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Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

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  1. Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Netzweltler 09.01.17 - 14:17

    Warum also sich um die paar Ar****cher kümmern?

    Das ist die gesellschaftliche und politische Haltung in diesem Lande. Kann man ja auch an den meisten Kommentaren hier ablesen.

  2. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Oktavian 09.01.17 - 14:23

    > Warum also sich um die paar Ar****cher kümmern?

    Also solche hätte ich diese Mitbürger nicht tituliert. Man sagt, wer sich den Schuh anzieht, dem passt er wohl auch. Aber verallgemeinern möchte ich das doch nicht.

    Nun ist es aber so, dass diejenigen, die ländlich wohnen, die damit verbundenen Vorteile gerne annehmen. Bei den damit verbundenen Nachteilen soll die Gesellschaft einspringen. Stößt mir als Stadtbewohner sauer auf.

    Wenn ich also als Stadtbewohner das Internet für das Land subventionieren soll, dann soll bitte der Landbewohner mir meine Hauskosten subventionieren. Ich schlage vor, das über die Grundsteuer zu regeln und die in ländlichen Regionen drastisch zu erhöhen. Das könnte die Mieten und Hauspreise in der Stadt drücken.

  3. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Netzweltler 09.01.17 - 14:32

    Welche Vorteile denn? Geringere Löhne, generell geringere finanzielle Zuwendungen, praktisch kein ÖPNV, etc. etc.? Deshalb drücken doch soviele Leute in die Städte!

    Der Netzausbau mit Luftleitungen wäre auf dem Land pro Anschluß in etwa so teuer wie in der Stadt.

    Wenn schon, denn schon: Zahlen Städter etwa für die Erneuerung der Luft? Das passiert nur auf dem Lande.

  4. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Oktavian 09.01.17 - 14:49

    > Welche Vorteile denn? Geringere Löhne, generell geringere finanzielle
    > Zuwendungen, praktisch kein ÖPNV, etc. etc.? Deshalb drücken doch soviele
    > Leute in die Städte!

    Insbes. geringere Mieten, Grundstückskosten, Kriminalitätsrate, Verkehrsaufkommen, Lärm, Luftverschmutzung, Versicherungsraten.

    Meiner Meinung nach ziehen aber insbesondere junge Leute nicht wegen der Kosten, des ÖPNV oder ähnlichem in die Stadt, sondern weil da Leben ist, Atmosphäre, Kultur, Menschen. Aber das ist eine andere Diskussion, das darf ja jeder halten, wie er möchte.

    > Der Netzausbau mit Luftleitungen wäre auf dem Land pro Anschluß in etwa so
    > teuer wie in der Stadt.

    Echt? Was kostet denn so eine Luftleitung pro Haushalt? Vielleicht gerechnet auf 40 Jahre mit Instandhaltungskosten.

    Hast Du da belastbare Zahlen? Oder ist das reine Mutmaßung? Quelle?

    > Wenn schon, denn schon: Zahlen Städter etwa für die Erneuerung der Luft?
    > Das passiert nur auf dem Lande.

    Ja, tun sie. Die Forste, in denen das passiert, gehören (bis auf NRW) zu großen Teilen dem Land, und somit insbesondere (rein zahlenmäßig) der Stadtbevölkerung. Was auf den Feldern passiert, zahlt auch im großen und ganzen die Stadtbevölkerung, zum einen über EU-Subventionen (von denen der Landbau überwiegend lebt) zum anderen über die Produkte, die der Stadtbewohner dann kauft.

    Also ja, das zahlen Stadtbewohner, direkt wie indirekt.

    Und nur um das nächste unsinnige Argument vorwegzunehmen: Auch für die auf dem Land produzierten Lebensmittel zahlt der Städter Geld und via EU Subventionen.

  5. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Eheran 09.01.17 - 15:15

    Die "Lufterneuerung" passiert übrigens nicht logal irgendwo sondern immer überall wenn die Sonne scheint. Die Strahlung erzeugt viele Radikale welche alles mögliche, was in der Luft so rumschwirt, zu CO2 und Wasser oxidieren. Regen wäscht Staub usw. aus der Luft.
    Dass Wälder Sauerstoff produzieren ist auch zu kurz gedacht: Was passiert mit dem Holz? Es verrottet, wird verheizt oder landet wie auch immer irgendwann wieder in der Luft. Und was wird dafür benötigt? So viel Sauerstoff wie vorher erzeugt wurde. Wenn wir das Holz also nicht dauerhaft geschützt einlagern ist damit nichts gewonnen um an einer anderen Stelle verbrauchten Sauerstoff zu ersezten.

  6. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Anonymer Nutzer 11.01.17 - 07:37

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    machst Du das nicht auch?

  7. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: cuthbert34 11.01.17 - 15:40

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Welche Vorteile denn? Geringere Löhne, generell geringere finanzielle
    > > Zuwendungen, praktisch kein ÖPNV, etc. etc.? Deshalb drücken doch
    > soviele
    > > Leute in die Städte!
    >
    > Insbes. geringere Mieten, Grundstückskosten, Kriminalitätsrate,
    > Verkehrsaufkommen, Lärm, Luftverschmutzung, Versicherungsraten.
    >


    Der "Städter" als Weltenretter? Nun lassen wir mal die Kirche im Dorf. Wer in der Stadt wohnt, wohnt in der Stadt. Wer auf dem Land wohnt, wohnt auf dem Land. Wo man dann arbeitet, ist nochmal was anderes. In den 80er und 90ern war es hipp, dass man aufs Land gezogen ist. Gefördert wurde das durch die Eigenheimzulage und die Pendlerpauschale. Erstere machte das Bauen interessanter (und i.d.R. baut man als Privatmann weniger in der Stadt) und die zweite sollte wiederrum den Arbeitsweg in die Stadt subventionieren. Jetzt haben wir halt wieder die Landflucht... alles zieht in die Städte, bis es dort so unerträglich ist, dass jene, die es sich leisten können, wieder aufs Land ziehen.

    Das ist keine einmalige Entwicklung. Das läuft immer gleich ab.

    Darüber hinaus: Jeder zahlt die gleiche Mehrwertsteuer, jeder zahlt die gleiche Einkommenssteuer. Auf dem Land kostet manches weniger, aber das Einkommen ist i.d.R. auch niedriger und manches schlicht teurer, weil auf die Infrastruktur nicht zurückgegriffen werden kann. Und andersherum gilt das für die Stadt. Warum können Wohnungen in Frankfurt 5.000¤ im Monat kosten? Weil es Menschen gibt, die sich es leisten können. Punkt aus Ende.

    Subventioniert wird auf dem Land wie auf der Stadt. Und dabei gibt es kein besser oder schlechter. Wir müssen nur eben auch mal die Nachteile in Kauf nehmen. Ich würde niemals auf unserem Dorf im Jahre 2017 einen 400 Mbit/s Zugang erwarten. Wer soll sowas denn bezahlen? Ist ja Quatsch. Aber Deutschland hat sich auf die Fahne geschrieben, dass jeder 50 Mbit/s haben soll. Unter welchen Voraussetzungen seid dahin gestellt. Und wenn man das Ziel vorgibt, muss man irgendwie auch auf dem Land ausbauen. Und wenn das gefördert werden muss und pro Anschluss teurer ist, dann ist das eben so. Städter haben ja immer noch den Vorteil, dass sie eine ganz andere Infrastruktur konsumieren können als auf dem Land.

  8. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: thinksimple 11.01.17 - 22:36

    Arbeiten hier alle im Umkreist von 1000m zum Wohnort?

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  9. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: elf 13.01.17 - 13:24

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass Wälder Sauerstoff produzieren ist auch zu kurz gedacht: Was passiert
    > mit dem Holz? Es verrottet, wird verheizt oder landet wie auch immer
    > irgendwann wieder in der Luft. Und was wird dafür benötigt? So viel
    > Sauerstoff wie vorher erzeugt wurde. Wenn wir das Holz also nicht dauerhaft
    > geschützt einlagern ist damit nichts gewonnen um an einer anderen Stelle
    > verbrauchten Sauerstoff zu ersezten.

    Dann frage ich mich, warum so viele danach streben, das eingelagerte Holz mit koste-es-was-es-wolle auf den Straßen verheizen. Anstatt dafür zu werben, auf alternative Antriebe zu setzen, die das über millionen von Jahren eingelagerte Holz nicht anrühren.

  10. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Eheran 13.01.17 - 14:43

    Weil es einfach und günstig ist. Ohne gäbe es nicht unsere technische Entwicklung.
    Dass das nicht ganz so super sein kann... weiß inzwischen wohl auch jeder. Aber praktisch jeder ist davon noch abhängig.
    Und nein, man kann übrigens nicht so einfach vom Öl weg wie evtl. Grüne o.ä. das behaupten. Die zeigen nämlich nur die Seite vom Öl, die im Tank landet. Das ganze Öl was in der Industrie weiterverarbeitet wird zu allem möglichen müsste man, um auf Öl zu verzichten, durch sehr viel Energieaufwand ersetzen. Der gebundene Kohlenstoff in diesen unzähligen Verbungen ist eben ein reichhaltiger Schatz.

  11. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Ovaron 13.01.17 - 15:39

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nein, man kann übrigens nicht so einfach vom Öl weg wie evtl. Grüne
    > o.ä. das behaupten.
    > [...]
    > Das ganze Öl was in der Industrie weiterverarbeitet wird zu allem
    > möglichen müsste man, um auf Öl zu verzichten, durch sehr viel
    > Energieaufwand ersetzen.

    Das Gegenteil von "einfach" ist nicht "teuer" sondern "schwierig".

    Einfach wird der Verzicht auf fossiles Öl vermutlich wirklich nicht. Aber billig, so wie auch das Verklappen von Säure in der Nordsee (eingestellt), das Reinigen von Öltanks durch fluten mit Meerwasser (unter Strafe gestellt), das entsorgen von Schadstoffen in den Main ( gab einen üblen Rückschlag, dummerweise liesen sich Wähler nicht so leicht kaufen wie Politiker und wählten in Hessen die Grünen), das einleiten von Salzlauge in die Werra (wird gerade mit Babyschritten beendet).

    Und DAS wir langfristig diesen Weg, fossile Brennstoffe zu ersetzen, gehen müssen (falls wir uns nicht vorher auf die eine oder andere Art aus dem Genpool entfernen) dürfte wohl klar sein.

  12. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: Eheran 13.01.17 - 18:06

    >Das Gegenteil von "einfach" ist nicht "teuer" sondern "schwierig".
    Im zitierten Text stehen die zwei Wörter nicht mal. Wozu dann das Zitat?
    Dazu kommt, dass ich das nie behauptet habe.
    Es ist einfach, weil es nur sehr wenige Schritte zu einer unglaublichen Zahl von Endprodukten benötigt. Es ist günstig, weil man ganz viel davon hat, es einfach zu fördern ist, leicht zu verarbeiten usw.
    Beides zusammen ist unschlagbar. Kohle gibt es noch viel mehr, noch günstiger, die ist aber nicht so einfach (-zu verarbeiten).

  13. Re: Landbevölkerung sind zuwenige und wählen eh' immer dasselbe

    Autor: tonictrinker 16.01.17 - 13:39

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun ist es aber so, dass diejenigen, die ländlich wohnen, die damit
    > verbundenen Vorteile gerne annehmen. Bei den damit verbundenen Nachteilen
    > soll die Gesellschaft einspringen. Stößt mir als Stadtbewohner sauer auf.
    >
    > Wenn ich also als Stadtbewohner das Internet für das Land subventionieren
    > soll, dann soll bitte der Landbewohner mir meine Hauskosten
    > subventionieren. Ich schlage vor, das über die Grundsteuer zu regeln und
    > die in ländlichen Regionen drastisch zu erhöhen. Das könnte die Mieten und
    > Hauspreise in der Stadt drücken.

    Wie wäre es dann, wenn Du Dir Dein Essen auf dem Balkon selbst anbaust?
    Wieso sollten Leute in unterschiedlichen Lebensräumen anderen was schuldig sein?
    Was für eine verquere Logik. Vor allem weil jeden Morgen die Autos in Strömen aus den Städten fließen, weil so viele außerhalb dieser arbeiten.
    Und so viel günstiger ist das Leben eben dann doch nicht.

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