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Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

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  1. Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: Faksimile 02.04.21 - 14:30

    Zitat: "Danach sollen pro Jahr weitere 2,5 Millionen Haushalte pro Jahr Glasfaser-Zugang bekommen. "Das ist die Schlagzahl, mit der die Deutsche Telekom Glasfaser in jede Wohnung respektive jedes Haus bringen will." Bis 2030 sollen alle Haushalte in das Glasfasernetz kommen können. Hierbei ist der Ausbau durch Wettbewerber allerdings inbegriffen."

    Das geht nämlich nicht ohne intensive Zusammenarbeit und Öffnung aller Netze!

  2. Re: Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: fanreisender 02.04.21 - 15:15

    Die Frage der Vermietung ist ganz sicher zweckmäßig. Gesamtgesellschaftlich und auch privatwirtschaftlich.
    Das sollte sich allerdings - so wie jetzt endlich bei den Mobilfunkmasten - rein marktwirtschaftlich regeln. Die Frage der Regulierung stand sicher einmal, nur ist die Privatisierung jetzt schon über 25 Jahre her. Nennenswerte Glasfaserinstallationen gab es vor 25 Jahren praktisch gar nicht.
    Zumindest in Sachen Glasfaser sind damit die Wettbewerbsbedingungen absolut gleich.

    Und sollte doch eine staatliche Regulierung angestrebt werden: dann identisch für alle Marktteilnehmer. Ein wenig spricht durchaus auch für den Regulierungsaspekt. Speziell die Stadtnetzbetreiber sitzen sehr eifersüchtig auf ihren Installationen.

  3. Re: Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 15:22

    > Und sollte doch eine staatliche Regulierung angestrebt werden: dann
    > identisch für alle Marktteilnehmer. Ein wenig spricht durchaus auch für den
    > Regulierungsaspekt. Speziell die Stadtnetzbetreiber sitzen sehr
    > eifersüchtig auf ihren Installationen.

    Absolute Zustimmung. Manche Städte tricksen auch gerne, um ihren Stadtnetzbetreibern die Installation neuer Wohngebiete zuzuschustern. Am Ende stellt sich dann die Situation so dar: Hat man eine Leitung von der Telekom, kann man bei einem bunten Strauß von Anbietern buchen. Hat man eine Leitung vom Stadtnetzbetreiber, dann kann man genau bei dem buchen. Passen einem Tarife, Leistungen, Service, Verfügbarkeit oder ähnliches nicht, hat man Pech.

    Aus Kundenperspektive ist ein Stadtnetzbetreiber eben auch nur ein Monopolist. Ob der Gesamtdeutsch ein kleiner Fisch ist, ist dabei egal, lokal bei mir ist er Monopolist mit allen Nachteilen eines Monopolisten.

    Deshalb ja, wenn jemand eine Glasfaser legt, soll er von mir aus eine zeitlich beschränkte Garantie bekommen, dass niemand anders drüberbauen darf. Aber er hat die Leitung zu vermieten an jeden zum identischen Preis. Und egal, wer die Leitung gelegt hat, der Preis ist immer identisch.

  4. Re: Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: spezi 02.04.21 - 16:31

    Vodafone, Telefonica, 1&1 und Netcologne werden Anschlüsse über das Telekom-FTTH-Netz anbieten. Entsprechende Vereinbarungen wurden in den letzten Monaten von Telekom und den anderen Anbietern unterzeichnet. Bei Netcologne geht die Vereinbarung auch in die andere Richtung, d.h. die Telekom wird in Zukunft nicht nur wie bisher das FTTC-Netz von Netcologne nutzen, sondern auch FTTB/G.fast und FTTH.

  5. Re: Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: Hantilles 02.04.21 - 17:29

    Aha. Jahrelang war es nicht zuletzt die Telekom die signalisiert hat, kein Interesse an der Anmietung kleinteiliger regionaler Infrastruktur zu haben. Standards, die eine Vorbereitung der eigenen lokalen Infrastruktur für die Nutzung durch größere Service-Anbieter wurden in all der Zeit von den großen auch nur halbherzig mit voran getrieben. Auf einmal sind also die lokalen Betreiber die Buh-Männer, nachdem die existenz ihrer Infrastruktur lange Zeit ignoriert wurde.

    Mir sagte einmal der Chefplaner eines Stadtwerkeproviders (vor ca. 5 Jahren): "Ich würde jederzeit sofort die Glasfaserstrippe auch der Telekom sogar zum vglw. niedrigen Kupfer-TAL-Preis vermieten, weil es mir die Takeup-Rate und damit die Gesamtwirtschaftlichkeit meines Netzes verbessert".

    Klar sind die Betreiber von Infrastruktur erst einmal Monopolisten. Das macht es am Ende aber auch nicht wahrer, dass es für alle besser sei, wenn man genau diesen Wettbewerb in der Infrastruktur führt. Und damit man Infrastruktur und Service voneinander trennt, braucht es eben ein Engagement von *allen* Seiten.

  6. Re: Endlich kein Parallelausbau mehr? Und Open Access auch für GF?

    Autor: Faksimile 02.04.21 - 17:52

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage der Vermietung ist ganz sicher zweckmäßig. Gesamtgesellschaftlich
    > und auch privatwirtschaftlich.
    > Das sollte sich allerdings - so wie jetzt endlich bei den Mobilfunkmasten -
    > rein marktwirtschaftlich regeln. Die Frage der Regulierung stand sicher
    > einmal, nur ist die Privatisierung jetzt schon über 25 Jahre her.
    > Nennenswerte Glasfaserinstallationen gab es vor 25 Jahren praktisch gar
    > nicht.
    > Zumindest in Sachen Glasfaser sind damit die Wettbewerbsbedingungen absolut
    > gleich.
    >
    Das ist leider nicht ganz richtig. Denn die vorhandene Backbone Infrastruktur der Telekom ist zum Großteil Glasfaser basierend und andererseits fehlt diese Infrastruktur den Wettbewerbern zum großen Teil. Der einzig nennenswerte mit größerer Backbone Infrastuktur wäre die Vodafone.

    > Und sollte doch eine staatliche Regulierung angestrebt werden: dann
    > identisch für alle Marktteilnehmer. Ein wenig spricht durchaus auch für den
    > Regulierungsaspekt. Speziell die Stadtnetzbetreiber sitzen sehr
    > eifersüchtig auf ihren Installationen.
    Nicht eifersüchtig, aber sie werden sich nicht vom ehemaligen Staatskonzern die Mietpreise diktieren lassen wollen.

  7. Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: senf.dazu 03.04.21 - 00:52

    Die Telekom hat auch schon mal geäußert das sie zunächst (bis 2025 oder sowas) sich auf die "Metropolen" konzentrieren möchte - und dort auf die Gebiete in denen sie wenig Marktanteil hat. Wenn ich mich recht entsinne.

    Für mich hört sich das so an das die Telekom genau dort gegen Kabel Glasfaserkonkurrenz aufbauen will. Ist eigentlich auch naheliegend - Städte mit viel MFH auszubauen ist sicher einer der Wege schnell viele Haushalte abdecken zu können. Und die Nodesplits der Kabelfirmen liegen sicher in der Regel noch nicht in den Häusern sondern davor (noch FTTC nicht FTTB).

    Vodaphone hat sich aber auch schon dahingehend geäußert das sie nicht weitere Bereiche erschließen sondern sich auf den Ausbau der bestehenden Netzbereiche konzentrieren wollen ..

    Und logischerweise bliebe dann der Aufbau des Umlandes und der ländlichen Bereiche zunächst für Deutsche Glasfaser & die vielen gerade neu aus dem Boden gesprossenen Firmen mit meist ausländischen Investoren dahinter (bzw. "alte" Firmen mit neuen Investoren).

    Bei den letzteren seh ich eher ne Chance für open access und Vermeidung von Mehrfachausbau. Bei Vodaphone und Telekom scheint mir der Krieg gegeneinander eher vorprogrammiert, denn die Metropolen sind ja wohl schon ziemlich weitgehend mit Kabel ausgebaut. Während es bei FTTB/H heftigst hapert.

    Ob sich Vodaphone und Telekom auf einen gemeinsamen FTTB(H) Ausbau verständigen - wer weiß das schon. In Metropolen ist die Einwohnerdichte aber in der Regel so hoch das die Vermeidung von doppeltem Ausbau der Häuser dort nicht unbedingt zwingend scheint .. außer vielleicht in den Randbereichen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.21 01:05 durch senf.dazu.

  8. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: Faksimile 03.04.21 - 08:30

    Der Telekom Vorläufer Post hatte aber das Koaxkabel nicht nur in den Metropolen installiert sondern bis zu den Kleinstädten hinunter. Und dort existiert dann überwiegend auch das Internet per Kabel. Aber es gibt dort auch vermehrt die Konkurrenz durch die DG. Und das funktioniert für die DG.

  9. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: senf.dazu 03.04.21 - 08:52

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Telekom Vorläufer Post hatte aber das Koaxkabel nicht nur in den
    > Metropolen installiert sondern bis zu den Kleinstädten hinunter. Und dort
    > existiert dann überwiegend auch das Internet per Kabel. Aber es gibt dort
    > auch vermehrt die Konkurrenz durch die DG. Und das funktioniert für die DG.

    Eigentlich hab ich ja vor Jahren noch erwartet das sich DG und Vodaphone (quasi gegen den Buhmann Telekkom) teilweise zusammenfinden - Vodaphone als Netzbetreiber oder sogar auch Geldgeber und DG als der Glasfasertiefbauer mit Investoren im Hintergrund .. aber mal abgesehen von kleineren Kooperationsversuchen ist da bisher glaub ich nix passiert ..

    Das jüngste größere derartige Kooperationsprojekt läuft ja wohl zwischen DG und M-Net im Münchener Umland. Sprich da zapft das klamme M-Net mal die Mrd Töpfe der DG Investoren an. Wer weiß - vielleicht erweitert ja DG seine Geschäftsmodelle und übernimmt auch mal ein FTTB lastiges Netz dem's eindeutig an FTTH mangelt .. wenn der Preis irgendwann stimmt.

    Und das DG nach dem Kapitalupdate/Investorenwechsel zumindest auch Kleinstädte angeht find ich nicht weiter verwunderlich.

    Es bleibt spannend.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.21 09:01 durch senf.dazu.

  10. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: spezi 03.04.21 - 10:43

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hat auch schon mal geäußert das sie zunächst (bis 2025 oder
    > sowas) sich auf die "Metropolen" konzentrieren möchte - und dort auf die
    > Gebiete in denen sie wenig Marktanteil hat. Wenn ich mich recht entsinne.

    Ich kann mich nicht erinnern etwas von "Metropolen" gelesen zu haben. Natürlich wird die Telekom insbesondere dort FTTH ausbauen wo sie in Konkurrenz zu Kabelanbietern steht (also vor allem Vodafone). Aber wie Faksimile schon schrieb: Kabelnetze gibt es nicht nur in Metropolen, sondern auch in Klein- und Mittelstädten, und auch Dörfern.

    Aussage von vorletzter Woche:
    "Auf dem Weg dorthin plant die Telekom, bis 2024 in über 600 Kommunen direkte Glasfaseranschlüsse eigenwirtschaftlich auszubauen."
    https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/telekom-erreicht-5g-zwischenziel-623102

    Wenn die 600 Kommunen streng nach Einwohnerzahl von 2019 [1]ausgewählt werden würden, dann käme die Telekom bis 2024 bis Neusäß (22335 EW). Und bevor Missverständnisse entstehen: gerade Großstädte werden bis dahin nicht komplett ausgebaut sein. Es soll bis 2024 in 600 Kommunen erste (oder zweite, dritte, vierte...) Ausbaugebiete geben.

    Dass es nicht ganz so kommen wird sieht man jetzt schon, z.B. daran dass eines der aktuellen Ausbaugebiete Bergen auf Rügen ist. Die ist mit knapp 14.000 EW Kleinstadt, und damit schon nicht mehr in Liste [1] enthalten.

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Groß-_und_Mittelstädte_in_Deutschland



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.21 10:50 durch spezi.

  11. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: senf.dazu 03.04.21 - 11:59

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Telekom hat auch schon mal geäußert das sie zunächst (bis 2025 oder
    > > sowas) sich auf die "Metropolen" konzentrieren möchte - und dort auf die
    > > Gebiete in denen sie wenig Marktanteil hat. Wenn ich mich recht
    > entsinne.
    >
    > Ich kann mich nicht erinnern etwas von "Metropolen" gelesen zu haben.
    > Natürlich wird die Telekom insbesondere dort FTTH ausbauen wo sie in
    > Konkurrenz zu Kabelanbietern steht (also vor allem Vodafone). Aber wie
    > Faksimile schon schrieb: Kabelnetze gibt es nicht nur in Metropolen,
    > sondern auch in Klein- und Mittelstädten, und auch Dörfern.

    das ist der (ziemlich heftige) "metropolen" link der mir im Gedächtnis rumkrebste
    >"Wir werden uns Gebiete angucken, wo wir niedrige Marktanteile haben", sagte Höttges. In manchen Gegenden sei man nur die Nummer 3 – dort gedenke man zu investieren. Man wolle "Marktanteile aus den Metropolen rausholen". Auf dem Land werde man dort ausbauen, wo man die dort übliche staatliche Förderung bekomme (mit Material der dpa).
    https://www.heise.de/news/Deutsche-Telekom-Bis-2030-alles-nur-noch-FTTH-5067201.html

    >
    > Aussage von vorletzter Woche:
    > "Auf dem Weg dorthin plant die Telekom, bis 2024 in über 600 Kommunen
    > direkte Glasfaseranschlüsse eigenwirtschaftlich auszubauen."
    > www.telekom.com
    >
    > Wenn die 600 Kommunen streng nach Einwohnerzahl von 2019 [1]ausgewählt
    > werden würden, dann käme die Telekom bis 2024 bis Neusäß (22335 EW). Und
    > bevor Missverständnisse entstehen: gerade Großstädte werden bis dahin nicht
    > komplett ausgebaut sein. Es soll bis 2024 in 600 Kommunen erste (oder
    > zweite, dritte, vierte...) Ausbaugebiete geben.
    >
    > Dass es nicht ganz so kommen wird sieht man jetzt schon, z.B. daran dass
    > eines der aktuellen Ausbaugebiete Bergen auf Rügen ist. Die ist mit knapp
    > 14.000 EW Kleinstadt, und damit schon nicht mehr in Liste [1] enthalten.
    >
    > [1] de.wikipedia.orgß-_und_Mittelstädte_in_Deutschland



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.21 12:05 durch senf.dazu.

  12. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: spezi 03.04.21 - 12:16

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > das ist der "metropolen" link der mir im Gedächtnis rumkrebste
    > >"Wir werden uns Gebiete angucken, wo wir niedrige Marktanteile haben",
    > sagte Höttges. In manchen Gegenden sei man nur die Nummer 3 – dort
    > gedenke man zu investieren. Man wolle "Marktanteile aus den Metropolen
    > rausholen". Auf dem Land werde man dort ausbauen, wo man die dort übliche
    > staatliche Förderung bekomme (mit Material der dpa).
    > www.heise.de

    Stimmt, da kommt das Wort "Metropolen" vor. Aber offensichtlich ist mit der Ankündigung man wolle "Marktanteile in den Metropolen rausholen" nicht unbedingt gemeint dass man nur dort ausbauen will (oder sich darauf "konzentrieren" will, was immer das heißt).

    Sicherlich wird die Telekom in den nächsten drei Jahren in den weitaus meisten Großstädten mit FTTH aktiv sein (direkt oder über Partnerschaften). Wie man aus der anderen Aussage sieht ist der Ausbau wesentlich breiter aufgestellt.

    "Marktanteile aus den Metropolen rausholen" ist eben eine kurze knackige Aussage, um den Aktionären den Ausbau schmackhaft zu machen. Und die Aussage stammt ja von der Vorstellung der Quartalszahlen.

  13. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: Faksimile 03.04.21 - 13:04

    Die Kleinstädte haben die auch vorher schon gemacht.

  14. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: Faksimile 03.04.21 - 13:45

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > das ist der "metropolen" link der mir im Gedächtnis rumkrebste
    > > >"Wir werden uns Gebiete angucken, wo wir niedrige Marktanteile haben",
    > > sagte Höttges. In manchen Gegenden sei man nur die Nummer 3 – dort
    > > gedenke man zu investieren. Man wolle "Marktanteile aus den Metropolen
    > > rausholen". Auf dem Land werde man dort ausbauen, wo man die dort
    > übliche
    > > staatliche Förderung bekomme (mit Material der dpa).
    > > www.heise.de
    >
    > Stimmt, da kommt das Wort "Metropolen" vor. Aber offensichtlich ist mit der
    > Ankündigung man wolle "Marktanteile in den Metropolen rausholen" nicht
    > unbedingt gemeint dass man nur dort ausbauen will (oder sich darauf
    > "konzentrieren" will, was immer das heißt).
    >
    > Sicherlich wird die Telekom in den nächsten drei Jahren in den weitaus
    > meisten Großstädten mit FTTH aktiv sein (direkt oder über Partnerschaften).
    > Wie man aus der anderen Aussage sieht ist der Ausbau wesentlich breiter
    > aufgestellt.
    >
    > "Marktanteile aus den Metropolen rausholen" ist eben eine kurze knackige
    > Aussage, um den Aktionären den Ausbau schmackhaft zu machen. Und die
    > Aussage stammt ja von der Vorstellung der Quartalszahlen.

    Nur ist leider, jedenfalls nach meinem Eindruck, die Planung der Telekom nicht unbedingt geeignet, Überbau zu vermeiden sondern eher zu "präferieren". Anstatt die Kunden mit Zusammenarbeit mit anderen Providern zurück zu gewinnen. nämlich über die Leistung, sehe ich Ansätze von flächenartigem Überbau. Jedenfalls wenn ich so einige Planungen der Telekom betrachte.

    Beleg anhand Indizien:

    https://www.telekom.de/netz/glasfaser-ausbauplanung-ki => Hier explizit NRW

    Vergleiche mit

    https://www.deutsche-glasfaser.de/netzausbau/nordrhein-westfalen/

    die Angabe der Kreise ...

    Und dazu gibt es noch gewonnene Förderausschreibungen (1743/45) der DG

    Alles in allem eher nicht die optimale Grundlage für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekom ...

  15. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: spezi 03.04.21 - 14:54

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Beleg anhand Indizien:
    >
    > www.telekom.de => Hier explizit NRW
    >
    > Vergleiche mit
    >
    > www.deutsche-glasfaser.de
    >
    > die Angabe der Kreise ...
    >
    > Und dazu gibt es noch gewonnene Förderausschreibungen (1743/45) der DG

    Sehe ich jetzt nicht so. Die angegebenen Kreise legen erstmal nur nahe, dass es irgendwo in dem Kreis demnächst FTTH-Ausbaugebiete geben wird. Im Kreis Paderborn z.B. (der Dich ja besonders interessiert) baut die DG viel per Förderung aus. Der Kreis wird auch bei der Telekom genannt. Meine starke Vermutung ist, dass es hier erstmal um die Stadt Paderborn selbst geht, die zu großen Teilen ja nicht förderfähig ist. Wobei ich - nebenbei - vermute dass der Ausbau hier eher für Glasfaser Nordwest erfolgen wird...

    Aber sicher, es wird ein gewisses Hauen und Stechen geben um die Ausbaugebiete. Und da kämpft nicht nur die Telekom um ihre Gebiete. Auch die DG liefert sich ja "Ausbauduelle" mit anderen Anbietern. Sie überbaut noch schnell in Fördergebieten die letzten eigenwirtschaftlich auszubauenden weißen Flecken [1], sie kämpft im Raum Berlin um das Vorrecht für FTTH-Ausbau von Gemeinden im Speckgürtel [2]. Und auch in der Gigabitregion Stuttgart wollte sie spontan zwei Ortsteile ausbauen, nachdem die Telekom bereits eine erfolgreiche Vorvermarktung durchgeführt hatte[3].

    Letztlich werden da alle interessierten Anbieter um Ausbaugebiete kämpfen. Und das ist auch erstmal gut so. Aus der Tatsache dass Telekom und DG in den gleichen Landkreisen unterwegs sind kann man jetzt auch nicht direkt schließen dass sie die gleichen Gebiete ausbauen werden. Mittlerweile gibt es ja auch zwischen DG und Telekom eine erste Kooperation.

    [1] https://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Rostock/Wemacom-zieht-Angebot-im-Kreis-Rostock-zurueck
    [2] https://www.golem.de/news/streit-deutsche-glasfaser-und-dnsnet-kaempfen-um-kleine-gemeinde-2012-152521.html
    [3] https://www.marbacher-zeitung.de/inhalt.schnelles-internet-fuer-steinheimer-teilorte-konkurrenz-fuer-telekom-sorgt-fuer-unruhe.57f05dee-e78a-41fe-b5c4-7f0835ad9239.html

  16. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: senf.dazu 03.04.21 - 15:31

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > das ist der "metropolen" link der mir im Gedächtnis rumkrebste
    > > >"Wir werden uns Gebiete angucken, wo wir niedrige Marktanteile haben",
    > > sagte Höttges. In manchen Gegenden sei man nur die Nummer 3 – dort
    > > gedenke man zu investieren. Man wolle "Marktanteile aus den Metropolen
    > > rausholen". Auf dem Land werde man dort ausbauen, wo man die dort
    > übliche
    > > staatliche Förderung bekomme (mit Material der dpa).
    > > www.heise.de
    >
    > Stimmt, da kommt das Wort "Metropolen" vor. Aber offensichtlich ist mit der
    > Ankündigung man wolle "Marktanteile in den Metropolen rausholen" nicht
    > unbedingt gemeint dass man nur dort ausbauen will (oder sich darauf
    > "konzentrieren" will, was immer das heißt).
    >
    > Sicherlich wird die Telekom in den nächsten drei Jahren in den weitaus
    > meisten Großstädten mit FTTH aktiv sein (direkt oder über Partnerschaften).
    > Wie man aus der anderen Aussage sieht ist der Ausbau wesentlich breiter
    > aufgestellt.
    >
    > "Marktanteile aus den Metropolen rausholen" ist eben eine kurze knackige
    > Aussage, um den Aktionären den Ausbau schmackhaft zu machen. Und die
    > Aussage stammt ja von der Vorstellung der Quartalszahlen.

    Die Aussage paßt aber zur auch sonst sichtbaren Strategie der Telekom - im Bereich DSL mußten in den letzten Jahren viele Konkurrenten zu den teureren Bitstrom Vorleistungen wechseln, der Anteil der Konkurrenten sei es mit eigener FTTC Technik als auch beim Bitstrom wird immer kleiner. Die Telekom gewinnt Anteile auf Kosten der Wettbewerber. Die Telekom kann so noch mal steigende Zahlen an ihre Aktionäre vermelden. Durch umfassenden - Ausbau - Von Super Vektoring. Mit politischer Rückendeckung durch die Bundesnetzagentur.

    Ebenso die Teilaussage ".. ansonsten bauen wir aus wo wir die übliche Förderung kriegen." Ungefördert läuft nicht viel ist mein Eindruck bei der Telekom. Zumindest nicht auf dem Land.

    Der Begriff Metropole ist sicher auch nicht scharf definiert - da würd ich durchaus auch erwarten das Großstädte unterhalb der 0.5 Mio Grenze gemeint sind. Zumindest die passenden Teile davon.. Und Marktanteile mit Glasfaser gewinnen kann man halt nicht indem man von Glasfaser redet. Man muß sie wirklich breit ausbauen. Und auch die Kapazitäten der Telekom sind beschränkt. Das Ramp up von 0.5 Mio/a auf 2.5 Mio/a wird Probleme genug machen also das man wirklich alles gleichzeitig anpacken kann.

    Im Wesentlichen wird's aber wohl um Wettbewerb mit Kabelanbietern wie Vodaphone in Großstädten gehen. Wobei man vielleicht noch die Hoffnung haben kann das durch die technischen Eigenschaften der Glasfaser auch noch einige Lücken und Datenratenaussetzter in den Großstädten gestopft werden können. Aber das das primäre Ziel der Anbieter bis 2024 jetzt wirklich wäre echte Flächendeckung in den Großstädten zu erreichen, oder gar durch Kooperation, würd ich doch stark bezweifeln .. da kehr ich dann doch zu der Aussage von Höttges zurück



    10 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.21 15:49 durch senf.dazu.

  17. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: spezi 03.04.21 - 15:45

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Aussage paßt aber zur auch sonst sichtbaren Strategie der Telekom - im
    > Bereich DSL mußten in den letzten Jahren viele Konkurrenten zu den teureren
    > Bitstrom Vorleistungen wechseln,

    Im Nahbereich, ja. Wobei da auch vor Vectoring Anbieter wie Telefonica umgestiegen sind, weil es günstiger für sie war.

    Außerhalb des Nahbereichs, also in den FTTC-Ausbaugebieten, liefen VDSL-Anschlüsse schon vorher über Bitstrom. Sonst hätten 1&1, Telefonica & Co ja überall eigene Glasfaser verlegen und eigene MFG aufstellen müssen.


    >
    > Der Begriff Metropole ist sicher auch nicht scharf definiert - da würd ich
    > durchaus auch erwarten das Großstädte unterhalb der 0.5 Mio Grenze gemeint
    > sind.

    Da hat die Telekom ja Glück gehabt.

    > Und auch die Kapazitäten der Telekom sind
    > beschränkt. Das Ramp up von 0.5 Mio/a auf 2.5 Mio/a wird Probleme genug
    > machen also das man wirklich alles gleichzeitig anpacken kann.

    Ist sicher sportlich. Aber der RampUp geschieht ja insbesondere auch durch umstellen der Kapazitäten die bisher für FTTC verwendet wurden.

  18. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: Faksimile 03.04.21 - 20:04

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Faksimile schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Beleg anhand Indizien:
    > >
    > > www.telekom.de => Hier explizit NRW
    > >
    > > Vergleiche mit
    > >
    > > www.deutsche-glasfaser.de
    > >
    > > die Angabe der Kreise ...
    > >
    > > Und dazu gibt es noch gewonnene Förderausschreibungen (1743/45) der DG
    >
    > Sehe ich jetzt nicht so. Die angegebenen Kreise legen erstmal nur nahe,
    > dass es irgendwo in dem Kreis demnächst FTTH-Ausbaugebiete geben wird. Im
    > Kreis Paderborn z.B. (der Dich ja besonders interessiert) baut die DG viel
    > per Förderung aus. Der Kreis wird auch bei der Telekom genannt. Meine
    > starke Vermutung ist, dass es hier erstmal um die Stadt Paderborn selbst
    > geht, die zu großen Teilen ja nicht förderfähig ist. Wobei ich - nebenbei -
    > vermute dass der Ausbau hier eher für Glasfaser Nordwest erfolgen wird...
    >
    > Aber sicher, es wird ein gewisses Hauen und Stechen geben um die
    > Ausbaugebiete. Und da kämpft nicht nur die Telekom um ihre Gebiete. Auch
    > die DG liefert sich ja "Ausbauduelle" mit anderen Anbietern. Sie überbaut
    > noch schnell in Fördergebieten die letzten eigenwirtschaftlich
    > auszubauenden weißen Flecken [1], sie kämpft im Raum Berlin um das Vorrecht
    > für FTTH-Ausbau von Gemeinden im Speckgürtel [2]. Und auch in der
    > Gigabitregion Stuttgart wollte sie spontan zwei Ortsteile ausbauen, nachdem
    > die Telekom bereits eine erfolgreiche Vorvermarktung durchgeführt
    > hatte[3].
    >
    > Letztlich werden da alle interessierten Anbieter um Ausbaugebiete kämpfen.
    > Und das ist auch erstmal gut so. Aus der Tatsache dass Telekom und DG in
    > den gleichen Landkreisen unterwegs sind kann man jetzt auch nicht direkt
    > schließen dass sie die gleichen Gebiete ausbauen werden. Mittlerweile gibt
    > es ja auch zwischen DG und Telekom eine erste Kooperation.
    >
    Aber genau das ist das Problem. Anstatt koordiniert die Gebiete auszubauen und mit open Access den Zugang aller zu regeln, wird überbaut und andere Gebiete hängen in der Luft.
    Das ist für alle schlecht. Für Kunden und Anbieter.

    > [1] www.ostsee-zeitung.de
    > [2] www.golem.de
    > [3] www.marbacher-zeitung.de

  19. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: spezi 03.04.21 - 21:13

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber genau das ist das Problem. Anstatt koordiniert die Gebiete auszubauen
    > und mit open Access den Zugang aller zu regeln, wird überbaut und andere
    > Gebiete hängen in der Luft.
    > Das ist für alle schlecht. Für Kunden und Anbieter.

    Der Wettbewerb um die Gebiete ist gut, aber eine Koordination wäre sicher hilfreich, da stimme ich Dir zu. Vielleicht bräuchte es etwas ähnliches wie beim Vectoring-Ausbau: eine Stelle bei der die Anbieter einen Ausbau für bestimmte. Gebiete (Stadtteile, Ortsteile, Dörfer) ankündigen, und derjenige der das zuerst macht in einem gewissen Zeitraum den Ausbau durchführen darf/muss (z.B. innerhalb der nächsten 18 Monate).

    Im Fall des Vetoring-Ausbaus ging es dabei um den regulierten exklusiven Zugriff auf Teile des Telekom-Netzes (Netzverteiler und letzte Meile). Ob man so einfach Exklusivrechte für den Ausbau eines komplett eigenen Netzes vergeben kann weiß ich nicht.

    Letztlich hoffe ich dass sich die Anbieter beim FTTH-Ausbau zwar Konkurrenz machen, sich aber auch in der Regel arrangieren werden.

  20. Re: Ich glaub das wär zuviel erwartet

    Autor: Faksimile 03.04.21 - 21:31

    Die Konkurrenz bei der Leistung als Provider: ja.
    Als Infrastrukturanbieter: nein.

    Nur so werden wir in DE in absehbarer Zeit flächendeckendes FTTH in DE bekommen. Denn Konkurrenz im Ausbau hilft uns allen nicht, weil der Ausbau eines jeden Providers bezahlt werden muss und dieses die Kosten für den Kunden hoch hält.

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