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Mal den Experten fragen

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  1. Mal den Experten fragen

    Autor: Paran 15.07.20 - 14:30

    Das ist doch immer nur eine Frage der entsprechenden Ausgestaltung.

    Genauso wie die Umwidmung eines IT Gewerbe in eine IT Freiberuflertätigkeit in der Regel kein Problem mehr ist, wenn die Tätigkeiten stimmen (Autodidaktenurteil) ist es in der Regel auch nicht schwer, die Scheinselbständigkeit zu vermeiden. Fragt doch einfach Euren Steuerberater. Und zwar nicht zwischen Tür und Angel wenn ihr mal wieder, wie fast schon branchenüblich, die selbst erstellte Buchhaltung einreicht.

    Statt reine Deklarationsleistungen einfach mal die teure gestaltende Steuerberatung in Anspruch nehmen.

    Aber auch branchenüblich aus dem IT-Bereich: Selbst hohe Stundensätze nehmen, gefährliches Halbwissen durch Google Recherchen und doppelten Erklärungsaufwand beim Berater erzeugen um das Halbwissen zum ganzen Wissen zu machen und dann aber von hohen Stundensätze abgeschreckt sein.

    Bei richtiger Gestaltung existiert das Thema eigentlich gar nicht.

    Aber was weiß ich schon mit 20 Jahren Berufserfahrung. :D

  2. Re: Mal den Experten fragen

    Autor: ino-fb 15.07.20 - 14:39

    > Statt reine Deklarationsleistungen einfach mal die teure gestaltende Steuerberatung in Anspruch nehmen.

    Ich habe mir ja vieles ueber die Jahre gerade gerueckt - einen guten, d.h. gestalterisch im Sinne des Kunden taetigen StB zu finden ist gerade in Deutschland aber eine echte Herausforderung.

  3. Re: Mal den Experten fragen

    Autor: Trockenobst 15.07.20 - 14:51

    Paran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei richtiger Gestaltung existiert das Thema eigentlich gar nicht.

    Der Kollege kommt über einen Vertickern rein.
    Der Verticker geht pleite/wird gekauft.
    Plötzlich ist man indirekt bei der Tochterfirma im Vertrag, die für die Mutterfirma arbeitet.
    Muss man die Laptops der Mutterfirma nehmen, wegen Viruswellen ist der eigene Laptop nicht mehr möglich.
    Dann gibt es Themen die man nur in House besprechen sollte, und schon ist man drei Tage die Woche in der Firma, und wegen Hausrecht hat man seinen festen Arbeitsplatz.
    Das Controlling gibt einem einen "Projektverbesserer" ins Büro und von den freien Aussuchen was man als nächstes am Scrum Board macht, werden die Leute die teuer sind auf zwei drei Daueraufgaben festgenagelt.

    Und schon ist man tief in der praktischen Scheinselbstständigkeit und der Kunde wirft aus Panik alle raus. Niemand hat es gewollt, niemand ist Schuld, aber das ist das Endergebnis.

    In jeder Branche gibt es die Führungshunde, aber die meisten sind nur die nachlaufenden Hunde der dritten, vierten Reihe die froh sind Krümel zu kriegen. Die haben nicht den Skill, die Nische, den Lebensentwurf mal eben für 120¤/h sechs Monate zwischen Zürich und Hamburg zu Pendeln.

  4. Re: Mal den Experten fragen

    Autor: Paran 15.07.20 - 15:49

    ino-fb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Statt reine Deklarationsleistungen einfach mal die teure gestaltende
    > Steuerberatung in Anspruch nehmen.
    >
    > Ich habe mir ja vieles ueber die Jahre gerade gerueckt - einen guten, d.h.
    > gestalterisch im Sinne des Kunden taetigen StB zu finden ist gerade in
    > Deutschland aber eine echte Herausforderung.

    Da gebe ich Dir nur bedingt recht, sondern behaupte das gleiche wie immer "Get what you paid for" . Wald und Wiesensteuerberater sind da vielleicht nicht die richtigen Ansprechpartner. Auch wenn man sie über Rotary/Lions/Wirtschaftsjunioren kennt.

    Das tolle ist, wenn man bereit ist, für die Gestaltung einmalig mal (aus der Luft gegriffene) 5k zu bezahlen ist eigentlich egal, ob es am Ende aufgeht oder nicht. Weil unsere Vermögenschadenhaftpflicht greift.


    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei richtiger Gestaltung existiert das Thema eigentlich gar nicht.
    >
    > Der Kollege kommt über einen Vertickern rein.
    > Der Verticker geht pleite/wird gekauft.
    > Plötzlich ist man indirekt bei der Tochterfirma im Vertrag, die für die
    > Mutterfirma arbeitet.
    > Muss man die Laptops der Mutterfirma nehmen, wegen Viruswellen ist der
    > eigene Laptop nicht mehr möglich.
    > Dann gibt es Themen die man nur in House besprechen sollte, und schon ist
    > man drei Tage die Woche in der Firma, und wegen Hausrecht hat man seinen
    > festen Arbeitsplatz.
    > Das Controlling gibt einem einen "Projektverbesserer" ins Büro und von den
    > freien Aussuchen was man als nächstes am Scrum Board macht, werden die
    > Leute die teuer sind auf zwei drei Daueraufgaben festgenagelt.
    >
    > Und schon ist man tief in der praktischen Scheinselbstständigkeit und der
    > Kunde wirft aus Panik alle raus. Niemand hat es gewollt, niemand ist
    > Schuld, aber das ist das Endergebnis.
    >
    > In jeder Branche gibt es die Führungshunde, aber die meisten sind nur die
    > nachlaufenden Hunde der dritten, vierten Reihe die froh sind Krümel zu
    > kriegen. Die haben nicht den Skill, die Nische, den Lebensentwurf mal eben
    > für 120¤/h sechs Monate zwischen Zürich und Hamburg zu Pendeln.

    Puh, als ECHTER Unternehmer sieht man das aber. Wenn nicht, ist die Beurteilung als Scheinselbständiger vielleicht doch gar nicht so verkehrt.


    Randnotiz: Wir nehmen keine Mandate mehr an. :D

    Wir haben, wir Ihr ITler auch, ein Problem mit qualifizierten Mitarbeiter. Und die, die gut sind, wollen richtiges Geld. Und das in rauen Mengen.

  5. Re: Mal den Experten fragen

    Autor: twothe 15.07.20 - 19:55

    Die einfachste Möglichkeit Scheinselbstständigkeit vorzubeugen ist dem Selbstständigen einen klaren Auftrag zu geben, und ihn dann mit seinen Geräten zu seinen Bedingungen arbeiten zu lassen.

    Leider leben viele deutsche Firmen noch gedanklich in der Steinzeit, erwarten das Freiberufler (und Angestellte) in der Firma hocken und auf Zuruf vom Chef auf 200 Jahre alten Maschinen Lochkarten Stanzen oder so. Wenn man diese angestaubte Denke mal beendet, dann löst sich auch sofort das Scheinselbstständigkeitsproblem.

  6. Re: Mal den Experten fragen

    Autor: Trockenobst 15.07.20 - 23:41

    Paran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Puh, als ECHTER Unternehmer sieht man das aber. Wenn nicht, ist die
    > Beurteilung als Scheinselbständiger vielleicht doch gar nicht so verkehrt.

    Das war in der Zentrale des DAX Konzerns. Irgendwie ist das innerhalb von 6-12 Monaten passiert und der zuständige Bereichsleiter hatte NULL Interesse an irgendwelchen Schäden die er aus seinem Budget zahlen sollte und hat alle innerhalb zwei Tagen freigestellt.

    Hat dann Monate gedauert, ein paar Konventionalstrafen in sechs stelliger Höhe wurden fällig (die zahlt aber eine andere Abteilung, daher egal) bis sich das alles wieder eingepingt hatte.

    > Und die, die gut sind, wollen richtiges Geld. Und das in rauen Mengen.

    Ich kannte mal einen, der ist war ausgebildeter Steuerberater, BWL studiert in Nachtschicht und dann direkt nach Malta, Fonds- und Investionsvehikel erfinden. Ich möchte es mal so sagen: wenn ich ihn sehe, fährt er die teuerste Kiste und grundsätzlich nur Armani Anzüge.

    Aber das ist eben auch nur einer von 100.000 der die Nische findet.

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