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Wie jetzt? Keine Robo-Fights?
Autor: /mecki78 25.08.17 - 20:12
Kampfroboter, die autonom gegen Menschen kämpfen und diese dabei dann töten, das geht natürlich gar nicht, aber ich hatte mich schon auf Krieg 5.0 gefreut, wo nur noch Maschinen gegen Maschinen kämpfen, sprich möge der mit den besseren Maschinen gewinnen. Damit ist Krieg dann eine reine Materialschlacht, wo höchstens noch die Umwelt zerstört wird, aber alles ist besser als Menschenleben zu opfern, oder? Mit autonome Kampfrobotern, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, hätte ich jetzt nicht so das Problem mit. Ansonsten sollte für AI die klassischen 3 Robotergesetze gelten:
1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.
Wobei (2) nicht bedeutet dass jeder Roboter den Befehl eines jeden Menschen befolgen muss, mein Roboter folgt natürlich nur meinen Befehlen bzw. ich bestimme wessen Befehle er befolgt. Ansonsten folgt ein Robo-Fight aus Regel (3), denn wenn ein Roboter von einem anderen Roboter angriffen wird (z.B. weil dem das aufgrund von Regel 2 befohlen wurde) und sich nicht zur Wehr setzt, dann verletzt er das dritte Gesetz, weil seine Existenz gefährdet wäre.
Ein Roboter, der autonom ist und alle 3 Gesetze befolgt, wäre dennoch als Kriegsgerät zu gebrauchen. Er kann z.B. Nachschub liefern, Verwundete bergen, er kann Mienen räumen, er kann das Feuer auf sich ziehen und Menschen zu schützen (das verstößt zwar gegen Gesetz 3, aber ist okay wenn man es ihm befiehlt und ist auch okay, wenn er andernfalls durch seine Untätigkeit Menschen zu schaden kommen lässt). Ein Roboter dürfe einen Angreifer auch entwaffnen, sofern er ihn dabei nicht weiter verletzt.
Spinnt man das ganze nur weit genug fort, dann lassen sich ganze Kriege durch Roboter gewinnen, selbst wenn diese die 3 Gesetze befolgen. Stell dir mal vor, du hast ein Armee von Robotern. Nein, nicht hundert. Auch nicht tausend. Mehr so 100'000. Stell dir vor die wären wie Menschen, also liefen auf zwei Beinen, aber sie wären natürlich so eine Art Supermensch: viel stärker als Menschen, viel schneller als Menschen, hätten viel bessere Reaktionszeiten, während viel robuster als Menschen, sie können sich lautlos bewegen, sie hören besser als jedes Tier, sehen besser (sogar in tiefster Nacht, ggf. sogar durch Wände), sie können lautlos kommunizieren (was bei denen eher so ist, wie wenn wir Gedankenübertragung könnten), sie sind viel geschickter (knacken Türschlösser in Sekunden) und sie sind Maschinen, haben also quasi Nerven aus Drahtseil, weil sie kennen weder Angst noch Nervosität, auch keine Müdigkeit, höchstens einen schwachen Akku.
Gut, sie können keine andere Menschen verletzten, aber sie können sie entwaffnen und gefangen nehmen. Lass nur 200 von denen eine kleine Militärbasis mit 2000 Mann stürmen (das ist ein Roboter auf 10 Menschen)... die haben alle Soldaten dort in einer Baracke gefesselt am Boden noch bevor überhaupt jemand merkt was da eigentlich gerade ab geht. Ggf. werden dabei ein paar beschädigt, kann man wieder reparieren und ein paar vielleicht sogar zerstört, na und, das war nur eine Maschine, baut man halt wieder ein paar neue. Gerade wenn es um Häuserkämpfe oder Partisanenkriege geht sind große Waffen nutzlos. Stellt euch mal vor wir hätten solche Roboter, dann hätte man die in Syrien einfach in eine Stadt schicken können mit dem Auftrag alle IS Kämpfer dort zu entwaffnen und gefangen zu nehmen. Sie würden wie eine Herde Heuschrecken einfallen und in nur Stunden wäre die Stadt "gesäubert", ohne dass dabei auch nur ein Mensch von der Robotern verletzt wurde (wenn, dann wurde der von einem der Gegner im Zuge eine Kampfahndung verletzt, die eigentlich einen Roboter hätte treffen sollen).
Ich denk da an so was: https://www.youtube.com/watch?v=0rLyrKGF5fY
Die Roboter müssen noch schneller sein und sofort alle Bewaffneten Personen ausschalten. Das ist in dem Film viel zu langsam. Ein echter Roboter würde nicht mitten in den Raum springen, sich gemütlich umschauen und dort dann erst mal 5 Sekunden überlegen, was er als nächstes tut. Ein echter Roboter hätte in den 5 Sekunden schon drei Menschen entwaffnet und einen davon zu Boden gedrückt und seine Hände hinter den Rücken gefesselt. Und dann sind das ja nicht so viele Roboter. Stellt euch mal vor, die hier wären alle in wenigen Sekunden in die Polizeistation gestürmt, dann wäre die Szene vorbei bevor sie angefangen hätte: https://www.youtube.com/watch?v=qhAFWW-p7PQ
Wer also eine riesige Roboterarmee hat, der hat es vielleicht gar nicht mehr nötig Menschen zu töten, zumindest nicht in Kampfhandlungen. Weil Menschen töten war doc noch in keinem Krieg das Primärziel. In Kriegen geht es immer um Geld, um Rohstoffe, um Land oder um Macht. Menschen werden dabei doch nur deswegen getötet, weil sie im Weg sind das eigentliche Ziel zu erreichen. Kann man sie aber nicht-letal aus dem Weg räumen, dann muss man sie eigentlich gar nicht töten.
Nehmen wir z.B. an Trump dreht morgen durch (also mehr als bisher) und will Kim Jong-un aus dem Weg räumen, dann ist ja das das eigentliche Ziel und nicht die ganzen Menschen, die auf beiden Seiten sterben werden durch Bombenabwurf, Raketen und am Ende durch Bodentruppen. Wenn aber 100 Roboter das auch schaffen würden, ohne dabei jemand zu töten, wenn man die nur los schickt und 2 Stunden später kommen die mit Kim im Gepäck zurück, dann hätte Trump genauso das Ziel erreicht und das mit minimalen Personenschäden. Nicht dass es rechtens wäre einfach mal so den Staatschef eines anderen Landes zu entführen, aber ihn zu töten und dafür gegen sein ganzes Land und die Bevölkerung Krieg zu führen ist kein bisschen besser. Und ja, jeder Roboter der dabei zerstört wird kostest Geld, aber wisst ihr wie unheimlich teuer bereits Bomben und Raketen sind, die man ja garantiert nur einmal benutzten kann und die dabei oft nicht einmal was sinnvolles bewirken? Und Menschenleben sind doch sowieso nicht du Geld aufzuwiegen.
/Mecki
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.08.17 20:12 durch /mecki78.



