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Was ist mit der eigenen Immobilie?

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  1. Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: hansenhawk 10.06.18 - 10:58

    Und ich meine hier keineswegs den massenweisen Auflauf von Wohnungen um diese dann später an Touristen zu vermieten, das vernichtet natürlich Wohnraum.
    Ich meine die eigene, also gekaufte, Wohnung oder das eigene Haus. Also durchaus Einzahl.
    Was zum Teufel hat der Staat den Leuten die das selbst bewohnen und teiluntervermieten wollen zu verbieten?
    Zumal die gegenwärtige Misere zu einem nicht unerheblichen Teil durch denselben Staat verursacht wurde als dieser den sozialen Wohnungsbau defacto eingestellt hat und seine bestehenden Wohnungen an private Investoren verhökert hat um die Haushaltslöcher zu stopfen?

    Die Hotels beispielsweise in Berlin sind voll, ohne Ferienwohnungen wären die Touristen gar nicht unterbringbar. Und btw. das Land Berlin hat dafür gesorgt das es neben den normalen Ausgaben an jeder Übernachtung mitverdient, es gibt nämlich eine Übernachtungssteuer von 1,50¤ pro Person und Nacht.

    Ich würde meinen ein ausgewogenes Modell wäre angesagt, die Einzahl der vermieteten Objekte sollte bestehen bleiben, explizite Wohnraumvernichtung sollte verboten werden.
    Hat auch gar nicht mit Airbnb zu tun, sind einfach Regelungen um einen ausufernden Markt korrekt zu kontrollieren.

    An den Mieten in der Stadt ändert das nichts, Ursache hierfür sind schlicht 60.000 Zuzügler pro Jahr.
    Den Populismus das Touristenvermietung tatsächlich Wohnraum blockiert oder verteuert kann man nur eingeschränkt gelten lassen, liegt prozentual eher im Promillebereich. Gibt ja noch nicht mal Zahlen dazu!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.18 11:01 durch hansenhawk.

  2. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: bazoom 10.06.18 - 11:12

    Was soll damit sein?
    Hol dir eine Lizenz und vermietet deine Wohnung, was ist genau dein Problem?

  3. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: hansenhawk 10.06.18 - 11:25

    Keines wenn die Lizenz so einfach zu bekommen wäre.
    Schonmal in Berlin versucht einen Amtstermin zu bekommen? Oder ein Auto zuzulassen?
    Solche Dinge sind mit der Berliner Bürokratie kaum zu machen, da gibt es gar keine Ressourcen solche Regelungen tatsächlich umzusetzen.

    Abgesehen davon zementiert die Lizenz im Moment die Regulierung seitens der Stadtregierung. Die wird immer erst durch Gerichte kassiert und dann entsprechend umformuliert. Es gibt also keine Lizenz die tatsächlich Bestand hat und im Moment nicht immer noch mit harten und für den privaten Bereich (Investorenseite Vermietung spreche ich explizit nicht an) Regulierungen mit sich bringt die defacto inakzeptabel sind.
    Was meinst Du denn warum in Berlin so weniger private Teilvermieter gemeldet sind?

    Das ganze Thema ist nicht eben neu, man sucht in Situationen wie diesen möglichst irgendeinen Schuldigen, egal ob der das Problem tatsächlich verursacht hat. Statt das Problem anzugehen, die Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben zu beschleunigen und vor allem auch selbst zu bauen.

    Wohlgemerkt, Berlin verdient in jedem Falle, wechseln Immobilien den Besitzer bekommt Berlin Steuern, bei achtfachen Hebesatz nicht eben zu knapp, an jedem Touristen wird ebenfalls Geld verdient.

    Private Teilvermietung ist schlicht nicht die Ursache für das Problem, und das Verbieten auch nicht die Lösung.

  4. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: richtchri 10.06.18 - 11:28

    hansenhawk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich meine hier keineswegs den massenweisen Auflauf von Wohnungen um
    > diese dann später an Touristen zu vermieten, das vernichtet natürlich
    > Wohnraum.
    > Ich meine die eigene, also gekaufte, Wohnung oder das eigene Haus. Also
    > durchaus Einzahl.
    > Was zum Teufel hat der Staat den Leuten die das selbst bewohnen und
    > teiluntervermieten wollen zu verbieten?
    > Zumal die gegenwärtige Misere zu einem nicht unerheblichen Teil durch
    > denselben Staat verursacht wurde als dieser den sozialen Wohnungsbau
    > defacto eingestellt hat und seine bestehenden Wohnungen an private
    > Investoren verhökert hat um die Haushaltslöcher zu stopfen?
    >
    > Die Hotels beispielsweise in Berlin sind voll, ohne Ferienwohnungen wären
    > die Touristen gar nicht unterbringbar. Und btw. das Land Berlin hat dafür
    > gesorgt das es neben den normalen Ausgaben an jeder Übernachtung
    > mitverdient, es gibt nämlich eine Übernachtungssteuer von 1,50¤ pro Person
    > und Nacht.
    >
    > Ich würde meinen ein ausgewogenes Modell wäre angesagt, die Einzahl der
    > vermieteten Objekte sollte bestehen bleiben, explizite Wohnraumvernichtung
    > sollte verboten werden.
    > Hat auch gar nicht mit Airbnb zu tun, sind einfach Regelungen um einen
    > ausufernden Markt korrekt zu kontrollieren.
    >
    > An den Mieten in der Stadt ändert das nichts, Ursache hierfür sind schlicht
    > 60.000 Zuzügler pro Jahr.
    > Den Populismus das Touristenvermietung tatsächlich Wohnraum blockiert oder
    > verteuert kann man nur eingeschränkt gelten lassen, liegt prozentual eher
    > im Promillebereich. Gibt ja noch nicht mal Zahlen dazu!

    Deine Annahmen sind leider falsch:

    https://www.google.de/amp/s/amp.tagesspiegel.de/berlin/zweckentfremdungsverbot-in-berlin-8000-zweckentfremdete-wohnungen-zurueck-auf-dem-wohnungsmarkt/20908372.html

    //Entschuldigung, ich bin mobil unterwegs.

    Und das ist nur die Zahl an Wohnungen, die durch die entsprechende Behörde bearbeitet werden konnten.

    Warum möchtest du dein Eigentum denn an stetig wechselnde Kundschaft vermieten? Aber selbst wenn du mir gute Gründe dafür berichten könntest, sollte der Erwerb einer Lizenz und der damit verbundene Mehraufwand gering ausfallen.

    Und eine City-Tax ist mit 1,50¤ pro Nacht pro Person im europäischen Vergleich recht günstig. In Florenz zahlst du bis zu 3,50¤.

  5. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: richtchri 10.06.18 - 11:32

    hansenhawk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keines wenn die Lizenz so einfach zu bekommen wäre.
    > Schonmal in Berlin versucht einen Amtstermin zu bekommen? Oder ein Auto
    > zuzulassen?
    > Solche Dinge sind mit der Berliner Bürokratie kaum zu machen, da gibt es
    > gar keine Ressourcen solche Regelungen tatsächlich umzusetzen.
    >
    > Abgesehen davon zementiert die Lizenz im Moment die Regulierung seitens der
    > Stadtregierung. Die wird immer erst durch Gerichte kassiert und dann
    > entsprechend umformuliert. Es gibt also keine Lizenz die tatsächlich
    > Bestand hat und im Moment nicht immer noch mit harten und für den privaten
    > Bereich (Investorenseite Vermietung spreche ich explizit nicht an)
    > Regulierungen mit sich bringt die defacto inakzeptabel sind.
    > Was meinst Du denn warum in Berlin so weniger private Teilvermieter
    > gemeldet sind?
    >
    > Das ganze Thema ist nicht eben neu, man sucht in Situationen wie diesen
    > möglichst irgendeinen Schuldigen, egal ob der das Problem tatsächlich
    > verursacht hat. Statt das Problem anzugehen, die Genehmigungsverfahren für
    > Bauvorhaben zu beschleunigen und vor allem auch selbst zu bauen.
    >
    > Wohlgemerkt, Berlin verdient in jedem Falle, wechseln Immobilien den
    > Besitzer bekommt Berlin Steuern, bei achtfachen Hebesatz nicht eben zu
    > knapp, an jedem Touristen wird ebenfalls Geld verdient.
    >
    > Private Teilvermietung ist schlicht nicht die Ursache für das Problem, und
    > das Verbieten auch nicht die Lösung.

    Keine Ahnung wann du deinen letzten Behörden-Termin hattest, aber ich wähle mir eine Thematik aus, dann checke ich die verfügbaren Bezirksämter und geh dort hin. Maximale Wartezeit war bei mir 1h, wenn ich ihn 2 Wochen vorher reserviert habe. Das ist mehr als in Ordnung.

    Sorry, für Doppelpost

  6. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: pointX 10.06.18 - 11:55

    hansenhawk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich meine hier keineswegs den massenweisen Auflauf von Wohnungen um
    > diese dann später an Touristen zu vermieten, das vernichtet natürlich
    > Wohnraum.
    > Ich meine die eigene, also gekaufte, Wohnung oder das eigene Haus. Also
    > durchaus Einzahl.
    Mit eigene meinst du, dass man ein freies Zimmer in der eigenen Wohnung vermietet? Mit geteilten Bad Küche Esszimmer etc., also wohnen in einer "Touristen-WG"?
    Das würde ich in Ordnung finden - denn das vernichtet keinen Wohnraum, den man als eigene Wohnung vermieten könnte.

    Aber das ist so gut wie nie der Fall - es werden überwiegend ganze Wohnungen vermietet, in denen alle Zimmer an Touristen vermietet werden.
    Und wenn das eine Einliegerwohnung in einem selbst bewohnten Eigenheim ist macht es das auch nicht besser - es wird immer noch Wohnraum vernichtet.
    Kleinvieh macht eben auch Mist: durch die tausendfache "Einzahl"-Vermietung an Touristen wird ebenfalls massenhaft Wohnraum vernichtet.

    > Was zum Teufel hat der Staat den Leuten die das selbst bewohnen und
    > teiluntervermieten wollen zu verbieten?
    Das nennt sich Stadtplanung: der Staat baut Straßen, Kindergärten, Schulen, Spielplätze etc. in der Umgebung von Wohngebieten, weil er will, dass sich die Bewohner dort dauerhaft niederlassen.

    Für Hotels / Pensionen sind andere Gebiete vorgesehen, und müssen genehmigt werden.

    Es ist richtig und notwendig, die Zweckentfremdung von Wohnungen als Pensionen in jeder Form zu verbieten.
    Wer eine Pension betreiben will, kann die Wohnung im Wohngebiet ja verkaufen, und sich eine genehmigte Pension im Gewerbegebiet zulegen. Oder mit dem Geld Aktien einer Hotelkette erwerben.

    > Zumal die gegenwärtige Misere zu einem nicht unerheblichen Teil durch
    > denselben Staat verursacht wurde als dieser den sozialen Wohnungsbau
    > defacto eingestellt hat und seine bestehenden Wohnungen an private
    > Investoren verhökert hat um die Haushaltslöcher zu stopfen?
    Das macht die Zweckentfremdung von Wohnungen trotzdem nicht richtig.

    > Ich würde meinen ein ausgewogenes Modell wäre angesagt, die Einzahl der
    > vermieteten Objekte sollte bestehen bleiben, explizite Wohnraumvernichtung
    > sollte verboten werden.
    > Hat auch gar nicht mit Airbnb zu tun, sind einfach Regelungen um einen
    > ausufernden Markt korrekt zu kontrollieren.
    Die Wohnraumvernichtung kommt nicht nur durch die Großinvestoren, die tausenden "Einzahl"-Vermietungen machen den größeren Faktor aus.

  7. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: hansenhawk 10.06.18 - 12:59

    Mit anderen Worten der Senat darf bestimmen was beispielsweise mit einer Einliegerwohnung zu geschehen hat? Leer darf die nicht stehen, und kurzzeitvermieten darf man auch nicht.
    Somit sind Einliegerwohnungen entweder dem eigenen Wohnraum zugänglich zu machen oder langfristig zu vermieten. Welches Recht hat der Senat so mit fremdem Eigentum umzugehen?

    Davon abgesehen, nur weil woanders höhere city taxes erhoben werden bedeutet das ja keineswegs das man mit der geltenden city tax glücklich sein muss. Das ist das woanders verhungern die Menschen Ding, sowas funktioniert nicht. Könnte man auch versuchen Florenz mit Berlin zu vergleichen, geht auch nur nicht.

    Mich stört es das einfach so auf eine Gruppe an Menschen verwiesen wird die ein Problem verursacht haben sollen.
    Weil es schlicht nicht korrekt ist.
    Ich fordere ja auch nicht ein Verbot von Immobilienmaklern weil die die Immobilienpreise in der Stadt um min. 7% (Courtage) erhöht haben. Von der dadurch induzierten Preistreiberei mal ganz abgesehen.

    Der Senat soll das tun wofür er einen Regierungsauftrag hat, mittel- bis langfristig vorplanen um Entwicklungen wie diesen entgegenwirken zu können und nicht kurzfristig populistisch zu agieren um das eigene Versagen zu kaschieren.

  8. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: Trockenobst 10.06.18 - 13:41

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Wohnraumvernichtung kommt nicht nur durch die Großinvestoren, die
    > tausenden "Einzahl"-Vermietungen machen den größeren Faktor aus.

    Gerade Berlin, aber Frankfurt und in Ostdeutschland gab es durch die Nullzinsen unglaubliche Kapitalflucht. Die sogg. "Einzelwohnungen" gehören in Berlin auch 10.000 Leuten auf der Welt die ihre Pensionsfonds mit 0.1% Zinsen aufgelöst und dann quer durch die Welt nach sicheren Anlagestrategien durchforstet haben.

    In einem Bericht in den Massenmedien haben sie von ganzen Wohnblöcken berichtet, die offiziell Firmen im Ausland gehören, die Durchnummeriert sind. Also "Immo Management Alpha 101, 102, 103", damit die einzelnen Wohnungen besser verkauft werden können.

    Das einige Leute, die noch 6 Zimmer Wohnungen für 150.000¤ Kaufen konnten heute 3 Zimmer davon für 600¤ die Woche vermieten, den großen Reibach machen, so what. Das ist Kapitalismus.

    Das Problem mit dem Wohnraum löst sich erst auf, wenn gute Mitarbeiter aufhören in die Städte zu fliehen und Kleinstädte wieder Attraktiv werden. In der Schweiz haben schon mehrere Großbanken beschlossen, über 20.000(!) Jobs aus Zürich wegzuziehen, weil sie keine Lust haben mit immer höheren Gehältern die teuren Lebenshaltungskosten zu finanzieren.

    Sobald das verstanden wird, bricht diese Blase in sich zusammen. Noch ist nicht so weit, aber in einigen Ländern wie Kanada oder Südkorea wachen die Ersten auf.

  9. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: trolling3r 10.06.18 - 17:52

    richtchri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Keine Ahnung wann du deinen letzten Behörden-Termin hattest, aber ich wähle
    > mir eine Thematik aus, dann checke ich die verfügbaren Bezirksämter und geh
    > dort hin. Maximale Wartezeit war bei mir 1h, wenn ich ihn 2 Wochen vorher
    > reserviert habe. Das ist mehr als in Ordnung.
    >
    > Sorry, für Doppelpost

    WTF
    1h Wartezeit mit Reservierung ist also in Ordnung?
    In einer normalen Stadt reserviere ich vorher online, gehe zum Termin hin und bin pünktlich dran.

  10. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: richtchri 10.06.18 - 17:56

    trolling3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > richtchri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Keine Ahnung wann du deinen letzten Behörden-Termin hattest, aber ich
    > wähle
    > > mir eine Thematik aus, dann checke ich die verfügbaren Bezirksämter und
    > geh
    > > dort hin. Maximale Wartezeit war bei mir 1h, wenn ich ihn 2 Wochen
    > vorher
    > > reserviert habe. Das ist mehr als in Ordnung.
    > >
    > > Sorry, für Doppelpost
    >
    > WTF
    > 1h Wartezeit mit Reservierung ist also in Ordnung?
    > In einer normalen Stadt reserviere ich vorher online, gehe zum Termin hin
    > und bin pünktlich dran.

    Willkommen in der Wirklichkeit :>. Das ist halt wie beim Facharzt ;)

  11. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: pointX 10.06.18 - 17:58

    hansenhawk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit anderen Worten der Senat darf bestimmen was beispielsweise mit einer
    > Einliegerwohnung zu geschehen hat? Leer darf die nicht stehen, und
    > kurzzeitvermieten darf man auch nicht.
    Nein, aber die Politik darf bestimmen, was mit einer Einliegerwohnung NICHT geschehen darf.
    Wohnungsleerstand und Kurzzeitvermietungen sind nicht der Zweck, für das ein Wohngebiet geplant und mit Steuermitteln die Infrastruktur für dafür aufgebaut wird.

    > Somit sind Einliegerwohnungen entweder dem eigenen Wohnraum zugänglich zu
    > machen oder langfristig zu vermieten.
    Richtig, das erwartet die Gesellschaft von einer Immobilie, für die sie das Wohngebiet geschaffen hat.

    > Welches Recht hat der Senat so mit fremdem Eigentum umzugehen?
    - Demokratische Wahl
    - Gesetze, die das funktionieren der Gesellschaft ermöglichen (und dazu gehört die Stadtplanung & Siedlungspolitik insbesonders)

    > Der Senat soll das tun wofür er einen Regierungsauftrag hat
    Genau das tut er.

    > mittel- bis langfristig vorplanen um Entwicklungen wie diesen entgegenwirken zu können
    Die Regierung muss auch auf kurzfristige Ereignisse entsprechend reagieren.

    > und nicht kurzfristig populistisch zu agieren um das eigene Versagen zu
    > kaschieren.
    Das politische Versagen (sozialer Wohnungsbau vernachlässigt) und das Marktversagen (Zweckentfremdung von Wohnraum) sind beides Probleme, die schleunigst reguliert gehören.
    Mit letzterem kann man kurzfristig das Problem wenigstens entschärfen - darf aber ersteres natürlich deshalb nicht weiter schleifen lassen.

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pointX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Wohnraumvernichtung kommt nicht nur durch die Großinvestoren, die
    > > tausenden "Einzahl"-Vermietungen machen den größeren Faktor aus.
    >
    > Gerade Berlin, aber Frankfurt und in Ostdeutschland gab es durch die
    > Nullzinsen unglaubliche Kapitalflucht. Die sogg. "Einzelwohnungen" gehören
    > in Berlin auch 10.000 Leuten auf der Welt
    So sieht es aus. "Einzahl"-Vermietungen sollten deshalb auf keinen Fall zugelassen werden.

  12. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: hansenhawk 11.06.18 - 06:40

    Ich frage mich warum dann nicht gleich das Problem gelöst wird? Scheinbar ist man ja allgemein eher gegen Teilvermietung.

    Dann wäre aber eine einfachere und schnellere Lösung des Wohnraumproblems die Zuweisung desselben.
    Dafür sorgen das große Wohnungen von ausreichend Leuten bewohnt werden, Gebiete mit Einfamilienhäusern auflösen, Häuser abreißen und Wohnblöcke raufsetzen. 25qm/Person, jeder der mehr hat wird einfach enteignet.
    Wenn de Senat darüber bestimmen kann, warum dann nicht richtig? Wohnraumproblems waren sofort erledigt und man müsste vermutlich nicht mal allzuviel bauen.
    Die DDR hat's vorgemacht.

    Ohne Kram, das Land hat verkauft, für die Erhaltung der Infrastruktur kassieren die nicht zu knapp Steuern, darüber in der Art bestimmen zu dürfen ist schon ein heftiger Eingriff. Niemand hat etwas dagegen das systematisch vernichtete Wohnraum wieder zugeführt werden muss und das es auch eine Menge Schummelei auf dem Markt gibt, aber das war keineswegs das Ziel, ich sprach von grundsätzlich bewohnten Raum.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.18 06:59 durch hansenhawk.

  13. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: Shoopi 11.06.18 - 08:38

    Frage mich viel eher warum viele hier noch immer nicht diesen seltsamen deutschen Bürogeist abgelegt haben. Wer seine eigene Butze hat kann damit machen was er will, fertig. Weil Nachbar Horst in all seiner Deutschheit sagt "ABER DAS GEHT SO NICHT", sollte das in einem FREIEN Land keine Rolle spielen. Für mich würde hier die Politik klar wo eingreifen wo sie nicht einzugreifen hat. So sehe ich das auch in Japan. Die japanische Regierung hat hier nicht einzugreifen. Entweder Vermieter erstellen klare Regeln - wie bei uns - was man in Sachen Untervermietung / Gastbesuche durchführen darf und was nicht oder es gibt eben keine. Diese stetige Kontrolle ist auch mal zu viel. Ist ja wie in einem Gefängnis. Habe eher das Gefühl das gerade der völlig überteuerten Hotel-Industrie mitten in Städten wie Tokyo das ganze ein Dorn im Auge ist. Nach meiner Erfahrung wollen auch immer weniger Menschen in Hotels, weil diese oftmals mehr "Theater" sind, das verwestlicht dargestellt wird und kaum das echte Land zeigt. Daher gehen viele gerne in solche Angebote, nutzen möglichst günstig das gemietete als Abstellkammer/Schlafplatz und erkunden dann das Land auf eigene Faust. Mehr kann ich da nicht heraus lesen.

  14. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: chefin 11.06.18 - 10:50

    trolling3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > richtchri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Keine Ahnung wann du deinen letzten Behörden-Termin hattest, aber ich
    > wähle
    > > mir eine Thematik aus, dann checke ich die verfügbaren Bezirksämter und
    > geh
    > > dort hin. Maximale Wartezeit war bei mir 1h, wenn ich ihn 2 Wochen
    > vorher
    > > reserviert habe. Das ist mehr als in Ordnung.
    > >
    > > Sorry, für Doppelpost
    >
    > WTF
    > 1h Wartezeit mit Reservierung ist also in Ordnung?
    > In einer normalen Stadt reserviere ich vorher online, gehe zum Termin hin
    > und bin pünktlich dran.

    Jo, aber in diesen Städten verdienst du nichts mit AirBNB, weil da keine Sau ausser dir hin will zum wohnen. Dort aber wo nunmal Wohnungsnot ist, muss man die nicht noch verschärfen.

    So sehr du dir das recht auf Geld verdienen auch rausnimmst, eine Anmeldung als Vermieter um entstehende Mehrkosten umzulegen ist nicht zuviel verlangt. Es geht ja hier nicht drum, irgendwen als Untermieter aufzunehmen der ein Zimmer bewohnt, das du über hast. Das dürfte sicherlich nicht in diesen Genehmigungsbereich fallen. Sondern um Geldanlageobjekte die du sowieso nicht selbst bewohnst, sondern ausschliesslich vermietest. Wenn dir fürs Geldverdienen der Aufwand zu groß ist, dann lass es doch einfach.

  15. Re: Was ist mit der eigenen Immobilie?

    Autor: topas08 11.06.18 - 11:48

    "Wer seine eigene Butze hat kann damit machen was er will, fertig" - das sagst du nur, solange nicht in der Nachbarwohnung ein Bordell öffnet (und du allnächtliches akustisches Unterhaltungsprogramm hast). Der Hausflur von der Arztpraxis unten als erweitertes Wartezimmer missbraucht wird (du kaum durch kommst, die Stellplätze ständig belegt sind, die Nebenkosten steigen...). In der AirBNB-Wohnung über dir die Partytouristen nachts un 2 gröhlend einkehren (blöd, dass du Frühschicht hast). Oder im Hinterhof/Nachbargrundstück jemand eine Metallverarbeitung aufmacht (schön mit hydraulischen Scheren, Ambossen, Pressen...).
    Um sowas zu vermeiden gibt es Bebauungs-/Nutzungsvorschriften. Damit du in einem Wohngebiet wohnen kannst.
    Dass Hotels nicht das Gelbe von Ei sind steht auch für mich außer Frage. "Mitten drin" ist halt schöner. Nur dass bei meinen drei AirBnB-Unterkünften das Konversationsvolumen im besten Fall 10 Minuten betrug - für den ganzen Urlaub. Quasi eine kurze Wohnungsübergabe, mehr war nicht drin. Dann lieber ganz direkt per BeWelcome, (vermutlich auch aussterbenderweise) Couchsurfing oder Hospitalityclub. Da ist man einerseits "richtig drin", und durch die Kostenfreiheit kann man sich auch sicher sein, dass die Wohnung nicht aus Profitgier, sondern aus Gastfreundschaft gestellt wird.

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