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Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

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  1. Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: NeverDefeated 15.07.13 - 18:32

    ..., dass sowas selbst mir als Privatperson problemlos möglich ist und daher von Behörden, Konzernen und anderen Kriminellen auch gemacht wird und plötzlich ist es eine sensationelle Schlagzeile. Ich lache mich derzeit wirklich täglich tot über die Leute, die trotz jahrelanger Berichterstattung über Datenschutzskandale in allen Bereichen erst einen Edward Snowden brauchten um zu erkennen, dass etwas selbstverständlich auch gemacht wird, wenn es möglich ist, es einen Vorteil bringt und das Risiko erwischt zu werden ziemlich klein ist.

    Meine ganzen Freunde und Bekannten, die mir vor 2 Monaten noch zu einem Aluhut geraten haben, sind plötzlich irgendwie ganz kleinlaut geworden. Möglicherweise hätten lieber sie sich schon vor Jahren einen Aluhut basteln und ihn ganz fest um ihr SmartPhone wickeln sollen. Ich habe seit über 13 Jahren kein Mobiltelefon mehr. Daher brauche ich auch keinen Aluhut um dessen Verbindungsaufbau mit dem nächsten Sendemasten zu unterbinden, damit es keine persönlichen Daten von mir und meinen Bekannten in die Hände Dritter kopiert. :-D

  2. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: __destruct() 15.07.13 - 19:22

    Ironischerweise passiert genau gar nichts bezüglich des Empfangs, wenn man sein Handy mit Alufolie eingewickelt. :D

  3. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: modd 15.07.13 - 19:57

    Jetzt kommen überall die "genau das weiss ich schon seit 25 Jahren" Leute aus ihren Löchern, darüber lach ich mich schon seit Tagen tot.
    Wenn die Überwachung einer der Gründe ist warum du kein Handy nutzt hast du btw ganz andere Probleme in deinem Leben als ausspioniert zu werden.

  4. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: pholem 15.07.13 - 20:09

    Wenn ich mich nicht verlesen habe, geht es hier um das Ziehen der Daten nach Beschlagnahmung eines Geräts. Und das wird nur bei einem Bruchteil derjenigen gemacht, die überhaupt zur Durchsucheung rausgefischt werden.

    Was du sagst klingt als würdest du glauben, dass über die Funkmasten auf dein Handy zugegriffen würde und sämtliche Daten darüber gezogen werden könnten.

    Also erstmal durchatmen und die Fakten checken.

  5. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: NeverDefeated 16.07.13 - 01:09

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mich nicht verlesen habe, geht es hier um das Ziehen der Daten
    > nach Beschlagnahmung eines Geräts. Und das wird nur bei einem Bruchteil
    > derjenigen gemacht, die überhaupt zur Durchsucheung rausgefischt werden.

    Und bei den kopierten Daten ausgewählter Handys, alle von Leuten bei denen man keinen direkten Verdacht hatte der ihre vorläufige Festnahme gerechtfertigt hätte, setzt sich dann ein Beamter hin und analysiert die Daten von Hand und der Steuerzahler zahlt das Gehalt des Beamten, auch wenn der in 30 Jahren Dienstzeit mit der Methode mit Glück einen echten Kriminellen schnappt, oder wie soll ich mir das vorstellen? Ist das eine Version der Wahrheit, die Du jemandem einreden könntest, der über Datenbanken, die Leistungsfähigkeit heutiger Rechner und die Methoden des Dataminings Bescheid weiss? Wohl kaum. Datamining wird umso effektiver je grösser und verlässlicher die Datenbasis ist, die durchsucht werden kann. Mit einem Handy hat man eine präzise Zuordnung von Daten zu Personen und da kaum jemand Fake-Daten auf seinem Handy speichert ist die Verlässlichkeit einer solchen Datenbank weit höher als die aus sozialen Netzwerken gewonnene Datenbasis.

    60.000 Menschen werden offenbar jährlich von der Grenzpolizei durchsucht und man kann davon ausgehen, dass das nicht gerade alles britische Staatsbürger sind, sondern eher Leute bei denen es sein könnte, dass die sich mit ihrem Handy in Grossbritannien möglicherweise garnicht oder auf der Durchreise zu kurz ins Netz einbuchen um ihre Daten per Mobilfunknetz vollständig auf die Geheimdienst-Server kopieren zu können. Um an die auf dem Handy gespeicherten Daten der eigenen Landsleute zu kommen, bräuchte man nämlich nicht so einen Aufstand zu treiben. Die liegen längst durchsuchbar auf den Geheimdienst-Servern.


    > Was du sagst klingt als würdest du glauben, dass über die Funkmasten auf
    > dein Handy zugegriffen würde und sämtliche Daten darüber gezogen werden
    > könnten.

    Ich brauche das nicht mehr glauben. Das haben Kollegen von mir schon in den 90er Jahren getan (deshalb habe ich damals mein Handy verkauft und bis heute keines mehr angeschafft) und heute sollte schon angesichts der Existenz von Programmen wie Carrier IQ und immer grösseren Datenmengen auf SmartPhones jedem klar sein, dass sich die Bedingungen für die Datensammler gegenüber damals noch stark verbessert haben.

    Du kannst Dich sogar mit einem herkömmlichen Handy selber als Sendemast ausgeben und den Datenverkehr zwischen einem Handynutzer in Deiner Nähe und dem Sendemasten des Providers in beide Richtungen mitlesen und manipulieren. Das alles als Privatmann mit nicht einmal 100EUR teurem Equipment von eBay und einem Laptop mit der entsprechenden Software. Du glaubst das macht niemand? Mitnichten: Ich hätte da einen entfernten Bekannten, dem ich das mal an seinem Handy vorgeführt habe. Einige Zeit danach hat der mir Nacktbilder von seiner Nachbarin (Er wohnt in einem Mietshaus und ich kenne die Frau von einem Besuch bei ihm.) und deren Partner (wohl vom Telefonsex) geschickt, die er "abgefangen" hat.

    Angesichts solcher Aktionen habe ich den Kontakt zu ihm weitgehend abgebrochen. Aber derart skrupellose Leute findest Du überall wo die Chance entdeckt zu werden gering ist. Die entsprechenden Hinweise samt Software für eine solche "Abhöraktion" gibt es im Internet. Du kannst also mal raten wie viel tausend Leute das alleine in Deutschland zum Vergnügen oder aus anderen Gründen schon machen. Wenn ich einen technisch halbwegs interessierten Nachbarn zwischen mir und dem nächsten Providersendemasten hätte, würde ich mich vorsehen. Sonst kann es passieren, dass u.U. sehr private Fotos, die Du von Deiner Partnerin geschossen hast, plötzlich im Internet kursieren und Du Deiner Partnerin erklären musst, wie die wohl da hingekommen sind.

    Mein nächster Nachbar lebt allerdings fast einen Kilometer entfernt, so dass er schon Schwierigkeiten haben dürfte meine im Sommer bei entsprechenden Temperaturen eigentlich immer nackt auf meinem Grundstück herumlaufende Familie und mich zu fotografieren und das im Internet zu verbreiten. Dazu ich habe ja weder Handy noch DECT-Festnetztelefon und daher hat er wohl kaum eine reelle Chance bei mir zu spionieren.


    > Also erstmal durchatmen und die Fakten checken.

    Ich habe erstmal die Fakten gecheckt, dann tief durchgeatmet und dann die Konsequenzen aus den Fakten gezogen. Sonst würde ich möglicherweise nicht auf ein Handy verzichten. Denn ein bis zweimal pro Jahr wäre so ein Teil schon praktisch. Aber da kann man dann auch eines mit einer von einem Bekannten anonym gekauften Aufladekarte nehmen, bei dem man den Akku herausnehmen kann, damit man es auch sicher abschalten kann wenn man die eigene Position nicht verraten will. Die meisten Leute schmeissen einem ihre alten Handys heute ohnehin nach. Da herrscht kein Mangel. ;-)


    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ironischerweise passiert genau gar nichts bezüglich des Empfangs, wenn man
    > sein Handy mit Alufolie eingewickelt. :D

    Genau darum geht es ja. Eine ohne Risse oder sonstige Öffnungen überlappend um das Handy gewickelte Alufolie bildet einen sog. Faraday'schen Käfig. Da kommen keine elektromagnetischen Wellen mehr hinein oder hinaus und mit dem Handy passiert nichts mehr, weil es über Funk eben nicht mehr erreichbar ist. Kein Datenklau mehr möglich. Da hat der Aluhut dann seinen Zweck erfüllt. ;-)


    modd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt kommen überall die "genau das weiss ich schon seit 25 Jahren" Leute
    > aus ihren Löchern, darüber lach ich mich schon seit Tagen tot.

    Ja, lache solange Du noch nicht jemandem gegenübersitzt, der mehr über Dein und das Leben Deiner Familie und Freunde weiss als Du selber. Dann vergeht einem nämlich das Lachen ziemlich schnell.

    Es gibt halt immer auch ein paar Leute, die dem "Ihre Daten sind bei uns sicher"-Geschwafel nicht glauben und sich die Technik dahinter ansehen. Die lachen zuletzt.

    > Wenn die Überwachung einer der Gründe ist warum du kein Handy nutzt hast du
    > btw ganz andere Probleme in deinem Leben als ausspioniert zu werden.

    Klar habe ich ganz andere Probleme, denn ausspioniert zu werden ist definitiv nicht mehr mein Problem. Dagegen habe ich genug Vorkehrungen getroffen und kann mich nun anderen Problemen widmen.

  6. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: __destruct() 16.07.13 - 10:36

    Wenn du entweder ein Handy oder ein drahtloses Telefon hättest, könntest du es ja ausprobieren. Aber ich kann dir sagen, dass es nichts bringt, auch, wenn man es oft umwickelt. Es klingelt trotzdem, wenn man anruft.

  7. Re: Das erzähle ich ja auch erst seit 10 Jahren....

    Autor: pholem 18.07.13 - 16:25

    Ich kann mich jetzt nicht zu allem in deiner Antwort äußern, aber es scheint ein Missverständnis vorzuliegen.
    Ich sagte "du scheinst zu glauben, dass alle Daten vom Handy von einem Handymast gezogen werden können". Du sagst jetzt, dass du es nicht glaubst, sondern weißt. Was du danach aber erzählst ist, dass die Daten, die GESENDET oder EMPFANGEN werden abgegriffen werden können. Das ist mir natürlich klar, da muss man ja nur ein Video vom CCC von Nohl ansehen. Was ich meinte, und es klang auch so in deinem ersten Kommentar, dass man sich vom Handymast in dein Handy "hackt" und die Daten auslesen kann, die darauf gespeichert sind. Das ist meines Wissens nach nicht möglich.

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