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Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

    Autor: IceRa 11.09.12 - 15:54

    Bilder, Schriften etc sind Information, und wenn man Information verbieten will, gibt es 2 mögliche Endergebnisse:
    1- Solche Gesetze werden total ignoriert und sind dann für die Katz - das wäre aber der weniger schädliche Weg.
    2- Solche Gesetze werden ernst genommen und führen über kurz oder lang zu einem Faschismus. Denn um solche Informations-Verbots-Gesetze anzuwenden muss man immer alles und jedem kontrollieren. Überall. Überwachungsstaat pur.
    -> Was ist wenn jemand beispielsweise über KiPo stolpert und das der Polizei meldet? Kommt er dann dran weil er's ja kurze Zeit besessen hat? Kommt er dran weil er es weitergegeben (und sei's nur der Polizei) hat? Da braucht man dann alle möglichen Ausnahmeregelungen.
    -> Was ist wenn jemand ein Bild mit verbotenem Inhalt malt? Auch wenn kein Kind jemals deswegen zu Schaden gekommen ist, handelt derjenige (Künstler?) dann illegal?
    -> Was ist wenn eine verärgerte Ex-Ehefrau ihren Mann "in die Pfanne hauen" will und ihm per PC solche BIlder unterjubelt? Wer muss dann was beweisen?
    -> etc. etc. etc.

    Ergo: Informationen verbieten zu wollen ist nicht nur stumpfsinnig, sondern führt auch zu einer Kriminalisierung der ganzen Bevölkerung. Und letztlich ist keinem einzigen Kind geholfen, wenn Fotos von einer Tat nur im Verborgenen betrachtet werden dürfen.

    Gruss, Ice

  2. Re: Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

    Autor: ellaazul 11.09.12 - 19:14

    IceRa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [blabla]
    >
    > Ergo: Informationen verbieten zu wollen ist nicht nur stumpfsinnig, sondern
    > führt auch zu einer Kriminalisierung der ganzen Bevölkerung. Und letztlich
    > ist keinem einzigen Kind geholfen, wenn Fotos von einer Tat nur im
    > Verborgenen betrachtet werden dürfen.

    Sorry, das ist - mit Verlaub - Schwachsinn!

    Unsere Rechtsprechung ist noch immer so, dass Du so lange Unschuldig bist, bis Dir das Gegenteil NACHGEWIESEN werden kann.

    Weil Dir jemand was unbemerkt unterjubelt machst Du Dich nicht strafbar. Wenn Du es bemerkst und dann an Deine Freunde & Bekannte oder die Welt im allgemeinen über das Internet weiterverbreitest allerding schon.

    Also muss da schon bewusstes oder besser gesagt vorsätzliches Verhalten im Spiel sein.

    Achja und malen darfst Du vieles. Auch geschmackloses. Sogar dich selbst, wie Du Deine Frau umbringst! Und Du kommst dafür noch nichtmal wegen Mordes in den Knast! (Nur bei Abbildungen bestimmter religiöser Propheten solltest Du vorsichtig sein;-) )

    > Gruss, Ice

    Gruß, Ella

  3. Re: Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

    Autor: __destruct() 11.09.12 - 19:58

    Gezeichnete Kinderpornographie ist verboten, d.h. mit dem Zeichnen einer solchen Darstellung macht man sich strafbar. Außerdem kann man immer sagen, dass ein anderer die gefundenen Kinderpornos auf den Rechner gespielt hat. Würde man da so einfach herauskommen, würde auch keiner deswegen verurteilt werden.

    Des Weiteren sehe ich seinen Beitrag überhaupt nicht als Schwachsinn an und stimme ihm im Gegenteil voll und ganz zu.

  4. Re: Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

    Autor: Anonymer Nutzer 11.09.12 - 22:03

    > Unsere Rechtsprechung ist noch immer so, dass Du so lange Unschuldig bist, bis Dir das Gegenteil NACHGEWIESEN werden kann.

    Das mag in der Theorie so sein, nur in der Praxis ist es aber genau anders herum. Siehe Tauss, Kachelmann & Co. Und gerade bei diesem Thema ist man IMMER schuldig, auch wenn man freigesprochen wird.

  5. Re: Bilder/Schriften verbieten ist IMMER der falsche Weg.

    Autor: Bernd Schröder 12.09.12 - 12:46

    Ich stimme nicht zu, dass es nur diese beiden Ausgangsformen gibt. Es gibt auch die Form, dass bestimmte Informationen nur mit Risiko - ohne absolute Überwachung - zu erhalten oder zu besitzen sind. Das ist derzeit bei KiPo der Fall.

    Ich stimme aber zu, dass das Verbot der falsche Weg ist. Als Grundregel sollte im Informationszeitalter gelten, dass die Anordnung von Nullen und Einsen auf privaten Speichergeräten privater Individuen andere Leute prinzipiell nichts angehen, auch den Staat nicht. Denn nur darum geht es beim Besitz: Die Nullen und Einsen auf der Festplatte werden anders angeordnet, und das ist auch schon alles. Hausdurchsuchungen und Haftstrafen für den Besitz von Information sind prinzipiell unverhältnismäßig.

    Was mich ebenfalls stört, ist, dass das Gesetz ausgerechnet mit dem absoluten sexuellen Selbstbestimmungsrechts des Kindes begründet wird, während seine Meinung, Zustimmung usw. völlig ignoriert werden. Man mag das damit begründen, dass man Kinder prinzipiell für nicht sexuell zustimmungsfähig hält - aber dann bleibt das Gesetz immer noch absolute Fremdbestimmung, in diesem Fall durch den Staat, und nicht Selbstbestimmung. Dann sollte man auch den Mut haben, es so zu nennen. Geschützt wird *nicht* das sexuelle Selbstbestimmungsrecht des Kindes, sondern das Kind hat schlichtweg kein solches Recht, solange es Kind ist.

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