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Markt muss Druck machen

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  1. Markt muss Druck machen

    Autor: SuperProbotector 21.02.17 - 14:19

    Solange das Verfahren und die Steuerzahlungen duch Apple nicht abgeschlossen sind, werde ich auf Produkte dieser Firma verzichten. Am Steuerbetrug an Europa werde ich mich nicht beteiligen. Punkt aus.

  2. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: nightmar17 21.02.17 - 14:25

    SuperProbotector schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange das Verfahren und die Steuerzahlungen duch Apple nicht
    > abgeschlossen sind, werde ich auf Produkte dieser Firma verzichten. Am
    > Steuerbetrug an Europa werde ich mich nicht beteiligen. Punkt aus.


    Verstehe das Problem nicht. Entweder hat Irland einen Fehler gemacht und Apple muss nachzahlen (keine Strafe) oder eben nicht.
    Die Politik ist für sowas zuständig, als Nutzer/Kunde will ich mich nicht mit sowas befassen.
    Wenn Apple also nicht zahlen muss, kaufst du wieder bei denen ein? Und wenn sie nachzahlen ebenfalls? Wozu dann die Käufe überhaupt aussetzen?

  3. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: dabbes 21.02.17 - 14:30

    Warum behauptet Apple dann, dass die Steuern in den USA gezahlt werden müssten, aber auch in den USA anscheinend keine gezahlt wurden?

  4. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: HaMa1 21.02.17 - 14:37

    Rein betriebswirtschaftlich ist es das logischste für eine Firma alle Möglichkeiten zu nutzen um so wenig Steuern wie möglich zu zahlen. Die Politik wäre im Gegenzug dazu verpflichtet bekannte Schlupflöcher zu schließen.

    Es ist auch kein Steuerbetrug sondern höchstens ethisch verwerflich, kleine Firmen müssen Steuern zahlen. Große können sich drücken.

    Umgekehrt, wärst du bereit höhere Preise für Apple Produkte zu zahlen, wenn sie keinen Steuerschlupflöcher nutzen würden?

  5. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: AFUFO 21.02.17 - 15:25

    haha die sind jetzt schon viel zu teuer, danach würde sich keiner mehr das kaufen und appel wehre Bankrott oder müsste die preise drücken... am ende wird sich fast nix am preis ändern, da es sonst keiner kaufen würde

  6. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: azel 21.02.17 - 15:31

    Verzichte in diesem Zusammenhang mal auch auf Produkte oder Dienstleistungen von Amazon, Microsoft, Paypal, Google, Facebook und vielen Ungenannten. Bei denen ist die Steuervermeidung aus betriebswirtschaftlichen Gründen auch ganz hoch im Kurs.

    Oh, ich vergaß die fragwürdigen/halblegalen direkten und indirekten "Subventionen" deutscher Autobauer. Ich hoffe du fährst keins davon.
    Und Fussball oder Formel1 magst du hoffentlich auch nicht...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.02.17 15:32 durch azel.

  7. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: Trollversteher 21.02.17 - 16:01

    Wird schwierig, noch an der IT Welt teilnehmen zu wollen, wenn Du diese Haltung konsequent bei *allen* Konzernen durchsetzt, die Irlands Steuerschlupflöcher nutzen um in der EU Steuerzahlungen zu vermeiden...

  8. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: Trollversteher 21.02.17 - 16:03

    >Warum behauptet Apple dann, dass die Steuern in den USA gezahlt werden müssten, aber auch in den USA anscheinend keine gezahlt wurden?

    Die Steuern fallen zu dem Zeitpunkt an, an dem Apple die Gewinne aus der EU zurück in die USA transferieren. Dann schnappt sich der US-Staat 35% davon.

  9. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: Trollversteher 21.02.17 - 16:05

    Exakt so sieht's aus. Als jemand, der ohnehin kein Apple-Kunde ist, ist es allerdings immer sehr leicht, seine Kaufentscheidung nachträglich durch solche Aussagen einen moralischen Touch zu verleihen.

  10. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: SuperProbotector 21.02.17 - 16:22

    azel:
    paypal,facebook: habe ich nicht, brauch ich nicht.
    google: von denen bekomme ich grade nur geld, was die in irland mit ihren gewinnen treiben, k.a.
    microsoft: nutze fast nur noch linux, ok irgendwo war so eine ms home lizenz dabei, die ich nicht haben wollte, wird aber eh immer unbenutzbarer deren standardsoftware.
    amazon: leider gibts keine europäische konkurrenz, kaufe da äusserst selten was.

    Und jetzt komm nicht noch mit dem illegalen schwarzarbeit-fördernden übernachtungs- und taxi vermittlern: nehm ich nicht.

    und von welchen auto subventionen redest du ? kann sonst nichts dazu sagen. mein auto wurde zumindest soweit ich weiss in bremen zusammengebaut, da fliessen auch steuern. ausserdem bin ich sogar an einigen deutschen automobilfirmen beteiligt und bekomme ordentliche dividenden. also gehe ich mal davon aus, dass die gewinne vor auszahlung dazu auch versteuert wurden, und von meinen dividenden erhält der staat nochmal 30%.

    formel 1: ne, vor 20 jahren mal.
    fussball: bin raus, gehe nur noch zu amateurvereinen.

    aber 1 hast du vergessen. einen hamburger und pommes beim mcd kauf ich mir schon, denn die haben laut werbung 100% deutsche kartoffeln und 100% deutsches rindfleisch :) , das tut also was für die landwirtschaft, ausserdem arbeiten da relativ viele leute und die betreiber sind zu 90% (?) hier ansässige unternehmen, zahlen also auch steuern.

    Aber wie auch immer, Apple für mich nicht mehr.
    Billig produzieren, teuer verkaufen und keine Steuren zahlen. Nein danke.
    Wer sowas unterstützt, der macht sich doch mehrfach mitschuldig.

  11. Re: Markt muss Druck machen

    Autor: miauwww 21.02.17 - 17:33

    HaMa1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rein betriebswirtschaftlich ist es das logischste für eine Firma alle
    > Möglichkeiten zu nutzen um so wenig Steuern wie möglich zu zahlen. Die
    > Politik wäre im Gegenzug dazu verpflichtet bekannte Schlupflöcher zu
    > schließen.
    >
    > Es ist auch kein Steuerbetrug sondern höchstens ethisch verwerflich, kleine
    > Firmen müssen Steuern zahlen. Große können sich drücken.

    Es schadet jedenfalls unserem Steueraufkommen, und eh ich auf die Politik warte, meide ich solche Firmen auch. Und bei Wahlen wähle ich die betr. Parteien nicht.

  12. Konsumverzicht reicht vermutlich nicht aus

    Autor: ex-amazon-jünger 21.02.17 - 18:10

    Ich fürchte mit Konsumverzicht werden wir nicht weit kommen.

    Klar ist Apple wegen der enormen Summen ein besonders drastischer Fall, der deshalb auch nicht zu Unrecht sehr große Aufmerksamkeit erfährt.

    Man sollte sich aber vor Augen halten, dass zu den Steuervermeidern nicht nur die großen und bekannten Namen wie Apple, Amazon, Google, Microsoft, McDonalds usw. gehören. Es sind hunderte - wenn nicht tausende - Firmen und Konzerne, die von Tricksereien in EU-Steueroasen Luxemburg, Niederlanden, Irland, Malta usw. zu Lasten der ohnehin überschuldeten Staatskassen profitieren.

    Allein in den LuxLeaks-Dokumenten tauchen schon 343 Firmen auf. Dabei geht es in den geleakten Dokumenten nur um die Kunden einer von vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Big4) in Luxemburg. Es ist auch nur ein bestimmter Zeitbereich abgedeckt und es sind eben auch nur Fälle aus Luxemburg. Also nur ein klitzekleiner Ausschnitt der großen Steuervermeidungsindustrie in der EU.

    Das Problem der Steuervermeidung ist sehr viel größer als der Apple-Fall und diese ständige Konzentration der Diskussion auf einzelne Firmen oder einzelne Personen bringt uns nicht wirklich weiter. Von verschiedenen Experten und Organisationen gibt es Schätzungen, die den gesamten Steuerausfall durch Steuerhinterziehung und Steuerumgehung in der EU auf etwa eine Billion Euro im Jahr beziffern. Auch die EU-Kommission nennt diese Summe. Wenn davon auch nur ein Viertel wahr ist, kann man sich vorstellen, welche Lobby-Macht mobilisiert wird, wenn gegen die Steueroasen vorgegangen werden soll. Da wirkt auch der 13 Milliarden Fall Apple plötzlich unbedeutend.

    Der Öffentlichkeit muss endlich die Dimension des allgemeinen Problems Steuerflucht bewusst werden, damit der Druck auf die Politik ausreicht, um ernsthafte Veränderungen zu erzwingen. Am meiste leiden unter Steuerflucht übrigens Entwicklungsländer und damit die ärmsten der Armen.

  13. Volle Zustimmung, aber ...

    Autor: miauwww 21.02.17 - 18:29

    Volle Zustimmung, aber selbst weitgehender Konsumverzicht ist leider wenig realistisch. Nicht mal die meisten Intellektuellen / Künstler sind gewillt, auf ihre Gadgets zu verzichten - obwohl die oft eher recht geringe Einkommen haben und obwohl man von denen doch zuerst erwarten würde, sie würden etwas mehr Durchblick bei sozioökonomischen Zusammenhängen zeigen und leben.

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