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Wie kann man sich gegen sowas schützen?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Eheran 22.06.21 - 23:25

    >Er muss es nur verneinen. Per Anwalt.
    Warum denn mit Anwalt? Was soll der bringen?

  2. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crazypsycho 22.06.21 - 23:37

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht falsch. Wenn du behauptest nichts getan zu haben, müssen sie es dir
    > beweisen. Ja in einem Prozess.

    Es geht hier um Zivilrecht. Da reicht es dem Richter den Sachverhalt glaubhaft darzulegen. Beweise braucht man da nicht.

  3. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crazypsycho 22.06.21 - 23:38

    fabiwanne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Richter wird sich tot lachen, wenn er das wirklich vorgetragen bekommt.

    Ne, der hält die Logs für glaubhaft genug und man wird zur Zahlung verdonnert. Leider so Realität.

  4. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crazypsycho 22.06.21 - 23:44

    Blutgruppe10w60 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > E1chh0rn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, in diesem Kontext stimmt das nicht. Hier hat der Beschuldigte
    > seine
    > > Unschuld nachzuweisen.
    >
    > "In dubuo pro reo" gilt kontextunabhängig.
    > Zumindest in Deutschland.

    Da irrst du dich. Das gilt nur im Strafrecht und somit durchaus kontextabhängig.
    Aber der Beschuldigte muss auch nicht seine Unschuld nachweisen. Es geht nur darum den Richter von seiner Version zu überzeugen.

  5. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crazypsycho 22.06.21 - 23:48

    fabiwanne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch wenn es zu keinem Prozess kommt, weil die Gegenseite es sich doch
    > anders nach dem erhalt des Anwaltsschreibens überlegt hat?
    > So richtig anders überlegen können sie es sich nicht. Sie können dich
    > lediglich darum bitten.
    > Und da musst du dann halt passende Gegenforderungen stellen.

    Es kommt ganz darauf an. Hat man bereits Klage eingereicht und der Beklagte zahlt dann die Hauptforderung, ist es kaum ein Problem die Anwaltskosten zu bekommen. Die Klage ist ja schon am Laufen.
    Aber hat der Anwalt nur einen Brief geschickt, wird es schwieriger. Dann muss man Klage nur über die Anwaltskosten einleiten.

  6. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crazypsycho 22.06.21 - 23:52

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dümmste Idee ever. Erzählt dir spätestens der Gerichtsvollzieher bei der
    > Pfändung. Wie kann man nur so einen Stuss verbreiten.

    Die Briefe vom Amt sollte man natürlich nicht ignorieren.
    Wobei die bei der Ignorieren-Taktik ohnehin meist nicht kommen.
    In den seltensten Fällen leiten die Klage ein, nicht mal ein Mahnbescheid kommt. Meist kommen nur Drohbriefe, mal mit günstigeren Angeboten, dann wird wieder mehr gefordert.

  7. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Fegr 23.06.21 - 07:12

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einige Streamingseiten benutzen u.a HTML/Javascript basierte Videoplayer
    > die den content im Hintergrund z.B. per BitTorrent laden. Da einmal
    > versehentlich die falsche Seite geklickt und die IP kann dann schon im
    > Honeypot stehen.... Einige dieser Seiten sehen ja erstmal legal aus, in den
    > Google Suchergebnissen.
    >
    > Zumal es in der Vergangenheit durchaus schon vorgekommen ist das
    > Abmahnanwälte sich auch IPs von Unschuldigen irgendwo abgegriffen haben um
    > diese Abzumahnen und als beschuldigter wird es dann schwer da erstmal
    > gegenteiliges zu beweisen.
    >
    > Deshalb: Immer VPN benutzen !

    Das nennt man WebRTC!

  8. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: crossshot 23.06.21 - 07:38

    Ich verstehe das Problem nicht. Die meisten haben zu Hause eine FritzBox stehen und diese protokolliert fleißig in den Ereignissen die IP Adresse. Ich bekomme jeden Sonntagabend von meiner FritzBox eine Email mit dem Wochen-Protokoll.
    Lt. meinem FritzBox Ordner in Outlook habe ich dort aktuell 569 Emails liegen die bis 2011 zurückgehen. Soweit zurück kann ich also meine täglichen IP Adresse nachweisen.

    Wer lustig und fit ist, kann sich ja auch Skript schreiben und seine IP selber loggen, wenn er Angst hat.

    Wie läuft das eigentlich bei Anschlüssen, die sich eine IP-Adresse teilen? Bei meinem Schwager ist für schnelles Internet nur Inexio verfügbar und dort hast du keine exklusive IP-Adresse, sondern teilst dir diese mit X Haushalten.

  9. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: 3247 23.06.21 - 10:33

    Blutgruppe10w60 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "In dubuo pro reo" gilt kontextunabhängig.
    > Zumindest in Deutschland.

    Im Zivilrecht gibt es keine Angeklagten.

  10. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: bitshift 23.06.21 - 11:25

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Quark. Man nimmt einen Anwalt, der fragt die Logs vom Provider an
    > und daran erkennt man recht schnell was los war. Da die IP nicht alle 5
    > Minuten wechselt, sondern meist Nachts mit einer kurzen Zwangstrennung,
    > wenn überhaupt, oder bei einem Routerneustart, hilft die Ausrede auch nicht
    > besonders.

    https://www.heise.de/ct/artikel/Schwierige-Gegenwehr-1069835.html -> Abschnitt "Hohe Fehlerquoten": "Diese Fakten legen den Schluss nahe, dass tatsächlich eine Menge Netznutzer unschuldig ins Visier der Massenabmahner geraten. "

  11. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: NoGoodNicks 23.06.21 - 12:13

    crossshot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe das Problem nicht. Die meisten haben zu Hause eine FritzBox
    > stehen und diese protokolliert fleißig in den Ereignissen die IP Adresse.
    > Ich bekomme jeden Sonntagabend von meiner FritzBox eine Email mit dem
    > Wochen-Protokoll.
    > Lt. meinem FritzBox Ordner in Outlook habe ich dort aktuell 569 Emails
    > liegen die bis 2011 zurückgehen. Soweit zurück kann ich also meine
    > täglichen IP Adresse nachweisen.

    Nachweis ist nicht gleich Nachweis. Selbst verwaltete Belege interessieren die dreisten Abmahner einen Dreck. Wird pauschal mit der Standardformulierung "Unser Mandat sieht in ihren Äußerungen die sekundäre Darlegungslast nicht erfühlt" abgebügelt und dann werden weiter Einschüchterungsversuche gefahren.

    Hier sehe ich die Politik in der Verantwortung. Dazu hätte man längst die Gesetze anpassen können, z.B. die Verjährungsfrist automatisch auf ein Jahr begrenzen, sobald ein Rechtsbeistand im Spiel ist. Dann hätten diese <schimpfwort-der-wahl-einsetzen> nicht mehr diese einfache Möglichkeit, jahrelang Psychoterror zu betreiben.

  12. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: NoGoodNicks 23.06.21 - 12:28

    Na dein Anwalt kann den Provider in die Mangel nehmen. Du alleine hast keine Chance, ein mieser Provider wird mit blöden Ausreden kommen und auf Zeit spielen, bis die Logs datenschutzbedingt entsorgt wurden. Und hups, plötzlich kannst du dem Provider seinen Fehler nicht nachweisen, und er ist fein raus.

    Ich würde auch alle Gespräche mit dem Providersupport aufzeichnen (natürlich zuerst das Einverständnis einholen), mit dem Namen des Gesprächspartners.

  13. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Wlad 23.06.21 - 17:26

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dümmste Idee ever.
    Mag sein, klappt aber.
    >Erzählt dir spätestens der Gerichtsvollzieher bei der
    > Pfändung.
    Dafür müssen die dich erst einmal verklagen, machen sie aber nicht.
    >Wie kann man nur so einen Stuss verbreiten.
    Das habe ich mich auch gefragt, wo ich dein Beitrag gelesen habe.

  14. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: gan 23.06.21 - 17:39

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. Er muss es nur verneinen. Per Anwalt. Danach müssen Beweise geprüft
    > werden. Dein Anwalt wird dann die Daten deines Providers mir den Beweisen
    > der Gegenseite abgleichen lasse und ab da ist dann klar ob du schuldig
    > bist oder nicht und wer für den ganzen Mist bezahlt.

    Das wird schlicht nicht möglich sein, da der Provider die Daten in der Regel nicht so lange aufbewahrt. Wenn die Abmahnung kommt ist die Zuordnung für den Zeitpunkt des Vorfalls also nicht mehr möglich.

  15. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: gan 23.06.21 - 17:40

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe die Frage jetzt nicht so recht...
    > Wenn du kein Filesharing betreibst, machst du dahingehend auch nichts
    > illegales, also kann dir da doch keiner was.
    > Was für Software meinst du und wenn die doch fehlerhaft sagt, dass der
    > DSL-Anschluss noch nicht geschaltet war, dann bist du doch noch eher fein
    > raus.

    Nein, dann muss man in der Regel zahlen.

  16. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: gan 23.06.21 - 17:40

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Quark. Man nimmt einen Anwalt, der fragt die Logs vom Provider an
    > und daran erkennt man recht schnell was los war.

    Nein, der erkennt gar nichts, da der Provider die Logs irgendwann löscht, in der Regel lange vor dem Eintreffen der Amahnung.

  17. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: gan 23.06.21 - 17:55

    BombManiac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Hinweis im Artikel, sich rechtlich beraten zu lassen, deutet ja darauf
    > hin, dass die "Beweisermittlung" hier auch heute noch fehlerhaft ist.

    Das ist in der Tat der Fall. Die Abmahner sammeln IP-Adressen, lassen die Providerabfrage schnell richterlich abnicken und schicken die Anfragen an die Provider. Dort muss ein Mitarbeiter die oftmals mehr als 100 IPs samt angegebener Zeiträume in eine Excel-Tapete eintragen und jeweils in den Logs schauen, welchem Nutzer die besagte IP zum jeweiligen Zeitraum zugeordnet war. Das ist ein Mensch! Der macht Fehler, um so leichter, wenn er mehr als 100 IPs und Zeiten prüfen muss. Dementsprechend kann eine Abmahnung jeden treffen und es besteht in der Tat immer noch das Problem der fehlerhaften Beweisermittlung. Leider gehen die meisten Richter davon aus, dass Mitarbeiter von Telekommunikationsunternehmen perfekt fehlerfrei arbeiten, weshalb das Problem weiterhin besteht.

    > Kann man sich da irgendwie schützen?

    Der einzige mir bekannte Schutz dagegen ist, ein eigenes automatisiertes IP-Log zu führen. Wenn man selbst darlegen kann, dass man zum angegebenen Zeitpunkt eine andere IP hatte, gibt es Zweifel an der Korrektheit der ermittelten Daten. Leider schützt das nicht vor anderen Fehlern, wie die der Abmahner. Dazu muss man zumindest auch noch alle Verbindungen loggen, wenn man nicht den gesamten Traffic loggen will. Dann muss die IP der Abmahner in der Liste sein, ist sie das nicht oder können diese selbige nicht mehr benennen, haben die ein Problem mit der Darlegungslast.

  18. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: violator 23.06.21 - 18:39

    Na wenn das so einfach ist, warum müssen dann so viele Leute trotzdem selber beweisen, dass sie unschuldig sind? Solche Abmahnungen kommen oft auch erst nach vielen Monaten. Kannst ja dem Richter und deinem Anwalt mal erklären, was du vor 37 Wochen am Dienstag abend gemacht hast.

  19. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: gan 24.06.21 - 01:46

    NoGoodNicks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nachweis ist nicht gleich Nachweis. Selbst verwaltete Belege interessieren
    > die dreisten Abmahner einen Dreck. Wird pauschal mit der
    > Standardformulierung "Unser Mandat sieht in ihren Äußerungen die sekundäre
    > Darlegungslast nicht erfühlt" abgebügelt und dann werden weiter
    > Einschüchterungsversuche gefahren.

    Was deren Mandant sieht, braucht einen nicht zu interessieren. Wichtig ist, was der Richter sieht, wenn das Ganze vor Gericht geht und da sieht es anders aus.

  20. Re: Wie kann man sich gegen sowas schützen?

    Autor: Profi_in_allem 24.06.21 - 17:28

    Floxorius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am besten schützen kann man sich wenn nicht alleine Wohnt oder wenn doch in
    > einem Mietshaus alle Mieter ein Gäste Wlan einrichten und dafür die Keys
    > austauschen. (Kann man ja mit Home Office Verfügbarkeit und/oder
    > E-Schooling als Backup Leitung gut Begründen) In Deutschland gibt es keine
    > Sippenhaft und wenn du allen in deinem Wlan gesagt hast sie dürfen kein
    > Filesharing machen kannst du als Anschlußinhaber nicht in Haftung genommen
    > werden. Eine einfache mündliche Belehrung reicht. Sobald es mehr als einen
    > Anschlußnutzer gibt muss genau gesagt mit welchem Computer und auch von
    > welchem Benutzer die Straftat begangen worden sein soll und das kann in der
    > Regel niemand nachweisen. Wirklich dran kriegen sie heute noch Singles die
    > ganz brav sagen niemand hätte ihr Wlan nutzen können. (Zur Not hatte man in
    > der betroffenen Zeit ne Affäre die halt auch im Wlan war). Man kann als
    > extra Feature noch die Random MAC funktion von Windows nutzen, bei jeder
    > einwahl ins WLAN gibt es eine zufällige MAC Adresse, dann wird das zuordnen
    > unmöglich.

    Wegen so einem Kinderkram soll man ein offenes WLAN betreiben? Du weißt hoffentlich, dass jede Menge kriminelle Personen das sehr gerne ausnutzen würden und dann hast du zwar den von dir genannten Vorteil, als Nachteil aber evtl eine Hausdurchsuchung wegen viel schwereren Vergehen inkl Beschlagnahme der kompletten Hardware. Viel Erfolg mit deinem nicht durchdachten Plan ;)

    Da ich IT-Profi bin und überaus intelligent, zählt meine Meinung mehr als alle anderen. Dies begründe ich ganz einfach, meine Meinung ist immer gut durchdacht, ich habe also einen Denkvorsprung vor allen anderen. Ich bitte dies bei etwaigen Antworten auf meine Posts zu bedenken, ich habe und hatte bisher immer Recht. Wer also anderer Meinung ist wie ich, sollte vorher bedenken, dass er höchstwahrscheinlich im Unrecht ist.

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