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Abschied vom marktgetriebenen Breitbandausbau

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  1. Abschied vom marktgetriebenen Breitbandausbau

    Autor: cyborg 06.02.18 - 18:28

    Zu was hat denn der marktgetriebene Breitbandausbau bisher geführt?
    An lukrativen Stellen kann ich zwischen 10 Anbietern und Bandbreiten zwischen 1 und 500 MBit wählen, auf dem Land gibts die Telekom mit DSL-light, das ist der marktgetriebene Breitbandausbau...
    Wenn das nicht geändert wird, dann gehts so weiter. Dann wird auf dem Land ein Funkmast aufgestellt und 1000 Leuten ein LTE oder Hybrid-Vertrag mit 50 MBit verkauft. Wenn die Leute dann nach Feierabend ins Netz wollen bekommt jeder von den (natürlich mit bis zu) verkauften Anschlüssen grad mal noch 1 MBit ab...

  2. Re: Abschied vom marktgetriebenen Breitbandausbau

    Autor: derdiedas 07.02.18 - 09:07

    Das nenn ich Gerecht.

    Wir zahlen in den Städten bereits exorbitante Wohnkosten. Und die Steuern die wir Zahlen werden zumeist dafür verballert auf dem völlig zersiedeltem Land Infrastruktur vorzuhalten.

    Herrschaftszeiten Ihr wohn günstig, dann lebt halt auch damit das ein provider für einen 100 MBit Zugang 350Euro pro Monat verlangt (Denn das braucht er damit er für ein paar Hansel die Infrastruktur vorhalten kann).

    Wenn Du aber für 50 Euro im Monat solch einen Zugang willst bedeutet das nur, das wieder 300 Euro von jemanden aus einer Stadt abgezogen wird.

    Es wird schlichtweg Zeit das wie aufhören die Randgebiete so dermaßen zu Unterstützen. Es ist schädlich für unser Landschaftsbild (Flieg mal über Deutschland, da gibt es kein Quadratkilometer ohne Häuser, im ganzen Rest der EU - mit Ausnahme von Italien die genauso deppert sind ist das nicht so schlimm). Es ist schädlich für die Umwelt - denn das pendeln wird staatlich subventioniert, das Arbeitsplatznahe aber teure Wohnen nicht. Und zu guter Letzt muss für Billiarden eine Infrastruktur aufrecht erhalten werden, die von den sie Nutzenden Bürgern niemals finanziert werden könnte.

    Jeder darf gerne auf dem Land leben, aber alles hat seinen Preis. In der Stadt Leben, aber halt auch auf dem Land leben. Aber nöö wenn für Landeier etwas "unschön" ist wird gleich nach einer staatlichen Regelung geschrien.


    Was Du willst, ist das ICH für DEINEN Internetanschluss indirekt zahle! Denn für Dich - der Staat sind wir alle, und einen kleinen teil dieses Staates siehst Du jeden Morgen im Spiegel. Wenn Dur also verlangst das etwas unwirtschaftliches gefördert wird, dann muss das jemand von den 80 Millionen Menschen die morgens in den Spiegel schauen auch getragen werden - denn von denen bekommt der Staat 100% seiner Einnahmen.

    Gruß DDD

  3. Re: Abschied vom marktgetriebenen Breitbandausbau

    Autor: lemmer 08.02.18 - 11:51

    DDD Trottel, ich lebe in einer Metropole und unterstütze den Breitbandausbau für alle mit meinen Steuermitteln liebend gern..

  4. Re: Abschied vom marktgetriebenen Breitbandausbau

    Autor: Prokopfverbrauch 09.02.18 - 16:44

    Sowas nennt sich Solidarität. Nach deiner Logik auch bitte keine Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Kindergeld etc.. Wieso soll irgendwer irgendwie für etwas anderes zahlen als für seinen reinen eigenen Nutzen. Klar, wohnen kann man sich da noch eher aussuchen als Arbeitslosigkeit oder Krankheit, aber ich halte nicht viel von deiner Denke. Strom und Wasser wird auch nicht marktgetrieben verlegt oder ausgebaut. Die alten Kupferkabel wurden eben auch nicht marktgetrieben verlegt.

    Und es ist defintiv nicht so, dass die Leute aufs Land ziehen um das für Grundstück gesparte Geld in Luxusgüter zu packen. Für viele der Mittel oder Unterschicht ist es schlicht unmöglich "menschenwürdige" Wohnungsverhältnisse in Großstädten aufzubauen. Da bei den Immobilienpreisen der Markt eben auch nicht zum Gesamtwohl arbeitet, und trotz nicht steigender Bevölkerungszahlen die Realpreise für Immobilien in Großstädten schon länger stark steigen.
    Da kann man sich dann streiten, und sagen "in anderen Ländern ist das auch so" oder "gib dich zu Frieden mit 50 m2 für deine 4 köpfige Familie, in Großstädten Asiens haben die nicht einmal die Hälfte".

    Mit "Land" sind ja auch nicht nur einzelne Höfe in der Pampa gemeint, es betrifft ja schon viele Randbereiche von Großstädten und Kleinstädten mit über 1000 Einwohnern. Wir reden hier nicht über den abgelegenen Hof im Wald. Ich bezweifel auch stark, dass riesige Ballungszentren, beispielsweise wie in Asien, gesund für die Umwelt (und Menschen) sind. Die Umweltbelastung für das viele Pendeln wäre deutlich geringer, wenn es auch mehr Unternehmen außerhalb der teuren Ballungszentren gebe. Und hierfür wäre und ist Breitband auf dem Land eben ein starker Anreiz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.18 16:45 durch Prokopfverbrauch.

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