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Globalisierung bedeutet

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  1. Globalisierung bedeutet

    Autor: Der Rechthaber 21.02.17 - 15:50

    Irgendwo im Billiglohnland sein Geraffel zusammenlöten zu lassen, um es dann horrend teuer verkaufen zu können in der ersten Welt.

    Steuern werden dann aber aus der ersten Welt abgezogen. Dieses Geld fehlt dann dem Staat.

    Dieses parasitäre Verhalten dieser Großkonzerne ist das Ergebnis kungelhafter Politik. Martin Schulz: Was haben sie die letzen Jahre getrieben?

  2. Re: Globalisierung bedeutet

    Autor: Trollversteher 21.02.17 - 16:00

    >Irgendwo im Billiglohnland sein Geraffel zusammenlöten zu lassen, um es dann horrend teuer verkaufen zu können in der ersten Welt.

    Dazu, um das "Geraffel" "horrend teuer" verkaufen zu können gehört aber weit mehr, als die Fertigung in Niedriglohnländer auszulagern. Zumal die Löhne in China in den letzten Jahren kräftig gestiegen sind:

    http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/hintergrund/175858/index.html

    >Steuern werden dann aber aus der ersten Welt abgezogen. Dieses Geld fehlt dann dem Staat.

    Dieses Geld fehlt uns vielleicht in Europa, aber sobald es in die USA überführt wird, schnappt sich der Amerikanische Staat 35% davon. (Es sei denn, ein Präsident macht gewissen Unternehmen ein befristetes Schnäppchen-Angebot, wie Trump es offenbar mit der IT Branche vorhat).

    >Dieses parasitäre Verhalten dieser Großkonzerne ist das Ergebnis kungelhafter Politik. Martin Schulz: Was haben sie die letzen Jahre getrieben?

    Was hätte Martin Schuld als Parlamentspräsident daran ändern sollen? Ein Parlamentspräsident ist Sitzungsleiter und repräsentiert das Parlamant nach außen (so wie der Herr Lammert im Bundestag), hat aber keine politische Richtlinienkompetenz oder Exekutivfunktionen.

  3. Re: Globalisierung bedeutet

    Autor: ex-amazon-jünger 21.02.17 - 18:39

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was hätte Martin Schuld als Parlamentspräsident daran ändern sollen? Ein
    > Parlamentspräsident ist Sitzungsleiter und repräsentiert das Parlamant nach
    > außen (so wie der Herr Lammert im Bundestag), hat aber keine politische
    > Richtlinienkompetenz oder Exekutivfunktionen.

    Nur als Hinweis: Sie sollten einfach mal die Stichwörter "Schulz Juncker Luxleaks" googeln und sich da ein wenig einlesen. Vielleicht sehen Sie Martin Schulz dann in einem anderen Licht. Zur Verhinderung eines geplanten Untersuchungsausschusses bezüglich der Steueroase Luxemburg hat die Macht von EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz anscheinend doch ausgereicht. Wahrlich nicht glorreich von Martin Schulz, der nun plötzlich der neue Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit sein möchte. Sein Spezi Juncker war Schulz anscheinend wichtiger als das Abstellen von milliardenschweren Steuerschummeleien.

  4. Re: Globalisierung bedeutet

    Autor: divStar 22.02.17 - 04:11

    Gemacht wird das, für das das meiste bezahlt wird. So funktioniert unsere Politik in Deutschland und Europa. Klar ist, dass die Steuerzahler / Bürger mit Sicherheit niemals das meiste bezahlen - weshalb es auch selten Gesetze usw. im Sinne der Menschen gibt. Kommt also darauf an welches Unternehmen die größeren Geldkoffer oder Erpressungsmittel hat - schon werden Gesetze wie z.B. das Leistungsschutzrecht (welches keine Leistung schützt) von Axel-Springer vorgeschrieben und von dummen Pappenheimern unterzeichnet. Da freut es mich unglaublich, dass die Verlage damit massiv auf die Fresse gefallen sind. Vielleicht machen sie ja die Fehler der Musikindustrie - dann sind wir diese Ewiggestrigen endlich los.

  5. Re: Globalisierung bedeutet

    Autor: Trollversteher 22.02.17 - 08:56

    Ich kenne die Geschichte. Was soll denn Schulz Deiner Meinung nach in diesem Fall genau gemacht haben? Die Medien sind sich nämlich ziemlich uneinig über die tatsächliche Rolle von Schulz. Objektiv gesehen hat er die Abstimmung über die Bildung eines Ausschusses wegen eines Formfehlers verschoben, und bei der erneuten Abstimmung hat das EU-Parlament gegen den Ausschuss gestimmt. Ich bin mir sicher, dass Schulz hinter den Kulissen an den typischen politischen Machtspielen und "Networkereien" mitgewirkt hat, und in seiner Funktion als Parlamentspräsident konnte er sicher durch die Verschiebung von Abstimmungsterminen Dinge verzögern, die ihm politisch ungelegen waren, aber eine tatsächliche Macht der direkten politischen Einflussnahme und Gestaltung hatte er als Parlamentspräsident nicht.

  6. Re: Globalisierung bedeutet

    Autor: ex-amazon-jünger 22.02.17 - 11:04

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir sicher, dass Schulz hinter den Kulissen an
    > den typischen politischen Machtspielen und "Networkereien" mitgewirkt hat,
    > und in seiner Funktion als Parlamentspräsident konnte er sicher durch die
    > Verschiebung von Abstimmungsterminen Dinge verzögern, die ihm politisch
    > ungelegen waren, aber eine tatsächliche Macht der direkten politischen
    > Einflussnahme und Gestaltung hatte er als Parlamentspräsident nicht.

    Das was Sie hier selbst schreiben reicht doch schon dicke, um Martin Schulz seinen Heiligenschein des Kämpfers für Steuergerechtigkeit abzuerkennen. Er wusste, dass es auch um den Kopf von Jean Claude Juncker ging. Ich weiß, dass die Medien zu dem Thema auch unterschiedlich berichten. Klar scheint aber, dass Schulz massiven Einfluss genommen hat. Freilich hatte und brauchte er auch einflussreiche Mitstreiter wie Manfred Weber (Chef der EVP-Fraktion in der EU) um Junckers Kopf zu retten.

    Zu LuxLeaks wurde daraufhin nur ein EU-Sonderausschuss (Taxe1 und später verlängert zu Taxe2) eingerichtet, der völlig machtlos war. Bei der Verlängerung zu Taxe2 wollte Schulz selbst diesen machtlosen Sonderausschuss zunächst auch wieder abwürgen. Ich habe mir fast alle Sitzungen von Taxe1 und Taxe2 angesehen und die ersten Monate ging es fast ausschließlich darum, dass den Ausschussmitgliedern sämtliche Unterlagen vorenthalten wurden. Weil so ein Sonderausschuss eben so gut wie keine Befugnisse hat.

    Damals wäre ein sehr guter Zeitpunkt für Aufklärung und Veränderungen durch einen richtigen Untersuchungsausschuss gewesen, da der öffentliche Druck sehr hoch war und sich die EU in einem viel ruhigeren Fahrwasser befand als heute. Dann kam Griechenland, Flüchtlingskrise, Terror, Brexit, Trump usw. usw. Die EU ist nun zerstrittener den je und die EU-Steuerbetrügereien liefen derweil munter weiter wie gehabt und gerieten wieder in Vergessenheit. Eine große Chance für Steuergerechtigkeit wurde damals verpasst. Auch und vor allem dank Martin Schulz. Meine Meinung.

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