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netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

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  1. netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: jake 25.07.14 - 15:13

    den neuen share economy-unternehmen (airbnb, uber, ...) geht es nur um profit, der durch das privatisieren und dadurch die reduktion von nebenkosten (versicherungen, prüfungen, steuern usw.) entsteht. dem stehen die besitzstandswahrer gegenüber, denen diese nebenkosten zwangsweise entstehen, weil sie sich eben an die entsprechenden regeln halten.

    wie schon im fall musikindustrie gegen share hoster will mir hier keine seite gefallen: ich will mit einem sicheren auto von a nach b gefahren werden, und ich will, dass derjenige seine steuern zur erhaltung der strassen zahlt. andererseits macht teilen sinn, z.b. um die umwelt zu schonen, wohnraum besser zu nutzen und neue einkünfte zu ermöglichen.

    ein ansatz könnte sein, klare grenzen zwischen privatem und gewerblichem betrieb zu ziehen. wer in hannover 2x pro jahr zur cebit und hannover messe seine hütte untervermietet, ist sicherlich noch kein gewerbetreibender. wer seine top-wohnung in innenstadtlage regelmässig an 3 von 4 wochen an fremde untervermietet und nur noch bei der freundin wohnt (so ist es z.b. in london und anderen grossen städten) dagegen sehr wohl.

    in diesem sinne gewerbetreibende müssten sich dann auch an die anerkannten regeln (z.b. für das hotel- und taxigewerbe) halten.

  2. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: wmayer 25.07.14 - 15:19

    Im Prinzip wie bei ebay. Allerdings kontrolliert auch ebay nicht, ob ein "Powerseller" brav ein Gewerbe angemeldet hat etc, oder?

  3. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: luzipha 25.07.14 - 16:44

    Diese Grenzen hat der Gesetzgeber schon lange gezogen. Es ist ganz klar geregelt, dass es sich dann um eine Privatangelegenheit handelt, wenn keine Gewinnabsichten zu erkennen sind.

    Im Falle von Fahrten gilt hier also, dass der Preis pro mitgenommener Person nicht über einem Anteil der Betriebskosten für die Fahrt liegen darf.
    Im Falle der untervermiteten Wohnung würde dann also gelten, dass der Untermieter seinen Anteil der im Hauptmietvertrag geregelten Miete und der genutzen Zeit zu entrichten hat.
    Hält man sich an diese Regeln ist alles in Butter und weder irgendeine Behörde noch das Finanzamt tritt einem auf die Füße.

    Wenn du jedoch für deine Fahrten oder den untervermieteten Wohnraum mehr verlangst, dann sind Gewinnabsichten zu erkennen und du hast dich eben an die diesbezüglichen gesetzlichen Richtlinien zu halten.
    Da ist nix schwammig und nix kompliziert.

  4. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: Sarowie 25.07.14 - 18:06

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip wie bei ebay. Allerdings kontrolliert auch ebay nicht, ob ein
    > "Powerseller" brav ein Gewerbe angemeldet hat etc, oder?
    Das macht dafür die Steuerbehörde.

    Kann man bei Uber auch machen, bleiben dann aber halt keine Fahrer mehr übrig.

  5. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: bernd71 25.07.14 - 19:30

    Sarowie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wmayer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Im Prinzip wie bei ebay. Allerdings kontrolliert auch ebay nicht, ob ein
    > > "Powerseller" brav ein Gewerbe angemeldet hat etc, oder?
    > Das macht dafür die Steuerbehörde.
    >
    > Kann man bei Uber auch machen, bleiben dann aber halt keine Fahrer mehr
    > übrig.

    Und wenn es blöd läuft auch keine Taxis mehr.

  6. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: bernd71 25.07.14 - 19:32

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Grenzen hat der Gesetzgeber schon lange gezogen. Es ist ganz klar
    > geregelt, dass es sich dann um eine Privatangelegenheit handelt, wenn keine
    > Gewinnabsichten zu erkennen sind.
    >
    > Im Falle von Fahrten gilt hier also, dass der Preis pro mitgenommener
    > Person nicht über einem Anteil der Betriebskosten für die Fahrt liegen
    > darf.
    > Im Falle der untervermiteten Wohnung würde dann also gelten, dass der
    > Untermieter seinen Anteil der im Hauptmietvertrag geregelten Miete und der
    > genutzen Zeit zu entrichten hat.
    > Hält man sich an diese Regeln ist alles in Butter und weder irgendeine
    > Behörde noch das Finanzamt tritt einem auf die Füße.
    >
    > Wenn du jedoch für deine Fahrten oder den untervermieteten Wohnraum mehr
    > verlangst, dann sind Gewinnabsichten zu erkennen und du hast dich eben an
    > die diesbezüglichen gesetzlichen Richtlinien zu halten.
    > Da ist nix schwammig und nix kompliziert.

    Yepp, und das ist sogar total davon unabhängig ob man eine hippe App verwendet. Es wird ja so getan als wenn dadurch die Welt revolutioniet wird und man deshalb alle Gesetze ändern muss. Fehlt bloß noch ein "Alternativlos".

  7. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: robinx999 26.07.14 - 17:37

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Grenzen hat der Gesetzgeber schon lange gezogen. Es ist ganz klar
    > geregelt, dass es sich dann um eine Privatangelegenheit handelt, wenn keine
    > Gewinnabsichten zu erkennen sind.
    >
    Wobei so etwas natürlich im Einzelfall auch schon wieder Problematisch wird. Nehmen wir mal Folgendes Beispiel, es gibt ja Apps bei denen man seinen PKW Stellplatz vermieten kann. Sagen wir ich habe einen Stellplatz neben meinem Haus gemietet für sagen wir 50¤ pro Monat. So jetzt habe ich Geregelte Arbeitszeiten und brauche den Parkplatz Mo-Fr von 8:00-16:00Uhr nicht. So in der Nähren Umgebung gibt es nur Kostenpflichtige Parkplätze für 2¤ / Stunde, so wenn ich diesen Parkplatz jetzt für 1¤ / Stunde über so eine App Anbiete ist es dann Gewinnabsicht? Klar wenn der Parkplatz immer Belegt wäre dann wäre es ein Hoher Gewinn oder kommt es dann darauf an wie oft der Parkplatz tatsächlich gemietet wird? Wenn ich dann vieleicht 20¤ im Monat verdiene ist es OK? Wenn jetzt mal einen Monat ein Volksfest ist (oder ich mache 2 Wochen Urlaub und kann den Parkplatz Rund um die Uhr anbieten) und ich habe mal einen Monat 70¤ ist es dann nicht mehr OK oder kommt es auf das Verhältniss kosten pro Monat vs. Einnahmen auf das Jahr gerechnet an? Und was ist wenn ich den Stellplatz überhaupt nicht miete sondern er mir gehört ist es dann immer Gewinn oder muss ich dann irgendwie die Stellplatz kosten aus den Grundbesitzabgaben errechnen?

    Also ich sehe da durchaus viel Potential um Leute zu verwirren, da wären durchaus irgendwelche Regeln evtl. Denkbar, persönlich würde ich mir da so etwas Vorstellen wie bei Geringfügig Beschäftigten einfacher Steuersatz der Einnahmen der Direkt abgeführt wird zumindest so lange gewisse Einnahmen pro Monat nicht überschritten werden.

  8. Re: netzschmarotzer vs. besitzstandswahrer

    Autor: luzipha 26.07.14 - 18:56

    Das ist tatsäch ein gut gewähltes Beispiel.

    Wenn du für den Stellplatz 50¤ Monatmiete zahlst, dann wird niemand etwas zu beanstanden haben, wenn du 20¤ pro Monat an Einnahmen erzielst. Nehmen wir ferner an, dass es du in einem Ausnahmemonat 70¤ einnimmst. Sollte es sich tatsächlich um eine Ausnahme handeln wird auch hier niemand etwas dagegen haben. Eine Gewinnerzielungsabsicht kann ich hier nicht erkennen.

    Wenn es sich nicht um einen angemieteten Stellplatz sondern um Eigentum handelt, dann wird es schon komplizierter da deine monatlichen Ausgaben 0¤ betragen und schon bei 20¤ ein Jahresgewinn von 240¤ erwirtschaftet wird. Aber solange die Einnahmen deutlich unterhalb einer traditionellen vertraglichen Vermietung bleiben sollte es auch hier zu keinen Problemen kommen. Die Hand würde ich in diesem Fall jedoch nicht dafür ins Feuer legen.

    Im Zweifelsfall gibt es in Deutschland ungefähr zwölfunddrölfzigtausend Anwälte die man zuvor konsultieren kann. Für eine einfache Rechtsauskunft, wie das obige Beispiel, würde mir meiner nichtmal was berechnen. Im Allgemeinen sind die günstiger als man denkt.

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