Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Gegen Piraten: Kaum Künstler bei…

Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: Ulrichs 10.04.12 - 18:56

    http://wiki.southparkpedia.de/index.php/Christen_rocken_fett!

    http://www.southpark.de/alleEpisoden/709/

    Der Punkt ist, dass MUSIKER wie früher wieder KONZERTE geben uns sich die Fans und das Geld richtig "verdienen" sollten.

    Ein Auszug aus der Folge:

    FBI Agent zu Kyle:
    "Siehst du, was passiert, wenn du Musik illegal erwirbst?
    Britney Spears kann sich nur noch 5 statt 6 Luxusvillen leisten.
    Puff Daddy muss einen A370 anstelle seines A380 benutzen.
    50 Cent hat nun nur noch 6 statt 8 Supersporwagen.

    Das FAZIT ist das BESTE daran:

    Zitat:
    "Kyle: "Die Leute finden immer einen Weg, unsere Musik zu kopieren und sie auszutauschen. Wenn wir echte Musiker sind, dürfen wir uns nur an unserem Publikum begeistern."
    Stan: "Wenn unsere Lieder gut sind, ziehen sie sie sich vielleicht umsonst, aber sie werden trotzdem Karten für die Konzerte kaufen, die unsere Bands geben."

  2. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: pholem 10.04.12 - 20:00

    Du hältst dich wahrscheinlich für besonders fortschrittlich denkend, aber dabei ist genau das Gegenteil der Fall.
    Denn du zwingst Musiker, auf die Errungenschaften des vorigen und des aktuellen 21. Jahrhunderts zu verzichten, die da wären: Mit dem Verkauf von Schallplatten, Kassetten, CDs und heutzutage doch hoffentlich auch mp3s und Streams Geld zu verdienen. Du zwingst die Musiker, auf diese Entwicklungen zu verzichten und wieder zu den roots zurückzukehren. Deine Nostalgie machst du sogar ziemlich deutlich: "Der Punkt ist, dass MUSIKER wie früher wieder KONZERTE geben uns sich die Fans und das Geld richtig "verdienen" sollten. ". Jaja, früher war alles besser.

    Im übrigen ist die Geschichte mit "nur noch 5 statt 6 Luxusvillen" natürlich völliger Humbug, aber ich weiß nicht, ob du das ernst meintest. Für den Fall der Fälle:
    Musiker, die sich eine goldene Nase verdienen, sind eine sehr kleine Minderheit, das sollte klar sein. Der Großteil der Musiker kann es sich nichtmal leisten, hauptberuflich zu musizieren, weil ihre Einnahmen dafür zu gering sind. Und das, obwohl die meisten Musiker auf sämtliche Vertriebskanäle (inklusive Konzerten) setzen. Jetzt möchtest du den Musikern EINEN Vertriebskanal vorschreiben und denkst ernsthaft, ihre Lage würde sich dadurch verbessern? Das Gegenteil ist natürlich der Fall.

    Und was ist mit Musikern, die am Computer elektronische Musik produzieren und auch ohne Band sind, sondern alleine coole Beats mixen. Das Geld kommt hier durch Verwertungsgesellschaften rein, an die die ganzen Discos und Clubs zahlen. So ein Musiker kann gar nicht so viele "Konzerte" in irgendwelchen Clubs geben, um davon vernünftig leben zu können.
    Vielleicht denkst du jetzt "Produzenten von elektronischer Musik erbringen auch keine Leistung."? Erstens geht es auch im Musikgeschäft um Angebot und Nachfrage. Und zweitens, wenn du darauf hinaus willst, dass nur "richtige Musiker, die ein vernünftiges Instrument gelernt haben und vernünftige Musik in herkömmlichen Konzerten geben" mit ihren Werken Geld zu verdienen, dann darf hiermit entgültig die Fortschrittlichkeit dieser Denkweise in Frage gestellt werden.

  3. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: Falkentavio 10.04.12 - 22:31

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im übrigen ist die Geschichte mit "nur noch 5 statt 6 Luxusvillen"
    > natürlich völliger Humbug, aber ich weiß nicht, ob du das ernst meintest.
    > Für den Fall der Fälle:
    > Musiker, die sich eine goldene Nase verdienen, sind eine sehr kleine
    > Minderheit, das sollte klar sein. Der Großteil der Musiker kann es sich
    > nichtmal leisten, hauptberuflich zu musizieren, weil ihre Einnahmen dafür
    > zu gering sind. Und das, obwohl die meisten Musiker auf sämtliche
    > Vertriebskanäle (inklusive Konzerten) setzen. Jetzt möchtest du den
    > Musikern EINEN Vertriebskanal vorschreiben und denkst ernsthaft, ihre Lage
    > würde sich dadurch verbessern? Das Gegenteil ist natürlich der Fall.

    Und wessen Schuld ist das? Die GEMA lässt Künstler für ihre eigene Musik (Konzerte, Youtube-Channel, etc.) bezahlen.
    Das GEMA Tantemensystem sieht vor, dass der Vorstand der GEMA (außerordentliche Mitglieder, die einzigen "echten" Mitglieder mit Stimmrecht laut Satzung), also alte Säcke deren Musik nicht einmal mehr auf dem Schützfest im letzten Hinterland gespielt werden, über 60% der Einnahmen bekommen. Der Rest wird dann an die außerordentlichen Mitglieder (damit ist Massenwahre wie Dieter-Bohlen-Songs und Tokio-Hotel gemeint), und die angeschlossenen Mitglieder (etwa 90% aller Mitglieder) ausbezahlt.
    Wenn also ein angeschlossenes Mitglied ein Konzert gibt und dafür GEMA Gebühren zahlt, dann bekommt es dafür, dass seine Songs öffentlich aufgeführt wurden, ein paar wenige Prozent, die dann noch vom Label einkassiert und weiter aufgespalten werden. Der GEMA Vorstand, dessen Lieder garnicht mehr gespielt werden, nicht einmal mehr im NDR 1 und Musikantenstadl, bekommen trotzdem über 60% der Gebühren.

    Die Zahlen sind jetzt nicht ganz korrekt und nur geschätzt weil ich am Anfang des Beitrags den Artikel nicht gefunden habe.
    vollständig nachlesen kann man es hier: http://www.wirwollenlivemusik.de/t46f32-Das-System-GEMA.html

  4. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: XeniosZeus 10.04.12 - 23:47

    Und das soll jetzt ein Argument für genau was sein? Steht irgendwo geschrieben, dass ein Musiker/Künstler whatever von seiner Arbeit leben kann/sollte?
    Den geht es genauso wie andere Menschen auch, dass mittlerweile ein Job nicht mehr ausreicht. Die Zeiten ändern sich. Wer sich nicht dabei ebenfalls ändert und neue Strategien entwickelt wird untergehen.
    Oder meinst du, dass andere ihren Zweitjob als Erfüllung und Selbstverwirklichung ansehen?

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für den Fall der Fälle:
    > Musiker, die sich eine goldene Nase verdienen, sind eine sehr kleine
    > Minderheit, das sollte klar sein. Der Großteil der Musiker kann es sich
    > nichtmal leisten, hauptberuflich zu musizieren, weil ihre Einnahmen dafür
    > zu gering sind. Und das, obwohl die meisten Musiker auf sämtliche
    > Vertriebskanäle (inklusive Konzerten) setzen. Jetzt möchtest du den
    > Musikern EINEN Vertriebskanal vorschreiben und denkst ernsthaft, ihre Lage
    > würde sich dadurch verbessern? Das Gegenteil ist natürlich der Fall.

  5. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: -CK- 11.04.12 - 19:58

    XeniosZeus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das soll jetzt ein Argument für genau was sein? Steht irgendwo
    > geschrieben, dass ein Musiker/Künstler whatever von seiner Arbeit leben
    > kann/sollte?
    > Den geht es genauso wie andere Menschen auch, dass mittlerweile ein Job
    > nicht mehr ausreicht. Die Zeiten ändern sich. Wer sich nicht dabei
    > ebenfalls ändert und neue Strategien entwickelt wird untergehen.
    > Oder meinst du, dass andere ihren Zweitjob als Erfüllung und
    > Selbstverwirklichung ansehen?

    Ich kenne da einen jungen Mann, der spielt beim hiesigen Fußballverein.
    Im Fernsehen sieht er, wie andere Fußballer sich eine goldene Nase verdienen und nicht mehr wissen, wohin sie sich ihre Millionen stecken sollen.
    Also denkt sich der Fußballer: Wenn ein beiläufiges Hobby anderen den Lebensunterhalt finanziert, dann habe ich auch den Anspruch darauf!

    Blöd für ihn nur, dass Sportler nicht eine solch mächtige Lobby haben. Denn dann bekäme er, was woanders längst Standard ist: Jeder, der sich "Künstler" nennt, hat einen Anspruch darauf, von der Katzenmusik, die sie produzieren, mind. eine dicke Villa finanzieren zu können. Wobei: So wirklich auf alle Künstler trifft das ja gar nicht zu! Nur auf die schlechtesten 10%, ähnlich wie beim Fußball, nur, dass es dort die besten 10% sind. Egal!

    Das klappt daher, da die betuchten Kunden durch vorsintflutliche "Kaufe die Katze im Sack und noch ordentlich Müll obendrauf für das 100-fache dessen, was es wert ist, jetzt online zu deutlich geringeren Produktionskosten und daher mit einem gigantischen Preisnachlass von 1%"-Modelle, die sich von den Monopolen auf das gesamte Angebot erstrecken, dazu genötigt werden.
    Die weniger Betuchten, die vor der Wahl, utopische Summen für DRM-verseuchten Dreck auszugeben oder sich die Kultur, welche zu ihren Grundrechten gehört, auf für sie finanzierbare Weise, also illegal zu beschaffen, werden mit "Damit, dass du diesen einen Song gedownloadet hast, hast du einen Schaden von 25.000¤ plus 10.000¤ Anwaltgebühren verursacht! Kasse bitte!"-Abmahnungen geschröpft.

    So sieht die Welt aus. Und nicht anders. Echte Künstler werden von den Monopolisten klein gehalten und zu enteignenden Knebelverträgen genötigt. Diejenigen, die sich hochgeschlafen haben, bekommen für immer wieder die selbe gequirrlte Sch***e die Millionen in den Wertesten gestopft. Aber mit Abstand am meisten verdienen die Verwerter daran. Und der Kunde muss entweder zu unverhältnismäßigen Preisen Waren, die er in der Form und über die Plattform gar nicht möchte, kaufen oder ganz auf Kultur in der Richtung verzichten, da die wahren Künstler wie gesagt kleingehalten werden, oder sich ihre Kultur eben anderweitig besorgen.

    Ob ich schlaflose Nächte hätte, würde ich meine Songs aus dem Netz laden, statt für insg. vielleicht 8min beiläufiges Hörvergnügen 1,50¤ auszugeben (und das auch nur, wenn ich das Glück habe, diesen Song auf einem vergleichsweise modernen Bezugskanal beziehen zu können. Wahrscheinlicher ist, dass ich eine ganze Platte mit Füllka*ke für 20¤ bezahlen muss.) und damit den 08/15-Pseudokünstlern, die es ausschließlich für Geld tun (wer hier eine Parallele ins Rotlichtmilleu sieht, hat gut aufgepasst) und sich dann davon noch ein paar Autos, Villen oder viel eher Drogen und Alkohol (welcher "Superstar" hatte damit bisher eig. nie Probleme?) kaufen? Eher nicht - ganz im Gegenteil! Es würde sich bei mir eher eine Art grimmige Genugtuung für meine zwar illegale, jedoch sozialverträgliche, wenn nicht couragierte Tat einstellen.

    Kultur ist ein Grundrecht!
    Eigentum verpflichtet und muss zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt werden
    (§14, Abs. 2 GG)!
    Ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt es noch nicht für Künstler!
    Wer seinen Kunden den Markt vermiest durch Kopierschutz, "Du bist Terrorist!"-Trailer und dergleichen, muss sich nicht wundern, dass dieser nicht mehr funktioniert!

  6. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: Noppen 12.04.12 - 11:28

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hältst dich wahrscheinlich für besonders fortschrittlich denkend, aber
    > dabei ist genau das Gegenteil der Fall.
    > Denn du zwingst Musiker, auf die Errungenschaften des vorigen und des
    > aktuellen 21. Jahrhunderts zu verzichten, die da wären: Mit dem Verkauf von
    > Schallplatten, Kassetten, CDs und heutzutage doch hoffentlich auch mp3s und
    > Streams Geld zu verdienen. Du zwingst die Musiker, auf diese Entwicklungen
    > zu verzichten und wieder zu den roots zurückzukehren. Deine Nostalgie
    > machst du sogar ziemlich deutlich: "Der Punkt ist, dass MUSIKER wie früher
    > wieder KONZERTE geben uns sich die Fans und das Geld richtig "verdienen"
    > sollten. ". Jaja, früher war alles besser.

    Nicht nur fortschrittlich denkend, sondern schlicht die Realitäten anerkennend. Deine aufgezählten Errungenschaften sind obsolet. Ihr Geschäftserfolg war, dass Replizierbarkeit und der Vetrieb einen relativ hohen Aufwand erforderte.

    Musiker/Verwerter haben kein unanfechtbares Recht auf ihr Geschäftskonzept, genau wie der Kutschenbesitzer kein unanfechtbares Recht hat, mit seinem Gefährt ein prosperierendes Logikstikunternehmen aufzuziehen. Die Technik gibts, die Technik nimmts.

    1998 hat Napster allen gezeigt, wie einfach es sein kann, an Musik zu kommen. 2012 kämpft die Verwertungsindustrie noch immer lieber gegen Windmühlen, statt die Wirklichkeit einfach zu akzeptieren und neue Ansätze zu entwickeln.

    Ich kaufe meine Musik gerne bei Amazon. Das ist bequemer, sicherer und geht flotter als illegale Quellen zu bemühen. So gehts. Weniger Juristen, mehr Entwickler.

  7. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: pholem 12.04.12 - 23:55

    Du scheinst mich missverstanden zu haben.
    Nirgendwo sage ich, dass Musiker ein Recht darauf haben, ihr Leben mit ihrer Rumdudelei finanzieren zu können. Aber das beißt sich doch nicht damit, dass ihnen zumindest die Möglichkeit dazu gewährt werden sollte und nicht ihnen vorgeschrieben werden sollte, wie sie gefälligst ihr Geld zu verdienen haben ("nur Konzerte" wie oben gefordert).
    So wie man keinem Hobbyfotografen, der mit Stock Fotografie ein bisschen was dazu (oder eben komplett seinen Lebensunterhalt) verdient, sagen kann, dass diese ganze digitale Fotografie Unsinn ist oder sogar "das Problem unser heutigen Gesellschaft / des Systems" sind und sie doch bitte Fotos nur noch als Unikat als Poster erzeugen dürfen und dann mit Wanderausstellungen ihr Geld verdienen sollen?
    Hoffe mit der Analogie ist das nun etwas klarer geworden.

    Die Freiheit des Einzelnen ist das höchste Gut unserer Gesellschaft! Dazu gehört neben freier Meinungsäußerung, Berufsfreiheit, informationeller Selbstbestimmung, Versammlungsfreiheit u.s.w. auch, dass man selber entscheiden darf, wie man sein Geld verdienen möchte und was man mit seinem Eigentum macht. Menschen vorzuschreiben wie sie zu handeln haben und ihnen damit ihre Freiheit zu nehmen ist menschenfeindlich, gesetzeswidrig und nichts anderes als Tyrannei.

    XeniosZeus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das soll jetzt ein Argument für genau was sein? Steht irgendwo
    > geschrieben, dass ein Musiker/Künstler whatever von seiner Arbeit leben
    > kann/sollte?
    > Den geht es genauso wie andere Menschen auch, dass mittlerweile ein Job
    > nicht mehr ausreicht. Die Zeiten ändern sich. Wer sich nicht dabei
    > ebenfalls ändert und neue Strategien entwickelt wird untergehen.
    > Oder meinst du, dass andere ihren Zweitjob als Erfüllung und
    > Selbstverwirklichung ansehen?
    >
    > pholem schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Für den Fall der Fälle:
    > > Musiker, die sich eine goldene Nase verdienen, sind eine sehr kleine
    > > Minderheit, das sollte klar sein. Der Großteil der Musiker kann es sich
    > > nichtmal leisten, hauptberuflich zu musizieren, weil ihre Einnahmen
    > dafür
    > > zu gering sind. Und das, obwohl die meisten Musiker auf sämtliche
    > > Vertriebskanäle (inklusive Konzerten) setzen. Jetzt möchtest du den
    > > Musikern EINEN Vertriebskanal vorschreiben und denkst ernsthaft, ihre
    > Lage
    > > würde sich dadurch verbessern? Das Gegenteil ist natürlich der Fall.

  8. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: pholem 13.04.12 - 00:05

    Siehe mein neuer Beitrag oben (12.04.12 - 23:55) - du hast mich auch missverstanden.
    Niemandem möchte ich das unanfechtbare Recht gewähren, mit irgendwas Geld zu verdienen. Ich spreche nämlich nicht von Recht, sondern von CHANCE. Um bei deinem Beispiel mit dem Kutschenbesitzer zu bleiben: Der Threadersteller möchte sozusagen, dass der Kutschenbesitzer gefälligst keine Ledersitze verbauen, Gardinen anbringen oder sonstige Kunden- und damit Gewinnbringende Maßnahmen ergreifen darf, sondern möchte ihn darauf beschränken, nur kultige damals-war-alles-besser-Open-Air-Holzkutschen zu verwenden. Ich denke mal dazu muss ich nichts weiter sagen.
    Ich sage: Er sollte alles dürfen was er will (und was niemandem Schaden zufügt). Ob sein Plan aufgeht ist mir Wurst, das regeln Angebot und Nachfrage. Willkommen in der Freiheit.

    >Ich kaufe meine Musik gerne bei Amazon. Das ist bequemer, sicherer und geht flotter als illegale Quellen zu bemühen. So gehts. Weniger Juristen, mehr Entwickler.
    Bingo, du hast es irgendwie ja doch verstanden. Der Künstler soll doch seine Musik bitte auch auf Amazon verkaufen dürfen. Der Threadersteller möchte ihn auf Konzerte beschränken. Ok?

    Edit: So im Nachhinein merke ich, dass du wahrscheinlich bei mir bei "Schallplatte" aufgehört hast zu lesen und so nicht gemerkt hast, dass ich den Threadersteller kritisiere, dass er sogar dieses "obsolete" Medium dem Musiker als Vertriebskanal verwehren will, von allen "moderneren" Medien ganz zu schweigen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.12 00:12 durch pholem.

  9. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: Ulrichs 13.04.12 - 06:23

    Jetzt melde ich mich mal wieder zu Wort:

    NEIN, mir geht es nicht darum, dass Musiker keine neuen Medien nutzen sollten und sonstige Vertriebskanäle.

    Es geht viel mehr um die nicht mehr vorhandene Verhältnismäßigkeit.
    Schon das Kopieren, Herunterladen oder Streamen (bei diesem Punkt ist man sich ja noch uneinig) begeht man ja ein Verbrechen, dass fast so schlimm wie Mord, welcher unter Unzurechenbarkeit (durch z.B. Drogenkunsum) begangen wird.

    Viele Künstler sind arm dran, obwohl ich dazu sagen muss, dass ein sehr guter Freund lediglich Konzerte auf Stadtfesten und auf Hochzeiten gibt - mit seiner Band - und dort nicht gerade schlecht daran verdient ... .

    Zur Info die Band, 4 Mann und eine Frau bekommen dort pro Abend bis zu 5000,- Euro!
    HALLO!
    Klar muss man dafür ARBEITEN - Geschenkt wird keinem was, aber viele Künstler gehen davon aus, dass Ihnen alles in den A.... geschoben wird.

    Es sind noch nicht einmal die Künstler, denen ein Vorwurf gemacht werden sollte, sondern viel eher den Platten-, bzw. Labelbossen.

    WER hat eigentlich schon einmal einen solchen live gesehen oder sich direkt vor der Öffentlichkeit äußern gehört?

    Zudem greift ein gutes Sprichwort:

    Solange ein bauer jammert geht es ihm gut!

  10. Re: Schaut euch diese SOUTH-PARK folge an - GENAU DORT wird unser "Problem" beschrieben!

    Autor: pholem 13.04.12 - 11:44

    Du gehst hier nicht so richtig auf deine ursprüngliche Kernthese ein:
    >Der Punkt ist, dass MUSIKER wie früher wieder KONZERTE geben uns sich die Fans und das Geld richtig "verdienen" sollten.
    Jetzt sprichst du auf einmal über Verhältnismäßigkeiten von Strafen gegen Raubkopierer oder Mörder? Oder war das nur ein themenentferntes Beispiel für das Wort Unverhältnismäßig? Ich bin kein Jurist und kann die Verhältnismäßigkeit nicht beurteilen, mit dem Beispiel kann ich also nichts anfangen. Aber inwiefern unterstützt es denn deine ursprüngliche These (s.o.)?
    Meinst du, Musiker verdienen allgemein zu viel Geld für zu wenig Arbeit? Was sagt denn die Putzfrau zum faulen verbeamteten Teamleiter bei einem Verein wie der Telekom?
    Ein Musiker sollte seine Musik verkaufen dürfen WO und WIE er will (Vertriebskanal), für WIE VIEL er will, genau so wie er entscheiden darf was für Musik er macht. Lass ihn Rockmusik machen, lass ihn Klassische Musik machen, lass ihn Dubstep machen.
    Wie viel Geld er dann letztendlich macht, REGELT. DER. MARKT.

    Nun sagst du, es geht dir nicht um Künstler, sondern um "Platten- bzw. Labelbosse".
    Plattenfirmen und ähnliche Konzerne würden nicht existieren, wenn ihre Dienste nicht so zahlreich von Künstlern in Anspruch genommen würden. Was sagt uns das? Es existiert eine Nachfrage für diese Dienste. Und es gilt das gleiche wie oben bereits gesagt: Der Markt regelt hier die Preise und Vertragsbedingungen.
    Und das bedeutet gerade Gerechtigkeit und Freiheit. In den Prozess einzugreifen, ihn zu beschneiden und den Leuten zu DIKTIEREN was sie zu tun oder zu lassen haben, das Geld von "Bossen" oder reichen Musikern wohl noch umverteilen zu wollen, wäre ein extremer Beschnitt der Freiheit.

    Nun noch zu deinem Sprichwort:
    > Solange ein bauer jammert geht es ihm gut!
    Das sagen die Ausbilder zu den Rekruten bei der Bundeswehr auch immer. Bis sie zusammenbrechen, unter Krämpfen kotzen oder sterben (10.07.2006). Hier gibt es zwar keine Analogie zu Musikern, weil die zu nichts gezwungen werden, aber ich wollte nur mal sagen, dass das Sprichwort Unsinn ist.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. SYNGENIO AG, Hamburg, Bonn, Frankfurt am Main, Stuttgart, München
  2. ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms
  3. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München
  4. Service-Reisen Heyne GmbH & Co. KG, Gießen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 349,00€
  3. ab 369€ + Versand
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


In eigener Sache: Zeig's uns!
In eigener Sache
Zeig's uns!

Golem kommt zu dir: Golem.de möchte noch mehr darüber wissen, was IT-Profis in ihrem Berufsalltag umtreibt. Dafür begleitet jeder unserer Redakteure eine Woche lang ein IT-Team eines Unternehmens. Welches? Dafür bitten wir um Vorschläge.

  1. In eigener Sache Golem.de bietet Seminar zu TLS an
  2. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  3. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    CO2-Emissionen und Lithium: Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?
    CO2-Emissionen und Lithium
    Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?

    In den vergangenen Monaten ist die Kritik an batteriebetriebenen Elektroautos stärker geworden. Golem.de hat sich die Argumente der vielen Kritiker zur CO2-Bilanz und zum Rohstoff-Abbau einmal genauer angeschaut.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Ari 458 Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
    2. Nobe 100 Dreirädriges Retro-Elektroauto parkt senkrecht an der Wand
    3. Protean 360+ Neuer elektrischer Antrieb macht Kleinbusse extrem wendig

    1. Digitale Souveränität: Bundesregierung treibt den Aufbau einer Europa-Cloud voran
      Digitale Souveränität
      Bundesregierung treibt den Aufbau einer Europa-Cloud voran

      Aus Angst vor Industriespionage will die Bundesregierung eine Europa-Cloud - in Abgrenzung zu Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google, die nach dem CLOUD-Act, den US-Behörden weitreichende Zugriffe auf die Daten geben müssen, auch wenn sie nicht in den USA gespeichert sind.

    2. 3G: Huawei soll Mobilfunknetz in Nordkorea ausgerüstet haben
      3G
      Huawei soll Mobilfunknetz in Nordkorea ausgerüstet haben

      Die Washington Post will Dokumente erhalten haben, die belegen sollen, dass Huawei ein Mobilfunknetz in Nordkorea ausgerüstet habe. Huawei hat dies dementiert.

    3. 5G-Media Initiative: Fernsehen über 5G geht nicht einfach über das Mobilfunknetz
      5G-Media Initiative
      Fernsehen über 5G geht nicht einfach über das Mobilfunknetz

      In einem Streit unter den Öffentlich-Rechtlichen wird dem Intendanten des Deutschlandradios erklärt, dass Rundfunk über 5G nicht einfach über die Netze der kommerziellen Betreiber ginge. Der Intendant hatte die Technik nicht ganz verstanden.


    1. 21:15

    2. 20:44

    3. 18:30

    4. 18:00

    5. 16:19

    6. 15:42

    7. 15:31

    8. 15:22