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Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: papa 24.02.10 - 13:54
Mal ganz davon abgesehen, das er sich wer weiß wo eingeloggt haben könnte, oder wie die Polizei das feststellen konnte, oder oder oder:
Aus welchem Grund haben die seine Wohnung durchsucht und das Netbook beschlagnahmt? Was erhofften die sich zu finden? Derbste hackersoftware? Sprengstoff? Da gabs nichts zu finden. Auf seiner Kiste wird bestimmt nicht mehr zu sehen sein, wo er sich wann eingeloggt hat. Und da wird schon gar nicht stehen "Ich habe mich am xx.xx.2010 in WLAN xyz illegal eineloggt"!
Hier werden auf Grundlage von fadenscheinigen Vorwürfen, die dir vor gericht jeder Jurastudent auseinander nimmt, Steuergelder rausgeschmissen und ein Bürger gegängelt. Das sowas hier überhaupt möglich ist. Aber Staatsanwälte und Polizisten sind sowieso ein verein. Die können tun was sie wollen. Wehren kannste dich nicht. Die wissen schon, wie sie es zu tun haben und wie sie sich schützen können. -
Re: Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: Debianer 24.02.10 - 14:03
papa schrieb:
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> Aus welchem Grund haben die seine Wohnung durchsucht und das Netbook
> beschlagnahmt?
Leere Kassen. Die Polizei ist schlecht ausgestattet und die Jungs muessen zusehen, woher sie ihre Arbeitsgeraete bekommen. -
Re: Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: Paeniteo 24.02.10 - 14:23
papa schrieb:
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> Auf seiner Kiste wird bestimmt nicht
> mehr zu sehen sein, wo er sich wann eingeloggt hat. Und da wird schon gar
> nicht stehen "Ich habe mich am xx.xx.2010 in WLAN xyz illegal eineloggt"!
Nu, je nach WLAN-Managersoftware könnte *genau das* dastehen (abgesehen vom "illegal"), in Form eines (automatisch) angelegten Profils für einen unbekannten Accesspoint und einem Zeitstempel für die letzte Benutzung des Profils.
Vielleicht erlaubt die SSID dann einen Rückschluss auf den WLAN-"Anbieter". Von dem bekommt man dann den Router, in dessen DHCP-Log sich die MAC des beschlagnahmten Laptops findet und langsam wird ein Schuh (oder ein Strang) draus.
Wenn der Bursche allerdings schon so schlau war die Aussage zu verweigern, dann kann man hoffen, dass sein Laptop verschlüsselt ist.
cu, Paeniteo -
Re: Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: 3247 24.02.10 - 15:02
papa schrieb:
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> Aus welchem Grund haben die seine Wohnung durchsucht und das Netbook
> beschlagnahmt? Was erhofften die sich zu finden?
Zufallsfunde. Auf deren Grundlage kann man dann wegen ganz anderer Straftaten (irgendwas findet sich schon) anklagen und dem Betroffenen nahe legen, doch zugunsten einer dann möglichen Einstellung auf Schadensersatz zu verzichten. -
Re: Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: Mixer 24.02.10 - 15:13
Es wurden schon Hausdurchsuchungen genehmigt aufgrund einer unbeschrifteten DVD die jemand in Beisein eines Polizisten verloren hat. Da ging es dann angeblich um Urheberrechtsverletzungen in nicht unerheblichen Ausmaß. Gefunden wurde nichts, nur die gesamte Hardware wurde beschlagnahmt.
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Re: Wozu eigentlich eine Hausdurchsuchung?
Autor: Tobias Claren 01.06.12 - 19:55
Paeniteo schrieb:
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> papa schrieb:
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> > Auf seiner Kiste wird bestimmt nicht
> > mehr zu sehen sein, wo er sich wann eingeloggt hat. Und da wird schon
> gar
> > nicht stehen "Ich habe mich am xx.xx.2010 in WLAN xyz illegal
> eineloggt"!
>
> Nu, je nach WLAN-Managersoftware könnte *genau das* dastehen (abgesehen vom
> "illegal"), in Form eines (automatisch) angelegten Profils für einen
> unbekannten Accesspoint und einem Zeitstempel für die letzte Benutzung des
> Profils.
> Vielleicht erlaubt die SSID dann einen Rückschluss auf den WLAN-"Anbieter".
> Von dem bekommt man dann den Router, in dessen DHCP-Log sich die MAC des
> beschlagnahmten Laptops findet und langsam wird ein Schuh (oder ein Strang)
> draus.
>
> Wenn der Bursche allerdings schon so schlau war die Aussage zu verweigern,
> dann kann man hoffen, dass sein Laptop verschlüsselt ist.
>
> cu, Paeniteo
Wie will die Polizei denn an die Daten des Router rankommen?
Auf die Gleiche Tour? Da würde ich denen sagen, dass sie von mir keine Daten erhalten. Im Gegenteil, ich würde dem noch ins Gesicht sagen, dass ich jetzt den Router zur Sicherheit von allen Loggs befreie (Fritzbox loggt?).
Ich bin auch nicht verpflichtet dem deutlich zu sagen dass das WLAN absichtlich offen stand, und dass Besucher willkommen waren. Das sollte aus so einer Reaktion eigentlich schon hervorgehen...
So werde ich es auch halten, wenn ich den "Suizidanzeiger" im laufenden Betrieb habe.
Ich höre schon den drohenden Ton des Polizeignoms am Telefon (extra dafür ein altes analoges mit eigener VoIP-Nummer, damit es laut Klickt wenn man einfach auflegt ;-] ), und dann den erbosten Ton, und eine polizeiliche Vorladung (ohne abzusagen in den Papiermüll...), wenn der Besucher der Webseite "zu spät" Tod aufgefunden wurde.
=> http://www.telespiegel.de/news/10/0103-telekom-selbstmord-forum.html
Und wenn ich dem vorher persönlich ins Forum den Methoidentipp gegeben hätte, könnten die nichts...
Wenn die also wegen eines



