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Wie oft denn noch?

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  1. Wie oft denn noch?

    Autor: sampleman 14.06.21 - 18:34

    Der etwas verwunderte Tonfall, den der Autor anschlägt, drückt für mich aus, er habe den Eindruck, es gäbe irgendetwas an der Legitimität des Rundfunkbeitrages auszusetzen.

    Doch es müssen doch langsam auch mal die letzten Querulanten begreifen: Das Thema ist durch, höchstrichterlich entschieden. Jeder Haushalt, bei dem keine besonderen Bedingungen vorliegen, muss sich an der Finanzierung des ÖRR beteiligen. Ja, das ist so, diese Zahlungen sind nicht freiwillig oder fakultativ, sie sind gesetzlich geregelt und richterlich abgesegnet. Es ist egal, ob das jemand doof findet oder meint, es sei ungerecht. Und natürlich sind Haftkosten von 18.000 Euro viel für einen Schuldner, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur um einige tausend Euro prellt. Aber erstens hält so was vielleicht andere Leute ab, es ebenso zu tun (Strafe soll ja auch abschrecken), und zweitens muss ja nicht der ÖRR die Haftkosten begleichen, sondern der Staat.

    Und dass der ÖRR und der Staat zwei unterschiedliche Sachen sind, das haben wohl viele noch nicht begriffen.

    Mal zwei Gedanken: Kürzt ihr auch eure Steuerzahlungen, weil ihr es nicht einseht, dass davon Leihbibliotheken bezuschusst werden, obwohl ihr doch nie ein Buch lest?

    Und macht euch doch mal den Spaß und teilt die Höhe des jährlichen Verteidigungshaushaltes durch die Zahl der Haushalte in Deutschland. Dann wisst ihr, was ihr im Monat dafür zahlt, dass die Bundeswehr in Mali rumhängt. Tipp: 17,50 Euro im Monat reichen da nicht.

  2. Re: Wie oft denn noch?

    Autor: smonkey 14.06.21 - 18:38

    sampleman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dass der ÖRR und der Staat zwei unterschiedliche Sachen sind, das haben
    > wohl viele noch nicht begriffen.

    Wie Dein nächster Absatz zeigt, Du offensichtlich auch noch nicht:

    > Mal zwei Gedanken: Kürzt ihr auch eure Steuerzahlungen, weil ihr es nicht
    > einseht, dass davon Leihbibliotheken bezuschusst werden, obwohl ihr doch
    > nie ein Buch lest?

  3. Re: Wie oft denn noch?

    Autor: Oktavian 14.06.21 - 18:38

    > Doch es müssen doch langsam auch mal die letzten Querulanten begreifen: Das
    > Thema ist durch, höchstrichterlich entschieden.

    Ja, aber es schafft doch so schöne Klicks. Das muss man dem Autor doch wirklich nachsehen.

    > Und natürlich
    > sind Haftkosten von 18.000 Euro viel für einen Schuldner, der den
    > öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur um einige tausend Euro prellt. Aber
    > erstens hält so was vielleicht andere Leute ab, es ebenso zu tun (Strafe
    > soll ja auch abschrecken), und zweitens muss ja nicht der ÖRR die
    > Haftkosten begleichen, sondern der Staat.

    Leider nein. Die Kosten entstehen beim Staat, der sie sich dann beim Gläubiger zurückholt, der sie sich dann beim Schuldner holen kann.

    > Mal zwei Gedanken: Kürzt ihr auch eure Steuerzahlungen, weil ihr es nicht
    > einseht, dass davon Leihbibliotheken bezuschusst werden, obwohl ihr doch
    > nie ein Buch lest?

    Ich möchte jetzt nicht mein Beispiel mit dem Soli wiederholen.

  4. Re: Wie oft denn noch?

    Autor: gadthrawn 14.06.21 - 20:36

    sampleman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der etwas verwunderte Tonfall, den der Autor anschlägt, drückt für mich
    > aus, er habe den Eindruck, es gäbe irgendetwas an der Legitimität des
    > Rundfunkbeitrages auszusetzen.
    >
    > Doch es müssen doch langsam auch mal die letzten Querulanten begreifen: Das
    > Thema ist durch, höchstrichterlich entschieden. Jeder Haushalt, bei dem
    > keine besonderen Bedingungen vorliegen, muss sich an der Finanzierung des
    > ÖRR beteiligen. Ja, das ist so, diese Zahlungen sind nicht freiwillig oder
    > fakultativ, sie sind gesetzlich geregelt und richterlich abgesegnet. Es ist
    > egal, ob das jemand doof findet oder meint, es sei ungerecht. Und natürlich
    > sind Haftkosten von 18.000 Euro viel für einen Schuldner, der den
    > öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur um einige tausend Euro prellt. Aber
    > erstens hält so was vielleicht andere Leute ab, es ebenso zu tun (Strafe
    > soll ja auch abschrecken), und zweitens muss ja nicht der ÖRR die
    > Haftkosten begleichen, sondern der Staat.
    >
    > Und dass der ÖRR und der Staat zwei unterschiedliche Sachen sind, das haben
    > wohl viele noch nicht begriffen.
    >
    > Mal zwei Gedanken: Kürzt ihr auch eure Steuerzahlungen, weil ihr es nicht
    > einseht, dass davon Leihbibliotheken bezuschusst werden, obwohl ihr doch
    > nie ein Buch lest?
    >
    > Und macht euch doch mal den Spaß und teilt die Höhe des jährlichen
    > Verteidigungshaushaltes durch die Zahl der Haushalte in Deutschland. Dann
    > wisst ihr, was ihr im Monat dafür zahlt, dass die Bundeswehr in Mali
    > rumhängt. Tipp: 17,50 Euro im Monat reichen da nicht.


    Och, die Haft kosten sind doch niedrig. Schwarzfahren mit Buss kostet hier 50¤, niedrigste Fahrkarte 1,40.
    Heisst bei seinem Wert könnte er noch über 60.000 raus...

  5. Re: Wie oft denn noch?

    Autor: Mumu 14.06.21 - 22:47

    sampleman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der etwas verwunderte Tonfall, den der Autor anschlägt, drückt für mich
    > aus, er habe den Eindruck, es gäbe irgendetwas an der Legitimität des
    > Rundfunkbeitrages auszusetzen.
    >
    > Doch es müssen doch langsam auch mal die letzten Querulanten begreifen: Das
    > Thema ist durch, höchstrichterlich entschieden. Jeder Haushalt, bei dem
    > keine besonderen Bedingungen vorliegen, muss sich an der Finanzierung des
    > ÖRR beteiligen. Ja, das ist so, diese Zahlungen sind nicht freiwillig oder
    > fakultativ, sie sind gesetzlich geregelt und richterlich abgesegnet. Es ist
    > egal, ob das jemand doof findet oder meint, es sei ungerecht. Und natürlich
    > sind Haftkosten von 18.000 Euro viel für einen Schuldner, der den
    > öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur um einige tausend Euro prellt. Aber
    > erstens hält so was vielleicht andere Leute ab, es ebenso zu tun (Strafe
    > soll ja auch abschrecken), und zweitens muss ja nicht der ÖRR die
    > Haftkosten begleichen, sondern der Staat.
    >
    > Und dass der ÖRR und der Staat zwei unterschiedliche Sachen sind, das haben
    > wohl viele noch nicht begriffen.
    >
    > Mal zwei Gedanken: Kürzt ihr auch eure Steuerzahlungen, weil ihr es nicht
    > einseht, dass davon Leihbibliotheken bezuschusst werden, obwohl ihr doch
    > nie ein Buch lest?
    >
    > Und macht euch doch mal den Spaß und teilt die Höhe des jährlichen
    > Verteidigungshaushaltes durch die Zahl der Haushalte in Deutschland. Dann
    > wisst ihr, was ihr im Monat dafür zahlt, dass die Bundeswehr in Mali
    > rumhängt. Tipp: 17,50 Euro im Monat reichen da nicht.

    Klar kann man alles hinnehmen und sich ganz tief bücken. In Geschichte nicht aufgepasst?

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