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Warum Lizenzentzug

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  1. Warum Lizenzentzug

    Autor: Oktavian 13.03.24 - 13:47

    Warum sollte die BNetzA das tun? Klar, sie dürfen, die Bedingungen geben das her. Aber warum machen?

    Das Problem ist, durch Lizenzentzug hat die BNetzA keinen Vorteil. Okay, 1&1 wäre unmittelbar ziemlich pleite. Wahrscheinlich würde man das Unternehmen irgendwie retten, teilen, etc., vielleicht abwickeln, es kostet in jedem Fall den Staat Geld. Dann müsste man die Lizenz wieder versteigern. Die anderen Netzbetreiber haben für sowas nicht viel auf der hohen Kante. Man hat bei der ersten Auktion die Mittel dafür rausgezogen und sich mit seinen Planungen auf die Frequenzen eingerichtet, die man hat. Klar bekommt man etwas für die paar Blöcke, aber nicht sonderlich viel.

    Also Prinzip Hoffnung, man spielt das Spiel mit 1&1 noch was weiter. Schadet ja keinem.

  2. Lieber anderen Nutzern Frequenzen wegnehmen?

    Autor: M.P. 13.03.24 - 15:14

    Vielleicht die Lizenz nicht entziehen, sondern "Zweitnutzung" zulassen...

    So lange 1&1 die Frequenz im Einzugsbereich einer Basisstation der Konkurrenz nicht nutzt, darf diese das Spektrum nutzen ...

    Ähnlich, wie die Funkmikrofone. Deren Betreiber müssen auch als Zweitnutzer schauen, dass sie keine "Erstnutzer" der Frequenz stören ...


    Jetzt zur Auflösung der Überschrift:
    Die Frequenzen über die ganze Zuteilungszeit ungenutzt bei 1&1 belassen, und GLEICHZEITIG dem Ansinnen der anderen Mobilbetreiber nachzugeben, und immer mehr Spektrum im Rahmen von "Digitaler Dividende" für Mobilfunk umzuwidmen ist auch schädlich!
    Die Mobilbetreiber wollen ja sogar, dass das 6 GHz Spektrum nicht für WLAN freigegeben wird, sondern ihnen zugewiesen!

  3. Re: Lieber anderen Nutzern Frequenzen wegnehmen?

    Autor: Oktavian 13.03.24 - 15:31

    > Vielleicht die Lizenz nicht entziehen, sondern "Zweitnutzung" zulassen...
    >
    > So lange 1&1 die Frequenz im Einzugsbereich einer Basisstation der
    > Konkurrenz nicht nutzt, darf diese das Spektrum nutzen ...

    Welche von den dreien denn? :-)

    Zudem ist die Konfiguration einer neuen Frequenz alles andere als trivial. Das ist halt was anderes als bei nem WLAN-Router, das muss man schon genau planen. Man muss vor Ort viele Messungen durchführen, auf Reflexionen achten, Interferenzen, Überlappungen mit Nachbarstandorten, usw. Netzplanung ist der heilige Gral der Anbieter.

    Und diesen Irren Aufwand für ein paar Frequenzblöcke, von denen man nicht weiß, wie lange man sie dann nutzen darf?

    > Ähnlich, wie die Funkmikrofone. Deren Betreiber müssen auch als Zweitnutzer
    > schauen, dass sie keine "Erstnutzer" der Frequenz stören ...

    Ja, das ist ja auch oft nur eine kurze, temporäre Nutzung. Oder sie ist ein einem Gebäude, aus dem eh nicht viel rausstrahlt, so dass eine Störung faktisch ausgeschlossen werden kann.

    > Die Mobilbetreiber wollen ja sogar, dass das 6 GHz Spektrum nicht für WLAN
    > freigegeben wird, sondern ihnen zugewiesen!

    Klar, kann man ja auch nachvollziehen. Und dafür würden sie sogar ordentlich bezahlen. Im Gegensatz zu den paar Blöcken von 1&1. Hätte 1&1 schon bezahlt, so wie damals bei Quam, sähe das vielleicht anders aus, dann würde die Behörde eher mal den Stecker ziehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.24 15:34 durch Oktavian.

  4. Re: Lieber anderen Nutzern Frequenzen wegnehmen?

    Autor: deutscher_michel 13.03.24 - 16:22

    >Man muss vor Ort viele Messungen durchführen, auf Reflexionen achten, Interferenzen, >Überlappungen mit Nachbarstandorten

    Ich bin hier nicht vom Fach, aber die Frequenzkonfiguration fällt doch generell bei jedem Mast und jeder Frequenz an, das sollte doch 2024 keine große Hürde sein (oder etwa doch?)
    Reflexionen hat man doch immer, genau wie Interferenzen - das geht doch alles über die Signalstärke oder nicht (ebenso die Nachbarstandorte) - Im Worstcase gibts halt teilweise keine Abdeckung?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.24 16:24 durch deutscher_michel.

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