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Den Schweizern ist das sowas von egal

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  1. Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: Siliciumknight 22.06.21 - 21:31

    Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte

    Art. 19 Verwendung zum Eigengebrauch
    1 Veröffentlichte Werke dürfen zum Eigengebrauch verwendet werden. Als Eigen­gebrauch gilt:
    a.
    jede Werkverwendung im persönlichen Bereich und im Kreis von Personen, die unter sich eng verbunden sind, wie Verwandte oder Freunde;
    [www.fedlex.admin.ch]


    Zumal die Leerträgervergütung auch noch interessant ist:

    Das Schweizer Urheberrechtsgesetz (URG) erlaubt den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten die Anfertigung von Kopien für sich selbst, enge Freunde und Verwandte, egal aus welcher Quelle die Vorlage stammt. Für solche Privatkopien ist seit 1992 im hiesigen Gesetz eine Vergütung vorgesehen. Erhoben wird diese Vergütung aber nicht bei denjenigen, die tatsächlich die Kopien machen – namentlich die privaten Konsumentinnen und Konsumenten –, sondern bei den Herstellern und Importeuren der dafür notwendigen Leerträger.
    [www.suisa.ch]

    Also, die Eidgenossen Schweizer saugen und tauschen bis die Festplatte bricht.

    Dafür kostet jeder leerer Speicherplatz den man kauft, sei es HDD, SSD, Speicherkarte, USB-Stick oder Smartphone, einen Batzen extra.

    --- Wenn diese Aussage stimmt, ist sie nicht unbedingt falsch ---

  2. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: OMGle 22.06.21 - 22:13

    Hast du denn selber deine Links geöffnet, die du hier gepostet hast?

    Zitat aus dem ersten Link:


    Wer bei illegalem Filesharing mittels Torrents Time erwischt wird, kann wegen Urheberrechtsverletzungen bestraft werden (Art. 67 ff. URG) und muss mit Schadenersatzforderungen rechnen.

    Ein Beispiel: Student Peter verwendet Torrents Time und geniesst das grosse Angebot. Streaming mittels Torrents Time wurde ihm von einer bekannten Filesharing-Website angeboten und läuft bei ihm im Browser. Bei einem VPN-Anbieter, der ihm von der gleichen Website empfohlen wurde, hat Peter ein Abonnement zur Anonymisierung abgeschlossen.

    Nach einigen Monaten wird Peter am frühen Morgen unsanft von der Polizei geweckt. Die Polizei führt bei Peter eine Hausdurchsuchung durch, wobei auch sein Computer und sein Smartphone sichergestellt werden. Später stellt die Polizei fest, dass auf einem Computer tatsächlich Torrents Time verwendet wurde und liefert der zuständige Staatsanwaltschaft eine Liste der geteilten Inhalte, darunter bekannte Filme aus «Hollywood».

    Die Staatsanwaltschaft verurteilt Peter ein halbes Jahr später wegen Urheberrechtsverletzungen mittels Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von insgesamt CHF 4’500.00 mit einer Probezeit von zwei Jahren. Peter muss ausserdem eine Busse von 800 Franken bezahlen und Verfahrenskosten von CHF 1’800.00 übernehmen. Das Strafverfahren führt zu einem Strafregistereintrag. Der sichergestellte Computer wird vernichtet und entsorgt. Da Peter in bescheidenen finanziellen Verhältnissen lebt, werden keine Schadenersatzforderungen gestellt.

  3. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: Siliciumknight 23.06.21 - 08:37

    Guten Morgen 8)

    Nicht nur geöffnet, sondern sogar gelesen ;)
    In meinem Thread gehts nicht um das Verbreiten von Medien via Torrent oder ähnlicher Technik, sondern nur über das herunterladen aus dem Internet und tauschen der Medien auf physischen Mitteln. Denn das bereitstellen via irgendwie für irgendwen ist auch in der Schweiz eine Straftat, das ist richtig.
    Deswegen hatte ich Art.19a gepostet. Das heisst im Umkehrschluss, dass alle anderen Arten von Bereitstellung nicht erlaubt ist, wie das in Deinem Beispiel das Du konstruktiert hast.

    Der Artikel mischt Herunterladen und Verbreiten zusammen, ich wollte über das Herunterladen schreiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.21 08:41 durch Siliciumknight.

  4. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: px 23.06.21 - 08:50

    Siliciumknight schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn das bereitstellen via
    > irgendwie für irgendwen ist auch in der Schweiz eine Straftat, das ist
    > richtig.
    > Deswegen hatte ich Art.19a gepostet. Das heisst im Umkehrschluss, dass alle
    > anderen Arten von Bereitstellung nicht erlaubt ist, wie das in Deinem
    > Beispiel das Du konstruktiert hast.

    In D ist ja praktisch beides verboten, in der Praxis läuft es aber auch darauf hinaus, dass die Verbreitung verfolgt wird, eher weniger das reine Beziehen. Kann sich der Gesetzgeber auch einfach zusammenpuzzeln, wie da wohl der Verhältnis ist. Man kämpft hier krampfhaft gegen die Lebensrealität an, die nicht mal real nachweisbare Schäden für irgendwen bedeutet. Für die Filmindustrie ist ja jeder geladene Film ein Kinobesuch weniger -.-

  5. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: Fegr 23.06.21 - 08:58

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siliciumknight schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Denn das bereitstellen via
    > > irgendwie für irgendwen ist auch in der Schweiz eine Straftat, das ist
    > > richtig.
    > > Deswegen hatte ich Art.19a gepostet. Das heisst im Umkehrschluss, dass
    > alle
    > > anderen Arten von Bereitstellung nicht erlaubt ist, wie das in Deinem
    > > Beispiel das Du konstruktiert hast.
    >
    > In D ist ja praktisch beides verboten, in der Praxis läuft es aber auch
    > darauf hinaus, dass die Verbreitung verfolgt wird, eher weniger das reine
    > Beziehen. Kann sich der Gesetzgeber auch einfach zusammenpuzzeln, wie da
    > wohl der Verhältnis ist. Man kämpft hier krampfhaft gegen die
    > Lebensrealität an, die nicht mal real nachweisbare Schäden für irgendwen
    > bedeutet. Für die Filmindustrie ist ja jeder geladene Film ein Kinobesuch
    > weniger -.-

    Ist halt für die Anwaltkanzleien kein lohnendes Geschäft. Weil der Schadenersatzanpsruch im Schnitt nur bei 1 bis 30¤ liegen. Extrem selten höher. Da sieht man die Perversion der Massenabmahnung: Kasse machen bei möglichst wenig Arbeit und das nur ein Teil der Abgemahten bezahlt.

  6. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: Huanglong 23.06.21 - 09:26

    So eine Abgabe auf Datenträger gibt es in DE aber auch, eben auch wegen der Privatkopie.

  7. Re: Den Schweizern ist das sowas von egal

    Autor: der_wahre_hannes 23.06.21 - 15:19

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für die Filmindustrie ist ja jeder geladene Film ein Kinobesuch
    > weniger -.-

    Was so gesehen ja auch richtig ist. Diese ewige Argumentation von wegen "ins Kino wäre ich dafür eh nicht gegagen" ist so hahnebüchen, dass man es schon gar nicht mehr in Worte fassen kann. "Heutige Filme" sind, so die Argumentation, alle "so schlecht", dass es sich eigentlich gar nicht lohnt, die anzuschauen. Aber irgendwie doch so gut, dass man sich die illegal aus dem Netz laden MUSS, um sie anzuschauen. Ähm.... häää????

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