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Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

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  1. Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Nasenbaer 24.01.22 - 21:58

    Wenn ich den Schwachsinn schon wieder lese kommt mir alles hoch. Warum bauen wir nicht auch noch redundant das Straßen- und Schienennetz, Wasser- und Stromversorgung auf?
    Dann kann ich mir aussuchen aus welchem Hahn ich mein Wasser zapfe und welche Steckdose meinen Kühlschrank speist.

    Also Redundanz ist ja sicher nicht verkehrt, aber da es kein nationales Roaming gibt, kann ich das Fremdnetz nur für Notrufe nutzen.
    Würde man nicht alles mehrfach aufbauen, dann könnte man mit weniger Geldeinsatz selbst ne einzelne Hütte in den Alpen mit LTE zu versorgen.

    Wettbewerb ist wichtig aber bei Infrastruktur (fast) immer kontraproduktiv. Klar, Lindner und der sonstige neoliberale Mob wissen es natürlich besser.

  2. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Sharra 25.01.22 - 00:10

    Wenn die 4fache Ausbauorgie wenigstens dafür sorgen würde, dass man als Kunde Redundanz hat. Hat man aber nicht. Wenn "dein" Netz grade überlastet oder ausgefallen ist, bist du raus. Während die Leute links und rechts von dir, beim anderen Provider, munter weiter telefonieren und surfen können.

  3. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Shred 25.01.22 - 07:51

    Nasenbaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wettbewerb ist wichtig aber bei Infrastruktur (fast) immer kontraproduktiv.

    Einerseits: Richtig, wichtige Infrastruktur (Strom, Gas, Wasser, aber auch Internet und Mobilfunk) gehören in die öffentliche Hand, nicht zu privaten Firmen, deren Hauptinteresse das Generieren von Gewinnen ist.

    Andererseits: Ich bin zu einer Zeit groß geworden, als die Post noch als Staatsbetrieb zuständig für das Telefon war. Sie war teuer, sie war träge, der Service war katastrophal. Geräte, die man verwenden wollte, brauchten eine spezielle Postzulassung, was sie teuer machte und die Auswahl arg einschränkte.

    Die Zeiten wünscht man sich wahrhaftig auch nicht zurück.

  4. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: frankenwagen 25.01.22 - 08:55

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nasenbaer schrieb:
    > ----------------------------------------
    > Andererseits: Ich bin zu einer Zeit groß geworden, als die Post noch als
    > Staatsbetrieb zuständig für das Telefon war. Sie war teuer, sie war träge,
    > der Service war katastrophal.

    Also so wie jetzt auch. Nur das jetzt 3-4 Provider teuer und träge sind und katastrophalen Service liefern.

  5. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: WinnieW 25.01.22 - 11:34

    Nasenbaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also Redundanz ist ja sicher nicht verkehrt, aber da es kein nationales
    > Roaming gibt, kann ich das Fremdnetz nur für Notrufe nutzen.

    Flächendeckendes nationales Roaming gibt es in Deutschland bei GSM-900 für Notrufe, das erwähntest du ja,
    aber es gibt bereits regionales Roaming für LTE-800, aber das regeln die Netzbetreiber unter sich.
    Oftmals teilen sich Anbieter nur die Masten, aber in dünn besiedelten lämdlichen Gebieten dürfen sich diese auch die Mobilfunktechnik teilen.
    Was an einer gewissen Anzahl an Standorten bereits erfolgt.

  6. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Ach 25.01.22 - 14:34

    frankenwagen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also so wie jetzt auch. Nur das jetzt 3-4 Provider teuer und träge sind und
    > katastrophalen Service liefern.

    Keine Ahnung was für einer romantischen Vorstellung hier mit dem damalige Monopol der Post verbunden wird, die Wirklichkeit sah ein kleines bisschen anders aus. Flats gab es schon mal nicht, alles wurde noch nach Grundgebühr + Minuten-Tarifen abgerechnet. Das waren 8 Pfennig innerhalb des eigenen Vorwahlbereiches, alles andere war Ferngespräch und deutlich teurer, im Ausland bewegte man sich dann meistens im DMark/min. Bereich.

    Die Post promotete BTX . Wenn man das nicht kennt, sollte man sich eventuell mal drüber schlau machen, wie toll das war. Dass sich bei der Post irgendwas schnell oder überhaupt mal änderte,
    glich jedes mal einem kleinen Wunder. Z.B. hatte die Post seit dem Krieg bis in die frühen Achtziger ganze vier Telefonmodelle auf den Markt gebracht. Die konnte man Ende der Siebziger überhaupt erst käuflich erwerben, und nur weil vom Staat so angeordnet. Da gab es dann ein Modell mit der guten alten Wahlscheibe für 299DM und ein damals noch brandneues Tastentelefon für 499DM zur Auswahl, beide mit der selben popeligen Miniplatine, im beten Fall 40DM Herstellungswert, eher deutlich darunter. Nach der Abschaffung des Monopols auf Telefonapparate dauerte es dann keine vier Jahre, bis man funktionstüchtige Billiggeräte für 5DM auf dem Krabbeltisch fand.

    Telefonieren in einer Achtziger/Neuziger-WG war, dass sich alle Parteien ein Telefon teilten, im Flur angeschlossen mit einem 10 oder 20m Kabel, so dass man das Gerät in jedes Zimmer für die Dauer des Gespräches mitnehmen konnte. Vertelefoinierte Einheiten wurden von einem Zähler(5DM Leihgebühr/Monat) abgelesen und aufgeschrieben, so dass man Ende des Monats die Kosten in gerechter Form aufteilen konnte. Zu lange musste man dabei eher selten auf einen freien Apparat warten, weil telefonieren zu teuer war als dass jemand übermäßig lang den Apparat besetzen wollte.

    Mit der Auflage an die Post/Telekom das Netz an Drittanbieter zu vermieten brach dann schließlich der Damm und die Kosten brachen ein, damals in Form einer Unzahl an Anbietern, über deren Tarif man einfach über die Wahl einer entsprechenden Vorwahlnummer telefonieren konnte. Dann waren es nur noch ein paar Jahre bis DSL, mit dem auch die Internet-Flats eingeführt wurden. Parallel dazu setzte sich das Mobiltelefon auf breiter Front durch.

    Wenn es weltweit bei der einen nationalen Telefongesellschaften pro Land geblieben wäre, so wie es damals war, dann würden wir vielleicht 20 Jahre zurück liegen in der Kommunikationsentwicklung oder 25 Jahre vielleicht? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall weit zurück und vor allem wäre es nach wie unbezahlbar, insbesondere die mobile Telefonie wäre wohl immer noch ein Spielzeug für Ärzte, Reiche und das Militär.

  7. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Nasenbaer 25.01.22 - 21:39

    WinnieW schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nasenbaer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Also Redundanz ist ja sicher nicht verkehrt, aber da es kein nationales
    > > Roaming gibt, kann ich das Fremdnetz nur für Notrufe nutzen.
    >
    > Flächendeckendes nationales Roaming gibt es in Deutschland bei GSM-900 für
    > Notrufe, das erwähntest du ja,
    > aber es gibt bereits regionales Roaming für LTE-800, aber das regeln die
    > Netzbetreiber unter sich.
    > Oftmals teilen sich Anbieter nur die Masten, aber in dünn besiedelten
    > lämdlichen Gebieten dürfen sich diese auch die Mobilfunktechnik teilen.
    > Was an einer gewissen Anzahl an Standorten bereits erfolgt.

    Danke für den Hinweis. :)
    Es ist halt trotzdem doof wie es aktuell umgesetzt ist - flächendeckendes Roaming würde ja wenigstens Redundanz für alle Services und hier und da auch besseren Empfang ermöglichen.

  8. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Nasenbaer 25.01.22 - 21:45

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andererseits: Ich bin zu einer Zeit groß geworden, als die Post noch als
    > Staatsbetrieb zuständig für das Telefon war. Sie war teuer, sie war träge,
    > der Service war katastrophal. Geräte, die man verwenden wollte, brauchten
    > eine spezielle Postzulassung, was sie teuer machte und die Auswahl arg
    > einschränkte.
    >
    > Die Zeiten wünscht man sich wahrhaftig auch nicht zurück.

    Ja klar, wenn man so einen Laden wie eine Behörde führt, dann kommt nichts gescheites bei raus. Die Telekom hat es etwas besser hinbekommen diese Behörden-Denke abzulegen als die Deutsche Bahn.
    Aber prinzipiell schließt es sich ja nicht aus in staatlicher Hand zu sein und dennoch effizient. Nur in Deutschland scheint das oft unvereinbar zu sein. ^^

  9. Re: Vier Mobilfunknetze sind 3 zu viel!

    Autor: Ach 25.01.22 - 22:09

    Die Post war sogar nochmal deutlich schlimmer als die Bahn. Die staatlich aufgezwungene und die internationale technische Konkurrenz haben der TK Beine gemacht.

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