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Vectoring-Ausbauziel?

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  1. Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: ohhello2 21.08.20 - 17:36

    Ich fände mal sehr interessant zu wissen, zu wie vielen Vectoring-Anschlüssen die Telekom eigentlich möchte und in welchem Zeitraum. Hat das jemand irgendwo gelesen oder könntet ihr - liebes Golem-Team - da mal für einen künftigen Artikel eine Presseanfrage stellen?

  2. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: user123456 21.08.20 - 17:52

    Mich würde vor allen Dingen mal interessieren, warum welche Gegend ausgebaut wird und andere nicht.
    Bei uns (Stuttgart) ist mittlerweile im Wohngebiet rundherum Super Vectoring komplett ausgerollt, fast alle können 250 oder zumindest 100/40 MBit bekommen. Der Verteiler, an dem wir hängen, wurde offensichtlich aber nicht mit Vectoring aufgerüstet. Bei uns ist das Maximum nach wie vor 50/10.
    Leider wurde die Verbindung im Laufe der Jahre auch immer instabiler, so das ich die DSL-Verbindung auf eine höhere Störunempfindlichkeit einstellen musste, um 2-4 Reconnects pro Tag zu vermeiden. Effektiv bekomme ich aktuell noch 35/10.

    Der Ausbau für unsere Adresse wurde auf der T-Homepage schon mehrfach angekündigt, ein mal konnte man sogar schon 100/40 vorbestellen - allein ausgebaut wurde bis heute nicht und jedes mal ist die Ankündigung wieder verschwunden.
    Der Kundenservice hat natürlich keine Ahnung von irgendwas, außer "bei Ihnen ist aktuell kein Ausbau geplant" - was ich ja von der Webseite her auch wusste.

    Für mich ist da keine Systematik erkennbar. Leider würde mir ein Wechsel auf Konkurrenten nichts bringen, die können ja auch nur 50/10 anbieten, da sie die Infrastruktur von der Telekom mieten, Kabel gibt es bei uns nicht und Glasfaser will niemand ausbauen (ja gut, würde ich auch nicht in einem Gebiet anbieten, das gerade erst SuperVectoring bekommen hat, zumindest überwiegend).

  3. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: spezi 21.08.20 - 18:22

    user123456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde vor allen Dingen mal interessieren, warum welche Gegend
    > ausgebaut wird und andere nicht.
    > Bei uns (Stuttgart) ist mittlerweile im Wohngebiet rundherum Super
    > Vectoring komplett ausgerollt, fast alle können 250 oder zumindest 100/40
    > MBit bekommen. Der Verteiler, an dem wir hängen, wurde offensichtlich aber
    > nicht mit Vectoring aufgerüstet. Bei uns ist das Maximum nach wie vor
    > 50/10.

    Bei den 50 Mbit/s-Inseln in Stuttgart dürfte es sich um die Nahbereiche um die Telekom-Vermuttlungsstellen handeln.

    Diese Gebiete durften früher (=bis vor drei Jahren) generell nicht auf FTTC ausgebaut werden, auch Vectoring war nicht erlaubt. Seit drei Jahren wird das jetzt bei den bundesweit knapp 8000 Nahbereichen gemacht. Also sowohl FTTC-Ausbau als auch dann der Einsatz von Vectoring und Supervectoring. Das ganze sollte eigentlich auch schon seit einigen Monaten fertig sein. Ist es aber offensichtlich noch nicht.

    > Kabel gibt es bei uns nicht
    > und Glasfaser will niemand ausbauen (ja gut, würde ich auch nicht in einem
    > Gebiet anbieten, das gerade erst SuperVectoring bekommen hat, zumindest
    > überwiegend).

    Gerade für Stuttgart ist ja bekannt, dass die Telekom in größerem Umfang ausbauen wird. In Stuttgart selber wurden die Vorvermarktungen für zwei Gebiete bisher abgeschlossen (Gewerbegebiete nicht mitgerechnet). Nämlich Teile von Bad Cannstatt sowie kürzlich ein Gebiet im Stadtbezirk West (ist auf https://t-map.telekom.de/ derzeit noch als blau markiertes Gebiet sichtbar). Zu den Gebieten in und um Stuttgart, in denen es schon Vorvermarktungen gab gehören auch Gebiete mit Supervectoring-Ausbau.

  4. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: ohhello2 21.08.20 - 18:27

    Noch als Zusatz zur Systematik des Nahbereichsausbaus: In einem Interview auf nem YT-Channel Telekom Netz erklärte der zuständige Leiter, dass man sich mit der Politik (BNetzA?) dahingehend geeinigt hätte erst im Ländlichen den Nahbereich auszubauen, weil in der Stadt auch schon ordentliche Bandbreiten ohne Vectoring im Nahbereich erzielt werden würden. Das war also ein politisches Ziel erstmal das Land zu machen. Die Telekom hätte es - vermute ich mal - anders gemacht.

    Die Störungen an der Leitung finde ich aber trotzdem seltsam. Ob da Vectoring etwas ändert? Drücke dir die Daumen!

  5. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: user123456 21.08.20 - 20:33

    > Bei den 50 Mbit/s-Inseln in Stuttgart dürfte es sich um die Nahbereiche um die Telekom-Vermuttlungsstellen handeln.
    Hmm, in meinem Fall glaube ich das eher nicht. Wir sind in einem Wohngebiet am Rande der Stadt, hinter uns kommt Wald und Böblinger Gemarkung.
    Ich kann mir nicht vorstellen, das wir hier eine Telekom-Vermittlungsstelle hatten oder haben.

    Merkwürdig ist auch, das quasi auf der andere Seite der Straße (zumindest laut Telekom Netzausbau) 250 MBit verfügbar sind... auf dieser Seite der Straße und dann im Rest des Gebiets bis zum Wald hin aber nur 50 (also kein Vectoring).
    Und, jetzt kommts: Der nächste mir bekannte Outdoor-DSLAM steht innerhalb unserer 50 MBit-Insel, fast am Waldrand!

    Ich werde daraus nicht wirklich schlau und die Telekom hüllt sich in Schweigen, der Support weiß nur das, was diese Ausbaukarte und Telekom Schneller (ich darf hier noch keine Links posten) auch hergeben.

    Keine Ahnung, vielleicht sind hier auch irgendwelche uralt-DSL Router unterwegs, die Vectoring unmöglich machen und deren Besitzer sich keinen neuen besorgen oder geben lassen wollen (wir haben hier viele alte Eigentümer wohnen). Wer weiß.

  6. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: user123456 21.08.20 - 20:39

    Danke euch für eure Hinweise zum Nahbereichsausbau, aber ich glaube nicht, das es hier zutrifft (siehe anderer Post).

    Die Störungen haben zugenommen, keine Ahnung warum.
    Als wir eingezogen sind, hatten wir stabile 50/10.
    Irgendwann wurde die Linecard von Infinion auf Broadcom getauscht, da wurde es schon schlechter.
    In den letzten zwei Jahren haben dann die Störungen so zugenommen, das ich die Störsicherheit auf Maximum stellen musste, um nicht täglich Resyncs zu haben, jetzt bleiben noch 35/10.

    Der DSLAM gibt seit einiger Zeit auch nur noch 45 MBit statt 50 als maximale Bandbreite an... offenbar ist irgendeine Art der Störung da, die er mittlerweile auch registriert.

  7. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: spezi 21.08.20 - 20:50

    user123456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei den 50 Mbit/s-Inseln in Stuttgart dürfte es sich um die Nahbereiche
    > um die Telekom-Vermuttlungsstellen handeln.
    > Hmm, in meinem Fall glaube ich das eher nicht. Wir sind in einem Wohngebiet
    > am Rande der Stadt, hinter uns kommt Wald und Böblinger Gemarkung.
    > Ich kann mir nicht vorstellen, das wir hier eine Telekom-Vermittlungsstelle
    > hatten oder haben.

    Hmm, da hast Du vermutlich Recht. Nach Abdeckungskarte habe ich eine Vermutung, von welchem Gebiet Du sprichst. Das wäre dann kein Nahbereich. Ein Beispiel für einen Nahbereich wäre das Gebiet um den S-Bahnhof Stuttgart-Rohr, was dann östlich von Dir sein müsste.

    Es gibt im Internet Listen aller Standorte. Hier z.B. als .kml-Datei für Google Earth:
    https://selke.de/privates/hvt-standorte/

  8. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: ohhello2 21.08.20 - 21:34

    Weißt du ob deine Nachbarn die Thematik auch haben?

  9. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: user123456 22.08.20 - 01:09

    Keine Ahnung, die meisten von denen gehören zu der Sorte "ich fasse den Router nur an, wenn das Internet nicht geht", bzw. eigentlich noch mehr zu der Sorte "ich rufe den Service an, wenn das Internet nicht geht". Da brauche ich nicht fragen, mit welcher Datenrate ihr DSL synct ;)

    Aber ich gehe stark davon aus, das die die Problematik auch haben. Bei mir ist der Trend über zwei Fritzboxen (erst 7360v2, jetzt 7590) und diverse DSL-Versionen von AVM konstant, daher würde ich zumindest keinen Hardwarefehler auf meiner Seite vermuten.
    Höchstens, das der DSL-Techniker im Schaltkasten was blöd angeklemmt hat, als er neue Mieter nach uns angeschlossen hat...

  10. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: bombinho 22.08.20 - 02:06

    user123456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber ich gehe stark davon aus, das die die Problematik auch haben. Bei mir
    > ist der Trend über zwei Fritzboxen (erst 7360v2, jetzt 7590) und diverse
    > DSL-Versionen von AVM konstant, daher würde ich zumindest keinen
    > Hardwarefehler auf meiner Seite vermuten.
    > Höchstens, das der DSL-Techniker im Schaltkasten was blöd angeklemmt hat,
    > als er neue Mieter nach uns angeschlossen hat...

    Ich wuerde deine Vermutung teilen, moeglicherweise liegen auf dem Kabelbuendel auch noch Leitungen mit aktiviertem Vectoring.
    Sind im Frequenzverlauf irgendwelche auffaelligen Verlaeufe (Bitraten)?
    Generell nehmen aber die Stoerungen im Kabelbuendel zu, je mehr Nutzer da drauf liegen. Also mehr Kunden, die auf VDSL umgestellt werden, verursachen eine schlechtere Leitungsqualitaet fuer Alle. Da hilft auch Vectoring wenig, da wird das Problem nur in einen anderen Bereich verschoben.

    Gelegentlich sind es aber tatsaechlich auch nur schlechte Verbindungen oder fehlerhafte Linecards. Ich hatte vor vielen Jahren (>10) selbst ein aehnliches Problem, diverse Disconnects pro Tag. Das hoerte erst auf, als ich einen anderen Port zugewiesen bekam. In der Zwischenzeit hatte der Techniker schon bei diversen Besuchen jede einzelne Ader handpoliert und diverse Filter installiert. Diese Leitung brachte in den folgenden Jahren immerhin stets Traumwerte oberhalb der eigentlich zu erwartenden Qualitaet in Anbetracht der Leitungslaenge (immer am theoretischen Maximum), obwohl der Kundenservice stets versicherte, dass dies unmoeglich waere :D.

  11. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: Faksimile 22.08.20 - 10:26

    Das ist eben auch das Problem. Die Empfindlichkeit der Kupferlösung, die in ihrer Grundkonstruktion für diese Art von Informationsübermittlung (Datenraten/Frequenzen) überhaupt nicht gedacht war.

    Eine GF Infrastruktur als Ersatz der CuDA. wird höchstens bei der Anbindung von Aussiedler- oder Almgehöften etwas genauer gearbeitet werden müssen, weil hier die TAL ggf. auch schon mal an die Grenze kommt.
    Im normalen dörflichen, städtischen oder großstädtischen Umfeld dürfte eine GF-TAL bei normaler, sauberer Verarbeitung kaum Probleme bereiten.

  12. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: Paule 22.08.20 - 11:35

    ohhello2 schrieb:
    ------------------------------------------------------------
    > Ich fände mal sehr interessant zu wissen, zu wie vielen
    > Vectoring-Anschlüssen die Telekom eigentlich möchte
    > und in welchem Zeitraum.

    Ich bin der Meinung, dass sich die Telekom dazu schon ein paar mal geäussert hatte in den letzten 2-3 Jahren.

    Wenn ich mich richtig erinnere:

    - Vectoring Ausbauziel
    ca. 80 % der Haushalte.
    Wobei wohl nicht unterschieden wurde zwischen Vectoring und Super Vectoring.
    Und die 80 % wohl auch eher eine ungefähre Größe sind. Klar ist damit eigentlich nur, dass ganz bestimmt keine 100 % angepeilt sind.

    - Zeitraum:
    Vectoring Ausbau bis Ende 2020
    Danach deutlich reduzierter Vectoring Ausbau (zB Erweiterung in bestehenden Gebieten, Austausch gegen neuere Technik Vectoring->Super Vectoring, usw.)
    und vor allem Konzentration auf FTTH Projekte und geförderten FTTH Ausbau. Angepeilt sind dazu anscheinend ca. 2 Mio neue FTTH Anschlüsse pro Jahr ab 2022. In 2021 halt noch etwas weniger.

    Offen ist natürlich welche Planänderungen sich nun durch Corona ergeben haben.

  13. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: ohhello2 22.08.20 - 14:24

    Interessant. Weiter wäre noch interessant wie viele % nicht mit Vectoring versorgt werden, weil da schon was anderes ist. Sei es FTTH, Vectoring von einem Konkurrenten oder Kabel.

    Der Rest müsste ja dann quasi der Anteil der Anschlüsse sein, die auch mit Vectoring einfach nicht eigenwirtschaftlich versorgbar sind, also der klassische Kandidat für geförderten Ausbau wären.

    Wenn wir mal annehmen, dass 5% der Haushalte kein Telekom-Vectoring erhalten, weil dort schon die Konkurrenz aktiv ist (sei es mit FTTH, Vectoring etc.), dann wären 15% der Haushalte einfach nicht wirtschaftlich versorgbar, sondern Förderkandidat. Ist das realistisch?

  14. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: spezi 22.08.20 - 15:51

    ohhello2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant. Weiter wäre noch interessant wie viele % nicht mit Vectoring
    > versorgt werden, weil da schon was anderes ist. Sei es FTTH, Vectoring von
    > einem Konkurrenten oder Kabel.

    Gerade die etwa 65% der Haushalte, die auch ans TV-Kabelnetz angeschlossen sind, dürften mit ein Grund gewesen sein für die 2012 getroffenen Entscheidung der Telekom, erstmal auf FTTC-Ausbau zu setzen.

    Laut Wikipedia gibt es etwa 700 Groß- und Mittelstädte in Deutschland, also Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern. Vor ein paar Jahren lebten knapp 60% der Einwohner Deutschlands in diesen Städten.

    Ende 2012 konnten glaube ich etwa 12 Mio HH bei der Telekom VDSL (und in sehr geringem Umfang FTTH) bestellen. Das waren vor allem Haushalte in den ca. 50 Großstädten, in denen ab 2005 FTTC ausgebaut wurde, einige Fördergebiete, sowie Haushalte die nah genug an den knapp 8000 Vermittlungsstellen der Telekom wohnten.

    Aber in etlichen kleineren Großstädten, und praktisch allen Städten mit 10k bis 100k EW gab es abseits der Nahbereiche nur ADSL mit "bis zu" 16 Mbit/s. In vielen dieser Städte gab es aber TV-Kabelnetze, die zunehmend aufgerüstet wurden.

    Das, und der eher schleppende Ablauf der ersten FTTH-Projekte der Telekom 2011/2012, dürfte ein Grund gewesen sein für die Entscheidung erstmal großflächig Glasfaser bis zu den Verteilern auszubauen. Um eben möglichst schnell mehr als ADSL bieten zu können. Auch von Bedeutung war natürlich die damals neue Vectoring-Technik, und das vermutlich schon absehbare Supervectoring.

    Heute dürften die weitaus meisten Orte >10k EW einen FTTC-Ausbau haben. Und wenn nicht von der Telekom, dann von anderen Anbietern, die beim Eintragen in der Vectoringliste schneller waren.

  15. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: McWiesel 22.08.20 - 19:56

    user123456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm, in meinem Fall glaube ich das eher nicht. Wir sind in einem Wohngebiet am Rande der Stadt, hinter uns kommt Wald und Böblinger Gemarkung.
    > Ich kann mir nicht vorstellen, das wir hier eine Telekom-Vermittlungsstelle hatten oder haben.

    Dafür gibt es eine Karte, wo man sieht wo Vermittlungsstellen sind. Bei mir ist auch eine total am Ortsende, die natürlich nicht ausgebaut ist.

    Dass Tiefbauarbeiten nicht einfach und zeitaufwendig sind, okay. Aber wenn man mal im ersten Schritt diese 20 Jahre alten Infineon-Linecards gegen moderne Vectoring-Karten tauschen würde, könnte man allein durch die Aktivierung von Vectoring das ganze Gebiet schon mal deutlich aufwerten (statt DSL25 & Co.). Das kann ich null nachvollziehen, warum sowas 5 Jahre und länger braucht.
    Aber warum soll die Telekom das machen, das DSL25-Opfer zahlt ja das selbe wie ein DSL50-Kunde, mit Pech am Ende noch mehr als der 250MBit/s-Kunde (der von allerlei Neukunden-Rabatten profitiert). Die Gebühren gehören mittels gesetzlicher Vorgaben gnadenlos nach ankommender Bandbreite gestaffelt... und an DSL2000-Kunden etc. darf der Provider nichts verdienen, sondern müsste massiv drauflegen (weil so Kunden dann eben auch nur 2% eines 100MBit-Kunden zahlen müssten, also nicht mehr als mtl. 1-2¤). Das würde zum Ausbau motivieren..



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.20 19:56 durch McWiesel.

  16. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: Faksimile 22.08.20 - 21:51

    Weil ja auch die Vorgabe der EU für 100% aller Anschlüsse mindestens 30Mbit/s ist.

  17. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: HammerTime 24.08.20 - 08:32

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heute dürften die weitaus meisten Orte >10k EW einen FTTC-Ausbau haben. Und
    > wenn nicht von der Telekom, dann von anderen Anbietern, die beim Eintragen
    > in der Vectoringliste schneller waren.
    Dass ich nicht lache :-D

    7. größte Stadt Deutschland, Landeshauptstadt, 5 Minuten zum Hauptbahnhof - Telekom bietet maximal 25 MBit, 50 mit Hybrid.

    Geplant ist: Nichts.

    Der Ausbau der Telekom ist ein Armutszeugnis.

  18. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: spezi 24.08.20 - 09:40

    HammerTime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spezi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Heute dürften die weitaus meisten Orte >10k EW einen FTTC-Ausbau haben.
    > Und
    > > wenn nicht von der Telekom, dann von anderen Anbietern, die beim
    > Eintragen
    > > in der Vectoringliste schneller waren.
    > Dass ich nicht lache :-D
    >
    > 7. größte Stadt Deutschland, Landeshauptstadt, 5 Minuten zum Hauptbahnhof -
    > Telekom bietet maximal 25 MBit, 50 mit Hybrid.

    In Düsseldorf gibt es selbstverständlich FTTC-Ausbau, ist also kein Gegenbeispiel.

    25 Mbit/s gibt es entweder nur wegen FTTC, wahrscheinlicher aber ist es ein Nahbereich.

    >
    > Geplant ist: Nichts.

    Wenn es ein Nahbereich ist, dann ist ein Ausbau geplant. Der sollte eigentlich schon fertig sein, dauert aber offensichtlich länger.

  19. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: HammerTime 24.08.20 - 10:05

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Düsseldorf gibt es selbstverständlich FTTC-Ausbau, ist also kein
    > Gegenbeispiel.
    Bringt einem was, wenn es keine 100% Abdeckung gibt?

    Wenn man die Karte auf 250MBit stellt, ist das extrem vernichten für den Breitbausbau der Telekom.

    > 25 Mbit/s gibt es entweder nur wegen FTTC, wahrscheinlicher aber ist es ein
    > Nahbereich.
    Warum ist mir ziemlich egal. Aber zu sagen "es sind alle großen Städte ausgebaut" und dann schaut man sich den Flickenteppich oberhalb von 50 MBit an - selbst auf der Telekomkarte selbst - und dann kann man nur lachen über so eine Aussage.

    > Wenn es ein Nahbereich ist, dann ist ein Ausbau geplant. Der sollte
    > eigentlich schon fertig sein, dauert aber offensichtlich länger.
    In der Karte ist kein Ausbau geplant. Und zwar fast überall, wo keinerlei Ausbau erfolgt ist.

  20. Re: Vectoring-Ausbauziel?

    Autor: spezi 24.08.20 - 11:35

    HammerTime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spezi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In Düsseldorf gibt es selbstverständlich FTTC-Ausbau, ist also kein
    > > Gegenbeispiel.
    > Bringt einem was, wenn es keine 100% Abdeckung gibt?

    Das kommt darauf an, ob man selbst abgedeckt ist oder nicht.


    > Warum ist mir ziemlich egal. Aber zu sagen "es sind alle großen Städte
    > ausgebaut" und dann schaut man sich den Flickenteppich oberhalb von 50 MBit
    > an - selbst auf der Telekomkarte selbst - und dann kann man nur lachen über
    > so eine Aussage.

    Meine Aussage bezüglich der Frage nach dem Vectoring- (bzw. FTTC-) Ausbauziel war, dass "heute die weitaus meisten Orte >10k EW einen FTTC-Ausbau haben" (entweder durch die Telekom, oder eben einen Wettbewerber, wenn die schneller waren). Da kann es einzelne Lücken geben, insbesondere gibt es immer Haushalte, die Pech mit der Leitungsführung haben und schlechter gestellt sind als die Nachbarschaft.

    Vor allem aber waren die Nahbereiche lange eine Lücke. Das hatte aber regulatorische Gründe, die mittlerweile weggefallen sind.

    Ich sprach übrigens auch bewusst von den "weitaus meisten" Orten, und nicht von "allen" Orten, weil es nach wie vor Ausnahmen gibt. Die größte Stadt ohne systematischen FTTC-Ausbau (weder durch die Telekom noch durch einen Mitbewerber) ist Heidelberg, mit immerhin 160k EW. Da hat die Telekom erst kürzlich einen Vertrag mit der Stadt geschlossen. Leider wird es dort wohl auch noch ein FTTC-Ausbau. Und ja, ich finde das durchaus enttäuschend, dass Heidelberg anscheinend zu den letzten größeren Städten gehören wird, die noch einen FTTC-Ausbau bekommen, während es woanders bei der Telekom zunehmend um FTTH geht.

    >
    > > Wenn es ein Nahbereich ist, dann ist ein Ausbau geplant. Der sollte
    > > eigentlich schon fertig sein, dauert aber offensichtlich länger.
    > In der Karte ist kein Ausbau geplant. Und zwar fast überall, wo keinerlei
    > Ausbau erfolgt ist.

    Wenn Du nach den blauen Markierungen gehst, dann zeigt das seit jeher nur die Gebiete in denen demnächst ein Ausbau abgeschlossen wird. Das hat immer nur einen Vorlauf von ein paar Monaten. Außer vielleicht beim FTTH-Ausbau in Neubaugebieten, der seit einiger Zeit an vielen Orten angezeigt wird.

    Wenn Du "Düsseldorf" als Suchbegriff eingibst, dann gibt es ein Fenster mit einer DropDown-Liste mit einer langen Liste an Stadtteilen mit geplanten Ausbauvorhaben. In den Beispielen die ich gerade ausgewählt habe hatten diese derzeit als Termin "Ende Dezember 2020". Dabei könnte es sich auch um den Ausbau der Nahbereiche handeln. Wenn die Telekom das noch ähnlich handhabt wie in den vergangenen Jahren, dann werden die betroffenen Gebiete etwa drei Monate vor geplanter Fertigstellung blau eingefärbt. D.h. vermutlich mit einem Update im Laufe des Oktober wirst Du die entsprechenden Markierungen sehen.

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