1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Katastrophenschutz: Warn…

Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: lordguck 21.05.22 - 21:12

    Man hätte das alte System der Alarmsirenen behalten sollen. Jeder weiß sofort, daß etwas im Busch ist, wenn diese Dinger loslegen. Ja, die Signalfolgen kennt kaum noch jemand, aber als Erstmaßnahme Gold wert. Das neue System hat im Katastrophenfall meiner Meinung nach, zu viele Schwachstellen.
    Ad hoc:
    - Eine Funkabdeckung muß vorhanden sein, was längst nicht überall gegeben oder im schlimmsten Fall schon ausgefallen ist.
    - Ein Handy muß eingeschaltet und in Reichweite sein (Stichwort Schlaf)
    - Ältere Personen/Kinder können ggfs. ein Handy nicht bedienen/lesen.
    Die Folgekosten für die Pflege des neuen Systems sind sicher nicht zu verachten.
    Sicher, um genauere Informationen zum Notfall und gezielt Anweisungen zu verbreiten, ist das neue System den Sirenen, der Polizei/Feuerwehr mit Megafon und dem Fernsehen/Radio überlegen, aber im ersten Moment gilt immer noch, die betroffene Bevölkerung aufrütteln.

  2. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: mibbio 21.05.22 - 21:50

    Cell Broadcast soll ja auch nicht der einzige Meldeweg sein und alle anderen ersetzen, sonder eine Ergänzung zu allen anderen Wegen sein. Mehr Informationswege = mehr Leute erreichbar.

  3. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: Uwe 21.05.22 - 22:37

    Ahrbrück war die Endhaltestelle der Ahrtalbahn. Dort konnte ich mangels Netz nie in der App eine Fahrkarte kaufen. Eine Haltestelle später in Kreuzberg ging es dann.

  4. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: peterdork 22.05.22 - 00:41

    Dir ist schon klar, dass zwischen vielen Kilobytes, die eine App hin und herschickt und der Größe einer CB Nachricht welten liegen?

  5. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: Wulf 22.05.22 - 08:07

    lordguck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hätte das alte System der Alarmsirenen behalten sollen. Jeder weiß
    > sofort, daß etwas im Busch ist, wenn diese Dinger loslegen. Ja, die
    > Signalfolgen kennt kaum noch jemand, aber als Erstmaßnahme Gold wert.

    Sirenen sollen ja wieder kommen. Dann hoffentlich auch mit bundeseinheitlichen Signalfolgen ;-)

    Letztlich heißt Sirene aber "Bitte schalten Sie die Rundfunkgeräte ein.". Moooment, die was bitte? Diesen altmodischen Krempel hab ich schon vor Jahrzehnten entsorgt.

    Najut, mein Telefon hat auch noch nen UKW-Empfänger drin, aber der geht auch nur, wenn ich eine Antenne (= 3.5mm-Ohrstöpsel) anschließe, die irgendwo in ner Kiste liegen.

    Es ist schon sinnvoll, verschiedene Warnsysteme zu haben. Sirene weckt auf, hat aber nur die Info "Alarm!!!!". CB weckt vermutlich auf, ist aber von der Nachrichtengröße und den Features her stark begrenzt. NINA weckt nur auf, wenn Telefon neben mir liegt und nicht stumm geschaltet ist, und nur dann mit Glück (wer baut so nen Mist? Kann das nicht einfach dauernerven bis man's quittiert?), bietet aber sogar ne Kartendarstellung.

  6. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: Winchester 22.05.22 - 10:30

    Wulf schrieb:

    > Letztlich heißt Sirene aber "Bitte schalten Sie die Rundfunkgeräte ein.".
    > Moooment, die was bitte? Diesen altmodischen Krempel hab ich schon vor
    > Jahrzehnten entsorgt.

    Zu deinem Glück bietet der Handel solche Geräte für kleines Geld noch an, welche mit Batterien betrieben werden können. Deutschland hat sich leider von allen, auch im Keller empfangbaren, MW und LW Radiosender zugunsten von DAB+ verabschiedet. Aber die verantwortlichen hoffen trotzdem das die Menschen irgendwie noch was empfangen.

  7. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: Comicbuchverkäufer 22.05.22 - 12:22

    > Letztlich heißt Sirene aber "Bitte schalten Sie die Rundfunkgeräte ein.".
    > Moooment, die was bitte? Diesen altmodischen Krempel hab ich schon vor
    > Jahrzehnten entsorgt.

    Ich habe kein Radio mehr. Außer im Auto.
    Und dann müsste das auch viel kleinmaschiger sein.
    Wir haben im Ort (Kleinstadt ~20k Einwohner) noch Sirenen und die Heulen auch ab und zu mal, wenn die Feuerwehr ausrücken muss.

    Und höre ich dann im Radio warum?
    Nein.
    Wenn überhaupt dann erfährt man durch Mundpropaganda was passiert ist oder es steht dann zwei Tage später in der Lokalzeitung hinter einer Paywall.

    Eine Sirene kann mit unterschiedlichen Tonfolgen also nur sehr eingeschränkt warnen.
    Ich weiß dann immer noch nicht was ich genau tun soll.
    Soll ich das Gebiet verlassen oder wegen des Unwetter besser nicht vor die Tür gehen.

    Wenn schon Panik oder Katastrophenalarm ausgelöst wird oder ist es nur die Feuerwehralamierung, dann brauchte ich auch unmittelbar genauere Informationen und ggf. handlungsanweisungen.
    Das kann eigentlich nur eine App liefern.
    Denn ich wohne relativ hoch. Das hier Hochwasser hinkommt, ist nahezu unwahrscheinlich. 500m weiter sind aber schon mehrmals Keller abgesoffen.

  8. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: zampata 22.05.22 - 12:58

    lordguck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hätte das alte System der Alarmsirenen behalten sollen.
    Hätte man auch ausbauen müssen damit sie eben nicht nur beim Rathaus zu höhren sind.

    > Jeder weiß sofort, daß etwas im Busch ist, wenn diese Dinger loslegen.
    Nein. Kaum einer weiß mehr was die verschiedenen Signale bedeuten und dann fängt erst mal das gegoogle an was das jetzt ist und dann bricht das Netz zusammen.

    > Ja, die Signalfolgen kennt kaum noch jemand, aber als Erstmaßnahme Gold wert.
    Weiß nicht. Es fehlen einfach wichtige Informationen .
    - was ist los
    - was soll man tun

    > neue System hat im Katastrophenfall meiner Meinung nach, zu viele
    > Schwachstellen.
    > Ad hoc:
    > - Eine Funkabdeckung muß vorhanden sein, was längst nicht überall gegeben
    > oder im schlimmsten Fall schon ausgefallen ist.
    > - Ein Handy muß eingeschaltet und in Reichweite sein (Stichwort Schlaf)
    > - Ältere Personen/Kinder können ggfs. ein Handy nicht bedienen/lesen.

    Naja. Die genannten Schwachstellen gelten für alle Anlagen. Eine Sirene muss vorhanden sein, sie muss eingeschaltet sein und in Höhr Reichweite sein. Taube könnten sie eventuell nicht hören.

    Daher benötigt man eigentlich eine Kombination der verschiedenen Möglichkeiten um möglichst viel im Ernstfall abzudecken.

    > Die Folgekosten für die Pflege des neuen Systems sind sicher nicht zu
    > verachten.
    Wenn wir jetzt nur an die Kosten denken dann sind die Sirenen auch nicht zu vernachlässigen und anscheinend teuer als Katwarn / Nina.

    > Sicher, um genauere Informationen zum Notfall und gezielt Anweisungen zu
    > verbreiten, ist das neue System den Sirenen, der Polizei/Feuerwehr mit
    > Megafon und dem Fernsehen/Radio überlegen, aber im ersten Moment gilt
    > immer noch, die betroffene Bevölkerung aufrütteln.

    Das ist jetzt erst mal kein Argument dagegen. Sonst könnte man auch auf die (blödsinnige) Idee kommen im Ernstfall ein Twitter Post abzusetzen das wird von der heutigen Jugend vermutlich schneller bemerkt ;-)



    Winchester schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wulf schrieb:
    >
    > > Letztlich heißt Sirene aber "Bitte schalten Sie die Rundfunkgeräte
    > ein.".
    > > Moooment, die was bitte? Diesen altmodischen Krempel hab ich schon vor
    > > Jahrzehnten entsorgt.
    >
    > Zu deinem Glück bietet der Handel solche Geräte für kleines Geld noch an,
    > welche mit Batterien betrieben werden können. Deutschland hat sich leider
    > von allen, auch im Keller empfangbaren, MW und LW Radiosender zugunsten von
    > DAB+ verabschiedet. Aber die verantwortlichen hoffen trotzdem das die
    > Menschen irgendwie noch was empfangen.

    Zu unserem aller Glück existieren bereits Geräte (Handys) welche mit kleinem Geld (wenige KB in einer CB) die nötigen Informationen verteilen können. Ja die Geräte brauchen etwas mehr Strom als klassische UKW Radios aber die meisten haben eher ein Telefon dabei als ein UKW Radio zuhause.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.22 13:01 durch zampata.

  9. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: adlerweb___ 22.05.22 - 13:14

    lordguck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Eine Funkabdeckung muß vorhanden sein, was längst nicht überall gegeben
    > oder im schlimmsten Fall schon ausgefallen ist.

    Das gilt auch für Sirenen. Die werden fast immer noch über Funk ausgelöst und der Behördenfunk ist grade in Katastrophenfällen nicht unbedingt die zuverlässigste Variante. Zumal die meisten Sirenen keine NEA haben, also nur funktionieren so lange das Stromnetz noch da ist.

    > Die Folgekosten für die Pflege des neuen Systems sind sicher nicht zu
    > verachten.

    Ein paar Server sind üblicherweise günstiger als tausende Bauwerke mit Technik drin.

    peterdork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dir ist schon klar, dass zwischen vielen Kilobytes, die eine App hin und
    > herschickt und der Größe einer CB Nachricht welten liegen?

    Nicht nur das - CB geht an Alle, klappt also auch, wenn man mit seinem Netz grade keinen Empfang hat, aber ein anderer Anbieter vertreten ist.

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben im Ort (Kleinstadt ~20k Einwohner) noch Sirenen und die Heulen
    > auch ab und zu mal, wenn die Feuerwehr ausrücken muss.
    > Und höre ich dann im Radio warum?
    > Nein.

    Es ist ja auch das "Feuerwehr"-Signal und nicht eines der Bevölkerungswarnungen. Eben dafür beherrsch(t)en die Sirenen ja mehrere Signale.

    > Eine Sirene kann mit unterschiedlichen Tonfolgen also nur sehr
    > eingeschränkt warnen.

    Aktuell aufgestellte Modelle haben auch die Möglichkeit Sprachdurchsagen zu machen.

    > Das kann eigentlich nur eine App liefern.

    Nein. Das könnte Cell Broadcast eben auch liefern. Ja, grafisch nicht so toll, aber deutlich Zuverlässiger.

    zampata schrieb:
    > Daher benötigt man eigentlich eine Kombination der verschiedenen
    > Möglichkeiten um möglichst viel im Ernstfall abzudecken.

    Exakt das.


    Am Ende ist das aber eine eher theoretische Diskussion. Im Ahrtal gab es Sirenen. Im Ahrtal gab es Apps. Im Ahrtal gab es Feuerwehr mit Megafonen. Wurden Sie genutzt? Nahezu gar nicht, weil es am Ende an starren Strukturen, Kompetenzhorterei und fehlenden Faxen haperte. Lediglich ein paar Feuerwehren haben auf eigene Kappe und entgegen ihrer "Befehle" selbst gewarnt. So lange dieser organisatorische Unfug, der das Absetzen einer Warnung verhindert, nicht behoben ist erübrigt sich IMO die Diskussion über den Weg dahinter.

  10. Re: Immense Kosten, im Ernstfall schlechtere Sicherheit für die Bürger

    Autor: robinx999 22.05.22 - 16:39

    Naja grundsätzlich ist der Cellbroadcast ein zusätzlicher Weg.
    Weil wenn ich bei geschlossenem Fenster schlafe, dann werde ich das Smartphone welches ein paar Meter entfernt von mir ist hören, die Sirenen die es hier gibt höre ich bei geschlossenem Fenster ebensowenig wie Kirchturmglocken, das ist mittlerweile zu gut isoliert.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ERP Product Owner (m/w/d)
    Goldbeck GmbH, Bielefeld
  2. SAP SD/MM Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Ennepetal
  3. Ingenieur (m/w/d) Software-Qualitätssicherung nach Automotive Spice
    Delta Energy Systems (Germany) GmbH, Soest
  4. Product Owner Cloud Platform (m/w/d) Software Logistics
    ecovium GmbH, deutschlandweit (Home-Office)

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. God of War für 34,99€, Horizon Zero Dawn - Complete Edition für 21,99€, Days Gone für...
  2. 11,99€
  3. 19,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Technics EAH-A800 im Praxistest: Tolle faltbare Alternative zu Sonys Oberklasse-Kopfhörer
Technics EAH-A800 im Praxistest
Tolle faltbare Alternative zu Sonys Oberklasse-Kopfhörer

Technics' neuer ANC-Kopfhörer EAH-A800 ist eine der besten Alternativen zu Sonys Oberklasse-Kopfhörer WH-1000XM5. Im Bereich Akkulaufzeit liefert er sogar Spitzenleistung.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Halbleiterfertigung bei TSMC: Wie Moore's Law künftig weiterleben soll
    Halbleiterfertigung bei TSMC
    Wie Moore's Law künftig weiterleben soll

    Bei TSMCs 3-nm-Fertigungsprozess N3 gibt es neue Ideen. Für die Steigerung der Rechenleistung wird auch das Packaging immer bedeutender.
    Ein Bericht von Johannes Hiltscher

    1. Halbleiterfertigung & TSMC Übertriebene Transistor-Skalierung
    2. Halbleiterfertigung TSMCs N2-Prozess nutzt Nanosheets
    3. Halbleiterfertigung TSMC plant 2-nm-Fertigung ab 2025

    DERA-Studie: Lithiummangel bremst Elektroauto-Ziele aus
    DERA-Studie
    Lithiummangel bremst Elektroauto-Ziele aus

    Laut einer Studie der Deutschen Rohstoffagentur droht ein weltweiter Lithiummangel bis 2030. Doch einige wichtige Faktoren werden ausgeklammert.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Akkutechnik Wie Akkus 100 Jahre halten und was uns das bringt
    2. Farasis Bau einer Batteriezellfabrik in Bitterfeld geplatzt
    3. Northvolt Millionenförderung für Batteriezellfabrik in Heide