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Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

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  1. Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: peppit 10.11.14 - 10:17

    Ich habe meinen TV nicht ans Kabel angeschlossen - muss aber dennoch GEZ (in der CH heisst das "Billag") dafür bezahlen.
    Wenn ich nun also einen etwas älteren Film, welcher irgendwann mal im TV gezeigt wurde schauen möchte, so habe ich zwei Möglichkeiten:

    a. ich schliesse das TV Kabel und einen Recorder an, warte, bis der Film gezeigt wurde, programmiere den Recorder, mache mir völlig legal eine Kopie und schaue die irgendwann an.

    b. ich verzichte auf die Umstände von Möglichkeit a und lade mir den Film über boerse.

    Fakt ist also:
    - Ich habe das Recht, den Film zu sehen, weil er bereits in einem von mir (zwangsweise) bezahlten TV-Programm gezeigt wurde.

    Und sogar falls ich einmal einen Film erwischen würde, welcher da noch nicht gezeigt wurde, so ist meine "moralische Straftat" höchstens, dass ich den Film zu früh schaue und nicht noch die paar Wochen bis zur offiziellen Ausstrahlung gewartet habe.

    Ja, dafür gehör ich mindestens gevierteilt...

  2. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: PiranhA 10.11.14 - 10:22

    Das gilt aber nicht in Deutschland und darum geht es hier. Freut mich für die Schweizer und für die Österreicher, aber hier ist das eben nicht so.
    Mal ganz davon abgesehen, dass der Großteil der Downloads zum Zeitpunkt des Downloads noch nicht im Free-TV lief.

  3. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Koto 10.11.14 - 10:23

    >- Ich habe das Recht, den Film zu sehen, weil er bereits in einem von mir (zwangsweise) bezahlten TV-Programm gezeigt wurde.

    Was für eine verquere denke.

    Als würde mit dem Ausstahlen eines Film. Der Film Rechtslos. Die ÖR haben auch nur Zeitlich begrenze Sendungsrechte und nicht Vertriebsrechte.

    Aber wer so eine Denke hat dem ist da eh nicht zu zu helfen.

    Das gilt auch nicht in Österreich und Schweiz.
    Rundfunkgebühren machen Inhalte nicht Rechtslos. Das ist absurd.

    Selbst die Eigenproduktionen sind nicht komplett Rechtslos.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.14 10:26 durch Koto.

  4. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: peppit 10.11.14 - 10:29

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Was für eine verquere denke.
    >

    Wieso ist das so "verquer" ?
    Wie erwähnt habe ich das Recht (und ihr in D übrigens auch), einen im TV gezeigten Film aufzunehmen und ihn später anzuschauen. Falls das nicht so wäre, wäre das anbieten von Mediaboxen, HD-Recordern etc. in D rechtlich zumindest fragwürdig.
    Ich persönlich sehe den Unterschied zwischen "den offiziell gezeigten Film selbst aufnehmen" und "jemand anderes hat den offiziell gezeigten Film aufgenommen" immer noch nicht.

  5. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Koto 10.11.14 - 10:47

    Weil das ganze unter Privatkopie fällt.

    Und dessen Verbreitung ist beschränkt.
    Die Vervielfältigung darf nur zum privaten Gebrauch hergestellt werden; damit ist eine Verwendung für kommerzielle Zwecke ausgeschlossen. Die Weitergabe an Dritte ist i.d.R. nicht zulässig.

    Umstritten ist unter Juristen, wie viele Kopien im Rahmen der Privatkopieschranke hergestellt werden dürfen. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1978 wird häufig die Ansicht vertreten, dass bis zu sieben Kopien zulässig seien. Allerdings entschied das Gericht nur, dass nicht mehr als sieben Kopien zulässig seien.

    Das Angebot von zulässig hergestellten Kopien zum Herunterladen, z. B. im Rahmen von Online-Tauschbörsen oder auch von Webseiten sowie der Vertrieb derartiger Vervielfältigungsstücke ist verboten.

    Dadurch soll der Charakter der Schrankenregelung erhalten bleiben und dem Rechteinhaber die weitere Werkverwertung ermöglicht werden.

    Das was ich schon sagte. Das Zeug wird nicht Rechtslos. Du hast ein beschränktes Recht.

    Du kannst es auch innerhalb der Familie weiter geben und Freunden. Aber Online wäre schon Öffentlich zugänglich machen. Zb als P2P oder OCH.

    Hier ist die Definition von Privat zu beachten.

    Dabei ist es egal ob Hollywood Film oder Tatort.

    Im übrigen für diese Kopien zahlen wir die Uhrheber Abgabe auf den medien und geräten. Für die Legalen kopien und nicht für die illegalen.

    Und im englischsprachigen Raum kommen die „fair use“- und „fair dealing“-Regelungen der Privatkopie am nächsten; diese gewähren jedoch weit weniger Rechte als die Privatkopie im deutschen Sprachraum.

    Wiel man immer so tut als wäre hier alles schlecht. Wir können hier schon vieles Kopieren im Privaten Rahmen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.14 10:54 durch Koto.

  6. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: peppit 10.11.14 - 10:51

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil das ganze unter Privatkopie fällt.
    >
    > Und dessen Verbreitung ist beschränkt.
    >

    Danke - das ist eine fundierte Antwort.
    Rechtlich ist das bestimmt stimmig.

    Im "moralischen" Sinne heisst das aber immer noch,:
    - Wenn meine Oma den "Record"-Button für die Sendung gedrückt hat, bin ich kein Verbrecher
    - Wenn Kollege XY aus dem Forum den "Record"-Button gedrückt hat, so bin ich einer.

    Dass ich mir in beiden Fällen das genau gleiche Material anschaue, einmal legal und einmal illegal, bleibt Fakt - und das ist es, was ich so schräg finde...

  7. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Koto 10.11.14 - 10:58

    Nur aus deiner Sicht.

    Sehe das als Rechte inhaber. Der will natürlich nicht das Recht an seinem Werk komplett aufgeben.

    Beispiel:
    Du nimmst alle Thiel und Börne Tatorte auf. Stellst alle ins Netz. ARD will die irgendwann selber vermarkten.

    Dann würde deine Privatkopie in die Rechte der ARD eingreifen.

    Ich denke es ist richtig das Verbreitungswege der Rivatkopie nicht uneingeschränkt gelten.

    Und zum kollegen. Wenn Du ihm die Kopie gibst dann ist das auch ok. Wo kein Kläger kein Richter. Gibst Du diese Kopie aber im ganzen Betrieb ab. Wäre das schon was anderes.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.14 11:05 durch Koto.

  8. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: nekooni 10.11.14 - 11:15

    Ich mache die Unterscheidung so fest:

    Fall 1: Ich beschaffe / erstelle mir eine private Kopie: In Ordnung.
    Fall 2: Ich biete meine private Kopie einem Freund / stark(!) begrenztem Kreis an: In Ordnung.
    Fall 3: Ich biete meine private Kopie im Internet / in einem Laden an: Nicht in Ordnung.

    Unterscheidung zwischen 2 und 3 mache ich grob daran fest, ob ich halbwegs realistisch meine Kopie an die Person verteilen könnte, wenn es z.B. eine VHS-Kasette wäre - ohne großen Aufwand ala "ich muss 50 CDs brennen" oder "ich muss 20 Pakete verschicken".

  9. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Garius 10.11.14 - 12:23

    peppit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke - das ist eine fundierte Antwort.
    > Rechtlich ist das bestimmt stimmig.
    >
    > Im "moralischen" Sinne heisst das aber immer noch,:
    > - Wenn meine Oma den "Record"-Button für die Sendung gedrückt hat, bin ich
    > kein Verbrecher
    > - Wenn Kollege XY aus dem Forum den "Record"-Button gedrückt hat, so bin
    > ich einer.
    Wenn dieser die Aufnahme nur an dich weitergibt/nur deinetwegen aufgenommen hat, ist das moralisch doch auch völlig im Rahmen des Vertretbaren. Wenn dein Kollege allerdings kinox heißt, wirft das schon Fragen auf ;)

    > Dass ich mir in beiden Fällen das genau gleiche Material anschaue, einmal
    > legal und einmal illegal, bleibt Fakt - und das ist es, was ich so schräg
    > finde...
    Die Absicht ist es, auf die es ankommt. Wenn dir Oma oder ein Kollege die Sendung aufnimmt, kann dir Oma oder ein Kollege auch die Sendung zur Verfügung stellen. Dann aber dir und nicht bei der Gelegenheit gleich auch der Community aus dem Forum mit.

  10. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Elgareth 10.11.14 - 17:51

    Garius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass ich mir in beiden Fällen das genau gleiche Material anschaue,
    > einmal
    > > legal und einmal illegal, bleibt Fakt - und das ist es, was ich so
    > schräg
    > > finde...
    > Die Absicht ist es, auf die es ankommt. Wenn dir Oma oder ein Kollege die
    > Sendung aufnimmt, kann dir Oma oder ein Kollege auch die Sendung zur
    > Verfügung stellen. Dann aber dir und nicht bei der Gelegenheit gleich auch
    > der Community aus dem Forum mit.

    Und wenn ich die Kopie nun hochlade, in einer Verschlüsselten Form, aber jemand kommt "zufällig" an den Link und findet das Passwort heraus? Eigentlich wollte ich die Aufnahme ja nur meiner Oma zugänglich machen, die hat Link+Passwort auch von mir bekommen...dass das plötzlich ganz viele andere runterladen, dafür kann ich ja nix?
    (Und vielleicht doof von mir, als Passwort "kinox.to" zu benutzen, oder wie auch immer deren Standardpasswörter heissen ^_^)

  11. Re: Hier ist ein "vernünftiger" Grund zum Nutzen von Downloadportalen

    Autor: Clown 11.11.14 - 09:22

    Doch kannst Du. Du hast dafür Sorge zu tragen, dass nur Deine Oma die Daten nutzen kann.
    Es gibt ja eine handvoll Online Videorekorder. Du musst Dir mal anschauen, mit welchen Klimmzügen die ihre Nutzer belasten müssen (damit der Download nur von dem Einsehbar ist, der auf den Aufnahme-Knopf gedrückt hat), damit sie nicht in die Illegalität abrutschen. Und das ist mE auch richtig so.. Wenn ich juristisch korrekt sein will, muss ich mich eben auch um die ganzen Kleinigkeiten kümmern.

    "Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln" - Otto von Bismarck

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