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man darf mein Kampf lesen!

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor: gorsch 18.04.12 - 15:08

    >Verbote sind eh Kappes. Man sagt dem deutschen Volk, dass es nicht damit umgehen kann und man ihm daher das Buch vorenthält. Schönen Dank auch. Ich würde mir gern selbst eine Meinung bilden.
    Kannst du ja. Es ist wie bereits erwähnt völlig legal das Buch "Mein Kampf" im Antiquariat oder anderweitig zu erwerben. Kommentierte Fassungen des Buches (in Auszügen) gibt es ja auch.
    Es gibt Dinge aus der NS-Zeit, die sind tatsächlich verboten - Mein Kampf ist es nicht. Es ist einfach wohl zu schlecht, um als gefährlich angesehen zu werden ;-)
    >Man kann nichtmal jemandem ERKLÄREN, was denn da verboten ist, weil ich ihm dafür Noten zeigen müsste oder es ihm vorspielen oder vorsummen, was man alles nicht darf. Somit ist etwas verboten, das ich nicht kenne und nicht kennenlernen kann - kann ich mich also strafbar machen, wenn ich einem Rechtsirrtum unterliege? (Für die Juristen: ignorantia facti, §17 StGB). Das sollte ich mal einen befreundeten Anwalt fragen....
    So wie du es hier darstellst, ist die Situation ja gerade nicht: § 86 StGB:
    (3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.

    EDIT: Davon, dass Musikstücke, die dem Horst-Wessel-Lied musikalisch ähneln verboten wären, habe ich auch noch nichts gehört. Quelle?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.12 15:09 durch gorsch.

  2. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor: ImBackAlive 23.04.12 - 17:30

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso Bayern sich überhaupt berufen fühlen kann, die Urheberrechte von
    > Hitler zu verwalten, ist eigentlich schon Skandal genug.
    Das ist dem geschuldet, dass die Allierten Hitlers Vermögen vollständig beschlagnahmten und bei Kriegsende diese Vermögenswerte vom Land Bayern eingezogen wurden.

    > Es ist nämlich
    > hochinteressant, dass Bayern sich für die angenehmen Hinterlassenschaften
    > von Hitlers Diktatur zuständig fühlt (es sind ja nicht nur die
    > Urheberrechte, es läuft ja z. B. völlig analog mit den Immobilien am
    > Obersalzberg) - die unangenehmen Seiten des Erbes aber nicht unter
    > bayerische Zuständigkeit fallen. Ein Zwangsarbeiter oder
    > Holocaustüberlebender braucht sich also bezüglich einer Entschädigung nicht
    > an den Freistaat Bayern zu wenden, dieser steckt nur ein, teilt aber nicht
    > aus.
    Das liegt nun vor Allem daran, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Immobilien, die der Herr Hitler für sich gekauft hat, das waren seine persönlichen Vermögenswerte (die, die vom Land Bayern eingezogen wurden). Seine Greultaten wurden aber nicht von ihm alleine durchgeführt, und vor Allem wurden sie im Namen des Deutschen Reiches ausgeführt. Da sollen doch bitte alle vom gleichen Brot abbeißen, wenn da jemand Forderungen hat. Wüsste nicht auf welche Grundlage du nun möchtest, dass Bayern das demnächst alles bezahlt...

    > Und was Nachfrage aus zwielichtigen Kreisen angeht: Wenn um dieses Buch
    > nicht ein derartiger Eiertanz gemacht werden würde, wäre die Nachfrage aus
    > zwielichtigen Kreisen nahezu bei Null. Dieses Buch tut sich von denen dann
    > keiner mehr freiwillig an, weil es völlig uninteressant und schlecht
    > geschrieben ist.
    Und nun ist doch schon ziemlich fragwürdig inwiefern diese zwielichtigen Kreise dann auch sagen, dass es uninteressant und schlecht geschrieben ist.

    > Aber zu Bildungszwecken könnte dieses Buch entlarvend
    > sein. Gerade aber dabei mauert die bayerische Staatsregierung im Moment
    > ebenfalls - es ist nicht erlaubt dieses Buch zu Bildungszwecken (selbst in
    > einer kommentierten Version) aufzulegen. Eigentlich ist das skandalös, wie
    > Bayern hier selbst Forschung und Bildung zu diesem Thema gezielt
    > boykottiert.
    Es wäre durchaus erlaubt, nur der Rechteinhaber lässt es halt nicht zu. Könnte man jetzt ewig drüber streiten, aber ich behaupte erhlich gesagt, dass sich der Bildungswert der Publikation auch eher auf einem sehr niedrigen Niveau hält.

    > Im Ausland ist das deutlich besser gelöst. In Großbritannien wurden z. B.
    > im Rahmen des Kriegs sämtlichen deutschen Urheber- und Patentrechte als
    > verfallen erklärt. Damit kann dort niemand Rechte an Hitler geltend machen,
    > sondern das Werk steht insbesondere auch Forschung und Bildung als
    > gemeinfrei zur Verfügung.
    Manchmal kann man nur den Kopf schütteln... "im Rahmen des Kriegs sämtliche deutschen Urheber- und Patentrechte als verfallen erklärt"? Wo hast du den Unsinn denn her? Das ist schlicht falsch.

    Fakt ist, dass die englischsprachige(n) Ausgabe(n) von Mein Kampf seit den 30er Jahren bereits lizensiert sind und DAS ist der Grund, weshalb sie es heute auch nocht weiter neuauflegen dürfen: Sie haben ein Nutzungsrecht.

  3. Re: der große witz ist halt:

    Autor: ImBackAlive 23.04.12 - 17:31

    fratze123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und das urheberrecht kann der freistaat schonmal gar nicht haben (das wird
    > an anderer stelle auch behauptet). das urheberrecht hat der urheber. wir
    > sind hier nicht im wilden westen.
    Vorsicht! Hier schwimmst du gerade in einer Grauzone. Das Land Bayern hat ja den Franz-Eher-Verlag übernommen und ist seither der Ansicht, dass sie das Urheberrecht(!) übernommen haben und nicht nur das exklusive Nutzungsrecht. Es gibt in Deutschland etliche Rechtsexperten die das anders sehen. Da nach aktuellem Rechtsstand das Urheberrecht nur in exakt einem Fall übertragbar ist und zwar als Erbe (womit deine Aussage Urheberrecht hat der Urheber auch etwas an Aussagekraft verliert), haben sie damit vermutlich auch Recht - der Verlag kann nie das Urheberrecht gehabt haben, weil Hitler es ihm nicht übertragen haben konnte außer im Erbfall. Die Frage ist jetzt also: Wer ist der Erbe der Urheberrechte? Bayern sieht sich (bzw. den Franz-Eher-Verlag) an dieser Stelle. Eine andere Entscheidung gibt es dazu nicht.

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