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Oracle zerlegt sich selbst

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  1. Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: martin28 07.04.21 - 00:34

    Ich arbeite für einen großen Konzern. Das IT Budget ist nicht gerade knapp.

    Seitdem Oracle aber die Lizenzkosten für die OracleDB verdoppelt hat ist unsere Strategie weg von OracleDB.

    Bei kleinen Datenbanken ging das schnell. Bei komplexen Applikationen, teilweise von Drittanbietern bitten wir darum das diese komplett oder alternativ eine andere Datenbank einsetzen sollen um die Applikationskosten zu senken. Das klappt sehr gut.

    Mit der Erhöhung haben die 2-3 Jahre mehr verdient, weil der Markt lnur langsam reagieren kabb. Aber die einmal verlorenen Kunden bekommen sie nie wieder - ich frage mich wer die strategischen Entscheidungen bei Oracle machtt. Scheint nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein.

  2. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: ulink 07.04.21 - 00:47

    Ehrlich gesagt: hoffentlich.

    Und wenn Microsoft da auch noch "mitziehen" würde (beim Absägen des eigenen Astes), wäre die Welt um einiges angenehmer :-)

  3. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: x2k 07.04.21 - 10:11

    Kann die datenbank denn irgendetwas ganz toll oder exklusiv?
    Ich dachte immer das man das frontend nur minimal anpassen muss und kann flexibel jede datenbank nutzen.

  4. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: abcde 07.04.21 - 10:29

    Kommt ja drauf an, was du alles von der Datenbank nutzt, bestimmte Datentypen, selbstgeschriebene Prozeduren, automatische Datenbank Jobs oder Programme, die nur OracleDB unterstützen. Das muss auch alles migriert werden.

  5. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: non_sense 07.04.21 - 11:19

    Das Frontend hat nichts mit der Datenbank zu tun. Das Frontend kommuniziert mit dem Backend und da müssen dann die Änderungen stattfinden.

    Nicht jede relationelle Datenbank funktioniert gleich, nur wenn da "SQL" oder "Relational" draufsteht. So hat Oracle z.B. um performant Massendaten in eine OracleDB zu laden, das Tool SQL*Loader entwickelt. Andere Datenbanken haben wieder einen anderen Mechanismus, da eine Million INSERT-Statements extrem langsam ist. Auch unterstützen die Datenbanken nicht vollumfänglich den SQL-Standard und man muss die Statements ggf. anpassen. Auch interne Abweichungen der Datenverarbeitung können dazu führen, dass der Ausführungsplan nicht optimal ist und ggf. müssen dann Indizies anders definiert werden. Temporäre Tabellen funktionieren auch z.B. in MySQL/MariaDB anders als unter OracleDB. Während MySQL/MariaDB die temporären Tabellen vollständig entfernen, wenn die Session beendet ist, werden sie in OracleDB nur geleert und stehen global zur Verfügung. Auch das Berechtigungskonzept ist ein anderes. etc, etc.

    Einfach so eine Datenbank auszutauschen funktioniert nur in den seltesten Fällen.

  6. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: martin28 07.04.21 - 14:54

    Das stimmt, bin zwarkein Datenbankexperte aber ich kann auf eine Oracle DB andere „sql“ Befehle absetzen als auf anderen DB. Wenn diese Statements in der Applikation die auf der DB aufsetzt verwendet werden muss die Applikation angepasst werden + Performance Optimierung.

    Wir nutzen eine am Markt verfügbare Applikation für die die Anpassungskosten Oracle => Maria DB >1 Mio ¤ geschätzt werden - wohlgemerkt auf Basis des internen Verrechnungssatzes.

    Am Ende des Tages wird sich das aber rechnen, da weniger Lizenzkosten für die Oracle DB Server anfallen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.21 14:54 durch martin28.

  7. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: x2k 07.04.21 - 22:19

    Was kostet die Oracle lizenz eig?
    Ich hab mal mit PostgreSQL experimentiert und kannte noch gupta von früher mal.

  8. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: non_sense 08.04.21 - 07:15

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was kostet die Oracle lizenz eig?

    Das hängt von mehreren Faktoren ab. z.B. wie viele namentlich bekannte Benutzer sich mit der Datenbank verbinden. Ist dies unzählbar, werden die Lizenzen an der Anzahl der Cores pro Prozessor gezählt und das kann richtig teuer werden. Allein die Standard-Edition kostet dann schon 17.500 US$ pro Core. Gnädigerweise hat Oracle eine Liste mit Prozessoren, wo noch ein Faktor eingerechnet wird, der die Anzahl der Lizenzen verringert.

    Braucht man dann noch weitere Features, wie z.B. Partitioning oder In-Memory, muss man dann noch extra in die Tasche greifen. Auch hier gilt die Lizenzierung entweder über die namentlich bekannten Benutzer oder pro Core.

    Hinzu kommt dann noch Service und Support.
    Am Ende des Tages kann da durchaus eine 6- oder sogar 7-Stellige Zahl bei rauskommen.

  9. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: x2k 09.04.21 - 18:30

    Uff wird zeit Oracle Aktien zu ordern bei den preisen müssen die ja echt kohle scheffeln

  10. Re: Oracle zerlegt sich selbst

    Autor: nicoledos 10.04.21 - 16:51

    die verdienen ausreichend, dass der gute Larry sich ein paar nette Spielzeuge leisten kann.

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