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was ich schade finde...

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  1. was ich schade finde...

    Autor: thinkagain 13.12.18 - 16:05

    Vorne weg:
    - Ja ÖR ist wichtig
    - Ja ÖR sollte gemeinsam finanziert werden

    ABER...
    Es muss eben NICHT jeder Haushalt gleich viel bezahlen.
    Warum?
    Es macht einen riesen unterschied ob 17,50 (ist das noch aktuell?) Mit einem Einkommen von 10.000,- Euro im Monat oder von einem Einkommen von 800,- Euro im Monat gezahlt werden müssen.
    Sozial gerecht wäre eine prozentuale Gebühr die dem Einkommen angepasst ist und im Querschnitt so die Beiträge finanziert.
    Spannend finde ich auch das Zweitwohnungen befreit sind. Welcher Bevölkerungsteil wird da bevorzugt? Tante Frieda die an der Armutsgrenze kratzt, oder Big Mike der nicht mehr weiß wohin mit seinem Geld und das dann in Immobilien anlegt?
    Und Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt, von AFD-gedöns Distanziere ich mich. ;)

    - ÖR ... Ja
    - Finanzierung prozentualund gerecht
    - Mittel und unterschicht entlasten
    - oberschicht zur Verantwortung ziehen
    - denn mit viel Macht und Geld kommt viel Verantwortung.
    Gruss

  2. Re: was ich schade finde...

    Autor: Heldbock 13.12.18 - 16:34

    Und was ich schade finde:

    Dass da nicht mal vernünftige Sachen laufen. Norbert Lammert hat das mal treffend zur Kritik genommen und sinngemäß gesagt: Anstatt dass jetzt diese Sitzung übertragen wird, läuft im ersten die x. Folge der x. Staffel von Barbara im Glück (oder wie auch immer das hieß) und im Zweiten auch so ein Kram.

    Was bitte hat das für einen Informationsgehalt? Ich finde, die öffentlich rechtlichen sollen Informieren oder für die Gesamtbevölkerung relevante Themen bringen. Dafür fände ich ja noch in Ordnung zu zahlen.

    Abgesehen davon: Ich habe keinen Fernseher, den Quatsch kann ich mir sparen. Trotzdem fände ich es bei guten Themen fair zu zahlen. Aber nicht für so einen SOAP Quatsch. Ganz ehrlich!

  3. Re: was ich schade finde...

    Autor: Kirschkuchen 13.12.18 - 16:43

    Das rechtfertigen die ÖR mit dem Auftrag "Unterhaltung" zu liefern - ist es ja auch soweit, es gibt genug Leute die sich mit Soaps unterhalten lassen.

    Mein Geschmack ist es aber auch nicht...

  4. Re: was ich schade finde...

    Autor: x2k 13.12.18 - 16:56

    Vielleicht kann Man wenigstens dagegen klagen das die mit der wohnsteuer sparsamer haushalten müssen und nicht alles zum Fenster raus werfen dürfen.
    Ich hätte auch gerne eine eine lückenlose Auflistung aller Ausgaben, die sind die mir bis heute schuldig.

    Ansonsten gebe ich dir recht die pauschalen Beiträge sind sozial sehr ungerecht.
    ALG2 empänger bekommen zwar eine Befreiung genauso wie Studenten die Bafög bekommen. Studenten die kein Bafög bekommen müssen zahlen genauso wie Leute die nichtmal ALG2 bekommen.

  5. Re: was ich schade finde...

    Autor: waldschote 13.12.18 - 17:15

    > Spannend finde ich auch das Zweitwohnungen befreit sind. Welcher
    > Bevölkerungsteil wird da bevorzugt? Tante Frieda die an der Armutsgrenze
    > kratzt, oder Big Mike der nicht mehr weiß wohin mit seinem Geld und das
    > dann in Immobilien anlegt?
    >
    Was ist mit den Menschen die Pendeln und am Arbeitsort eine kleine Wohnung haben? Der Grund warum die Zweitwohnung nicht Beitragspflichtig sein darf ist schnell und einfach erklärt. Ein Mensch kann nun einmal nicht in beiden Wohnungen gleichzeitig sein.

    D.h. auch wenn der Reiche mit seinen 20 Wohnung ankommt, so kann er dennoch immer nur eine davon bewohnen. Die anderen 19 stehen zwangsweise leer.

    Jetzt kann man natürlich sagen, hey... was ist wenn sein Kind eine zweite Wohnung bewohnt? Ganz einfach, dann hat das Kind eine andere gemeldete Anschrift als die Eltern. Es werden dann zwar 2 von den 20 Wohnungen gleichzeitig bewohnt, es gibt dann aber auch 2 unterschiedliche Meldeadressen. Und gleich vorweg. Es gibt in DE eine Meldepflicht ;)

    Es spielt daher keine Rolle ob man nun Big Mike ist oder Tante Frieda.

  6. Re: was ich schade finde...

    Autor: thinkagain 13.12.18 - 17:23

    Mit der Argumentation wären alle gewerblichen Abgaben auch zu streichen. ;)
    Denn die Kunden Zahlen schon zuhause und die gewerbetreibenden auch. ;

    Vielleicht hab ich tatsächlich die Pendler mit Zweitwohnung in meinem Gedanken Spiel vergessen. Kann sein. Ist vielleicht dem geschuldet, dass mir so spontan niemand einfällt, der in dieser Situation ist.

    Wie viele Pendler mit Zweitwohnung gibt es? Hat da wer Zahlen? So rein Interesse halber.
    Gruss

  7. Re: was ich schade finde...

    Autor: HeroFeat 13.12.18 - 17:28

    Ich denke es ist eigentlich keine so schlechte Idee wenn es um einen begrenzten Betrag handelt jeder gleich viel zahlen muss. Dadurch ist jeder gleich gestellt und es gibt keine Unterschiede. So gibt es keine Geschichten wie "ich bezahle aber mehr als du", berichtet doch bitte in meinem Sinne.
    Doch ich denke man sollte es lieber so regeln, das die Gebühr jeder welcher in Deutschland lebt und älter als z.B. 24 ist zahlen muss. Ich denke das wäre fairer.

    Mann kann generell aber sicherlich auch ohne das die Meinungsvielfalt bedroht wird sparen und z.B. die Zahlung von Lizenzgebühren für Sportevents und dergleichen gehört in irgendeiner Form gedeckelt.

    Insgesamt ein schwieriges Thema.

  8. Re: was ich schade finde...

    Autor: thinkagain 13.12.18 - 17:38

    Das ist aber doch genau der Punkt den ich eben nicht verstehe. Den ich unfair finde.
    Jemand der 10.000 im Monat zur Verfügung hat den kümmern 17,50 nicht, jemand der 800 im Monat zur Verfügung hat, dem tun die 17,50 durchaus weh. ;)

    Strafzettel fände ich angepasst an das Einkommen übrigens auch fairer, dann tut es jedem gleich oder ungleich weh, aber das ist ein anderes Thema.

    ;)
    Gruss

  9. Re: was ich schade finde...

    Autor: Faksimile 13.12.18 - 18:36

    Die waren früher auch eine ganze Ecke günstiger. Aber mit aufkommen der privaten Fernseh- und Rundfunksender wurden die Preise für die Übertragungsrechte durch deren Anteilseigner, vielfach Printmedien, in die Höhe getrieben. Man brauchte ja unbedingt etwas "attraktives" im Programm um die Zuschauer auf die werbefinanzierten Sender mit häufigem "Trashprogramm" zu ziehen ...

  10. Re: was ich schade finde...

    Autor: ZuWortMelder 13.12.18 - 20:38

    Dies ist auch der Punkt, der mir sauer auf stösst.
    Wenn jetzt jeder Haupthaushalt zur Kasse gebeten wird, ist jeder Teilnehmer abgerechnet.
    Wozu soll dann die Arbeitsstelle, wo Max Mustermann arbeitet und bereits bezahlt hat, noch mal löhnen?

    MfG
    ZuWortMelder

  11. Re: was ich schade finde...

    Autor: flAming_Ace 13.12.18 - 23:11

    Alleine das Eintreiben solcher Gebühren ist doch ein riesen Verwaltungsaufwand. Es gibt doch so viele nicht zweckgebundene Steuern, warum nicht einfach darüber finanzieren? Abgesehen davon, dass das ganze massiv entschlackt und von unseren Parteien/Politikern entkoppelt gehört.

  12. Re: was ich schade finde...

    Autor: Gehirnkrampf 14.12.18 - 07:58

    HeroFeat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Mann kann generell aber sicherlich auch ohne das die Meinungsvielfalt
    > bedroht wird sparen

    dass!

  13. Re: was ich schade finde...

    Autor: Anonymer Nutzer 14.12.18 - 08:17

    Mit dem Grund wäre eine Pro-Kopf-Belastung die am wenigsten ungerechte Verteilung der last, also warum dann überhaupt als Haushaltsabgabe?

    Das hat schon den Charakter/Effekt einer Steuer, wenn man durch bestimmte Lebensmodelle sparen kann, egal ob das beabsichtigt war oder nicht.

    Wie verhält es sich eigentlich mit einem Berufs-Pendler der seinen Wohnsitz im Ausland hat aber einen beträchtlichen Teil seiner Zeit in Deutschland verbringt, gerade in Grenznähe nichts ungewöhnliches oder?

    Warum darf das nicht wie z.B. die Kirchensteuer über das Finanzamt eingezogen werden?

  14. Re: was ich schade finde...

    Autor: waldschote 14.12.18 - 18:01

    > Mit dem Grund wäre eine Pro-Kopf-Belastung die am wenigsten ungerechte
    > Verteilung der last, also warum dann überhaupt als Haushaltsabgabe?
    >
    Da in einem Haushalt mehrere Köpfe beinhalten kann, wäre die Mehrbelastung einer Familie deutlich erhöht. Das wäre dann für eine 3 köpfige Familie nicht 17,50¤ sondern 52,50¤. Würde man dann wieder Ausnahmen schaffen wird das System wieder kompliziert und man hätte beim alten bleiben können.

    > Das hat schon den Charakter/Effekt einer Steuer, wenn man durch bestimmte
    > Lebensmodelle sparen kann, egal ob das beabsichtigt war oder nicht.
    >
    Hätte eine Pro Kopf Abgabe nicht eher einen Charakter einer Steuer als eine Pro Haushalt?

    > Wie verhält es sich eigentlich mit einem Berufs-Pendler der seinen Wohnsitz
    > im Ausland hat aber einen beträchtlichen Teil seiner Zeit in Deutschland
    > verbringt, gerade in Grenznähe nichts ungewöhnliches oder?
    >
    Wenn der Pendler in DE einen Wohnsitz hat, hat er diesen an zu melden. So wie jeder andere auch.

    > Warum darf das nicht wie z.B. die Kirchensteuer über das Finanzamt
    > eingezogen werden?
    >
    Gute Frage. Da die Kirchensteuer keine Steuer ist aber dennoch vom Finanzamt gleich eingezogen wird. Da es sich hierbei aber um eine pro Haushalt Abgabe handelt und keine Pro Kopf ist die Frage in wie weit hier die Pro Kopf Abrechnung des Finanzamtes dies regeln sollte.

    Da es sich hierbei aber nicht um eine Steuer handelt und auch keine sein darf, sollte das Finanzamt auch nicht zuständig sein. Das gleiche gilt auch für den Kirchenbeitrag. Welcher ein Opt-Out statt eines Opt-In ist.

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