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Was passiert mit den "Einödhöfen"?

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  1. Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: an0n1man 02.12.22 - 13:49

    Es wird also irgendwann mal das Kupfernetz abgeschaltet.
    Was im Artikel leider nicht erwähnt wird: Was passiert mit den eher abgelegenen Anschlüssen wie Einödhöfen und Almen, bei denen pro Glasfaseranschluss mehrere hunderttausend ¤ investiert werden müssten?

  2. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: gorden 02.12.22 - 14:30

    Ich würde mal behaupten, das es dort günstiger ist weil man z.B. die Kabel/Leerrohre neben der Straße oder über Masten verlegen könnte ohne Gehwegen/Straßen aus zu machen.

  3. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: spezi 02.12.22 - 14:45

    an0n1man schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird also irgendwann mal das Kupfernetz abgeschaltet.
    > Was im Artikel leider nicht erwähnt wird: Was passiert mit den eher
    > abgelegenen Anschlüssen wie Einödhöfen und Almen, bei denen pro
    > Glasfaseranschluss mehrere hunderttausend ¤ investiert werden müssten?

    Da wird kein Anbieter eigenwirtschaftlich Glasfaser ausbauen. Das wird dann in der Regel über geförderten Ausbau laufen. Beispiel:
    https://www.youtube.com/watch?v=QQoRu9Pabts

    Abgesehen davon wird in den von Dir genannten Situationen das bestehende Kupfernetz meist sowieso zu nicht viel mehr als zur Telefonie taugen.

    Ich habe mir den Stream von der Veranstaltung vorhin angeschaut. Ein paar Anmerkungen:
    während "Abschaltung des Kupfernetzes" hier im Golem-Artikel der große Punkt ist war das bei der Telekom heute nur eine Randnotiz. Es stand auf einer Seite der Präsentation dass dies - irgendwann - ein Thema wird. Konkret darauf eingegangen wurde eigentlich nur auf Nachfrage (natürlich vom Autor dieses Artikels :) ).

    Abschaltung wird demnach irgendwann ein Thema sein für Gebiete die vollständig mit Glasfaser ausgebaut sind. Konkrete Zeitpläne gibt es nicht. Den genauen Prozess der Abschaltung muss man mit der Bundesnetzagentur vereinbaren (das Kupfernetz der Telekom ist ja ein reguliertes Netz, bei dem andere Anbieter ein Anspruch auf Nutzung haben). Als Beispiel genannt wurde - glaube ich -UK. Dort sieht die Vereinbarung wohl so aus dass in vollständig ausgebauten Gebieten bei 70% FTTH-Nutzung die British Telecom die Vermarktung über Kupfer einstellen darf. Auch Reseller können dann keine neuen DSL-Tarife mehr vermarkten. Alle neu abgeschlossenen Tarife sind dann unweigerlich FTTH-Tarife. Steigt die Quote über 90% kann dann die Abschaltung für das Gebiet eingeleitet werden, d.h. die verbliebenen 10% können dann mehr oder weniger gezwungen werden auf das FTTH-Netz zu wechseln - oder auf Festnetz zu verzichten.

  4. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Haukeeee 02.12.22 - 17:05

    Es gibt schon jetzt Häuser ganz ohne Anschluss, dank abschalten von Analog und ISDN. Kein Mini DSL möglich... biste raus.

  5. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Fwk 02.12.22 - 19:11

    Cool dann bin ich irgendwann offline, stört mich aber auch nicht.
    Ich brauche kein Glasfaser und sehe daher nicht ein eine Leitung für zig tausend Euro bis zur Straße zu bezahlen.
    Dann pfeif ich lieber auf Internet.

    Ich weiß können die meisten nicht mehr, zu viele sind davon abhängig wie bei einer Droge. *lol

    Ich bin als froh wenn ich irgend wo zelten gehe wo ich kein Empfang mehr habe, dann hab ich auch meine Ruhe.
    Aber für die meisten ist Internet ja schon überlebenswichtig

  6. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: DxC 02.12.22 - 20:19

    Es gibt eine Versorgungspflicht. Ihr werdet dann schon angeschlossen. Der Weiterbetrieb der Kupfernetze dagegen wäre immens teuer.

    Es ist jetzt schon eine Ersparnis wenn jemand auf GF umsteigt obwohl das alte Netz ja noch munter genutzt wird.

  7. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: mapet 02.12.22 - 22:09

    Richtig, weil mein Arbeitgeber und damit auch ich im Internet ihre Tätigkeit haben. Ist so, auch wenn du das doof findest. Geh Mal Zelten, viel Spaß.

  8. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Faksimile 02.12.22 - 22:18

    Haukeeee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt schon jetzt Häuser ganz ohne Anschluss, dank abschalten von Analog
    > und ISDN. Kein Mini DSL möglich... biste raus.
    Hier kommt dann §157 TKG sowie 160 ff zum tragen.

  9. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Faksimile 02.12.22 - 22:21

    DxC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt eine Versorgungspflicht. Ihr werdet dann schon angeschlossen. Der
    > Weiterbetrieb der Kupfernetze dagegen wäre immens teuer.
    >
    > Es ist jetzt schon eine Ersparnis wenn jemand auf GF umsteigt obwohl das
    > alte Netz ja noch munter genutzt wird.

    §157 ff TKG?

  10. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Blu1 03.12.22 - 07:29

    Es war erstmal nur die Rede von POTS und SDH 2000 Abschaltung. Erstmal kommt Indor ADSL weg, nur noch auf Indoor und outdoor vDSL komplette Migration.

    Irgendwann kommt dann eine Migration von VDSL auf Glasfaser.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.22 07:30 durch Blu1.

  11. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Haukeeee 03.12.22 - 09:09

    > Irgendwann kommt dann eine Migration von VDSL auf Glasfaser.

    Das beißt sich aber mit den Landkreisen die einen 95% Ausbau beschlossen haben.
    5% der Häuser (und auch Betriebe) mit den höchsten Anschlusskosten haben also bisher 0 Breitbandausbau erhalten und leben weiterhin mit unter 2MBit ADSL, DSL Light oder gar nichts.
    Da wird auch kein Provider ungefördert ausbauen.

  12. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: senf.dazu 03.12.22 - 12:59

    Die werden hoffentlich auch mit Glasfaser ausgebaut. Heftig gefördert natürlich. Dann wird Kupfer abgeschaltet ..

    Wenn nicht .. bei der Telekom hängen die Anschlüsse doch inzwischen eh alle an "Multifunktionsgehäusen". Und da beginnen ja wohl bereits alle noch verbliebenen ADSL Anschlüsse halt auf die zunehmend freiwerdenden VDSL und Vectoring Anschlüsse umgestöpselt zu werden. Und die dann eben nach und nach auf die Glasfaseranschlüsse. Denn auch die Glasfaser zu den Häusern nutzt die im Zuge des FTTC und Vectoring Ausbaus verlegte Glasfaser bis zu diesen Multifunktionsgehäusen ..

    Bis dann die Multifunktionsgehäuse nur noch einen optischen Splitter je 32..64 Haushalte, also insgesamt vielleicht 10? davon enthalten. Also ziemlich leer. Der wesentliche Punkt bei der Abschaltung des Kupfernetzes dürfte dabei sein das neben dem Verschwinden der aktiven Vermittlungstechnik (Karten) auch die Stromversorgung und ihre lärmenden Lüfter komplett ausrangiert werden kann .. Mal sehen was mit den Ladepunkten passiert ;)

    Und so wird das Kupfernetz nicht verschwinden aber Stückchen für Stückchen außer Betrieb genommen.

    Wobei es sich natürlich anbietet die Kunden mit der Abschaltung auch mal unter Druck zu setzen um die Migration zu Glasfaser ein wenig zu motivieren. Oder um dem Providerkonkurrenten der Glasfaser über das Kupfernetz gebaut hat was Gutes zu tun - mehr Kunden. Ach ne das war nur Spaß - um den zu Kooperation zu guten Konditionen/Vorleistungen zu motivieren.

    Oder seh ich das technisch falsch ?



    10 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.22 13:08 durch senf.dazu.

  13. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Nore Ply 03.12.22 - 21:23

    an0n1man schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird also irgendwann mal das Kupfernetz abgeschaltet.
    > Was im Artikel leider nicht erwähnt wird: Was passiert mit den eher
    > abgelegenen Anschlüssen wie Einödhöfen und Almen

    Das gleiche wie mit den Innenstadt-Villen: Ihnen wird das Kupfernetz frühestens dann abgeschaltet wernn es eine Alternative gibt. Was die Alternative bieten muss bestimmt die BNA. Vermutung: mindestens Parameter die denen des vorherigen Kupferangebots gleichwertig wären.

  14. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Nore Ply 03.12.22 - 21:26

    Haukeeee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt schon jetzt Häuser ganz ohne Anschluss

    Nein, gibt es nicht. Dank Grundversorgungsverpflichtung.


    > dank abschalten von Analog

    Analog wurde um 2000 herum abgeschaltet. Seitdem sind alle Vermittlungsstellen digital.

    > und ISDN. Kein Mini DSL möglich...

    daher nun nur PSTN. Was natürlich bitter genug ist, da braucht es keine AFD-mäßige Übertreibung.

  15. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Muckileinchen 04.12.22 - 03:02

    Die Grundversorgung besteht aber nur für Telefon. Ich habe sehr oft Adressen in meinem Beruf wo auch Mal gar nichts verfügbar ist von der Telekom aus(also ADSL Internet). Mit viel glück gibt's dann nen örtlichen Versorger aber oft auch einfach nichts.

  16. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Nore Ply 04.12.22 - 12:41

    Muckileinchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Grundversorgung besteht aber nur für Telefon.

    Inzwischen auch für Breitbandinternet. Aber nochmal zur Erinnerung die Lüge lautete:

    >Es gibt schon jetzt Häuser ganz ohne Anschluss dank abschalten von Analog

    Ganz ohne Anschluß -> alternative Fakten.

    > Ich habe sehr oft Adressen in meinem Beruf wo auch Mal gar nichts verfügbar ist von der
    > Telekom aus

    Natürlich gibt es solche Adressen. Da hat dann ein anderer Netzbetreiber die Versorgung übernommen. Oder der Hausbesitzer hat sich gegen eine Versorgung entschieden. Oder es gab bisher keine Versorgung. Oder...oder...oder.

    Allen möglichen Ursachen gemeinsam: Das Aufgrund der AllIP Umstellung kein Telefonanschluß mehr angeboten wurde ist meines Wissens ausgeschlossen.

    >(also ADSL Internet).

    Tut mir leid, das Thema war "gar kein Anschluß mehr". Das durch die Umstellung auch einige ADSL-Zugänge ersatzlos gestrichen wurden ist korrekt und war imA eine riesengroße Sauerei. Aber nochmal: hier gings um "gar kein Anschluß mehr".

  17. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Nore Ply 04.12.22 - 12:46

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei der Telekom hängen die Anschlüsse doch inzwischen eh alle
    > an "Multifunktionsgehäusen". [...]

    > Oder seh ich das technisch falsch ?

    Ja, auch das siehst Du technisch falsch. ADSL-Anschlüsse von Telekom kommen bisher überwiegend aus der Vermittlungsstelle. Die Aktionen rund um Vectoring im Nahbereich sind davon nicht beeinträchtigt, weil ADSL unterhalb des Frequenzbereichs von VDSL liegt und damit Vectoring nicht stört.

  18. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: Blu1 04.12.22 - 14:37

    Haukeeee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Irgendwann kommt dann eine Migration von VDSL auf Glasfaser.
    >
    > Das beißt sich aber mit den Landkreisen die einen 95% Ausbau beschlossen
    > haben.
    > 5% der Häuser (und auch Betriebe) mit den höchsten Anschlusskosten haben
    > also bisher 0 Breitbandausbau erhalten und leben weiterhin mit unter 2MBit
    > ADSL, DSL Light oder gar nichts.
    > Da wird auch kein Provider ungefördert ausbauen.

    Die Förderung ist schnell genug die ist für solche Adressen auch bald durch.

  19. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: senf.dazu 04.12.22 - 15:09

    Komisch - ich hab gedacht die Vermittlungsstellen wären alle ausrangiert worden weil sie in der Form keiner mehr braucht .. Naja vielleicht sind sie auch mal durch ne Garage ersetzt worden.

  20. Re: Was passiert mit den "Einödhöfen"?

    Autor: senf.dazu 04.12.22 - 15:09

    Komisch - ich hab gedacht die Vermittlungsstellen wären alle ausrangiert worden weil sie in der Form und Größe keiner mehr braucht .. Naja vielleicht sind sie auch mal durch ne Garage ersetzt worden.

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