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Sinn solcher Klagen?

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  1. Sinn solcher Klagen?

    Autor: mrgenie 11.06.17 - 06:43

    Ein Telefon von 79EUR.
    D.h. ohne Steuern, Gewinn und Import geht es hier um einen reinen Wert von 20 EUR.

    Wegen sowas müssen Richter, Anwälte, Mitarbeiter von Händler und HErsteller, usw. über Monate sich damit befassen.

    Der Sinn und Unsinn solcher Klagen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sollte vielleicht vorher mal überprüft werden bevor man sich mit solchen Unfug beschäftigt.

    Haben die Gericht nichts Besseres zu tun?

    Die Frau verdient die 79EUR an Produktwert, Steuern, Gewinne, usw. mit Sicherheit in 5 Stunden arbeit.

    Und nun rechnen wir die Prozesskosten, Fahrten zur Verhandlung, Zeit die man investiert sie selbst und ihre Anwälte.

    Krass. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Ich habe öfter, dass ich im Internet betrogen werde von Händler. Für alles unter 100EUR schreibe ich höchstens 2 oder 3 E-Mails danach lasse ich es sein. Der Aufwand lohnt sich nicht. In einer Stunde arbeiten verdient sogar ein schlecht bezahlter schon 10EUR.

    Statt dutzende Stunden in solch ein Verfahren persönlich investieren schreib das Produkt als Totalverlust ab und arbeite es zurück.

  2. Re: Sinn solcher Klagen?

    Autor: Faksimile 11.06.17 - 11:06

    Du hast die gekoppelten Mobilfunkverträge verstanden? Sieht nicht danach aus.
    Die 79 EUR sind der "Eigenanteil" der direkt zu zahlen ist. Der Händler bekommt eine Provision vom Provider, die teilweise auf den Gerätepreis angerechnet wird, sprich, der Gerätepreis ist um die Provision schon einmal höher. Und der Provider, der das Gerät liefert, subventioniert das Gerät auch noch einmal über den monatlichen Vertragspreis quer. Der tatsächliche Einkaufspreis/Wert des Gerätes ist für den Provider erheblich höher als der angegebene Abgabepreis zum Endkunden.

  3. Re: Sinn solcher Klagen?

    Autor: PhilSt 11.06.17 - 12:08

    Was jedoch für die Kosten, die der Frau explizit für das Telefon entstanden sind keine Rolle spielt, wenn nicht auf den Rechnungen oder im Vertrag ausdrücklich eine monatliche Rate für das Telefon festgelegt ist. Wie der Händler seinen VK kalkuliert und was da wie quersubventioniert wurde ist für den bezahlten Kaufpreis völlig irrelevant. Wenn ich dir eine Ware X für deutlich unter Neuwert verkaufe (warum auch immer) und das Gerät geht kaputt kannst du ja auch nicht auf den Wiederbeschaffungswert klagen.

  4. Re: Sinn solcher Klagen?

    Autor: Faksimile 11.06.17 - 13:31

    Nichtnutzbarkeit der vertraglichen Bestimmung?

    Steuerliche Nachprüfung durch das zuständige FA beim Anbieter und Provider wegen absichtlichen Verlustgeschäften => Verzicht auf Gewinnerzielungsabsicht?
    Eine derartig deutlich Unterschreitung des Abgabepreises gegenüber dem Beschaffungspreis ist extrem auffällig und kann nicht so argumentiert werden. Da käme dann ggf. auch auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche in Frage.
    Die Art dieser gekoppelten Geschäfte ist eindeutig bekannt!

    Der Wiederbeschaffungswert ist nun mal der Wert, den ich aufwenden muss, um ein entsprechendes Produkt "wieder zu beschaffen" Wenn ich jetzt dafür mehr bezahlen muss und der ursprüngliche Verkäufer oder Schadenverursacher ersatzpflichtig ist, so hat er entweder die identische Ware als Ersatz zu liefern oder mir die Kosten/Wert für die Ersatzbeschaffung zu erstatten.
    Wenn dem nämlich nicht so wäre, könnte niemals jemand eine Wertsteigerung geltend machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.17 13:33 durch Faksimile.

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