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Erdkabelfetisch hierzulande.

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  1. Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: grslbr 23.12.16 - 13:46

    Vorneweg, ich wohne im Schwarzwald. Kein DSL, kein Kabel und die kleineren Funk Anbieter sind zwar in der Nähe tätig, aber noch nicht hier. Also Satellit. Was ich keinem wünsche.

    So, was mich stört ist diese Versessenheit auf die unterirdische Verlegung für FTTH. Die Gemeinden hier sind wohl an einem kommunal finanzierten Netz dran. Abgesehen davon dass ich denen das nicht zutraue und bei öffentlichen Projekten eh so meine Zweifel habe ob da je was zustande kommt, finde ich's völlig bescheuert das als unterirdisch verlegtes Netz zu planen.

    Wenn man ein symmetrisches Gigabit mit 99,99% Verfügbarkeit braucht, dann sollte man vielleicht nicht mitten in die Pampa mit der Firma. Dem Rest der Bevölkerung sind die erlaubten paar hundert Stunden Downtime im Jahr egal und wenn's halt mal stürmt, dann fährt man eben danach raus und spleisst das Ding.

    In anderen Ländern wird das ja auch gemacht. Mag schon sein dass wir ein dolleres Telefonnetz und Stromnetz haben als die, hört man zumindest öfter. Aber ehrlich, beim Internetz finde ich den Ansatz übertrieben.

    Nobody belongs anywhere, nobody exists on purpose,
    everybody's going to die. Come watch TV?

  2. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.16 - 13:55

    Wir sind ein verdammt kleines Land mit vergleichsweise vielen Menschen, das wenige landschaftliche Rückzugsräume bietet. Ganz anders als in Ländern wie Kanada, USA oder auch bei den Skandinaviern. Es ist schon nachvollziehbar, dass man mit dem Landschaftsbild der verbliebenen ländlichen Rückzugs- und Erholungsräume dann so schonend wie möglich umgehen will. Wenn es dann vielleicht 10 Jahre länger dauert und teurer ist, dann ist das halt der Preis dafür. Und ansonsten, wie du schon sagst, "Wenn man ein symmetrisches Gigabit mit 99,99% Verfügbarkeit braucht, dann sollte man vielleicht nicht mitten in die Pampa mit der Firma." - generell und unabhängig von der Downtime.

  3. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.16 - 17:36

    grslbr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorneweg, ich wohne im Schwarzwald. Kein DSL, kein Kabel und die kleineren
    > Funk Anbieter sind zwar in der Nähe tätig, aber noch nicht hier. Also
    > Satellit. Was ich keinem wünsche.
    >
    > So, was mich stört ist diese Versessenheit auf die unterirdische Verlegung
    > für FTTH. Die Gemeinden hier sind wohl an einem kommunal finanzierten Netz
    > dran. Abgesehen davon dass ich denen das nicht zutraue und bei öffentlichen
    > Projekten eh so meine Zweifel habe ob da je was zustande kommt, finde ich's
    > völlig bescheuert das als unterirdisch verlegtes Netz zu planen.
    >
    > Wenn man ein symmetrisches Gigabit mit 99,99% Verfügbarkeit braucht, dann
    > sollte man vielleicht nicht mitten in die Pampa mit der Firma. Dem Rest der
    > Bevölkerung sind die erlaubten paar hundert Stunden Downtime im Jahr egal
    > und wenn's halt mal stürmt, dann fährt man eben danach raus und spleisst
    > das Ding.
    >
    > In anderen Ländern wird das ja auch gemacht. Mag schon sein dass wir ein
    > dolleres Telefonnetz und Stromnetz haben als die, hört man zumindest öfter.
    > Aber ehrlich, beim Internetz finde ich den Ansatz übertrieben.

    In anderen ländern gibts auch die Todesstrafe und sowas schickes wie Fahrverbot für frauen...brauchen wir auch unbedingt.

  4. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: M.P. 23.12.16 - 18:59

    Naja, Japan ist definitiv dichter besiedelt, hat mit uns einen ähnlichen Lebensstandard, und die Straßen sehen da so aus:

  5. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: xMarwyc 24.12.16 - 16:49

    Lügenbold schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir sind ein verdammt kleines Land mit vergleichsweise vielen Menschen, das
    > wenige landschaftliche Rückzugsräume bietet. Ganz anders als in Ländern wie
    > Kanada, USA oder auch bei den Skandinaviern. Es ist schon nachvollziehbar,
    > dass man mit dem Landschaftsbild der verbliebenen ländlichen Rückzugs- und
    > Erholungsräume dann so schonend wie möglich umgehen will. Wenn es dann
    > vielleicht 10 Jahre länger dauert und teurer ist, dann ist das halt der
    > Preis dafür. Und ansonsten, wie du schon sagst, "Wenn man ein symmetrisches
    > Gigabit mit 99,99% Verfügbarkeit braucht, dann sollte man vielleicht nicht
    > mitten in die Pampa mit der Firma." - generell und unabhängig von der
    > Downtime.

    "10 Jahre länger" - musste lachen

  6. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: Anonymer Nutzer 24.12.16 - 19:13

    In 10 Jahren dürfte 5G schon ganz vernünftige Verbreitung haben. Da brauchen wir dann auch kein FTTH mehr bis in jede butze. Im grunde macht es die telekom schon ganz clever.

    Kabelsalat auf masten wie in anderen ländern brauchen wir echt nicht. Sieht nicht nur kacke aus sondern ist auch viel anfälliger für ausfälle.

  7. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: Spaghetticode 25.12.16 - 23:15

    grslbr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So, was mich stört ist diese Versessenheit auf die unterirdische Verlegung
    > für FTTH.

    Ich halte diesen Ansatz für besser:
    - Herumhängende Kabel beeinträchtigen das Stadt- bzw. Straßenbild.
    - Oberirdisch verlegte Kabel sind anfällig für Zerstörung. Sei es durch Schneelasten, Sturm oder von der Straße abkommende Autos. Wir haben hier in unserem Dorf mit oberirdischen Strom- und Telefonkabeln gefühlt alle zwei Monate ein von der Straße abgekommenes Auto. Da ist es pures Glück, dass noch kein Auto einen Strommasten erwischt und einen mehrtägigen Stromausfall verursacht hat.

  8. Re: Erdkabelfetisch hierzulande.

    Autor: Phunny 26.01.17 - 00:02

    ich frage mich ja allen ernstes warum diese schweinerei als referenz fuer oberirdische anschluesse hergezogen wird ..
    ich behaupte dochmal das deutsche Techniker durchaus imstande sind etwas viel besseres hinzukriegen, oder steht es im Land der Studenten und BWLer bereits so schlecht bestellt ?

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