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Grundproblem der westlichen Sichtweise

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  1. Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: gelöscht 17.04.19 - 21:16

    Häufig ließt man Nachrichtenschlagzeilen wie "Der Westen verliert wirtschaftlich an Bedeutung".

    Was steht dann dahinter? Andere Länder wie Indien, China, etc. wachsen. Wir verlieren also nichts, andere wachsen nur. Um das in ein Bildnis zu packen: Es ist nicht der gleiche Kuchen und China und Indien wachsen und unser Stück wird kleiner, nein. Der Kuchen wächst einfach und wir bleiben genauso fett.

    Die einzige "Angst" die die USA und wir haben, was man natürlich so nicht sagen "darf", ist: Wenn wir in Relation zu anderen nicht mehr so groß sind - auch wenn wir eigentlich genauso groß sind wie davor - können wir die anderen nicht mehr so einfach rumschubsen.

    Je nachdem wie stark unsere Wirtschaft davon abhängt das wir andere unfair behandeln und ausnutzen, haben wir dann natürlich ein Problem. Wobei ich sicher bin das die Vorteile von starken Märkten in China und Indien diese "Nachteile" mehr als ausgleichen.

  2. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: deus-ex 17.04.19 - 21:34

    Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür schrumpft.
    Wenn andere wachsen werden auch wir irgendwann schrumpfen. Oder was meinst du warum Länder in Afrika oder Südamerika zu den ärmsten der Welt zählen obwohl sie über Ressourcen verfügen die der Weste oder die Chinesen dringen brauchen weil es die dort nicht gibt.

  3. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Jogibaer 17.04.19 - 22:29

    In Afrika und Südamerika herrscht aber auch sehr viel Korruption, deswegen kommt der Reichtum durch Bodenschätze nicht bei der Bevölkerung an.
    Ich bin aber auch der Meinung dass wir nicht wirklich etwas verlieren, sondern hauptsächlich die Differenz des Wohlstands geringer wird. Die USA sind auch noch eine starke Wirtschaftsmacht und bauen Autos, trotzdem importieren und exportieren wir die unterschiedlichsten Güter von denen. Ich kann mich daher der Argumentation von Desertdelphin eher anschließen.

  4. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Shismar 17.04.19 - 22:47

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür
    > schrumpft.
    Nein, natürlich nicht. Der Kapitalismus wächst so lange, wie es noch Märkte gibt, die nicht gesättigt sind. Die wird es aber immer geben. Dafür sorgen der technische Fortschritt und die steigenden Ansprüche der Menschen.

    Fragen werfen eher die Verteilung des wachsenden Wohlstands und die Reaktion auf schrumpfende Bevölkerung auf. Letzteres ein Thema der westlichen Welt.

    Global ist dagegen die Frage, wie das Wachstum gewährleistet werden kann ohne dabei die Menschheit auszulöschen.Und egal wie die Antwort lautet, Entwicklungs- und Schwellenländer werden sie noch lange ignorieren.

  5. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Tremoradelterra 17.04.19 - 23:10

    Die Geschichte lehrt, keiner bleibt für immer oben...

  6. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: gaym0r 17.04.19 - 23:13

    Desertdelphin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Häufig ließt man Nachrichtenschlagzeilen wie "Der Westen verliert
    > wirtschaftlich an Bedeutung".
    >
    > Was steht dann dahinter? Andere Länder wie Indien, China, etc. wachsen. Wir
    > verlieren also nichts, andere wachsen nur. Um das in ein Bildnis zu packen:
    > Es ist nicht der gleiche Kuchen und China und Indien wachsen und unser
    > Stück wird kleiner, nein. Der Kuchen wächst einfach und wir bleiben genauso
    > fett.

    Äh ne, so funktioniert das nicht...

  7. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Anonymer Nutzer 18.04.19 - 00:27

    alles ist endlich und sei es nur durch dessen entfernung, d.h. es gibt ab einem ausreichend hohem erschließungsaufwand um jede ressource einen kampf.

  8. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: franzropen 18.04.19 - 03:13

    Für den Kuchen braucht man aber auch Rohstoffe und die sind endlich und in einem bestimmten Zeitraum nur begrenzt verfügbar.
    Öl das die Chinesen verbrauchen, kann der Westen nicht verbrauchen.
    Je mehr Asien aufsteigt umso höher wird auch sein eigener Rohstoffverbrauch.

  9. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Katharina Kalasch Petrovka 18.04.19 - 06:17

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür
    > schrumpft.
    > Wenn andere wachsen werden auch wir irgendwann schrumpfen. Oder was meinst
    > du warum Länder in Afrika oder Südamerika zu den ärmsten der Welt zählen
    > obwohl sie über Ressourcen verfügen die der Weste oder die Chinesen dringen
    > brauchen weil es die dort nicht gibt.


    Gerade Afrika kann man nicht so verallgemeinern. Es leben nicht alle in Wellblechhütten, siehe Namibia.

    “Was tot ist, kann niemals sterben.”
    — Eisenmänner

    "Der Tod durch Feuer ist der reinste Tod."
    — Melisandre

  10. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: starscream 18.04.19 - 06:48

    deus-ex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür
    > schrumpft.
    Totaler Unsinn.

  11. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Bendix 18.04.19 - 09:09

    Shismar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > deus-ex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür
    > > schrumpft.
    > Nein, natürlich nicht. Der Kapitalismus wächst so lange, wie es noch Märkte
    > gibt, die nicht gesättigt sind. Die wird es aber immer geben. Dafür sorgen
    > der technische Fortschritt und die steigenden Ansprüche der Menschen.
    >
    > Fragen werfen eher die Verteilung des wachsenden Wohlstands und die
    > Reaktion auf schrumpfende Bevölkerung auf. Letzteres ein Thema der
    > westlichen Welt.
    >
    > Global ist dagegen die Frage, wie das Wachstum gewährleistet werden kann
    > ohne dabei die Menschheit auszulöschen.Und egal wie die Antwort lautet,
    > Entwicklungs- und Schwellenländer werden sie noch lange ignorieren.

    Leider ist alles wahr was du geschrieben hast ;-(

  12. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Bendix 18.04.19 - 09:13

    Desertdelphin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Häufig ließt man Nachrichtenschlagzeilen wie "Der Westen verliert
    > wirtschaftlich an Bedeutung".
    >
    > Was steht dann dahinter? Andere Länder wie Indien, China, etc. wachsen. Wir
    > verlieren also nichts, andere wachsen nur. Um das in ein Bildnis zu packen:
    > Es ist nicht der gleiche Kuchen und China und Indien wachsen und unser
    > Stück wird kleiner, nein. Der Kuchen wächst einfach und wir bleiben genauso
    > fett.
    >
    > Die einzige "Angst" die die USA und wir haben, was man natürlich so nicht
    > sagen "darf", ist: Wenn wir in Relation zu anderen nicht mehr so groß sind
    > - auch wenn wir eigentlich genauso groß sind wie davor - können wir die
    > anderen nicht mehr so einfach rumschubsen.
    >
    > Je nachdem wie stark unsere Wirtschaft davon abhängt das wir andere unfair
    > behandeln und ausnutzen, haben wir dann natürlich ein Problem. Wobei ich
    > sicher bin das die Vorteile von starken Märkten in China und Indien diese
    > "Nachteile" mehr als ausgleichen.

    Das ist doch alles Käse, was Du da schreibst.

    Da steht nicht "der Westen verliert", sondern "der Westen verliert an Bedeutung".

    Angenommen der Kuchen hat 100 Stücke und der Westen hat davon 99, ist die Bedeutung für den Kuchen relativ groß.

    Hat der Kuchen nun aber 1.000.000 Stücke, der Westen aber immer nur noch 99, so ist die _Bedeutung_ für den Kuchen _relativ_ klein.

  13. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Eheran 18.04.19 - 10:51

    >Kapitalismus basiert darauf das wenn einer wächst ein anderer dafür schrumpft.
    Wer ist denn dann die letzten 100 Jahre geschrumpft, dass Europa, China, Indien, Amerika, Afrika und Australien immer weiter wachsen konnten? (manche mehr oder zu einem anderen Zeitpunkt als andere)
    Nagut, die Arktis, aber das meinst du damit wohl eher nicht...

  14. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: dbettac 18.04.19 - 11:56

    Das stimmt so nicht ganz. Jedes Mal, wenn ein dritte-Welt-Land wächst, verlieren wir einen Standort für billige Arbeitskräfte (mordernes Wort für das nicht mehr so gern verwendete "Sklaven"). Und darauf basiert unser Wohlstand größtenteils.

  15. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: dbettac 18.04.19 - 11:59

    Was glaubst Du denn, woher die vielen Bürgerkriege, Hungersnöte usw. kommen? Und wohin unsere Rüstungsindustrie die Waffen verkauft? Und ob es da vielleicht Zusammenhänge gibt?

  16. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Draco Nobilis 18.04.19 - 12:01

    Bevor sich hier einige vieleicht lächerlich machen, sollte man sich dazu einige einfache Youtube Videos von kurzgesagt dazu ansehen.

    Meines Verständnisses nach:
    Der Kuchen wächst, es werden nicht mehr Teile, die Teile an sich wachsen und der Kuchen gesamt wächst. Weil wir produktiver werden. Wir sind schließlich nicht im Mittelalter wo ein Bauer ein Feld mit nem Spaten umgräbt. Auch wir haben was davon wenn Bauern woanders mit Erntemaschinen und Geodaten anfängt Zeug zu pflanzen/ernten.

    Der Bauer mit dem Spaten bringt uns auch hier im Westen absolut nichts von Wert. Der Bauer mit der Erntemaschine schon.

    Unser Teil wächst halt kaum noch, andere schon, weil da eben noch nichts ist. Nutznießer sind langfristig alle. Das wir halt alle ein Systemproblem daraus bauen und uns halt wie Affen verhalten ist nur typisch. Bauern die nur Spaten haben als Machteglüste des Westens herumschubsen ist auch nicht produktiv. Ein Huawei wiederum das entsprechende 5G Produkte liefert ist produktiv.

  17. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: Eheran 18.04.19 - 12:58

    >Was glaubst Du denn, woher die vielen Bürgerkriege, Hungersnöte usw. kommen?
    Ach, wann gab es denn WENIGER Kriege als in den letzten 100 oder auch 50 Jahren?
    Oder weniger Hungersnöte?
    Ach, es wurde alles besser? Für alle weltweit? Wem wurde denn was weggenommen?

    >Und wohin unsere Rüstungsindustrie die Waffen verkauft? Und ob es da vielleicht Zusammenhänge gibt?
    Wo ist der Zusammenhang zu meiner Frage?
    Wie kann die andere Seite überhaupt Waffen bezahlen, wenn "wir" ihr doch nur alles wegnehmen?

  18. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: elcaron 18.04.19 - 13:43

    Nein? Wer hat den die letzten 50 Jahre verloren? Vor allem in dem Maße, in dem die Schwellenländer hochgekommen sind?

  19. Re: Grundproblem der westlichen Sichtweise

    Autor: plutoniumsulfat 18.04.19 - 22:45

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Was glaubst Du denn, woher die vielen Bürgerkriege, Hungersnöte usw.
    > kommen?
    > Ach, wann gab es denn WENIGER Kriege als in den letzten 100 oder auch 50
    > Jahren?
    > Oder weniger Hungersnöte?
    > Ach, es wurde alles besser? Für alle weltweit? Wem wurde denn was
    > weggenommen?
    >
    > >Und wohin unsere Rüstungsindustrie die Waffen verkauft? Und ob es da
    > vielleicht Zusammenhänge gibt?
    > Wo ist der Zusammenhang zu meiner Frage?
    > Wie kann die andere Seite überhaupt Waffen bezahlen, wenn "wir" ihr doch
    > nur alles wegnehmen?

    Na mit dem Geld, was wir bezahlen, um deren Zeug zu bekommen vielleicht. Immerhin klauen nicht alle (wobei das im Endeffekt aufs gleiche rauskommt).

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