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Slapstick?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Slapstick?

    Autor: Nullmodem 27.11.14 - 14:43

    Das EU-Parlament stimmt für die Zerschlagung von Google?
    Welche Konsequenzen hat das nun? Ich nehme an gar keine, oder?

    Was passiert, wenn das Parmalent im Kongo beschliesst, das Vodafone zerschlagen werden muss? Genau, auch nix.

    nm

  2. Re: Slapstick?

    Autor: PiranhA 27.11.14 - 14:50

    Naja, das EU Parlament könnte im Extremfall verordnen, dass Google überhaupt nicht in der EU operieren darf, sofern sie nicht folge leisten. Das juckt die natürlich schon.
    Aber ich hoffe doch stark, dass es nicht so weit kommt.

  3. Re: Slapstick?

    Autor: b_s101 27.11.14 - 14:57

    Sollte Google zerschlagen werden, ist das doch überhaupt kein Problem. TTIP wird durchgedrückt und schon kann sich Google sein Imperium wieder zusammenklagen.

  4. Re: Slapstick?

    Autor: .02 Cents 27.11.14 - 15:00

    Ich bin auch für nette Nachbarn und grüne Ampeln ... in meinem Haushalt sind auch schon mehrere Resolutionen in diese Richtung verabschiedet worden, aber sowohl Nachbarn, als auch Ampeln sind halt nach wie vor, was sie sind ...

  5. Re: Slapstick?

    Autor: .02 Cents 27.11.14 - 15:15

    Auf welcher Rechtsgrundlage sollte das EU Parlament Google das verbieten? Das EU Parlament arbeitet in den von den Mitgliedsstaaten zugestandenen Grenzen. Dazu gehört nich zuletzt die Förderung des Binnenmarktes. Marktbeherrschende Stellungen werden dabei von den europäischen Kartellbehörden verfolgt, nocht vom Parlament.

    Gezielte Vorschriften gegen einzelne Branchen und / oder Unternehmen - da wird das Eis schon dünn.

    Und letztlich sind doch auch die Forderungen dieser Parlamentarierer eher unsinning.
    Quote:
    "Die Auflistung, Bewertung, Darbietung und Reihenfolge von Ergebnissen bei Suchmaschinen muss frei von Verzerrungen und transparent sein", sagten Abgeordnete.

    Das ist doch offensichtlicher Unsinn. Es muss bewertet werden, wenn es mehr als ein Ergebnis in der Suche gibt, und sofern nicht jeder Nutzer jede Ergebnisliste selber vollständig konfigurieren kann, ist das zwingend wertend / verzerrend / etc.

  6. Re: Slapstick?

    Autor: manitu 27.11.14 - 15:21

    Sollen sie sich mal gegen Google richten.

    Wenn Google zur Warnung von 8 bis 16 Uhr alle Googledienste für europäische Unternehmen und Privatanwender abschalten (inkl Suche, Office, Playstore, Cloud, GMail, ...), dann stehen garantiert nach nichtmal einer Woche die Hälfte aller Leute auf den Straßen und die Unternehmen werden die EU dermaßen unter Druck setzen. Ich glaube, dass sich das dann erledigt hat. Noch macht Google alles freundlich und versucht sich möglichst anzupassen, aber einen so großen Eingriff, ich glaube nicht daran. Wenn das ernster wird suche ich mich schonmal einen schweizer Proxy oder VPN Anbieter, solange Google noch funktioniert.

  7. Re: Slapstick?

    Autor: Sequeezer 27.11.14 - 15:25

    b_s101 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte Google zerschlagen werden, ist das doch überhaupt kein Problem. TTIP
    > wird durchgedrückt und schon kann sich Google sein Imperium wieder
    > zusammenklagen.

    Uuuhhhh, da hat aber jemand TTIP und Schiedsgerichte verstanden...

  8. Re: Slapstick?

    Autor: freddypad 27.11.14 - 15:25

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, das EU Parlament könnte im Extremfall verordnen, dass Google
    > überhaupt nicht in der EU operieren darf, sofern sie nicht folge leisten.
    > Das juckt die natürlich schon.
    > Aber ich hoffe doch stark, dass es nicht so weit kommt.


    Oder aber andersrum. Google könnte einfach mal von sich aus in Europa dicht machen.
    In kürzester Zeit würde dann doch der rote Teppich für die ausgerollt werden und gebettelt werden, sie mögen zurückkommen.

  9. Re: Slapstick?

    Autor: Pablo0815 27.11.14 - 15:27

    > Und letztlich sind doch auch die Forderungen dieser Parlamentarierer eher
    > unsinning.
    > Quote:
    > "Die Auflistung, Bewertung, Darbietung und Reihenfolge von Ergebnissen bei
    > Suchmaschinen muss frei von Verzerrungen und transparent sein", sagten
    > Abgeordnete.
    >
    Das macht schon Sinn. Im Geheimen wird bereits eine Produktion ultrabreiter Monitore in Europa vorbereitet. Die haben dann einen Wettbewerbsvorteil wenn alle Suchergebnisse nebeneinander dargestellt werden müssen.
    .
    .
    .
    .
    Könnte nur später Probleme geben, wenn alle ganz links stehen wollen....

  10. Re: Slapstick?

    Autor: Matixmer 27.11.14 - 15:27

    manitu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollen sie sich mal gegen Google richten.
    >
    > Wenn Google zur Warnung von 8 bis 16 Uhr alle Googledienste für europäische
    > Unternehmen und Privatanwender abschalten (inkl Suche, Office, Playstore,
    > Cloud, GMail, ...), dann stehen garantiert nach nichtmal einer Woche die
    > Hälfte aller Leute auf den Straßen und die Unternehmen werden die EU
    > dermaßen unter Druck setzen. Ich glaube, dass sich das dann erledigt hat.
    > Noch macht Google alles freundlich und versucht sich möglichst anzupassen,
    > aber einen so großen Eingriff, ich glaube nicht daran. Wenn das ernster
    > wird suche ich mich schonmal einen schweizer Proxy oder VPN Anbieter,
    > solange Google noch funktioniert.

    Ganz erhlich Google sollte mal nen 48 Blackout starten. Die Jungs und Mädels im Parlament schauen dann ziemlich schnell sehr blöd aus der Wäsche.

  11. Re: Slapstick?

    Autor: Noren 27.11.14 - 15:30

    Ich verstehe den Text eher so:
    Die Suche muss bei gleichen Stichwörter, gleiche Resultate für alle liefern. Zudem muss der Algo für die Indexierung offen gelegt werden.

    Und genau darum bin ich auch für die Aufspaltung.

    Ach ja, der Kommentar der US Regierung "Wir sind zunehmend besorgt über einen offensichtlichen Trend in der EU, Firmen aus dem Ausland in der Digitalwirtschaft zu diskriminieren" könnte man auch umdrehen. "Ich bin zunehmend besorgt über einen offensichtlichen Trend in der USA, Firmen (oder/und Regierungen) aus dem Ausland in der Digitalwirtschaft zu diskriminieren."

  12. Re: Slapstick?

    Autor: PiranhA 27.11.14 - 15:36

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Klar die Nutzer hätten ein Problem, aber das ist ja nicht Sorge der EU. Der würden nur wirtschaftliche Schäden weh tun und da sitzen die glaube ich doch am längeren Hebel. Großartig Arbeitsplätze gibt es dadurch ja nicht gerade in den EU.
    Wenn aber die USA sich hinter Google stellen und entsprechend darauf reagieren, dann wirds interessant. Aber soweit würde es glaube ich keiner kommen lassen. So plöt sind die dann doch nicht. Letztendlich will jeder was vom anderen und man muss sich irgendwie einigen.

  13. Re: Slapstick?

    Autor: PiranhA 27.11.14 - 15:40

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf welcher Rechtsgrundlage sollte das EU Parlament Google das verbieten?
    > Das EU Parlament arbeitet in den von den Mitgliedsstaaten zugestandenen
    > Grenzen. Dazu gehört nich zuletzt die Förderung des Binnenmarktes.
    > Marktbeherrschende Stellungen werden dabei von den europäischen
    > Kartellbehörden verfolgt, nocht vom Parlament.

    Die Grundlage dafür muss ja noch nicht existieren. Wenn der politische Wille da ist, dann geht sowas ruck-zuck. Da kann man auch festlegen, dass bei allen Firmen, welche mit G anfangen und auf "oogle" enden, der CEO "Willie Wichtig" heißen muss. Und wenn es nicht das Parlament selbst macht, dann eben die Mitgliedstaaten. Spielt ja keine Rolle.

  14. Re: Slapstick?

    Autor: FreiGeistler 27.11.14 - 15:46

    Hat heute jeder seinen Storage bei Google oder wie?

  15. Re: Slapstick?

    Autor: JarJarThomas 27.11.14 - 15:57

    Ich finde ja interessant wie die Leute hier abgehen als würde es sie betreffen.

    Es hat für die Privatperson genau eine Auswirkung, wenn ich nach etwas suche wird ein Google Service mit der selben Wahrscheinlichkeit gezeigt wie ein Konkurrenzservice.
    Das ist alles.

    Die Suche ist da,
    die Datensammeldienste von Google sind da
    und ausspioniert und mit Werbung vollgeballert wird man auch weiter.

    Der einzige punkt ist eben "google darf nicht primär seine eigenen Dienste bewerben da ihr Marktanteil zu gross ist."

    Um auf die Frage mit welchem Recht machen die das ?
    Grundsätzlich ist es erstmal nur ein Vorschlag des Parlaments und kein Gesetz.
    Weiterhin ist es sehr wohl rechtens und möglich zu machen, das nennt sich das Kartellrecht.
    Das Kartellrecht ist international so geregelt dass internationale Konzerne von allen beteiligten Ländern OK bekommen müssen.
    Wenn Deutschland sagt "Kartellrecht hier wir haben entschieden es ist zu gross",
    dann ist das schlicht legal. Genau dasselbe Recht haben auch die Amerikaner und es auch mehrfach genutzt.

    Also liebe Leute ... bleibt mal cool.
    Im Endeffekt hat der Vorschlag NUR Vorteile für die Privatleute. Denn jetzt haben konkurrierende Dienste auch eine Chance und Wettbewerb schadet nicht.

  16. Re: Slapstick?

    Autor: Matixmer 27.11.14 - 16:47

    Diese merkwürdigen Lex Googlea betreffen mich aber.

    Genau wie das Recht auf Vergessen werden. Du hast auch im echten Leben kein Recht darauf vergessen zu werden.
    Das ganze ist nur so ein Projekt von Menschen die dafür sorgen wollen, das sie im Internet wieder ein weise Weste haben.

    Das alles sind krude Eingriffe in Freiheitsrechte und Marktwirtschaft.

  17. Re: Slapstick?

    Autor: dev_null 27.11.14 - 17:23

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, das EU Parlament könnte im Extremfall verordnen, dass Google
    > überhaupt nicht in der EU operieren darf, sofern sie nicht folge leisten.
    > Das juckt die natürlich schon.
    > Aber ich hoffe doch stark, dass es nicht so weit kommt.

    Na gut dann schliesst Google alle Verwaltungen in der EU.
    Und jetzt? Google ist doch weiterhin erreichbar.
    Das Internet hat keine Grenzen.


    Autor: Noren 27.11.14 - 15:30 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Und genau darum bin ich auch für die Aufspaltung.
    >Algo für die Indexierung offen gelegt werden.
    Genau und dann zwingen wir noch Coca Cola, Mc Donald und alle andere Firmen ihre Rezepte, Algorithmen etc. zu veröffentlich.

    Sonst alles gut bei dir?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.14 17:28 durch dev_null.

  18. Re: Slapstick?

    Autor: PiranhA 27.11.14 - 17:48

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na gut dann schliesst Google alle Verwaltungen in der EU.
    > Und jetzt? Google ist doch weiterhin erreichbar.
    > Das Internet hat keine Grenzen.

    Schön wärs. Falls Google sich wiedersetzen sollte und ihre Dienste weiterhin für EU-Bürger verfügbar machen würde, würde es halt Klagen und Strafen hageln, dass es nur so kracht. Das ist alles ein konstruierter, extrem unwahrscheinlicher Fall. Aber nichts hindert unsere Regierungen so etwas durchzusetzen. Nur bei der nächsten Wahl dann evtl. die Wähler. Auf der anderen Seite würden die Parteien das auch nicht durchziehen, wenn es nicht von der großen Mehrheit der Bevölkerung aktzeptiert/tolleriert wird. Die wollen nämlich ihren Job behalten. Dann gibts halt den Google-Filter anstatt den Porno-Filter. Alle ISPs werden gezwungen zu kooperieren. Bekannte VPN Anbieter werden gesperrt. Die paar Leute, welche die Sperren dann noch umgehen, kann man ignorieren.
    Wie gesagt sind das Gedankenspiele, was unsere Regierungen theoretisch anstellen könnten, wenn denn der nötige Wille da ist und die Bevölkerung nicht bei der nächsten Wahl alles auf den Kopf stellt.

  19. Re: Slapstick?

    Autor: JarJarThomas 27.11.14 - 21:47

    Matixmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese merkwürdigen Lex Googlea betreffen mich aber.

    Inwiefern betrifft es dich jetzt genau ? Wenn Google nicht mehr nur seine Dienste pushen darf sondern in den Suchergebnissen auch andere Dienste auftauchen müssen ?
    Existiert dann Maps nicht mehr ? Ist OpenStreetMap auf deinem Bildschirm etwas dass dich in psychische Probleme stürzt ?

    > Das alles sind krude Eingriffe in Freiheitsrechte und Marktwirtschaft.

    Nein sind es nicht. Im Gegenteil. Es ist explizit AntiMonopol Gesetz das verhinden soll dass die Freiheitsrechte und Marktwirtschaft durch übermächtige Konzerne eingeschränt werden soll.

  20. Re: Slapstick?

    Autor: JarJarThomas 27.11.14 - 21:51

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PiranhA schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja, das EU Parlament könnte im Extremfall verordnen, dass Google
    > > überhaupt nicht in der EU operieren darf, sofern sie nicht folge
    > leisten.
    > > Das juckt die natürlich schon.
    > > Aber ich hoffe doch stark, dass es nicht so weit kommt.
    >
    > Na gut dann schliesst Google alle Verwaltungen in der EU.
    > Und jetzt? Google ist doch weiterhin erreichbar.
    > Das Internet hat keine Grenzen.
    >
    >

    Was Google zwingen würde ist recht einfach ... internationales Recht.
    Nach dem kann die EU Strafen verhängen die bezahlt werden müssen, sofern sie auf dem EU Markt aktiv sind. Aktiv bedeutet sie bieten ihre Produkte an.
    Das heisst Google müsste selbst seine Dienste explizit geoblocken oder zahlen.
    Wenn nicht hat der IWF schlicht das Recht (und hat man auch bereits getan) gegen die USA als Land Strafen zu erheben. So geschah es dass der IWF schlciht erlaubt hat dass ein Inselstaat für X Millionen Software kopiert weil eben die USA sich nicht an das internationale Recht gehalten haben.


    > Autor: Noren 27.11.14 - 15:30 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >Und genau darum bin ich auch für die Aufspaltung.
    > >Algo für die Indexierung offen gelegt werden.
    > Genau und dann zwingen wir noch Coca Cola, Mc Donald und alle andere Firmen
    > ihre Rezepte, Algorithmen etc. zu veröffentlich.
    >
    > Sonst alles gut bei dir?

    Um genau zu sein ist es genau das bereits was schon lange Gesetz ist.
    In der Lebensmittelindustrie ist es verpflichtend die Rezepte und Herstellungsmethoden gegenüber einer neutralen Stelle auf Anfrage entsprechend offen zu legen. Das heisst natürlich nicht dass jeder auf die Daten zugreifen kann.
    Aber das heisst, dass bei begründetem Anlass die Daten auf gewisse Dinge geprüft werden können.

    JEDES Uhrheberrechtsverfahren im Bereich software, jedes Gerichtsverfahren dass EMails beinhaltet macht bereits das.
    Das ist Gesetz und zwar nichts neues

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