Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Internet: Gemeinden gegen…

Da ist auf jeden Fall was dran

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Da ist auf jeden Fall was dran

    Autor: postb1 06.02.18 - 12:51

    Und das ist doch schon jetzt so. Vor allem in Bundesländern wie Bayern, wo massiv und nahezu flächendeckend mit Fördermitteln ausgebaut wird.
    Die Anbieter, egal ob Telekom oder andere, lehnen sich dort ins bequeme Förderkissen zurück und warten darauf, daß die Gemeinde am Förderprogramm teilnimmt.
    Eigene Investitionen? Null. Selbst dann nicht, wenn eine laufende Tiefbaumaßnahme im Bereich Straßensanierung dazu sehr kostengünstig mitgenutzt werden könnte, zumindest Leerrohre mit zu verlegen.

    Noch vor 3 Jahren hier vor Ort so geschehen. Massiver Tiefbau, Straßensanierung, Neubau eines Geh/Radweges nebendran, Neubau von Erdgasleitungen, Sanierung von Hauptwasserleitungen auch in diesem Bereich. Neue Drainagierung der gesamten Strecke.
    Und das zwischen unserem unterversorgten Ort und dem Nachbarort, wo sich auch die Telekom-Vst befindet.
    Auf weiten Teilen der Strecke war während der Bauarbeiten sogar die fast armdicke TAL freigelegt gewesen, die hier zwischen den Orten seit den 70er Jahren verläuft...
    Und die Telekom? Macht nix. Gar nix. Sämtlichen Gräben sind wieder zugeschüttet worden, ohne ein einziges Leerrohr gleich mit "reinzuwerfen". Und ein "reinwerfen" hätte da idealerweise wortwörtlich ausgereicht.

    Die Gemeinde hat dann am Förderprogramm teilgenommen.
    Natürlich hat sich neben einigen anderen Anbietern auch die Telekom beworben - und ihr vorheriges Nichtstum dann bitter bereut: Magenta hat sich glatt verzockt und die Ausschreibung verloren. Und inzwischen auch einen großen Teil ihrer Kunden hier im Ort.
    Letzteres wäre bei Eigeninvestitionen nicht passiert, weil die Gemeinde sich gar nicht genötigt gesehen hätte, am Förderprogramm teilzunehmen.

  2. Re: Da ist auf jeden Fall was dran

    Autor: Dadie 06.02.18 - 16:06

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [..] Selbst dann nicht, wenn eine laufende
    > Tiefbaumaßnahme im Bereich Straßensanierung dazu sehr kostengünstig
    > mitgenutzt werden könnte, zumindest Leerrohre mit zu verlegen.
    > [..]

    Wobei ich zu dem Thema eine wahrlich erleuchtende Unterhaltung die Wochen hatte mit jemanden der sich mit Tiefbau auskennt. Auf solche Mitnutzung von Baustellen wird i.d.R. verzichtet, weil es bezüglich Versicherung und Haftung unwirtschaftlicher ist als zwei mal die Straße aufzureißen.

    Jede Baustelle hat so etwas wie einen Bauleiter der am Ende für alles mögliche haftet. Wenn du also nun ein Leerrohr in dessen Tiefbaustelle verlegen willst, würde er haften, wenn du dabei irgendwas dummes tust (z.B. das Rohr nicht tief genug verlegst). Wenn er aber das Leerrohr für dich verlegen würde, müsste er dann auch für das Leerrohr haften, was ggf. ein unkalkulierbares Risiko ist.

    Hinzu kommt, dass das alles dem Bauamt gemeldet werden muss und ggf. den Versicherungen und plötzlich explodiert die Bürokratie, das Risiko und die Haftung.

    Zumindest hatte man mir das so im groben erklärt.

  3. Re: Da ist auf jeden Fall was dran

    Autor: Faksimile 06.02.18 - 19:48

    Also vielen Dank für die entsprechenden Änderungen des TKG, die nach Deiner Schilderung dann sowieso nicht greifen ...

  4. Re: Da ist auf jeden Fall was dran

    Autor: DooMMasteR 07.02.18 - 09:05

    Aber an sowas sind doch die Gemeinden selbst schuld, gerade auf dem Dorf macht man nen Topf auf und meist sind mit 6-12 Leuten die kosten für die Speedpipe wieder drin.

    Dann kann die Gemeinde da jeden dran lassen der Dienste bieten will.

    Hier hat die Dorfgemeinschaft ~6km Leerrohr und Glasfaser selbst gezogen und stellt sie der Gemeinschaft zur Verfügung, kommerzielle Anbieter müssen zahlen, aber nur lächerliche 230¤ im Jahr.
    Dennoch hat die Telekom das Angebot nicht angenommen, weil ihre Tterminierungstechnologie damit inkompatibel sei.

    Aktuell bekommt man für die 333¤ einen 10GB Port auf beiden Seiten, der die 6 km brückt und einen Genossenschaftsanteil pro Jahr (maximal 15 stk).
    Zwischen den Standorten wird 4x40 GBit/s gemacht. und es ist redundante Terminierung mit USVs verfügbar (kostet dann das doppelte, weil 2 Ports) jeweils sind 2 HP FlexFabric Switches und seit kurzem je 4 ZyXEL XGS4600.

    Nicht kommerzielle Nutzer können 100 oder 1 Gbit/s kostenlos bekommen, müssen aber mindestens einen Anteil halten (333¤) und ein passendes SFP-Modul kaufen.

    Wohlgemerkt ich spreche hier von einem Dorf mit ~900 Einwohnern, dass an ein Dorf mit ~10.000 Einwohnern angebunden wurde.
    Das Einziehen der Speedpipes + Restluche Arbeiten haben Bauern + lokaler Tiefbauer 1. Kostenlos und 2. in unter 6 Tagen erledigt gehabt.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  3. Bosch Gruppe, Grasbrunn
  4. SV Informatik GmbH, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 55€ + 1,99€ Versand
  2. (aktuell u. a. QPAD DX-5 Maus 9,99€, NZXT Kraken X62 AM4 ready, Wasserkühlung 139,90€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  4. 5€ inkl. FSK-18-Versand


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

  1. Graswang: Ein Dorf in Bayern will keinen Mobilfunkmast
    Graswang
    Ein Dorf in Bayern will keinen Mobilfunkmast

    Zuerst hatten die Bürger sich über die schlechte Mobilfunkversorgung beschwert. Nun will die Telekom bauen, doch die Mehrheit in Graswang will das nicht.

  2. ProArt PA90: Asus' Zylinder fährt den Deckel aus
    ProArt PA90
    Asus' Zylinder fährt den Deckel aus

    Der ProArt PA90 ist eine tonnenförmige Workstation mit Hexacore-CPU und Quadro-Grafikkarte. Asus kühlt einen Teil der Komponenten per Wasser, den anderen per Luft - und oben hebt sich die Kappe an.

  3. Magenta Zuhause Surf: Telekom stellt Internet ohne Telefonie wieder ein
    Magenta Zuhause Surf
    Telekom stellt Internet ohne Telefonie wieder ein

    Ein spezieller Tarif für DSL ohne Telefonie soll abgeschafft werden. Bereits ab Februar soll es das Angebot für junge Leute von der Deutschen Telekom nicht mehr geben.


  1. 19:23

  2. 19:11

  3. 18:39

  4. 18:27

  5. 17:43

  6. 16:51

  7. 16:37

  8. 15:57