1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Handelskrieg: China will…

So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema


  1. So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: debunix 08.05.22 - 11:51

    China hat das Spiel in den letzten 30 Jahren perfekt gespielt.
    Erst kontrolliert geöffnet und als verlängerte Werkbank die Investoren ins Land gelockt. Dank grossem Marktpotenzial waren alle bereit, zu den Bedingungen der Chinesen zu kommen.
    Noch einmal: Das ging immer nur als Joint Venture und Minderheitsbeteiligung!
    So konnte China KnowHow aufbauen (oder besser gesagt: absaugen) und langsam, aber sicher die eigene Wirtschaft stärken.

    Als weiterer Bonus entstand so eine immer grösser werdende Abhängigkeit des Westens, der auf billige Produktion und Waren heiss war und ist. Dumm nur, dass man aus der Umklammerung kaum noch raus kommt - jedenfalls nicht kurzfristig.
    Und jetzt steht man da und muss hoffen, dass China nicht die falschen Schlüsse aus dem Ukraine-Russland-Konflikt zieht und sich an Taiwan versucht.

    Der Westen hat sich selbst schachmatt gesetzt und sollte dringendst zusehen, dass er die Abhängigkeiten von solchen Staaten reduziert.

    Ganz nebenbei: Die Chinesen sind auch softwareseitig schon ganz gut unterwegs. Red Flag Linux als Staats-OS und Kingsoft macht die Office-Suite (WPS Office).
    Bis sich hier irgendjemand geeinigt hat, haben die Chinesen den ganzen Krempel selbst gemacht und reduzieren ihre Abhängigkeit weiter.

  2. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Simon E. Schuster 08.05.22 - 12:37

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Westen hat sich selbst schachmatt gesetzt und sollte dringendst
    > zusehen, dass er die Abhängigkeiten von solchen Staaten reduziert.
    >
    > Ganz nebenbei: Die Chinesen sind auch softwareseitig schon ganz gut
    > unterwegs. Red Flag Linux als Staats-OS und Kingsoft macht die Office-Suite
    > (WPS Office).
    > Bis sich hier irgendjemand geeinigt hat, haben die Chinesen den ganzen
    > Krempel selbst gemacht und reduzieren ihre Abhängigkeit weiter.

    Naja ich sehe nicht das der Westen schon komplett Schachmatt ist allerdings würde es uns nicht schaden die Welt nicht durch unsere Rosarote Brille zu sehen, sondern einmal einen nüchternen
    unverstellten rationalen Blick auf die geopolitische Situation zu wagen.

    Fakt ist der Ukraine zu helfen und über Nacht vom 2 bis 4 Größten Rohstofflieferanten Russland komplett abgeschottet zu werden liegt nicht im Interesse der Europäischen Öffentlichkeit, dennoch wird genau das provoziert, da man durch Betroffenheitsjournalismus die Köpfe der Politischen Klasse so vernebelt hat das diese ihre Aufgabe als Volksvertreter Ihrer Länder und Ihre Verpflichtung Ihre Volkswirtschaften vor Schaden zu bewahren einfach vergessen haben.

    Für einen Politischen Wettstreit der Systeme fehlt in Europa so ziemlich alles was man als Resilienz bezeichnet. Wir sind 100% Abhängig im Energiesektor, 100% Abhängig im Technologie Sektor, damit sind wir von alles Seiten gleichzeitig erpressbar und nicht Handlungsfähig. Sowohl die USA erpressen uns, in Sachen Datenschutz, Abnahme von Soja ect.... China kann uns erpressen weil es ohne Sie über Nacht nichts mehr zu kaufen gibt und Russland könnte im Worst Case jederzeit bei uns die Heizung und die Industrie abstellen. Anders als in Deutschen Medien dargestellt bedeutet ein zugemachter Gashahn nicht nur keine Heizung sondern auch keine Chemische Industrie (Minus 4 Millionen Arbeitsplätze), keine Glashütten, Medikamentenherstellung, Vorprodukt Produktion für die Industrie (Weitere 4 Milliionen Arbeitsplätze) usw.. Wenn man das weiß dann stellt sich die Frage warum helfen wir der Ukraine. Wir haben keinerlei Bündnisverpflichtung dafür riskieren wir aber den kompletten Wirtschaftlichen Untergang für Sie. Aus meiner Sicht ist dies nicht Rational. Ich weiß Krieg ist Schlimm und es ist eine Tragödie was in der Ukraine passiert aber rechtfertigt das den Kopflosen Selbstmord? Nein Humanitäre Hilfe gerne, Aufnahme von Frauen und Kindern gerne auch in größerer Zahl aber doch nicht mit unserem besten Rohstofflieferanten Russland die Beziehungen für immer ruinieren.

  3. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: debunix 08.05.22 - 13:14

    Deine Beschreibung würde ich als ziemlich schachmatt bezeichnen 😉

  4. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 08.05.22 - 13:37

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > China hat das Spiel in den letzten 30 Jahren perfekt gespielt.
    > Erst kontrolliert geöffnet und als verlängerte Werkbank die Investoren ins
    > Land gelockt. Dank grossem Marktpotenzial waren alle bereit, zu den
    > Bedingungen der Chinesen zu kommen.
    > Noch einmal: Das ging immer nur als Joint Venture und
    > Minderheitsbeteiligung!
    > So konnte China KnowHow aufbauen (oder besser gesagt: absaugen) und
    > langsam, aber sicher die eigene Wirtschaft stärken.

    Ich verstehe absolut nicht, woher solche Gedanken kommen. Know How absaugen? Wo denn? Bei der Halbleiterfertigung ist man mittlerweile bei 4-5 nm angekommen, China kann selber gerade mal 16 nm fertigen, wenn ich das richtig im Kopf habe. Dazu müssten sie auch erst einmal die Fertigungsstraßen bauen können - ohne die wird alles andere nichts.

    Und dann müssen die das Zeugs auch verkaufen können - alleine im eigenen Land reicht nicht. Und was passiert, wenn sich die Investoren und Unternehmen wieder aus China zurückziehen? Dann fällt das alles wie ein Kartenhaus zusammen.

  5. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: LeeRoyWyt 08.05.22 - 16:15

    Simon E. Schuster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fakt ist der Ukraine zu helfen und über Nacht vom 2 bis 4 Größten
    > Rohstofflieferanten Russland komplett abgeschottet zu werden liegt nicht im
    > Interesse der Europäischen Öffentlichkeit, dennoch wird genau das
    > provoziert, da man durch Betroffenheitsjournalismus die Köpfe der
    > Politischen Klasse so vernebelt hat das diese ihre Aufgabe als
    > Volksvertreter Ihrer Länder und Ihre Verpflichtung Ihre Volkswirtschaften
    > vor Schaden zu bewahren einfach vergessen haben.

    Das ist kein Fakt, das ist Geschwurbel. Bestenfalls deine persönliche Überzeugung, aber eben weit entfernt von einem Fakt. Um dir das klarer zu machen: es kann den bräsigen Deutschen gar nichts besseres passieren, als das Ihnen endlich mal klar gemacht wird, dass die Energiewende dringend nötig ist. Mit denn Fossilen haben wir immer schon vor allem Diktaturen unterstützt.

    > Für einen Politischen Wettstreit der Systeme fehlt in Europa so ziemlich
    > alles was man als Resilienz bezeichnet. Wir sind 100% Abhängig im
    > Energiesektor, 100% Abhängig im Technologie Sektor, damit sind wir von
    > alles Seiten gleichzeitig erpressbar und nicht Handlungsfähig. Sowohl die
    > USA erpressen uns, in Sachen Datenschutz, Abnahme von Soja ect.... China
    > kann uns erpressen weil es ohne Sie über Nacht nichts mehr zu kaufen gibt
    > und Russland könnte im Worst Case jederzeit bei uns die Heizung und die
    > Industrie abstellen. Anders als in Deutschen Medien dargestellt bedeutet
    > ein zugemachter Gashahn nicht nur keine Heizung sondern auch keine
    > Chemische Industrie (Minus 4 Millionen Arbeitsplätze), keine Glashütten,
    > Medikamentenherstellung, Vorprodukt Produktion für die Industrie (Weitere 4
    > Milliionen Arbeitsplätze) usw.. Wenn man das weiß dann stellt sich die
    > Frage warum helfen wir der Ukraine.

    Nun, zum einen, weil es Alternativen gibt, auch wenn die durch jahrelang verschlafene Reformen nun teuer werden. Zum zweiten weil die Alternative ist, sich auf den Rücken zu legen und tot zu stellen. Du spielst dich hier ja als geopolitischer Stratege auf, dann beantworte mir mal eine einfache Frage: wenn du als Russe dir die Ukraine einverleiben kannst, ohne dass der Westen auch nur zuckt - was ist da wohl deine logische Schlussfolgerung?! Und zum dritten: es ist manchmal auch nett, auf der moralisch eindeutig und unzweifelhaft richtigen Seite zu stehen, zumindest in dem man hilft, wenn man schon nicht aktiv werden kann.

    > Wir haben keinerlei Bündnisverpflichtung dafür riskieren wir aber den kompletten
    > Wirtschaftlichen Untergang für Sie. Aus meiner Sicht ist dies nicht
    > Rational. Ich weiß Krieg ist Schlimm und es ist eine Tragödie was in der
    > Ukraine passiert aber rechtfertigt das den Kopflosen Selbstmord? Nein
    > Humanitäre Hilfe gerne, Aufnahme von Frauen und Kindern gerne auch in
    > größerer Zahl aber doch nicht mit unserem besten Rohstofflieferanten
    > Russland die Beziehungen für immer ruinieren.

    Ok, du plädierst also für tot stellen, Appeasement und damit die Kapitulation vor einer Diktatur, die schon deutlich gesagt hat, dass sie ihre Interessenspäre bis zum Atlantik sieht. Oh ja, das ist ja total rational und überhaupt kein Selsbtmord....

    Lächerlich, wie du deinen Defätismus hier als Rationalität verkaufen willst.

  6. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 08.05.22 - 16:44

    LeeRoyWyt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ok, du plädierst also für tot stellen, Appeasement und damit die
    > Kapitulation vor einer Diktatur, die schon deutlich gesagt hat, dass sie
    > ihre Interessenspäre bis zum Atlantik sieht. Oh ja, das ist ja total
    > rational und überhaupt kein Selsbtmord....

    Ich bin ja generell bei Dir, aber was manche meinen und was sie davon umsetzen können (und vor allem wie) sind dann doch zwei paar Schuhe. Ich denke mal dass sich Russland so was von hüten wird ein NATO-Land anzugreifen...

  7. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: debunix 08.05.22 - 18:55

    LeeRoyWyt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Simon E. Schuster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Fakt ist der Ukraine zu helfen und über Nacht vom 2 bis 4 Größten
    > > Rohstofflieferanten Russland komplett abgeschottet zu werden liegt nicht
    > im
    > > Interesse der Europäischen Öffentlichkeit, dennoch wird genau das
    > > provoziert, da man durch Betroffenheitsjournalismus die Köpfe der
    > > Politischen Klasse so vernebelt hat das diese ihre Aufgabe als
    > > Volksvertreter Ihrer Länder und Ihre Verpflichtung Ihre
    > Volkswirtschaften
    > > vor Schaden zu bewahren einfach vergessen haben.
    >
    > Das ist kein Fakt, das ist Geschwurbel. Bestenfalls deine persönliche
    > Überzeugung, aber eben weit entfernt von einem Fakt. Um dir das klarer zu
    > machen: es kann den bräsigen Deutschen gar nichts besseres passieren, als
    > das Ihnen endlich mal klar gemacht wird, dass die Energiewende dringend
    > nötig ist. Mit denn Fossilen haben wir immer schon vor allem Diktaturen
    > unterstützt.
    >
    > > Für einen Politischen Wettstreit der Systeme fehlt in Europa so ziemlich
    > > alles was man als Resilienz bezeichnet. Wir sind 100% Abhängig im
    > > Energiesektor, 100% Abhängig im Technologie Sektor, damit sind wir von
    > > alles Seiten gleichzeitig erpressbar und nicht Handlungsfähig. Sowohl
    > die
    > > USA erpressen uns, in Sachen Datenschutz, Abnahme von Soja ect.... China
    > > kann uns erpressen weil es ohne Sie über Nacht nichts mehr zu kaufen
    > gibt
    > > und Russland könnte im Worst Case jederzeit bei uns die Heizung und die
    > > Industrie abstellen. Anders als in Deutschen Medien dargestellt bedeutet
    > > ein zugemachter Gashahn nicht nur keine Heizung sondern auch keine
    > > Chemische Industrie (Minus 4 Millionen Arbeitsplätze), keine Glashütten,
    > > Medikamentenherstellung, Vorprodukt Produktion für die Industrie (Weitere
    > 4
    > > Milliionen Arbeitsplätze) usw.. Wenn man das weiß dann stellt sich die
    > > Frage warum helfen wir der Ukraine.
    >
    > Nun, zum einen, weil es Alternativen gibt, auch wenn die durch jahrelang
    > verschlafene Reformen nun teuer werden. Zum zweiten weil die Alternative
    > ist, sich auf den Rücken zu legen und tot zu stellen. Du spielst dich hier
    > ja als geopolitischer Stratege auf, dann beantworte mir mal eine einfache
    > Frage: wenn du als Russe dir die Ukraine einverleiben kannst, ohne dass der
    > Westen auch nur zuckt - was ist da wohl deine logische Schlussfolgerung?!
    > Und zum dritten: es ist manchmal auch nett, auf der moralisch eindeutig und
    > unzweifelhaft richtigen Seite zu stehen, zumindest in dem man hilft, wenn
    > man schon nicht aktiv werden kann.
    >
    > > Wir haben keinerlei Bündnisverpflichtung dafür riskieren wir aber den
    > kompletten
    > > Wirtschaftlichen Untergang für Sie. Aus meiner Sicht ist dies nicht
    > > Rational. Ich weiß Krieg ist Schlimm und es ist eine Tragödie was in der
    > > Ukraine passiert aber rechtfertigt das den Kopflosen Selbstmord? Nein
    > > Humanitäre Hilfe gerne, Aufnahme von Frauen und Kindern gerne auch in
    > > größerer Zahl aber doch nicht mit unserem besten Rohstofflieferanten
    > > Russland die Beziehungen für immer ruinieren.
    >
    > Ok, du plädierst also für tot stellen, Appeasement und damit die
    > Kapitulation vor einer Diktatur, die schon deutlich gesagt hat, dass sie
    > ihre Interessenspäre bis zum Atlantik sieht. Oh ja, das ist ja total
    > rational und überhaupt kein Selsbtmord....
    >
    > Lächerlich, wie du deinen Defätismus hier als Rationalität verkaufen
    > willst.

    Das ist genau die Naivität, die Deutschland in die Bedeutungslosigkeit geführt hat und noch führen wird.
    Was Du anmerkst, ist ja durchaus richtig. Aber die bräsigen Deutschen werden es eben auf Grund ihrer "Überdemokratisierung", sprich Bürokratie, gar nichts auf die Reihe bekommen. Es braucht eine schnelle Lösung, die in den benötigten Dimensionen nicht machbar ist.

    Wer so lange zuwartet mit allen möglichen Weichenstellungen, der ist halt irgendwann zu spät dran. Sorry, aber der Zug für Deutschland ist abgefahren - und zwar in fast allen Bereichen.

    Bildung? Am Arsch. Infrastruktur? Investitionsstau historischen Ausmasses und Verfall dadurch. Sozialkassen? Hilflos unterdeckt. Energiepolitik? Beknackter geht nicht.
    Hat man die Probleme erkannt? Nein, man macht noch ein bisschen schneller voran beim Wahnsinn.

    Geh' mal ins Ausland für eine Weile, das öffnet den Blick für die Realität gewaltig.

  8. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 08.05.22 - 19:28

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist genau die Naivität, die Deutschland in die Bedeutungslosigkeit
    > geführt hat und noch führen wird.
    > Was Du anmerkst, ist ja durchaus richtig. Aber die bräsigen Deutschen
    > werden es eben auf Grund ihrer "Überdemokratisierung", sprich Bürokratie,
    > gar nichts auf die Reihe bekommen. Es braucht eine schnelle Lösung, die in
    > den benötigten Dimensionen nicht machbar ist.

    Das ist durchaus richtig, aber dennoch kein Beispiel dafür, dass Deutschland "Schachmatt" ist.

    > Wer so lange zuwartet mit allen möglichen Weichenstellungen, der ist halt
    > irgendwann zu spät dran. Sorry, aber der Zug für Deutschland ist abgefahren
    > - und zwar in fast allen Bereichen.

    Und das ist wiederum einfach falsch. Welche Bereiche sollen das denn sein?

    > Bildung? Am Arsch. Infrastruktur? Investitionsstau historischen Ausmasses
    > und Verfall dadurch. Sozialkassen? Hilflos unterdeckt. Energiepolitik?
    > Beknackter geht nicht.

    Und dennoch sind wir weit von Schachmatt entfernt. Ja, es muss sich einiges ändern, aber dennoch sind wir weit davon entfernt.

    > Hat man die Probleme erkannt? Nein, man macht noch ein bisschen schneller
    > voran beim Wahnsinn.

    Kann es sein dass Du hier einfach nur Deinen Frust rauslassen willst? Es gibt genügend, die das erkannt haben. Ob die etwas zu sagen haben steht auf einem anderen Blatt. Aber alleine in den letzten 1-2 Jahren hat sich das Bewusstsein in vielen Dingen geändert, nur jemand muss es eben auch umsetzen. Ob das diese Regierung sein wird? Keine Ahnung. Ich erlebe es in NRW aber gerade, das eine Partei für ihr Versagen quasi abgewählt wird.

    > Geh' mal ins Ausland für eine Weile, das öffnet den Blick für die Realität
    > gewaltig.

    Ja...in vielerlei Hinsicht. Auch in Sachen Krankenversicherung, Arbeitslosenhilfe, Absicherung im Alter, Kündigungsschutz usw usw. Arbeite in den USA mal bei Walmart an der Kasse...und vergleiche das mal mit unseren Supermärkten.

    Man kann sich nicht einfach eine Sache rauspicken und alles andere links liegen lassen.

  9. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: debunix 08.05.22 - 19:35

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > debunix schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Das ist genau die Naivität, die Deutschland in die Bedeutungslosigkeit
    > > geführt hat und noch führen wird.
    > > Was Du anmerkst, ist ja durchaus richtig. Aber die bräsigen Deutschen
    > > werden es eben auf Grund ihrer "Überdemokratisierung", sprich
    > Bürokratie,
    > > gar nichts auf die Reihe bekommen. Es braucht eine schnelle Lösung, die
    > in
    > > den benötigten Dimensionen nicht machbar ist.
    >
    > Das ist durchaus richtig, aber dennoch kein Beispiel dafür, dass
    > Deutschland "Schachmatt" ist.
    >
    > > Wer so lange zuwartet mit allen möglichen Weichenstellungen, der ist
    > halt
    > > irgendwann zu spät dran. Sorry, aber der Zug für Deutschland ist
    > abgefahren
    > > - und zwar in fast allen Bereichen.
    >
    > Und das ist wiederum einfach falsch. Welche Bereiche sollen das denn sein?
    >
    > > Bildung? Am Arsch. Infrastruktur? Investitionsstau historischen
    > Ausmasses
    > > und Verfall dadurch. Sozialkassen? Hilflos unterdeckt. Energiepolitik?
    > > Beknackter geht nicht.
    >
    > Und dennoch sind wir weit von Schachmatt entfernt. Ja, es muss sich einiges
    > ändern, aber dennoch sind wir weit davon entfernt.
    >
    > > Hat man die Probleme erkannt? Nein, man macht noch ein bisschen
    > schneller
    > > voran beim Wahnsinn.
    >
    > Kann es sein dass Du hier einfach nur Deinen Frust rauslassen willst? Es
    > gibt genügend, die das erkannt haben. Ob die etwas zu sagen haben steht auf
    > einem anderen Blatt. Aber alleine in den letzten 1-2 Jahren hat sich das
    > Bewusstsein in vielen Dingen geändert, nur jemand muss es eben auch
    > umsetzen. Ob das diese Regierung sein wird? Keine Ahnung. Ich erlebe es in
    > NRW aber gerade, das eine Partei für ihr Versagen quasi abgewählt wird.
    >
    > > Geh' mal ins Ausland für eine Weile, das öffnet den Blick für die
    > Realität
    > > gewaltig.
    >
    > Ja...in vielerlei Hinsicht. Auch in Sachen Krankenversicherung,
    > Arbeitslosenhilfe, Absicherung im Alter, Kündigungsschutz usw usw. Arbeite
    > in den USA mal bei Walmart an der Kasse...und vergleiche das mal mit
    > unseren Supermärkten.
    >
    > Man kann sich nicht einfach eine Sache rauspicken und alles andere links
    > liegen lassen.

    Keine Sorge, ich bin längst raus und betrachte das Schauspiel seit längerer Zeit aus der Loge. Ich habe also keinen Frust, sondern einen ziemlich unverstellten Blick von aussen.
    Deutschland kannst du mit einem Tanker vergleichen, der auf einen Eisberg zufährt: wenn du ihn siehst, ist es zu spät.
    Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass da irgendjemand etwas erkannt hätte. Merkelsches "Weiter so" liegt doch voll im Trend.

    Ich bin einfach nur stark verwundert, wie man sich dermassen freudig in den Untergang singt.

  10. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 08.05.22 - 19:41

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin einfach nur stark verwundert, wie man sich dermassen freudig in den
    > Untergang singt.

    Man kann auch recht verbohrt in seine Sichtweise sein und kleine Änderungen nicht erkennen. aber die sind meist ein Anfang. Und nein, ich bin bei weitem kein Optimist, sondern ein knallharter Realist - dazu gehört aber eben auch die kleinen Dinge zu erkennen. Wenn man aber immer nur sein Schreckensszenario bestätigt sehen will...dann...

  11. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Simon E. Schuster 08.05.22 - 20:58

    Hallo LeeRoyWyt,

    bin doch nicht freudig darüber das wir so wenig resillent sind aber um eine Widerstandsfähigkeit überhaupt zu ermöglichen müsste man halt mit Leidenschaft und großen Schritten Ideen und neue Konzepte aus dem Boden stampfen. Das politische Klein Klein ist für unsere akute Situation viel zu langsam. Es bringt uns nichts wenn wir mit jetzigem planstand erst 2025 unabhängig von russischem Gas werden. Aber schneller wird das halt nix. Und Wasserstoff Herstellung in der Größendimension vor 2027 ist utopisch außer man wirft den Betreibern mal richtig Geld entgegen. Die Gasspeicher sind ja umrüstbar um Wasserstoff zu Speichern aber man braucht so 1,5 bis 2 Jahre um einen Kavernenspeicher für 100% Wasserstoff um zurüsten. Nebenbei haben wir keine Wasserstoff Lieferanten.

    be water my friend



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.22 21:11 durch Simon E. Schuster.

  12. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: yooyoo 08.05.22 - 20:58

    Ist ja widerlich, billiges Gas bezahlt mit Recht und Freiheit der Ukrainer.

    Hast du deine eigene Logik mal zu Ende gedacht? Wenn billiges Gas alles rechtfertigt, warum holen wir es uns nicht einfach? Ein Land wie Qatar ist schnell erobert, mit den Mitteln die uns im Vergleich zum Iran zur Verfügung stehen.
    Da sind mindestens noch zwei 2 Millionen Jobs mehr bei BASF drin. Haben wir zwar die Arbeitskräfte nicht für, aber da findet sich ne Lösung in Polen ... /s

    Gut, dass du hier nicht mehr wählst.

  13. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 08.05.22 - 21:02

    Simon E. Schuster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es bringt uns nichts wenn wir mit jetzigem planstand erst 2025
    > unabhängig von russischem Gas werden. Aber schneller wird das halt nix.

    naja, Du unterschlägst dabei aber, dass wir schneller vom russischen Öl unabhängig werden, was diesen ebenfalls eine dicke Kerbe in die Buchhaltung schlagen wird. Darüber hinaus wird die Abhängigkeit vom Gas nicht erst 2025 umgesetzt, sondern wird bis dahin mit und mit verringert....

  14. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: debunix 08.05.22 - 21:46

    yooyoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja widerlich, billiges Gas bezahlt mit Recht und Freiheit der
    > Ukrainer.
    >
    > Hast du deine eigene Logik mal zu Ende gedacht? Wenn billiges Gas alles
    > rechtfertigt, warum holen wir es uns nicht einfach? Ein Land wie Qatar ist
    > schnell erobert, mit den Mitteln die uns im Vergleich zum Iran zur
    > Verfügung stehen.
    > Da sind mindestens noch zwei 2 Millionen Jobs mehr bei BASF drin. Haben wir
    > zwar die Arbeitskräfte nicht für, aber da findet sich ne Lösung in Polen
    > ... /s
    >
    > Gut, dass du hier nicht mehr wählst.

    Falls Du mich gemeint haben solltest, liegst du gleich mehrfach falsch.
    Ich halte mit Sicherheit nicht Putin die Stange. Und ich darf sogar noch wählen. Das geht nämlich sogar vom Ausland aus.
    Und um mein Gewissen zu ent- und deinen Geldbeutel zu belasten, wähle ich immer ganz lässig die Grünen ;-)

  15. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Simon E. Schuster 08.05.22 - 23:26

    Jein, leider nicht ganz, das Russische Öl welches Russland nicht mehr an die EU losgeworden ist, wurde schon mit ordentlichem Gewinn an Indien verkauft, und Langzeit Abnahmeverträge sind schon in der Pipeline - leider

    Ja leider mit 3 nicht zu verachtenden Kostenfaktoren:
    1.) LNG Gas bedeutet ade Klimaziele, da 10 mal umweltschädlicher als Pipelinegas, da das extreme herunterkühlen um Gas zu verflüssigen extrem Energieintensiv ist (wird auf minus 164 Grad herabkühlt) LNG hat zwar mit ca. 98% Methananteil den selben Energiegehalt wie Russisches Pipeline Gas mit einem durchschnittlichen Brennwert von 11,6 kWh/m³ aber bei den Pipelines und Russischer Förderung gibt es wesentlich weniger leckagen welche bei Fracking Gas deutlich häufiger und umfangreicher auftreten. Dabei entweicht Gas bei der Gewinnung.
    2.) Es kostet auf absehbare Zeit mindestens 200% des jetzigen Gaspreises.
    3.) Die LNG Terminals müssen fertiggestellt, ans Gasnetz angeschlossen und TÜV mäßig abgenommen sein damit sie in betrieb genommen werden können. Ende 2023 wäre echt rekordverdächtig schnell das zu schaffen. Mit ganz viel Augen zudrücken seitens der Regierung.

  16. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Simon E. Schuster 08.05.22 - 23:51

    Treffer versenkt ^^

  17. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 09.05.22 - 08:32

    Simon E. Schuster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jein, leider nicht ganz, das Russische Öl welches Russland nicht mehr an
    > die EU losgeworden ist, wurde schon mit ordentlichem Gewinn an Indien
    > verkauft, und Langzeit Abnahmeverträge sind schon in der Pipeline - leider

    Leute, ganz ehrlich - informiert euch doch endlich mal bevor ihr hier was schreibt, was am ende nicht mal stimmt. Indien nimmt gar nicht die Mengen ab, welche sonst nach Europa gelangen - das geben die Transportwege gar nicht her. Darüber hinaus drückt Indien massiv den Preis, weil sie ganz genau wissen, dass Russland jetzt verkaufen MUSS. Daher wird Russland an den anderen Ländern nicht mal einen Bruchteil dessen verdienen, was es von Europa bekommen hätte. Und wenn man dann noch schaut, was Russland jeden Tag in die eigene Wirtschaft ballern muss, damit diese nicht kollabiert...

    Zu dem anderen Gas: Es ist ja jetzt auch nicht so, dass wir nur Gas aus Russland bekommen. Unsere Region erhält ihr Gas z.B. aus den Niederlanden, die dies selbst fördern. Außerdem soll 40 km vor Borkum auch noch ein großes Vorkommen sein, was gefördert werden kann. Natürlich dauert das alles, aber dennoch machbar.

  18. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Legendenkiller 09.05.22 - 08:48

    Und dann selber auch nur halbwissen schreiben.


    Indien will 35% Rabat , jap.
    Wenn der Graspreis sich aber verdoppelt hat , ist as immer noch deutlich mehr als vorher.
    Die Langzeitverträge die Deutschland mit Russland noch hat, kosten 15¤/MWh Gas.
    Aktuell liegen wir bei 80¤/ MWh , mit 35% Rabat sidn das 60¤ ... Gut das wird evtl wieder alles eine bischen sinken .. aber wie gesagt Deutschland bezahl 15¤ indem bis 2030 laufenden Vertrag.

    Ja es gib Gas in Deutschland , theoretisch könnte man wohl sogar Fraking betreiben.
    Da bekommt man aber glaub eher ein neues Atomkraftwerk gebaut als das die Leue Fraking zustimmen würden.
    Aber das alles liegt bei 1stellen% des Gesammtbedarfs. Ist also nicht relevant.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.22 08:51 durch Legendenkiller.

  19. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Legendenkiller 09.05.22 - 08:55

    Machen wir doch bei anderne Ländern schon seit 100 jahren.

    Das ist gute EU tradition, mit jeden Schweinediktator Geschäfte zu machen wenn er uns billig Gas und Öl verkauft.
    Saudi Arabien , Katar, Irak, Iran, Lybien.
    Wir, die Nato, haben dutzende Kirege geführt und Millionen tot Zivilisten in kauf genommen damit das Gas und Öl weiter ungestört zu uns kommt.
    Die Ukraine reiht sich da nur in eine lange lange Liste ein.

    Die Spruch "Jeder Tropfen ÖL ist ein Tropfen Blut wert" hat eine EU Politiker gesagt.


    PS: Genau deswegen müssen wir nicht überlegen als welcher Diktatur wir unser LNG kaufen sondern , wie wir weniger Gas verbrauchen und in unserem Land selber möglicht viel Eneriege erzeugen. 100% wird wohl nicht gehen, aber deutlich mehr als jetzt geht auf jedenfall.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.22 08:57 durch Legendenkiller.

  20. Re: So langsam sollte man mal in die Hufe kommen

    Autor: Lapje 09.05.22 - 09:06

    Legendenkiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann selber auch nur halbwissen schreiben.
    >
    > Indien will 35% Rabat , jap.

    Quelle?

    Experten gehen davon aus, dass Russland nicht mal einen Bruchteil von dem Erhält, was sie von uns bekommen - darüber hinaus - und noch einmal - nimmt Indien nicht die Mengen ab. Auch die Transportwege sind kostspielieger, womit der Gewinn weiter geschmälert wird.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter ERP System (m/w/d)
    riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG, Rinteln
  2. IT Inhouse Consultant Onboarding (w/m/d)
    dmTECH GmbH, Karlsruhe
  3. Mitarbeiter*in Training / Helpdesk (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  4. Softwareentwickler Backend Integration (m/w/d)
    IREKS GmbH, Kulmbach

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


COP28 und Abkehr von fossilen Energien: Historisch - oder nur das Nötigste?
COP28 und Abkehr von fossilen Energien
Historisch - oder "nur das Nötigste"?

Die Weltklimakonferenz einigt sich auf einen "Übergang weg von fossilen Energieträgern". Die einen feiern das als historisch, die anderen sehen die ehrgeizigen Klimaziele mit zu wenig Taten hinterlegt.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Extremwetter Mal viel zu viel, mal viel zu wenig Wasser
  2. Trinkwasser und Dürren Klimawandel bringt Wasserkreislauf der Erde durcheinander
  3. Klima Sommer 2023 der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen

UFOs/UAP: Wie seriöse Forschung Himmelsphänomene aufspüren will
UFOs/UAP
Wie seriöse Forschung Himmelsphänomene aufspüren will

Alle paar Tage wird in Deutschland ein UFO, moderner auch UAP genannt, gesichtet - manche unerklärlich, nicht alle harmlos. Deutsche Forscher wollen das Rätsel mit dem Kamerasystem Skycam-5 lösen.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Forschung Entwicklung der wohl wasserabweisendsten Oberfläche
  2. Data Science Die wichtigsten Tools und Sprachen in der Bioinformatik
  3. Experimentelle Hirnimplantate Neuralinks langer Weg zum ersten Menschenversuch

Probefahrt mit Opel Astra Sportstourer: Der Elektrokombi, der nicht zieht
Probefahrt mit Opel Astra Sportstourer
Der Elektrokombi, der nicht zieht

Der vollelektrische Opel Astra ist noch alles andere als ein Verkaufsschlager. Bei dem Kombi-Modell fehlt ein wichtiges Verkaufsargument.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektroautos Regierung lässt Umweltprämie früher auslaufen
  2. Standardisierter Vorgang E-Revolt will Verbrenner in E-Autos umbauen
  3. Gebrauchtwagenmarkt Elektroautos mit dem höchsten Preisrückgang