwie geerdet bleibt.

    >
    > Habe eine Bekannte, die in der Pflege aufgrund einer chronischen Erkrankung
    > nur Teilzeit arbeiten kann. Die war seit ihrer Kindheit nicht mehr im
    > Urlaub, wohnt in 2 Zimmern, trägt ihre Kleidung über Jahrzehnte und muss
    > bald zwischen Essen und Heizen entscheiden.

    Tragisch - so Dinge wie Erwerbsminderungsrente usw. habt ihr auf dem Schirm?
    Der Punkt ist aber halt, eine Vollzeit-Pflegehilfskraft zahlt bereits 10% Steuern.
    Ich habe einige Verwandte in diesen Berufen und ich glaube ich müsste nichtmal fragen ob sie lieber die Steuerreform nehmen oder das 9¤-Ticket, es wäre sicher ersteres.

    >
    > Es ist einfach asozial, die Frau hungern zu lassen, damit wir 400¤ mehr für
    > Espressobohnen, die Leasingrate des Elektroautos oder Urlaub ausgeben
    > können. Das ist aber eigentlich gar nicht der Punkt. Es ist nämlich wie
    > immer FDP Politik für Reiche, getarnt als gute Tat für den Mittelstand.

    Nein es ist einfach sinnvolle Politik.
    Statt immer mal wieder die Progression der Inflation anzupassen und sich feiern zu lassen, will die FDP nun einen Automatismus... und wird dafür kritisiert.

    >
    > Wir haben das Problem, dass Arbeit höher besteuert wird als Vermögen und
    > das ist einfach falsch. Die arbeitende Bevölkerung schafft Wohlstand und
    > darum muss für kalte Progression bekämpft werden, Geringverdiener müssen
    > stärker unterstützt werden, da sie die Gesellschaft tragen und das ganze
    > muss durch Vermögensgewinne finanziert werden, die steuerlich deutlich
    > unter den 42% der Einkommensteuer der arbeitenden Bevölkerung liegen.

    Da gehe ich grundsätzlich mit - die Abgeltungssteuer muss nicht sein.
    Die großen Vermögen zahlen dann den Grenzsteuersatz und die kleinen können das Einkommen auch über den persönlichen Steuersatz abwickeln und kommen damit deutlich unter die 42%.
    Eine Vermögensabgabe an sich würde ich aber strikt ablehnen, die ordentliche Besteuerung von Kapitalerträgen wäre ausreichend und gerecht.

  11. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: forenuser 12.08.22 - 11:59

    Sinnvoll wäre es, endlich mal die Sozialabgaben anzugehen. Alle zahlen ein und alle können im Bedarfsfall davon profitieren. Damit könnte man im Mittel die Beträge senken und alle würden profitieren.

    Aber irgendwer meinte mal, man könne zwar den unteren Sozialschichten 60% von nichts zumuten, den oberen Schichten nicht 60% von nicht wenig bis viel. Und deren 60% sind dann gerne immer noch mehr als 100% "normaler" Einkommen.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  12. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Emulex 12.08.22 - 12:08

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sinnvoll wäre es, endlich mal die Sozialabgaben anzugehen. Alle zahlen ein
    > und alle können im Bedarfsfall davon profitieren. Damit könnte man im
    > Mittel die Beträge senken und alle würden profitieren.
    >
    > Aber irgendwer meinte mal, man könne zwar den unteren Sozialschichten 60%
    > von nichts zumuten, den oberen Schichten nicht 60% von nicht wenig bis
    > viel. Und deren 60% sind dann gerne immer noch mehr als 100% "normaler"
    > Einkommen.

    Bei der Krankenversicherung stimme ich dir zu, bei der Rentenversicherung macht es aber keinen Sinn.
    Ein kaputtes System repariere ich nicht dadurch, dass ich es aufblähe - was jetzt geflickt wird, fällt uns später umso härter auf die Füße.
    Das Rentensystem muss drastisch reduziert werden, nicht das Gegenteil davon.

  13. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: forenuser 12.08.22 - 12:21

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > forenuser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sinnvoll wäre es, endlich mal die Sozialabgaben anzugehen. Alle zahlen
    > ein
    > > und alle können im Bedarfsfall davon profitieren. Damit könnte man im
    > > Mittel die Beträge senken und alle würden profitieren.
    > >
    > > Aber irgendwer meinte mal, man könne zwar den unteren Sozialschichten
    > 60%
    > > von nichts zumuten, den oberen Schichten nicht 60% von nicht wenig bis
    > > viel. Und deren 60% sind dann gerne immer noch mehr als 100% "normaler"
    > > Einkommen.
    >
    > Bei der Krankenversicherung stimme ich dir zu, bei der Rentenversicherung
    > macht es aber keinen Sinn.
    > Ein kaputtes System repariere ich nicht dadurch, dass ich es aufblähe - was
    > jetzt geflickt wird, fällt uns später umso härter auf die Füße.
    > Das Rentensystem muss drastisch reduziert werden, nicht das Gegenteil
    > davon.

    Ich mag mich täuschen, aber in der Schweiz funktioniert das mit der Rente von und für Alle. In Skandinavien ist es wohl auch nicht unüblich.

    Sicher, da stecken noch andere Sachen mit drin, aber in DE heisst es (von oben) immer "Bloß keine Änderung". Oder wie der Alte sagte "Bloß keine Experimente".

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  14. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Emulex 12.08.22 - 12:34

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ich mag mich täuschen, aber in der Schweiz funktioniert das mit der Rente
    > von und für Alle. In Skandinavien ist es wohl auch nicht unüblich.
    >
    > Sicher, da stecken noch andere Sachen mit drin, aber in DE heisst es (von
    > oben) immer "Bloß keine Änderung". Oder wie der Alte sagte "Bloß keine
    > Experimente".

    In der Schweiz sind dafür die Steuern niedriger, da lässt es sich dann natürlich leicht von Solidarität bei den Sozialabgaben reden.
    Mal abgesehen davon, dass die Schweiz sich auch ein gutes Stück weit über Schmarotzertum finanziert - von Schoki, Uhren und Klospülungen (Geberit) jedenfalls finanzieren die das alles nicht ;)
    Skandinavien... wenn Norwegen gemeint ist, dann kommt da viel Geld mit Öl rein. Tatsächlich aber machen die es richtig, die investieren in weltweite Firmen und sichern damit den Lebensstandard ihrer Bürger.

    Das Umlage-System in Deutschland ist einfach das größte Schneeballsystem aller Zeiten und bereits jetzt muss der Staat massiv Geld rein pumpen, damit es überhaupt noch funktioniert.
    Derweil sinkt die Rentenquote stetig.
    Die Frage ist nicht, ob das je funktionieren konnte, die Frage ist: Wer traut sich endlich zuzugeben, dass es das nicht tut.

  15. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: forenuser 12.08.22 - 13:52

    Tja, der Kapitalmarkt zeigt, dass der auch keine sichere Bank für die Zukunftsicherung ist. Zumindest nicht, wenn man Geringbekommer ist. Von dessen hohem Einsatz bei geringen Einkommen profiert der Kapitalmarkt aber em ehstens. Auch ein Problem, dass Arbeit höher belastet wird als Zins und Anlage.

    Erwirtschaftet wird aber immer etwas. Ja, das ist evtl. nicht viel, aber irgendwer produziert immer irgendetwas dass ein anderer irgendwer kauft.

    --
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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.22 13:55 durch forenuser.

  16. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: Emulex 12.08.22 - 17:11

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, der Kapitalmarkt zeigt, dass der auch keine sichere Bank für die
    > Zukunftsicherung ist.

    Die Sozialsysteme hängen genauso an der wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen wie deren Aktien.
    Mehr sogar, denn Automatisierung und Globalisierung (Verlagerung von Arbeitsplätzen) helfen den Unternehmen, aber schaden den Sozialsystemen in Deutschland.
    Zudem ist das Rentensystem auf deutsche Unternehmen angewiesen - beim Kapitalmarkt streut man natürlich ;)

    Das Aufkommen der deutschen Rentenversicherung ist zwischen 1991 und 2019 (um Corona mal auszublenden) im Schnitt um 3% p.a. gewachsen.
    Der MDax als breitester deutscher Index hat in dem Zeitraum 9,3% p.a. gemacht.
    Klar ist das nicht ganz vergleichbar, aber es zeigt eine Tendenz.

    > Zumindest nicht, wenn man Geringbekommer ist. Von
    > dessen hohem Einsatz bei geringen Einkommen profiert der Kapitalmarkt aber
    > em ehstens. Auch ein Problem, dass Arbeit höher belastet wird als Zins und
    > Anlage.

    Jein. Für einen Gesamtsteuersatz von 26,25% (Abgeltungssteuer + Soli) muss man weit über Durchschnitt verdienen (~65k in Stkl 1).
    Aber ich finde schon auch, dass Kapitalerträge grundsätzlich mit dem Einkommen zu verrechnen sein sollten und nicht gänzlich separat.
    So hätte der kleine Sparer deutlich mehr Netto von den Bruttogewinnen, besonders später im Alter bei niedriger Rente.

  17. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: berritorre 12.08.22 - 20:57

    > Bonzen mit 6.000¤ Monatsgehalt

    Jetzt musste ich erstmal schauen... 6000 Euro Monatsgehalt und man ist ein Bonze in Deutschland?

  18. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: berritorre 12.08.22 - 21:03

    > In den Niederländen ist es per Gesetz Pflicht diese kalte Progression alle 3 Jahre auszugleichen.

    Gut, die Niederlanden würde ich jetzt aber was Steuergerechtigkeit angeht auch nicht unbedingt als ideal bezeichnen. Nicht umsonst sind die durchaus als Steuerparadies für Grosskonzerne bekannt.

  19. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: berritorre 12.08.22 - 21:12

    > Das Umlage-System in Deutschland ist einfach das größte Schneeballsystem aller Zeiten
    > und bereits jetzt muss der Staat massiv Geld rein pumpen, damit es überhaupt noch funktioniert.

    Da stimme ich sogar mal zu. Das müsste langsam ungebaut werden, aber genau da liegt der Hund begraben. Durch den "Generationenvertrag" bricht das System zusammen, wenn man anfängt umzuschichten. Die Alten haben eingezahlt und erwarten jetzt natürlich (zurecht), dass sie auch entsprechend was rausbekommen. Da gibt es aber eben ein Problem. Die Alten werden immer Älter, und die Jungen immer weniger. Keine gute Konstellation, weil heute jeder "Junge" mehr "Alte" mit finanzieren muss, als früher. Das ist genauso unfair wie den Alten zu sagen "Pech gehabt, du hast zwar eingezahlt, aber rauskriegen tust du nichts.". Daher ist eine echte Rentenreform ja so schwierig.

  20. Re: Steuern runter - Punkt

    Autor: NaruHina 12.08.22 - 23:42

    Durch einen höheren grundfreibetrag zahlt derjenige mit Mindestlohn und 40 Stunden wesentlich weniger Steuern, profitiert also ebenfalls direkt davon.

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