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Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

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  1. Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: hum4n0id3 23.10.17 - 17:23

    Ich habe schon viele Unternehmen gesehen und alle waren sehr viel kleiner als München. Nach näherer Betrachtung könnte ich in keinem dieser Unternehmen auf Linux migrieren, weil:

    - man neue Linux kompatible Hardware besorgen müsste
    - Software nachprogrammieren müsste, weil diese schlicht fehlt
    - Mitarbeiter umschulen, weil Linux nicht Windows ist

    Es gibt noch mehr Gründe. Also wer könnte hier alles sein Unternehmen auf Linux umstellen?

  2. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: matok 23.10.17 - 20:51

    Und das sollen Gründe sein, weshalb man es nicht machen kann?
    - Hardware muss man sowieso dann und wann beschaffen, da kann man drauf achten, (wobei, die Hardwarekompativilität von Linux ohnehin nicht schlecht ist, wenn es um Standardhardware geht)
    - Software muss man eben nachprogrammieren, muss man auch für Windows, weil das auch nicht endloskompatibel ist
    - Mitarbeiter kann man umschulen

    Natürlich macht man das nur, wenn man die Vorteile, die einem offene Software gibt, versteht. Die langfristig gesparten Lizenzkosten sind dabei sogar nachrangig.

  3. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: demon driver 23.10.17 - 21:43

    Da kann man natürlich keine Pauschalantwort drauf geben.

    Tatsächlich scheint mir aber "Hardware" fast schon ein geringeres Problem zu sein. Je nach Alter und Herkunft hat man mit Linux womöglich noch die besseren Chancen...

    Und grundsätzlich besteht immer die Möglichkeit, auf Arbeitsplätzen, auf denen es gar nicht anders geht, Windows-Anwendungen mit Wine oder in der virtuellen Maschine laufen zu lassen, bis man was anderes dafür hat.

    Am besten vorbereitet sind natürlich Unternehmen, die bei ihren Inhouse-Entwicklungen gleich auf Java oder irgendeine andere JVM-Sprache gesetzt haben.

    Und schulen muss man auch bei jeder neuen Windows-Version. Vielerorts steht der Window-10-Umstieg noch bevor...

  4. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: Trockenobst 23.10.17 - 23:57

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt noch mehr Gründe. Also wer könnte hier alles sein Unternehmen auf
    > Linux umstellen?

    Browser, Thunderbird, LibreOffice würde mir für meine Zwecke reichen.
    Als EntwicklungsVM zwar schon noch ein Windows10, aber sonst würde das gehen.

    Wenn ich einen Designer bräuchte, hätte er sowieso einen Mac, da läuft dann die Photoshop Cloud.

    Wenn man SAP Themen macht ist Linux ein Graus. Da braucht es viel Plattenplatz und dann idealerweise Win10 PRO.

    Viele Betriebswirtschaftliche Auswertungssoftware ist in C# geschrieben, da kommt man an C#/.net nicht vorbei.

    Grundsätzlich stellt sich die Frage, wer dass dann alles supported. Wenn man in der Großstadt einen Schwall von studentischen Turnschuhadmins findet, geht das wohl alles irgendwie. In der Provinz hat man keine Chance.

    Ich kenne mehre Unixfirmen hier in der Großstadt, die machen mit Unix/Linux alles. ALLES! Gegen Geld. Nur eines nicht mehr: Desktop-Migration. Die haben sich so häufig die Finger, Schnauze, Fresse ("Geht alles, ist nur eine Einstellungssache") verbrannt, dass sie das Thema einfach nicht mehr anfassen. Man will ja auch einen Sieg haben, nicht.

    Einzige Ausnahme: ihr Image, mit ihrem OS und mit ihrem Remote Zugriff und den Tools die da drauf passen. Wenn du mehr willst -> Citrix Remote Desktop und selbst managen. Da haben sie wohl einige Biotech Firmen an der Hand, die das genau so machen. Sogar auf den Laptops. Und sie sind NULL, in Worten: NULL, dafür verantwortlich was alles auf dem Citrix Desktop schief geht.

    Wenn es die Profis nicht tun wollen, hat der normale IT-ferne Mittelständler keine Chance.

  5. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: hum4n0id3 24.10.17 - 06:05

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das sollen Gründe sein, weshalb man es nicht machen kann?
    > - Hardware muss man sowieso dann und wann beschaffen, da kann man drauf
    > achten, (wobei, die Hardwarekompativilität von Linux ohnehin nicht schlecht
    > ist, wenn es um Standardhardware geht)
    > - Software muss man eben nachprogrammieren, muss man auch für Windows, weil
    > das auch nicht endloskompatibel ist
    > - Mitarbeiter kann man umschulen
    >

    Der Aufwand ist meines Erachtens nach sehr viel höher, weil sehr viel spezieller ist.

    > Natürlich macht man das nur, wenn man die Vorteile, die einem offene
    > Software gibt, versteht. Die langfristig gesparten Lizenzkosten sind dabei
    > sogar nachrangig.

    Auch hier... Lizenz sind eher nachrangig und ich glaube nicht daß man hier sparen kann. So funktioniert unser jetziges System nunmal nicht.

  6. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: hum4n0id3 24.10.17 - 06:17

    Ähnlich denke ich auch so. Zumindest kommt unterm Strich das selbe raus. Oft ist Software nicht vorhanden, was erstmal ein Problem darstellt. Dann stellt sich die Frage, wer kann mein Problem lösen und wie kann er mein Problem lösen. Verschenken wird selten etwas, also was und wie viel wird es kosten. Wer unterstützt mich weiterhin usw usw...

    Darum sieht man Linux so gut wie nie. Oft lohnt es sich schlicht nicht, weil es nach einfacher Kalkulation schnell teuer wird. Meist teurer als die Windows Lösung. Deshalb schrecken auch viele von Lösungen mit Linux ab.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.17 06:18 durch hum4n0id3.

  7. Auf Linux migrieren?

    Autor: Anonymer Nutzer 24.10.17 - 09:29

    Wieso eigentlich immer entweder vs. oder????

    Windows und Linux passen ganz gut zusammen.

    Für Server empfiehlt sich Linux ohnehin.

    Und für viele Anwendungen braucht man bestimmt kein Windows Desktop.

    "Früher" lief in der Öffentlichen Verwaltung alles unter Unix.
    Da haben Siemens und Nixdorf geliefert. Ging auch.


    Der Mix macht es aus.

    Nicht "entweder vs. oder".

    .


    .

  8. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: schulz_me 24.10.17 - 09:41

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hum4n0id3 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt noch mehr Gründe. Also wer könnte hier alles sein Unternehmen
    > auf
    > > Linux umstellen?
    >
    > Browser, Thunderbird, LibreOffice würde mir für meine Zwecke reichen.
    > Als EntwicklungsVM zwar schon noch ein Windows10, aber sonst würde das
    > gehen.
    >
    > Wenn ich einen Designer bräuchte, hätte er sowieso einen Mac, da läuft dann
    > die Photoshop Cloud.
    >
    > Wenn man SAP Themen macht ist Linux ein Graus. Da braucht es viel
    > Plattenplatz und dann idealerweise Win10 PRO.
    >
    > Viele Betriebswirtschaftliche Auswertungssoftware ist in C# geschrieben, da
    > kommt man an C#/.net nicht vorbei.
    >
    > Grundsätzlich stellt sich die Frage, wer dass dann alles supported. Wenn
    > man in der Großstadt einen Schwall von studentischen Turnschuhadmins
    > findet, geht das wohl alles irgendwie. In der Provinz hat man keine
    > Chance.
    >
    > Ich kenne mehre Unixfirmen hier in der Großstadt, die machen mit Unix/Linux
    > alles. ALLES! Gegen Geld. Nur eines nicht mehr: Desktop-Migration. Die
    > haben sich so häufig die Finger, Schnauze, Fresse ("Geht alles, ist nur
    > eine Einstellungssache") verbrannt, dass sie das Thema einfach nicht mehr
    > anfassen. Man will ja auch einen Sieg haben, nicht.
    >
    > Einzige Ausnahme: ihr Image, mit ihrem OS und mit ihrem Remote Zugriff und
    > den Tools die da drauf passen. Wenn du mehr willst -> Citrix Remote Desktop
    > und selbst managen. Da haben sie wohl einige Biotech Firmen an der Hand,
    > die das genau so machen. Sogar auf den Laptops. Und sie sind NULL, in
    > Worten: NULL, dafür verantwortlich was alles auf dem Citrix Desktop schief
    > geht.
    >
    > Wenn es die Profis nicht tun wollen, hat der normale IT-ferne
    > Mittelständler keine Chance.

    https://www.golem.de/1104/83037.html

    läuft.

  9. Re: Auf Linux migrieren?

    Autor: hum4n0id3 24.10.17 - 11:15

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso eigentlich immer entweder vs. oder????
    >

    Die Frage ist bewusst so gestellt worden, weil in den Kommentaren meist nur plumpt über "Verrat", "Dummheit", "Schwarze Köfferchen" usw. steht. Ich bin schon in vielen Unternehmen gewesen und habe mir irgendwann die Frage gestellt, ob dortige IT mit Linux laufen würde. Ergebnis meist nicht und wenn ja, mit sehr hohem Geld aufwand das realistisch nicht zu tragen wäre. Ich nenne das Realität. Es geht nicht darum, das es nicht mit Linux ginge, programmieren kann man ja schließlich alles. Praktisch und Realistisch sind die Hürden sehr viel Höher.

    Mit der Frage will ich die Leser dazu bewegen, genauer zu ergründen warum Linux oft keine Rolle spielt. Vielleicht erkennt jemand ein Problem und könnte dann eine Lösung anbieten? Aber das Thema ist viel zu komplex als das man es in den Kommentaren beantworten könnte.

    > Für Server empfiehlt sich Linux ohnehin.
    >
    Server ist als Begriff genauso Allgemeingültig wie Software. Es sagt erstmal gar nichts aus. Welche Art von Server? Webserver? Ja es gibt sehr gute Gründe für einen Linux Webserver. ActiveDirectory-Server? Warum ist hier Linux besser? Das sind alles Fragen die man stellen und beantworten muss. Dann versteht man vielleicht, warum manches so ist wie es ist.

    > Und für viele Anwendungen braucht man bestimmt kein Windows Desktop.
    >
    Für viele Anwendungen existiert aber nur Windowssoftware. Diese Software kommuniziert meist mit weiterer Windowssoftware usw. Was sind die Alternativen? Muss ich mir eine Neuentwicklung leisten? Oder kann mein Anbieter auch für mein Linux ihre Software anbieten? Können weitere Anbieter das selbe tun? Und kann ich es mir dann leisten, wenn es teurer wird, als Windowssoftware?

    Solche Fragen treten auf und das sollte man zuerst beantworten können. Dann kann man schon mal abschätzen was in München passiert ist. Dann kann man überhaupt einschätzen warum Linux es so schwer hat. Damit kann man ganze Bücher füllen :)

  10. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: nicoledos 24.10.17 - 14:02

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe schon viele Unternehmen gesehen und alle waren sehr viel kleiner
    > als München. Nach näherer Betrachtung könnte ich in keinem dieser
    > Unternehmen auf Linux migrieren, weil:
    >
    > - man neue Linux kompatible Hardware besorgen müsste

    Ein neues Windows läuft immer auf den alten bestehender Hardware?
    Hersteller liefern immer aktualisierte Treiber für ihre alte Hardware?

    > - Software nachprogrammieren müsste, weil diese schlicht fehlt

    Die alte Software läuft immer ohne Probleme auf dem neuen Windows und lässt sich in sich ändernde Prozesse integrieren?
    Die Softwarehersteller sind zuverlässig und stellen wegen Strategieenderungen Lösungen und bestehende Lizenzmodelle nicht einfach so ein oder schließen sogar ganz die Türe?

    > - Mitarbeiter umschulen, weil Linux nicht Windows ist

    MS war konsequent und hat die Bedienkonzepte von Windows und den diversen Anwendungen nie geändert?
    Frameworks rund um .NET sind immer stabil geblieben und Entwickler, so dass Entwickler nie weiterbilden mussten?

    Es gibt Gründe, warum Linux in bestimmten Einsatzbereichen eher eine schlechte Wahl wäre. Die genannten Punkten zählen jedoch nicht dazu.

  11. Re: Auf Linux migrieren?

    Autor: nicoledos 24.10.17 - 14:15

    Ich kenne nur einen wirklichen Grund, der gegen Linux spricht. Das ist dann, wenn spezielle Aufgaben proprietäre kommerzielle Lösungen erfordern, welche nicht durch Alternativen ersetzbar sind. Für diese Aufgaben kann man entsprechende Arbeitsplätze schaffen.

    Schwierig wird es dann, wenn 90% der Firma auf Dienstleistungen mit dieser Anwendung beruht. Dann braucht man für die restlichen 10% auch kein Linux. Aber auch dann gilt es auf offene Standards zu setzen, wo es möglich ist.

  12. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: Trollversteher 24.10.17 - 14:28

    >Und das sollen Gründe sein, weshalb man es nicht machen kann?

    Wenn die Konsequenzen dieser Gründe eine Benachteiligung gegenüber dem Status Quo bedeuten, warum sollte man dann überhaupt über ein Wechsel nachdenken? Wo ist der Gewinn für ein Unternehmen?

    >- Hardware muss man sowieso dann und wann beschaffen, da kann man drauf achten, (wobei, die Hardwarekompativilität von Linux ohnehin nicht schlecht ist, wenn es um Standardhardware geht)

    D'accord. Das setzt allerdings eine wirklich langfrisitige Planung voraus (es wird schließlich, je nach dem wann und in welchem Umfang zuletzt neu angeschafft wurde, eine ganze Weile dauern, bis dann alle soweit sind).

    >- Software muss man eben nachprogrammieren, muss man auch für Windows, weil das auch nicht endloskompatibel ist

    Nein, muss man für Windows nicht, weil man ja vom Status Quo ausgeht, also ein laufender Betrieb, indem alle benötigten Tools vorhanden sind. Zudem ist unter Windows nun mal die Auswahl und die Anzahl an möglichen Alternativen deutlich größer als unter Linux (zumindest was typische Office/Desktop-Tools angeht), so dass dort die Wahrscheinlichkeit, eine Standard-Komponente zu finden, die den Anforderungen entspricht größer ist.

    >- Mitarbeiter kann man umschulen

    Was sehr teuer ist, Zeit kostet, Unmut bei den Mitarbeitern weckt und somit zu einem Einbruch der Effektivität führt. Lässt sich schwer voraus berechnen, und stellt damit ein Risiko dar, welches man erst mal durch zu erwartende positive Effekte der Umstellung kompensieren können muss - kurz, es muss sich für ein Unternehmen *wirklich* lohnen, auf Linux umzusteigen um diese Hürde zu nehmen.

    >Natürlich macht man das nur, wenn man die Vorteile, die einem offene Software gibt, versteht. Die langfristig gesparten Lizenzkosten sind dabei sogar nachrangig.

    Nein, das ist das große Problem der Linux-Missionare - diese unendliche Arroganz, einen tollen goldenen Hammer gefunden zu haben, der alle Probleme wie Nägel aussehen lässt. Der Unternehmer müssen nichts "verstehen", der IT-Dienstleister/Profi, der die Sinnhaftigkeit eines Umstiegs evaluieren soll muss die Prozesse und Abläufe im Unternehmen verstehen und vor allem völlig frei von persönlichen ideologischen Vorstellungen möglichst objektiv *nur* aus der Sicht des Unternehmens urteilen. Es *gibt* keine Universallösung, die auf alles passt, und Desktop-Linux ist sehr weit entfernt von so einer Universallösung. Open Source hat Vorteile, aber auch eklatante Nachteile, und man muss *beides* rational gegeneinander abwiegen, um die Sinnhaftigkeit eines solchen Unternehmens beurteilen zu können.

  13. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: SelfEsteem 24.10.17 - 14:41

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe schon viele Unternehmen gesehen und alle waren sehr viel kleiner
    > als München. Nach näherer Betrachtung könnte ich in keinem dieser
    > Unternehmen auf Linux migrieren, weil:
    >
    > - man neue Linux kompatible Hardware besorgen müsste
    > - Software nachprogrammieren müsste, weil diese schlicht fehlt
    > - Mitarbeiter umschulen, weil Linux nicht Windows ist
    >
    > Es gibt noch mehr Gründe. Also wer könnte hier alles sein Unternehmen auf
    > Linux umstellen?


    Imho gehst du voellig falsch an die Frage ran.
    Du solltest eine kontinuierliche Prozess- / Workflow- / Werkzeug-Bereinigung im Sinn haben - ganz unabhaengig einer moeglichen OS-Migration.

    Wenn du die Sachlage durch die Brille betrachtest, faellt dir oft auf (nicht immer - es kommt jeweils auf Branche und einzelnes Unternehmen an) , dass du mit durchdachten, sauberen Prozessen und geschickt Platzierten Tools / Werkzeugen eine OS-Migration relativ problemlos machen koenntest, waehrend dir kaputte Prozesse und gruselige Uraltsoftware auch ganz ohne neues OS massiv Probleme bereiten werden.

    Sprich: Den wichtigsten Schritt, der fuer eine Linux-Umstellung notwendig waere, solltest du auch dann gehen, wenn du auf Windows bleiben moechtest (und umgekehrt). Das ist jedoch kein Schritt, den man einmalig geht, sondern immer und immer wieder.

    Office-Macros sind z.B. so eine Sache, die ich Mitarbeitern jetzt schon im zweiten Unternehmen bzw. der dritten Abteilung verboten habe (zumindest sobald das Dokument den eigenen Rechner verlaesst - fuer die eigene Arbeit koennen sie sie ruhig benutzen).
    Wir haben hier nun sowohl bei den Dev-Teams als auch bei der Kundenbetreuung auf einigen (zugegeben eher wenigen - je nach Mitarbeiterwunsch) Rechnern Linux und MacOS im Einsatz. Das war aber keine grossartige Migration und auch nie das Ziel gewesen - irgendwann war der ganze Scheiss lediglich soweit sauber, dass ein Mitarbeiter sich einfach mal ein Linux oder ein MacOS wuenschen konnte, ohne dass es gross zu Problemen fuehrte.

    //edit: Aber um die Frage zu beantworten: Ich koennte bei meinen Mitarbeitern hier sofort den Schalter umlegen - fuer mich persoenlich brauche ich Windows wegen zwei Systemen, zu denen mich die Geschaeftsleitung zwingt, aber die sind ebenfalls schon angezaehlt (die Software, nicht meine Chefs).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.17 14:45 durch SelfEsteem.

  14. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: Trollversteher 24.10.17 - 14:44

    >Ein neues Windows läuft immer auf den alten bestehender Hardware?
    Hersteller liefern immer aktualisierte Treiber für ihre alte Hardware?

    In der Regel schon. Es müsste schon *sehr* alte Hardware sein, auf der sich, selbst mit Einschränkungen, kein aktuelles Windows installieren ließe.

    >Die alte Software läuft immer ohne Probleme auf dem neuen Windows und lässt sich in sich ändernde Prozesse integrieren?

    In der Regel ja. Spätestens seit dem Windows Anwendungen in der Regel unter managed .Net entwickelt werden, und nicht mehr in einer nativen Sprache. Zudem wird solche Software vom Hersteller ja auch gepflegt und an neue Windows Versionen angepasst.

    >Die Softwarehersteller sind zuverlässig und stellen wegen Strategieenderungen Lösungen und bestehende Lizenzmodelle nicht einfach so ein oder schließen sogar ganz die Türe?

    Sehr, sehr viel seltener als kleinere OS-Projekte mal eben eingestellt werden oder seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt werden und auf Projektseiten verwaisen, auf denen die letzte Änderung fünf oder mehr Jahre her ist.

    >MS war konsequent und hat die Bedienkonzepte von Windows und den diversen Anwendungen nie geändert?

    Nie so sehr, dass man sich mit einer geringen Einarbeitungszeit nicht schnell wieder zurecht finden würde. Zudem lässt sich jedes Windows zu "zurück" konfigurieren, dass es sich (zumindest fast) wie der Vorgänger "anfühlt".

    >Frameworks rund um .NET sind immer stabil geblieben und Entwickler, so dass Entwickler nie weiterbilden mussten?

    Die .NET Frameworks sind schon ziemlich stabil - und Weiterbildung ist ein elementarer Bestandteil des Entwicklerberufs. Es gibt aber sinnvolle und notwendige Weiterbildung/Umorientierung und völlig überflüssige, vermeidbare Weiterbildung/Umorientierung.

    >Es gibt Gründe, warum Linux in bestimmten Einsatzbereichen eher eine schlechte Wahl wäre. Die genannten Punkten zählen jedoch nicht dazu.

    Doch, außer vielleicht dem ersten Punkt (der Hardware) sind das mit ausschlaggebende Punkte.

  15. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    Autor: matzems 25.10.17 - 20:35

    Sehe ich ganz einfach, zum Linux migrieren braucht es nur nur 2 Dinge:
    1. Einen guten Admin der das System pflegt
    2. Entsprechende Linux Programme. im ERP/CRM/Warenwirtschaft+onlinehandel gibt es sehr gute Linux-Lösungen, selbst SAP läuft auf Linux. Der Rest muss im Detail geprüft werden

    Hardware lass ich mal aussen vor, normale Laptops/Business Dektops laufen zu 96% auf Linux. Sollte aber auch geklärt werden.

    Migration kann in einigen Fällen klappen und viel bringen, gerade langfristig: 100%igen Virenschutz, keine teure Microsoft oder IBM Lizenzen... Kann aber auch voll in die Hosen gehen wenn wichtige Hardware oder Software noch läuft.

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