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Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

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  1. Re: Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

    Autor: ino-fb 15.07.20 - 14:09

    > Für Spezialisten vielleicht nicht, für normale Entwickler ist das aber viel, da sind es eher 45¤ die Stunde und 360¤.

    Ich habe vor 20 Jahren als C++-Entwickler mit knapp ueber 60EU/h (oder dem DM-Aequivalent) angefangen. Heute arbeite ich fuer nicht unter 75EU remote (wenn das Projekt schoen ist) und 95 aufwaerts vor Ort (wobei ich das kurz halte). Da ich viel ML mache sind die Saetze allerdings meist noch einiges hoeher und deutlich im Dreistelligen.

    Ich weiss wie solche Diskussionen laufen koennen, speziell wenn dann Leute kommen mit 'unter 200EU/h stehe ich frueh nicht auf' etc.. Aber im eigenen Interesse:

    Leute, macht eure Hausaufgaben. Geht nicht nur stumpf zu den 'Endkunden', sondern seht immer zu, was dort an Informationen zu deren Vertraegen mit den 'Vermittlern' rausfaellt, solltet ihr ueber solche arbeiten. Jemand mit der Meinung, dass 45EU/h "viel" waeren duerften dann die Augen uebergehen. Wenn er gar die Entwicklung der Vertragssummen ueber viele Jahre parat hat (die nie fallen, ganz im Gegensatz zu der Drueckerei gegenueber dem Freien wie man eben an solchen prekaeren Beispielen sieht), dann wird er hoffentlich adaequat zu agieren anfangen. Aus 45EU kann man nichts aufbauen. Ich mache gerade seit Jahresanfang eigene Projekte und Weiterbildung ohne irgendein Einkommen (*). Das juckt mich ueberhaupt nicht und wuerde es auch sehr lange Zeit weiter nicht tun. Gibt allein schon z.B. ganz andere Verhandlungspositionen.

    (*) edit: Aus Projektarbeit. Aber das ist eben gerade der Punkt. Man sollte schon in der Lage sein soviel zu verdienen, dass man daraus andere Quellen aufbauen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.20 14:17 durch ino-fb.

  2. Re: Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

    Autor: SoD 15.07.20 - 14:10

    Ich war 15 Jahre Inhouse, da gibt es halt nicht allzu viel von dem ich berichten darf. Aktuelle Profile habe ich, allerdings nicht mehr für Freelance, über den Punkt, wo ich dieses Risiko eingehen könnte bin ich schon lange raus, das war eine fixe Idee am Anfang der Arbeitslosigkeit.

  3. Re: Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

    Autor: Trockenobst 15.07.20 - 14:45

    SoD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich war 15 Jahre Inhouse, da gibt es halt nicht allzu viel von dem ich
    > berichten darf. Aktuelle Profile habe ich, allerdings nicht mehr für
    > Freelance, über den Punkt, wo ich dieses Risiko eingehen könnte bin ich
    > schon lange raus, das war eine fixe Idee am Anfang der Arbeitslosigkeit.

    Wenn es ganz hart wird, sage ich immer: Staat. Die brauchen Hilfe ohne Ende.
    Inzwischen gibt es "Boni" für Marktwissen statt Titel, und man kann gerade wenn man nicht willens ist in der Stadt zu wohnen einen Arbeit/Geld/Lebensstil Mix finden der auch als jemand in den 50ern noch mehr als Akzeptabel ist. Da kenne ich ein, zwei Beispiele.

    Und das Arbeitstempo ist eher ok, statt ständiges Pumpen. Homeoffice und Teilzeitlösungen sind auch eher möglich als in der Industrie.

  4. Re: Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

    Autor: vestell 15.07.20 - 15:30

    uschatko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vestell schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Freelancer aus Österreich hier, die meisten Projekte habe ich in
    > > Oberösterreich und Wien. Was genau meinst du mit "lauert die WKÖ"? Klar
    > ist
    >
    > www . freemarkets.at
    >
    > Und die WKO wird tätig wenn sie Scheinselbstständigkeit ahnt.
    > Im Grunde nichts anderes als in Deutschland. Ich habe in AT gewohnt und
    > mich sehr eingehend mit dem Thema beschäftigt, wollte dort eigentlich alt
    > werden. Aber nicht unter den Bedingungen.
    > Wird halt nicht jeder gefasst, ist in Deutschland ja nicht anders. Aber
    > wenn man im Radar ist wird es blöd.

    Ich kenne viele Freelancer-Kollegen, manche davon machen das seit Jahrzehnten und ich hätte noch nie von Problemen bzgl. Scheinselbstständigkeit gehört. Die meisten fürchten eher die teils willkürlich erscheinenden Aktionen der SVS (Sozialversicherung) die mit horrenden Nachzahlungen EPUs von heute auf morgen in den Ruin treiben können.

    Die WKO würde sich zudem mit einer Meldung von Scheinselbstständigkeit nur selber ins eigene Fleisch schneiden, da sie dadurch die Kammerumlagen des jeweiligen Mitglieds verliert.

  5. Re: Die ganzen Beispiele wecken falsche Hoffnungen

    Autor: vestell 15.07.20 - 15:32

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > uschatko schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Als Programmierer mag es ja gehen, aber Admins können im seltensten
    > Falle
    > > alles Remote erledigen. Da sprechen schon die diversen
    > > Sicherheitsbestimmungen der Firmen dagegen.
    > > Es gibt ein paar Sachen die man beachten sollte:
    > > - nie, niemals eine Statusfeststellung beantragen, das geht nach hinten
    > > los
    > > - GmbH schützt nicht
    > > - ein normaler Rechtsanwalt versteht die Lage nicht
    > > - vielen Dank an Andrea Nahles und die beiden Freelancer die sich bei
    > > Daimler eingeklagt haben aussprechen, die bei Daimler haben den ganzen
    > Mist
    > > erst ins Rollen gebracht.
    > > Am besten ist es dem Ruf des Geldes zu folgen und seinen Wohnsitz ins
    > > Ausland zu verlagern. Österreich ist übrigens keine gute Adresse, da
    > lauert
    > > die WKÖ. Jedenfalls wenn man in AT tätig ist, arbeitet man in
    > Deutschland
    > > geht es. Aber 1x Homeoffice reicht....
    > > Ich finde CZ sehr angenehm, s.r.o. Gründung Stammkapital ab 1 CZK. Oder
    > > Slowakei s.r.o. Gründung Stammkapital ab 2500 Euro. Und in beiden
    > Ländern
    > > sind die Lebenshaltungskosten um ein vielfaches geringer als in DE.
    > > Arbeiten in Deutschland ist dann kein Problem....
    >
    > so wie du das beschreibst, ist es Scheinselbstständig. Das man es aktuell
    > in dieser Variante nicht so einfach nachweisen kann, weil man Ländergrenzen
    > dazwischen packt führt nur dazu, das die Richtlinien verschärft werden.
    >
    > Und ich finde auch, das sowas kontrolliert und sanktioniert werden muss.
    > Hier gehts drum, zum einen das Sozialsystem zum eigenen Vorteil zu nutzen,
    > aber am Ende nichts dazu beizutragen. Sobald dir jemand die Brieftasche
    > klaut, willst du die Polizei im Einsatz sehen. Zahlst aber nichts dazu um
    > das zu finanzieren. Den die Polizei im Land in dem du Steuern zahlst
    > interessiert das wenig, wenn du nie dort bist und nur eine Briefkastenfirma
    > hast.


    Zumindest in Österreich zahlt man auch als Freelancer ins Sozialsystem ein (SVS -> Sozialversicherung der Selbstständigen), wodurch Krankheit, Unfall & Pension gedeckt ist.

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