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Verbrecher == Idiot?

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  1. Verbrecher == Idiot?

    Autor: /mecki78 12.06.19 - 16:11

    Weil nur ein Idiot würde ein Verbrechen unter seiner eigenen Identität verüben, wenn er weiß, dass diese erfasst wird. Echte Verbrecher hingegen stehlen Identitäten und begehen Verbrechen unter fremden Identitäten und das machen sie schon heute so.

    /Mecki

  2. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: trinkhorn 12.06.19 - 16:30

    Naja, du schließt auch die Haustür, wenn du das Haus verlässt. Dann kommt kein Amateur mehr rein. Ein echter Verbrecher könnte die Tür aber immernoch irgendwie öffnen.

    Ich bin keinesfalls Freund einer solchen Regelung aber das Argument "Verbrecher schaffen es eh, also sollte es nicht verboten werden" ist Quatsch.

  3. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: M.P. 12.06.19 - 16:35

    Wäre nicht gleich ein völliger Verzicht auf Datenschutz dann die bessere Wahl?

    Dashcams und Überwachungskameras für jedermann freigeben?

    Zuklebeverbot für Briefkuverts?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.19 16:40 durch M.P..

  4. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: ldlx 12.06.19 - 17:52

    Eine "Klarnamenpflicht" heißt für mich, dass jeder, der zufällig einen Beitrag sieht/liest, meinen Klarnamen zur Identifizierung hat (selbst ein Bot/KI, welcher dann Daten aggregieren kann; unabhängig davon, dass "Lieschen Müller" wohl häufiger vorkommt - falsch zugeordnete Beiträge inklusive). Heißt: ich bin für alle sichtbar/verwertbar.

    Kameras nehmen nur das auf, was um sie herum passiert. Heißt: einer ist für einen sichtbar. Ja, auch diese Daten ließen sich verwerten/aggregieren, wenn das im Skynet zusammenläuft, das ist bei Dashcams und Co. aber nicht regelmäßig der Fall.

    Insofern wäre mein Ansatz... für persönlichen Gebrauch (und wie bei Privatkopie üblich 7 Freunde) ist alles ok, bei Upload auf Plattformen greift wieder der Datenschutz für den Anbieter, also verpixeln.
    In Bezug auf Foren und Social Networks: anonym/pseudonym/verpixeln ermöglichen, es sei denn ich als Autor will es so.

  5. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: /mecki78 12.06.19 - 18:20

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, du schließt auch die Haustür, wenn du das Haus verlässt.

    Ich sehe nicht wie das im entferntesten eine passende Analogie sein soll.

    Es geht hier um die Frage, nützt so eine Identitätserfassung Strafverfolgern und wenn sie am Ende nur Fake Identitäten oder gestohlene Identitäten erfasst, dann nein. Im Gegenteil, sie leitet sie dann auf falsche Spuren und unschuldige Bürger gelangen dadurch in's Fadenkreuz der Ermittlung, die aber am Ende in's Leere laufen werden, weil sie von Anfang an in die falsche Richtung liefen. Ob hingegen mein Haustür offen oder geschlossen war, das spielt für Ermittlungen bei einem Einbruch keine Rolle, weil keines von beiden direkt dabei hilft oder dabei stört den Täter zu ermitteln.

    Meine Haustür schließe ich ab, um zu verhindern, das unberechtigte Person einfach so mal schnell meine Wohnung betreten können, ohne dabei mindestens eine menge Krach machen zu müssen (denn abgeschlossen, nicht zugezogen, kann niemand eine Tür lautlos öffnen), es dient also meinen Schutz. Aber weder das Erfassen meiner Identität, noch das Erfassen der Identitäten anderer unschuldiger Bürger und schon gar nicht das erfassen gestohlener Identitäten dient meinen Schutz.

    /Mecki

  6. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: bombinho 12.06.19 - 22:09

    Oh, da koennte es recht hilfreich sein, wenn man ein Register mit Telefonnummern in die Hand bekommt, oder?

  7. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: bombinho 12.06.19 - 22:20

    Also die meisten handelsueblichen Schloesser lassen sich ohne viel Laerm in sehr kurzer Zeit oeffnen. Ich bin immer wieder entsetzt, was manche Schluesseldienste da fuer ein Brimborium machen. Da werden Tueren und Beschlaege regelmaessig massiv beschaedigt, als ob deren Beschaeftigte noch nie ein Schloss von innen gesehen haetten. Aber gut, der Kunde bekommt dann wenigstens den Eindruck, dass das mit hohem Aufwand verbunden waere. Das ist dem Sicherheitsgefuehl des Kunden zutraeglich und der Preis laesst sich so auch irgendwie rechtfertigen.

    Aber ja, die Analogie hier waere dann eher, dass du bei deinen Kommunikationsprovidern Kopien deiner Schluessel hinterlegen musst, damit es sich fuer diese leicht ueberpruefen laesst, ob du wirklich an dieser Adresse wohnst und diese im Zweifelsfall die Schluessel an Interessenten und Behoerden weitergeben koennen.

  8. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: /mecki78 13.06.19 - 12:53

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die meisten handelsueblichen Schloesser lassen sich ohne viel Laerm in
    > sehr kurzer Zeit oeffnen.

    Solche Schlösser werden schon lange nicht mehr im Handel vertrieben. Die Schlösser von heute enthalten alle Schutzmechanismen gegen Lockpicking und selbst die Großmeister ihrer Zunft brauchen heute locker 30 Minuten so ein Schloss vielleicht zu knacken, Erfolg ist aber nicht garantiert. Wer so auf Diebestour geht, der steht schon mit einem Bein im Knast, denn in 30 Minuten Räumen Diebesbanden heute drei Wohnungen hintereinander aus und sind schon wieder weg, weil die räumen sie nicht komplett aus, die nehmen nur das wertvollste mit, dass sich gut zu Geld machen lässt - rein, umschauen, greifen, raus und ab in die nächste Wohnung. Statistiken sagen, wenn ein Dieb nicht in unter 3 Minuten in eine Wohnung kommt, dann geht er zur nächsten. D.h. das Schloss muss nicht unknackbar sein, es schützt mich bereits hinreichend, wenn man es nicht in unter 3 Minuten geknackt bekommt und wie du lautlos mein Schloss in unter 3 Minuten knackst, das will ich sehen.

    Wir reden hier bitte nicht über eine zugezogene Tür (das hatte ich aber explizit geschrieben!), die man mit einem Spachtel (im Film mit einer Kreditkarte, aber ein Spachtel geht besser) auf bekommt, wenn man das Isolationsgummi abzieht und dann in den Spalt geht, ich meine schon eine verschlossene Tür, bei der man den Schließzylinder drehen muss, wenn man nicht den Türrahmen aus der Wand stemmen oder mit einem Vorschlaghammer bearbeiten will. Letzteres geht natürlich immer und geht auch ganz schnell, ist aber halt weit weg von lautlos und wird auch jedem, der dran vorbei geht, sofort auffallen.

    Schlüsseldienste machen sich nicht die Mühe, denn das alles dauert zu lange und am Ende bekommt man es vielleicht nicht mal hin, sondern die bohren einfach den Schließzylinder auf mit einem Metallbohrer. Dauert nur 1-2 Minuten, der Schaden ist minimal (bis auf den Zylinder bleibt alles heil und den Zylinder kann man einfach ersetzen) und der Erfolg ist garantiert. Einen neuen Schließzylinder von Abus (Markenfirma) bekommst du schon für unter 14¤. Du musst ja keinen vom Schlüsseldienst nehmen, wenn der dich hier abzocken will. Nur verlangt der bestimmt mehr als 14¤ pro halbe Stunde Arbeit, mit anderen Worten, es ist in deinem Interesse, dass er schnell fertig wird, also soll er das Teil lieber schnell aufbohren und du kaufst einen neuen Zylinder als ewig daran herum werkeln und du zahlst ein vielfaches für seine Arbeitszeit. Nur kann auch niemand einen Zylinder lautlos aufbohren und schon gar nicht in unter 3 Minuten.

    > Aber ja, die Analogie hier waere dann eher, dass du bei deinen
    > Kommunikationsprovidern Kopien deiner Schluessel hinterlegen musst, damit
    > es sich fuer diese leicht ueberpruefen laesst, ob du wirklich an dieser
    > Adresse wohnst und diese im Zweifelsfall die Schluessel an Interessenten
    > und Behoerden weitergeben koennen.

    Und sie soll das meiner Sicherheit dienen? Noch einmal: Der hier gemachte Vorschlag soll Ermittlungsbehörden bei der Ermittlung helfen. Ermittlung findet aber nur statt, wenn ein Verbrechen statt gefunden hat. Sprich, es geht hier nicht darum verbrechen zu verhindern, sondern darum verbrechen aufzuklären. Daher passte die Tür-Analogie nicht, denn die Tür soll verbrechen verhindern und nicht bei der Aufklärung helfen. Äpfel und Birnen.

    Und das hinterlegen von Schlüsseln wird auch nicht bei der Aufklärung helfen, wenn Verbrecher dann Schlüssel stehlen und diese gestohlenen Schlüssel hinterlegen, weil mit denen hat die Polizei dann nur Zugriff auf Wohnungen, in denen jemand wohnt, der aber gar keine straftbare Handlung getätigt hat, im Gegenteil, er ist selber ein Opfer, weil ihm seine Schlüssel gestohlen wurden. Auch heute begehen Verbrecher Straftaten unter falscher Identität da wo sie eine Identität angeben müssen. z.B. kaufen sie auf falschen Namen und mit gestohlenen Kreditkartendaten, oft über einen infizierten Rechner (Trojaner), den sie als Proxy nutzen, oder anders ausgedrückt, mit einer gestohlenen Identität und nur zu einem unschuldigen Nutzer zurück verfolgbar. Und daran würde der hier gemachte Vorschlag gar nichts ändern, er würde nur noch mehr Unschuldige in das Fahdenkreuz der Ermittler bringen, was letztlich sogar zu weniger Aufklärung führen wird, weil wenn man immer am Anfang jeder Ermittlung in die falsche Richtung läuft, ist es umso unwahrscheinlicher rechtzeitig ein Ziel zu erreichen.

    /Mecki

  9. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: M.P. 13.06.19 - 13:09

    /mecki78 schrieb:
    > > Also die meisten handelsueblichen Schloesser lassen sich ohne viel Laerm
    > in
    > > sehr kurzer Zeit oeffnen.
    >
    > Solche Schlösser werden schon lange nicht mehr im Handel vertrieben. Die
    > Schlösser von heute enthalten alle Schutzmechanismen gegen Lockpicking und
    > selbst die Großmeister ihrer Zunft brauchen heute locker 30 Minuten so ein
    > Schloss vielleicht zu knacken, Erfolg ist aber nicht garantiert.

    You get, what you Pay for ...
    Ich bin mir abolut sicher, dass es in der Standard-Ausführung für 7,95 ¤ aus dem Baumarkt keinen Lockpicking Schutz gibt ...
    Z. B. ABUS Profil-Zylinder Buffo 30/30 12127

    EDIT:
    Erste Rezension

    > Ich habe mir dieses Schloss als Übungsschloss für's Lockpicking besorgt. Dafür ist es auch gut geeignet. Ich, als Amateur, habe ihn erstmalig, unter Verwendung von Picking Werkzeug für wenige Euro, nach etwa einer Stunde aufbekommen. Das zweite Öffnen hat dann nur noch wenige Minuten gedauert. Als Spielzeug, oder für Türen mit niedrigen Sicherheitsbedürfnis, ist der Zylinder also durchaus geeignet. Für die Haustür sollte man eher zu einem teureren Model greifen. ABUS hat auch Zylinder im Programm die gegen einfaches Lockpicking geschützt sind. Einfach mal auf der Herstellerseite schauen.

    Die Zweite ist noch besser ;-)
    >Das Schloss kann auch von Lockpicking-Anfängern geöffnet werden, teilweise selbst ohne geeignetes Werkzeug (Büroklammer!). Als Anfänger-Trainingsschloss ist es bedingt brauchbar. Das Profil macht es etwas lästig, aber bei weitem nicht unmöglich, an die Pins zu kommen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 13:14 durch M.P..

  10. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: bombinho 13.06.19 - 14:11

    Ich sprach nicht notwendigerweise von zerstoerungsfrei.

    Die ueberwiegende Zahl der Schliesszylinder laesst sich unter ausschliesslicher Zerstoerung des Schliesszylinders nahezu lautlos in wenigen Minuten austauschen. Schwierig kann es allenthalben werden, wenn Rost zugeschlagen hat, das ist aber extrem selten der Fall.

    Aber dabei muss man weder Tuer noch Beschlaege beschaedigen.

    Picken oder Ruetteln ist eine Alternative, da muss man aber in der Uebung bleiben oder das passende Werkzeug dabei haben. Da eventuell Spuren bleiben, wuerde man den Zylinder dann ohnehin zeitnah tauschen wollen.

    Je nach Tuerprofilierung ist der "Kreditkartentrick" extrem selten sinnvoll anwendbar.
    Das ist eher was, wenn der Mechanismus an einer Innenraumtuer mal versagt und Jemand eingesperrt ist.

    Zurueck zum Thema, wuerdest du dich wirklich sicherer fuehlen, wenn Jeder seine Handynummer bei saemtlichen Websites mit Kommunikationsangeboten hinterlegen muss, auch du?

    Inwiefern soll das deiner Sicherheit zutraeglich sein?

    Je weiter deine Daten gestreut sind, speziell wenn es sich um einzigartige Daten, die nicht so einfach aenderbar sind, handelt, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Daten an Plaetzen auftauchen, an denen sie nichts zu suchen haetten. Je geringer die Huerde ist, an diese Daten zu kommen, umso einfacher ist Missbrauch. Gegenargumente?

    Inwiefern versagen die derzeitig ueblichen Ermittlungsverfahren und inwiefern wuerden diese Mobilfunknummerbasierten Ermittlungsverfahren gegen Leute helfen, die auch die bisherigen Ermittlungsverfahren absichtlich behindern?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 14:13 durch bombinho.

  11. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: Olliar 14.06.19 - 11:08

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil nur ein Idiot würde ein Verbrechen unter seiner eigenen Identität
    > verüben, wenn er weiß, dass diese erfasst wird. Echte Verbrecher hingegen
    > stehlen Identitäten und begehen Verbrechen unter fremden Identitäten und
    > das machen sie schon heute so.

    Ein Verbrecher begeht sein Verbrecher, weil er glaubt nicht erwischt zu werden.
    Siehe z.B. all die Ärzte die jahrelang für bereits verstorbene Patienten abgerechnet haben.
    Das folgt nur auf, weil einer der ehrenwerten -kriminellen- zu gierig geworden war und es übertrieben hatte.
    Das er den miesen Betrug unter seinem eigenen Namen machte, machen mußte störte ihn nicht die Bohne.

  12. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: Olliar 14.06.19 - 11:13

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Meine Haustür schließe ich ab, um zu verhindern, das unberechtigte Person
    > einfach so mal schnell meine Wohnung betreten können, ohne dabei mindestens
    > eine menge Krach machen zu müssen (denn abgeschlossen, nicht zugezogen,
    > kann niemand eine Tür lautlos öffnen), es dient also meinen Schutz.

    Du schließt Deine Haustür ab, weil andere Menschen glauben, sie dürten Dir etwas wegnehmen, weil Du es ja nicht gesichert hast.
    Test?
    Stelle Dein Fahrrad 2 Nächte offensichtlich unabgeschlossen an die Laterne.
    Du kannst sicher sein, das das in 3. Nacht wo anders sein wird.
    (Ist ja auch klar: Wenn man aus einem Kriegsgebiet kommt, wo alles lebenswichtig ist, lernt man,
    alles brauchbare einzusammeln. Unsere Gross-Eltern waren da nicht anders.)
    Aber wir schaffen das!

  13. Re: Verbrecher == Idiot?

    Autor: Olliar 14.06.19 - 11:36

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bombinho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also die meisten handelsueblichen Schloesser lassen sich ohne viel Laerm
    > > in sehr kurzer Zeit oeffnen.

    Die meisten? Sehr viele.


    > Solche Schlösser werden schon lange nicht mehr im Handel vertrieben.

    Wo hast Du das her? Quelle?

    > Die
    > Schlösser von heute enthalten alle Schutzmechanismen gegen Lockpicking und
    > selbst die Großmeister ihrer Zunft brauchen heute locker 30 Minuten so ein
    > Schloss vielleicht zu knacken, Erfolg ist aber nicht garantiert.

    Es gibt solche Schlösser, ja. Die sind aber -natürlich- schweine teuer und sehen
    anders aus als die bekannten Schliesszyinder, deren Schließwerk von Aussen zugänglich ist.

    Ausserdem:
    Allen ist klar das es keine 100%ige sicherheit gibt. Warum als ein sündteures Schloß kaufen?
    Du kannst nur erreichen, dsa nicht bei Dir eingebrochen wird, weil es dem Einbrecher bei Dir zu lange dauert. Er gaht dann halt zum Nachbarn.

    > Statistiken sagen,
    > wenn ein Dieb nicht in unter 3 Minuten in eine Wohnung kommt, dann geht er
    > zur nächsten. D.h. das Schloss muss nicht unknackbar sein, es schützt mich
    > bereits hinreichend, wenn man es nicht in unter 3 Minuten geknackt bekommt
    > und wie du lautlos mein Schloss in unter 3 Minuten knackst, das will ich
    > sehen.

    Na, dann hast Du auch sicher kein Problem, den Namen und Typ des Schlosses zu verraten?
    Dank realnamen zwang haben wir dann auch sehr schnell Deine Adresse...ich kenne da einen bei der Polizei mit Zugriff auf die Datenbank, der schuldet mir noch was....
    und es wird sich lohnen, weil wenn nichts zuholen wäre, warum solltest Du ein teures Schloß einbauen?

    Es gibt immer wieder Fälle indenen die Schloß hersteller das "total sicher schloß" propagieren.
    So wie sie es bewerben sieht es toll aus. Nur:
    Der Schloss knacker nimmt andere wege.
    Beispiel gefällig:
    Sünd teuere Schlösser aus Titan. Wenn man da Gallium aufbringt legierendie beiden Metalle!
    Was rauskommt ist eine Paste mit der Konsistenz von Knete. (Ok, dauert länger als 3 Minuten, ist aber total leise)
    (Zu den Details solcher Bluff-Schlößer schau auf Youtube)



    >
    > Wir reden hier bitte nicht über eine zugezogene Tür (das hatte ich aber
    > explizit geschrieben!), die man mit einem Spachtel (im Film mit einer
    > Kreditkarte, aber ein Spachtel geht besser) auf bekommt, wenn man das
    > Isolationsgummi abzieht und dann in den Spalt geht, ich meine schon eine
    > verschlossene Tür, bei der man den Schließzylinder drehen muss, wenn man
    > nicht den Türrahmen aus der Wand stemmen oder mit einem Vorschlaghammer
    > bearbeiten will. Letzteres geht natürlich immer und geht auch ganz schnell,
    > ist aber halt weit weg von lautlos und wird auch jedem, der dran vorbei
    > geht, sofort auffallen.
    >
    > Schlüsseldienste machen sich nicht die Mühe, denn das alles dauert zu lange
    > und am Ende bekommt man es vielleicht nicht mal hin, sondern die bohren
    > einfach den Schließzylinder auf mit einem Metallbohrer. Dauert nur 1-2
    > Minuten, der Schaden ist minimal (bis auf den Zylinder bleibt alles heil
    > und den Zylinder kann man einfach ersetzen) und der Erfolg ist garantiert.
    > Einen neuen Schließzylinder von Abus (Markenfirma) bekommst du schon für
    > unter 14¤. Du musst ja keinen vom Schlüsseldienst nehmen, wenn der dich
    > hier abzocken will. Nur verlangt der bestimmt mehr als 14¤ pro halbe Stunde
    > Arbeit, mit anderen Worten, es ist in deinem Interesse, dass er schnell
    > fertig wird, also soll er das Teil lieber schnell aufbohren und du kaufst
    > einen neuen Zylinder als ewig daran herum werkeln und du zahlst ein
    > vielfaches für seine Arbeitszeit. Nur kann auch niemand einen Zylinder
    > lautlos aufbohren und schon gar nicht in unter 3 Minuten.
    >
    > > Aber ja, die Analogie hier waere dann eher, dass du bei deinen
    > > Kommunikationsprovidern Kopien deiner Schluessel hinterlegen musst,
    > damit
    > > es sich fuer diese leicht ueberpruefen laesst, ob du wirklich an dieser
    > > Adresse wohnst und diese im Zweifelsfall die Schluessel an Interessenten
    > > und Behoerden weitergeben koennen.
    >
    > Und sie soll das meiner Sicherheit dienen? Noch einmal: Der hier gemachte
    > Vorschlag soll Ermittlungsbehörden bei der Ermittlung helfen. Ermittlung
    > findet aber nur statt, wenn ein Verbrechen statt gefunden hat. Sprich, es
    > geht hier nicht darum verbrechen zu verhindern, sondern darum verbrechen
    > aufzuklären. Daher passte die Tür-Analogie nicht, denn die Tür soll
    > verbrechen verhindern und nicht bei der Aufklärung helfen. Äpfel und
    > Birnen.
    >
    > Und das hinterlegen von Schlüsseln wird auch nicht bei der Aufklärung
    > helfen, wenn Verbrecher dann Schlüssel stehlen und diese gestohlenen
    > Schlüssel hinterlegen, weil mit denen hat die Polizei dann nur Zugriff auf
    > Wohnungen, in denen jemand wohnt, der aber gar keine straftbare Handlung
    > getätigt hat, im Gegenteil, er ist selber ein Opfer, weil ihm seine
    > Schlüssel gestohlen wurden. Auch heute begehen Verbrecher Straftaten unter
    > falscher Identität da wo sie eine Identität angeben müssen. z.B. kaufen sie
    > auf falschen Namen und mit gestohlenen Kreditkartendaten, oft über einen
    > infizierten Rechner (Trojaner), den sie als Proxy nutzen, oder anders
    > ausgedrückt, mit einer gestohlenen Identität und nur zu einem unschuldigen
    > Nutzer zurück verfolgbar. Und daran würde der hier gemachte Vorschlag gar
    > nichts ändern, er würde nur noch mehr Unschuldige in das Fahdenkreuz der
    > Ermittler bringen, was letztlich sogar zu weniger Aufklärung führen wird,
    > weil wenn man immer am Anfang jeder Ermittlung in die falsche Richtung
    > läuft, ist es umso unwahrscheinlicher rechtzeitig ein Ziel zu erreichen.

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