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Ungenutzte Resourcen

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  1. Ungenutzte Resourcen

    Autor: ripclaw666 25.07.14 - 14:16

    Echtes Teilen ungenutzter Resourcen ist natuerlich eine schoene Idee - nur leider ist insbes. das, was Uber macht, ja genau das nicht. Eine klassische Mitfahrzentrale, wo der Fahrer ohnehin von A nach B faehrt und jemand mitnimmt, waere sowas. Bei Uber waere der Fahrer aber gerade nicht nach B gefahren, sondern kutschiert bloss den Kunden dorthin.

    AirBnB - auch hier: wenn die Bude wirklich nicht genutzt wuerde, dann ok. Aber vermehrt werden doch hier reine Ferienwohnungen vermietet, die nur nicht offiziell als solche deklariert wurden. Da wohnt sonst niemand drin, und dem Wohnmarkt stehen die Wohnungen ebenfalls nicht zur verfuegung (was in gewissen Stadteilen sehr wohl kritisch ist).

    Insgesamt ist die Idee der "Shared Resources" in ihrem Idealzustand loeblich und auch gut. Aber den Zustand haben wir nicht. Vielmehr geht es doch eigentlich nur um die schnelle Mark, unter Umgehung gesetzlicher Vorschriften und Abgaben. Insbesondere die Vorschriften wurden ja in der Regel nicht aus Jux und Dollerei erlassen, sondern zum Schutz des Kunden und auch des Anbieters, bspw. was Haftung angeht.

  2. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: OnYxIronFist 25.07.14 - 14:19

    Und genau da muss die Regulierung eingreifen, so wie im Artikel gefordert.

  3. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: mixedfrog 25.07.14 - 14:27

    Die Regulierungsmechanismen gibt es doch schon. Ob ich meine Ferienwohnung über eine Katalog oder über das Internet vermittle macht keinen Unterschied. Wenn ich damit Gewinn mache, bin ich Unternehmer und habe Pflichten, z.B. Steuern zahlen.

    Das Geschäftsmodell von Uber und AirBnB ist auch nicht neu. Neu ist nur, dass es nicht mehr Telefonhotlines, Kataloge und Webseiten gibt, die die Vermittlung erledigen, sondern jetzt eine App.
    Ob den Vermittler eine Mitschuld trifft, wenn der eigentliche Anbieter ungesetzlich handelt, ist eine ganz andere Frage.

    Oft genug schon werden Gesetze an Geschäftsmodelle angepasst. Eigentlich sollten sich Geschäftsmodelle aber an den Gesetzen orientieren.

  4. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: bernd71 25.07.14 - 19:50

    OnYxIronFist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau da muss die Regulierung eingreifen, so wie im Artikel gefordert.

    Was soll den reguliert werden? Keine Steuern wenn über eine App vermittelt wurde. Der Staat haftet für alle Schäden für Diestleistungen die über eine App vermittelt werden. Was muss noch reguliert werden, es ist doch schon alles reguliert.

  5. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: divStar 26.07.14 - 02:18

    Wofür bitte haftet der Staat? Der haftet für gar nichts - er kassiert ausschließlich nur. Haften tun Versicherungen - doch auch die könnten (sofern es überhaupt gebraucht wird) solche potentielle Auftragsfahrer versichern. Und Ferienwohnungen.. kassiert der Staat nicht schon genug beim Kauf und Instandhaltung der Wohnungen? Und auch für die Straßen müssen die Haus- bzw. Wohnungseigentümer selbst zahlen und haften - wo besteht hier überhaupt noch das Anrecht auf Steuern???

    Leider sind die alt-eingesessenen Parteien vergreist und haben entsprechende Politik. Man denke nur daran, dass das Internet für sie #Neuland ist - dann sind es solche neuartigen Geschäftsmodelle erst recht. Der Knackpunkt ist, dass die Regierung eben auch darüber entscheiden kann, womit es sich überhaupt nicht auskennt - da sind dann die Lobby-Schmierereien nur noch ein Bonus.

    Was die Herrschaften da oben in der Regierung aber vergessen, ist, dass nicht jeder ein Bundestagsabgeordneter ist und somit auch nicht im endlosen Luxus auf Kosten der Steuerzahler lebt UND für seine Arbeit nicht haften muss weil er ja nur seinem Gewissen verpflichtet ist (das hätte ich auf meiner Arbeit auch gerne - und wenn ich dann Scheiße baue, bekomme ich einfach ne 6-7-stellige Abfindung). Einigen Leuten geht das Geld bereits am Anfang des Monats nach Begleichen der Fixkosten bereits aus. Da ist ein Taxi zum Beispiel überhaupt nicht drin - ebenso wenig wie Hotels. Und nun? Wenn mir eine Ferienwohnung oder ein Mitautofahrer den annähernd gleichen Service bzw. annähernd gleiche Leistung zum einem teils deutlich attraktiveren Preis anbieten kann, dann ist das für mich interessanter.

    Klar ist natürlich, dass die alten Lobbys das nicht gerne sehen - aber das ist mir egal. Ich glaube sogar, dass wenn die Firmen das nicht offiziell tun können werden, es halt inoffizielle Börsen geben wird, die dann kaum einer staatlichen Kontrolle mehr unterliegen werden. Nur: die Lobbys werden dann kaum weniger Probleme haben. Ich meine - natürlich könnten Lobbys mal überlegen, ob sie nicht einfach gierig sind und die Preise unrealistisch. Aber es ist doch viel einfacher mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen als das Problem (oder auch die Lösung) bei sich zu suchen. Wie kleine Kinder eben.

  6. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: bernd71 27.07.14 - 00:03

    Also ich als Steuerzahler verlange das alle auf ihr Einkommen Steuern zahlen, egal wo es her kommt! Wenn einer keine Steuern zahlt schadet er vor zuerst den anderen Steuerzahlern und nicht den Staat.
    Wenn du mit der Regierung nicht zufrieden bist gibt kanns du dich daran beteiligen es zu ändern. Aber Geschäftsmodelle die Steuerhinterziehung begünstigen und ggf. Anbieter oder Nutzer in den Ruin treiben können braucht keiner.

  7. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: Fuchur 28.07.14 - 09:29

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wofür bitte haftet der Staat? Der haftet für gar nichts - er kassiert
    > ausschließlich nur. Haften tun Versicherungen - doch auch die könnten
    > (sofern es überhaupt gebraucht wird) solche potentielle Auftragsfahrer
    > versichern. Und Ferienwohnungen.. kassiert der Staat nicht schon genug beim
    > Kauf und Instandhaltung der Wohnungen? Und auch für die Straßen müssen die
    > Haus- bzw. Wohnungseigentümer selbst zahlen und haften - wo besteht hier
    > überhaupt noch das Anrecht auf Steuern???

    Die Vermieter verdienen etwas durch die Vermietung. Dies kommt einem Einkommen gleich. Daher der Anspruch auf Versteuerung.

    >
    >
    > Was die Herrschaften da oben in der Regierung aber vergessen, ist, dass
    > nicht jeder ein Bundestagsabgeordneter ist und somit auch nicht im endlosen
    > Luxus auf Kosten der Steuerzahler lebt UND für seine Arbeit nicht haften
    > muss weil er ja nur seinem Gewissen verpflichtet ist (das hätte ich auf
    > meiner Arbeit auch gerne - und wenn ich dann Scheiße baue, bekomme ich
    > einfach ne 6-7-stellige Abfindung). Einigen Leuten geht das Geld bereits am
    > Anfang des Monats nach Begleichen der Fixkosten bereits aus. Da ist ein
    > Taxi zum Beispiel überhaupt nicht drin - ebenso wenig wie Hotels. Und nun?
    > Wenn mir eine Ferienwohnung oder ein Mitautofahrer den annähernd gleichen
    > Service bzw. annähernd gleiche Leistung zum einem teils deutlich
    > attraktiveren Preis anbieten kann, dann ist das für mich interessanter.
    >

    Woher kommt es denn, dass einige Leute sich kein Hotel bzw. Taxi mehr leisten können?
    Guck Dir mal an, was Leute verdienen, die für Uber fahren oder im Rest dieser tollen neuen Share-Economy arbeiten. Anschließend rufen sie dann den Staat und bitten um Aufstockung u.ä. Vielen Dank!
    Das Taxigewerbe ist u.a. derart reguliert, um den Menschen überhaupt einen sinnvollen Verdienst zu ermöglichen.

    > Klar ist natürlich, dass die alten Lobbys das nicht gerne sehen - aber das
    > ist mir egal. Ich glaube sogar, dass wenn die Firmen das nicht offiziell
    > tun können werden, es halt inoffizielle Börsen geben wird, die dann kaum
    > einer staatlichen Kontrolle mehr unterliegen werden. Nur: die Lobbys werden
    > dann kaum weniger Probleme haben. Ich meine - natürlich könnten Lobbys mal
    > überlegen, ob sie nicht einfach gierig sind und die Preise unrealistisch.
    > Aber es ist doch viel einfacher mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen
    > als das Problem (oder auch die Lösung) bei sich zu suchen. Wie kleine
    > Kinder eben.

    Das ist doch genau das, was der Staat will. Im privaten Bereich "unter Freunden" darf jeder teilen. Natürlich darf ich Dir mein Auto leihen und auch meine Wohnung, meinen Kuli, den Lippenstift meiner Frau, meine Wii, mein schimmeliges Brötchen...
    Aber es geht darum, ob man damit Gewinne erzielt und mit der Absicht antritt, das ganze im wirtschaftlichen Rahmen aufzuziehen...
    Dann gelten andere Regeln, die jeder zu beachten hat, damit niemand zu schaden kommt. Und keine Steuern zu zahlen schadet auch der Allgemeinheit.

  8. Re: Ungenutzte Resourcen

    Autor: Stefan7 28.07.14 - 13:21

    Ich empfehle jedem folgendes Buch zu lesen:
    http://sacred-economics.com/read-online

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