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9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

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  1. 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Flexy 28.06.22 - 00:36

    Wobei dann Schüler, H4-Empfänge/Geringverdiener, Rentner usw. den üblichen Rabatt bekommen sollten. So dass sie eben nur noch z.B. 40¤ zahlen.
    Das ist dann in etwa so viel, wie eine einfache Monatskarte für die Innenstadt meist kostet. Aber wenn das normale Monatsticket "Innenstadt" nun Bundesweit im Nahverkehr gelten würde, dann würde man schon einige Leute in die Bahn kriegen, die sonst mit den Autos fahren würden.

    Und mit den höheren Beträgen würde eben bei rund 20 Mio Nutzern des Tickets eben nicht nur 180 Mio Euro in die Kassen der Verkehrsunternehmen fließen (wie mit dem 9 Euro Ticket), sondern pi mal Daumen rund 1.5 Mrd Euro oder so. Womit das Ganze dann auch eher finanzierbar wäre.

  2. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: tomatentee 28.06.22 - 01:06

    Weil?

    Das 9 Euro Ticket hab ich auch und fahr damit per Straßenbahn 3-4 Mal im Monat in die Stadt. Bisher bin ich eher 2-3mal im Monat mit dem Auto hin und hab mehr bei Amazon bestellt. Jetzt mit dem "kostenlosen" öpnv fahr ich auch so Mal hin, weil ich ne Kulimine oder sonstigen Kleinkram den ich sonst bei Amazon bestelle ersetzen will und geh dann Grad noch mit der Freundin essen oder ins Klamottengeschäft (mehr für mich als für sie - mach ich so st auch eher online, aber wenn man eh schon da ist...).

    Ne Einzelfahrt kostet knapp 3¤, Tageskarte um die 5,50. Parken kostet 2¤ die Stunde. Auto hab ich eh (Firmenwagen daher kilometerunabhängig fixe kosten).
    Mit dem 9-Eur Ticket bin ich a) öfter und b) komplett ohne Auto in der Stadt. Alles über vielleicht 15¤ würde ich mir aber nicht holen - nutze ich dafür einfach zu wenig.

  3. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Flexy 28.06.22 - 06:13

    Irgendwer muss eben den ganzen Spaß auch bezahlen... und statt den 9 Euro/Monat kann man den ÖPNV gleich kostenlos machen. Und sich den Aufwand mit Fahrkartenverkauf, Fahrkartenkontrollen usw. einfach mal komplett sparen.

  4. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: mfeldt 28.06.22 - 07:23

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei dann Schüler, H4-Empfänge/Geringverdiener, Rentner usw. den üblichen
    > Rabatt bekommen sollten. So dass sie eben nur noch z.B. 40¤ zahlen.



    40 Euro pro Schzist viel zu viel. Glaub es oder nicht, es gibt Familien mit mehreren Kindern, und solche Preise hacken enorm ins Budget.

    Das 12-jährige sich mit ihrem Schülerticket vin Bremen aus in die Alpen aufmachen können ist vielleicht auch keine so arg gute Idee.

  5. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: mussichmalloswerden 28.06.22 - 07:54

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwer muss eben den ganzen Spaß auch bezahlen... und statt den 9
    > Euro/Monat kann man den ÖPNV gleich kostenlos machen. Und sich den Aufwand
    > mit Fahrkartenverkauf, Fahrkartenkontrollen usw. einfach mal komplett
    > sparen.


    Das wäre aber zu einfach für Deutschland. Außerdem: Jobs. Was machen dann die Kontrolleure und Automatentechniker?

  6. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Mattzo 28.06.22 - 07:57

    Am Flughafen arbeiten oder in die Pflege gehen.

  7. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Calucha42 28.06.22 - 08:54

    Oder es muss halt aus Steuergeldern subventioniert werden. Wir haben genug Abgaben und sowas ist weitaus sinnvoller als irgendwelche korrupten Maskendeals, Testzentren oder 600 Mio. für eine Maut. Steuergelder werden sinnlos verschwendet, nur nicht da wo es dem Bürger was bringt.

    Alles über 30¤ wird niemanden dazu bewegen auf ÖPNV umzusteigen, es muss einfach günstiger sein als Auto. Und kommt nicht mit "dann muss das Auto teurer werden", das ist schon teuer genug und für viele gibt es keine Alternative zum Auto. Die Politik muss endlich verstehen, dass es nichts bringt etwas unattraktiv zu machen, statt das eigentlich gewollte attraktiver zu gestalten. Sonst hat man am Ende kein Problem gelöst, sondern nur neue Probleme geschaffen.

  8. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Dakkaron 28.06.22 - 09:27

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwer muss eben den ganzen Spaß auch bezahlen... und statt den 9
    > Euro/Monat kann man den ÖPNV gleich kostenlos machen. Und sich den Aufwand
    > mit Fahrkartenverkauf, Fahrkartenkontrollen usw. einfach mal komplett
    > sparen.


    Du meinst wie die Straßen und die Autobahnen?

    Es ist völlig selbstverständlich, dass man selbst zu seinem Landhaus hinaus kostenlos eine steuerfinanzierte Straße rausgelegt bekommt, die dann auch kostenlos gereinigt und gewartet wird.

    Stell dir vor, jeder müsste die Straße zum Haus selbst finanzieren und instand halten. Ich wette mit dir, dass es dann wesentlich mehr unbefestigte Straßen geben würde.

    Und selbst in der Stadt, wo starker Platzmangel herrscht, kriegt man kostenlos oder sehr billig einen Parkplatz.

    Hier in Wien kostet das Parkpickerl (welches Anwohnern das Parken in ihrem Bezirk erlaubt) ¤10 im Monat. Dafür kriegt man zumindest 10m² an Parkfläche. Würde man sonst irgendwie an 10m² in der Stadt kommen wollen, zahlt man dafür signifikant mehr als ¤10.

    Die Frage ist also, warum ist es völlig normal, dass man ein hochmodernes Autobahnnetz und Straßen zu Privathäusern geschenkt bekommt, aber es (hauptsächlich von den Autofahrern) immer ein großes Trara gibt, wenn es um billige Öffis geht?

  9. aus Steuergeldern subventioniert

    Autor: Cerdo 28.06.22 - 09:49

    Calucha42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder es muss halt aus Steuergeldern subventioniert werden.

    Wird es ja eh schon. Kein ÖPNV-Gebiet finanziert sich rein durch die Tickets. Die werden alle zu einem großen Teil (meist etwa die Hälfte) aus Steuermitteln finanziert [1].

    Dass der Rest nicht auch noch aus Steuermitteln gezahlt wird, hat rein Wahl-politische Gründe. Das kommt bei den meisten Autofahrern einfach nicht gut an.


    [1] Am Beispiel des VBB (wenn auch 2021 nicht das repräsentativste Jahr ist): https://www.vbb.de/fileadmin/user_upload/VBB/Dokumente/Verkehrsverbund/zdf-2021.pdf

  10. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: ICH_DU 28.06.22 - 10:00

    Calucha42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles über 30¤ wird niemanden dazu bewegen auf ÖPNV umzusteigen, es muss
    > einfach günstiger sein als Auto.
    Das sehe ich auch so, 30 Euro wäre in Ordnung und das würde ich auf jeden Fall kaufen.

    > Und kommt nicht mit "dann muss das Auto
    > teurer werden", das ist schon teuer genug
    Da kann ich nur teilweise zustimmen. Ja das Auto ist teuer genug für die die es wirklich Brauchen. Für die die es nicht brauchen ist es aber noch zu günstig. Bzw. zu bequem !
    Ich würde das insbesondere in Städten so unbequem wie möglich machen:
    - Anwohner Parkzonen nur noch für Personen die eine Notwendigkeit nachweisen können. z.B. keine Möglichkeit mit dem ÖPNV in akzeptabler Zeit zur Arbeit zu kommen.
    - Mehr Fahrradzonen wo Autos einfach schleichen müssen
    - Generelles Tempo 30
    - Zweispurige Straßen umbauen in Fahrradstraßen

    > und für viele gibt es keine
    > Alternative zum Auto. Die Politik muss endlich verstehen, dass es nichts
    > bringt etwas unattraktiv zu machen, statt das eigentlich gewollte
    > attraktiver zu gestalten.
    Wie gesagt, teilweise.... ÖPNV wird niemals an den Komfort ran kommen den man mit dem Auto aktuell hat. Das ist einfach gar nicht möglich.
    Und den Radverkehr verbessert man nur, wenn man dem Autoverkehr entsprechend Flächen weg nimmt. Das sind einmal Parkflächen die dann Mangelware werden (Deswegen der Notwendigkeitsnachweis fürs Anwohnerparken !) und auch die Fahrspuren müssen weichen weil wir mehr Platz für den Radverkehr brauchen (Deswegen allgemeine Reduktion der PKWs in der Stadt)

  11. Re: aus Steuergeldern subventioniert

    Autor: Dakkaron 28.06.22 - 10:02

    Cerdo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Calucha42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder es muss halt aus Steuergeldern subventioniert werden.
    >
    > Wird es ja eh schon. Kein ÖPNV-Gebiet finanziert sich rein durch die
    > Tickets. Die werden alle zu einem großen Teil (meist etwa die Hälfte) aus
    > Steuermitteln finanziert [1].
    >
    > Dass der Rest nicht auch noch aus Steuermitteln gezahlt wird, hat rein
    > Wahl-politische Gründe. Das kommt bei den meisten Autofahrern einfach nicht
    > gut an.
    >
    > [1] Am Beispiel des VBB (wenn auch 2021 nicht das repräsentativste Jahr
    > ist): www.vbb.de

    Was echt bitter ist, weil den Autofahrern wird auch ihre gesamte Infrastruktur einfach geschenkt. Inklusive Autobahn und asphaltierter Straße bis zum Privathaus.

    Die Öffis bringen mich nicht kostenlos bis vor die Haustüre.

  12. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: wiesi 28.06.22 - 16:03

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir vor, jeder müsste die Straße zum Haus selbst finanzieren und
    > instand halten. Ich wette mit dir, dass es dann wesentlich mehr
    > unbefestigte Straßen geben würde.

    Tatsächlich muss man das sogar mit Finanzieren. Und das konnte teilweise ganz schön teuer werden ohne Mitsprache recht zu haben. Hier gibt's aber seit kurzer Zeit nen Begrenzung.
    Früher konnte es schnell mal nem Rentern passieren das er ne 5 Stellige Rechnung zwecks Sanierung bekommen hat.

  13. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Flexy 28.06.22 - 16:41

    Dakkaron schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Du meinst wie die Straßen und die Autobahnen?
    >
    > Es ist völlig selbstverständlich, dass man selbst zu seinem Landhaus hinaus
    > kostenlos eine steuerfinanzierte Straße rausgelegt bekommt, die dann auch
    > kostenlos gereinigt und gewartet wird.

    ich weiß nicht wie das in Österreich ist, aber in Deutschland ist die Straße vor deinem Haus nicht kostenlos.
    Die Straße und die Gehsteige vor dem Haus werden je nach Gemeinde meist zu 75 bis 90 Prozent von den Anwohnern bezahlt bei der Erschließung. Da kommt dann schon mal eine Rechnung mit 150000¤ oder mehr bei einem Baugrundstück, nur für die Straße daran. Dito bei der Sanierung der Straßen am Grundstück. Das kann dich auch mehrere tausend Euro kosten.
    Und wenn du außerhalb auf einem Hof wohnst kann es gut sein, dass du den Weg von der Landstraße zu deinem Haus komplett selbst bauen darfst. Ist ja dein Privatweg.

  14. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: ovbspawn 28.06.22 - 16:46

    ICH_DU schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Calucha42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Alles über 30¤ wird niemanden dazu bewegen auf ÖPNV umzusteigen, es muss
    > > einfach günstiger sein als Auto.
    > Das sehe ich auch so, 30 Euro wäre in Ordnung und das würde ich auf jeden
    > Fall kaufen.
    >
    > > Und kommt nicht mit "dann muss das Auto
    > > teurer werden", das ist schon teuer genug
    > Da kann ich nur teilweise zustimmen. Ja das Auto ist teuer genug für die
    > die es wirklich Brauchen. Für die die es nicht brauchen ist es aber noch zu
    > günstig. Bzw. zu bequem !
    > Ich würde das insbesondere in Städten so unbequem wie möglich machen:
    > - Anwohner Parkzonen nur noch für Personen die eine Notwendigkeit
    > nachweisen können. z.B. keine Möglichkeit mit dem ÖPNV in akzeptabler Zeit
    > zur Arbeit zu kommen.
    > - Mehr Fahrradzonen wo Autos einfach schleichen müssen
    > - Generelles Tempo 30
    > - Zweispurige Straßen umbauen in Fahrradstraßen
    >
    > > und für viele gibt es keine
    > > Alternative zum Auto. Die Politik muss endlich verstehen, dass es nichts
    > > bringt etwas unattraktiv zu machen, statt das eigentlich gewollte
    > > attraktiver zu gestalten.
    > Wie gesagt, teilweise.... ÖPNV wird niemals an den Komfort ran kommen den
    > man mit dem Auto aktuell hat. Das ist einfach gar nicht möglich.
    > Und den Radverkehr verbessert man nur, wenn man dem Autoverkehr
    > entsprechend Flächen weg nimmt. Das sind einmal Parkflächen die dann
    > Mangelware werden (Deswegen der Notwendigkeitsnachweis fürs Anwohnerparken
    > !) und auch die Fahrspuren müssen weichen weil wir mehr Platz für den
    > Radverkehr brauchen (Deswegen allgemeine Reduktion der PKWs in der Stadt)

    Die Parkflächen sind bereits Mangelware.

    Ganz ehrlich dieses generelle Tempo 30 kann ich nicht mehr höhren.
    Das ist nicht weiter als Gängelung aller Autofahrer, also auch die, die zwingend drauf angewiesen sind, wie z.B Angestellte in Conti-Schicht oder welche die auch mal Monitore/Server etc, transportieren müssen.
    Stimmt es werden zu Viele Autos zugelassen, zusätzlich nutzen einige Firmen auch noch den Parkraum in Wohngebieten um ihre Transporter billig zu parken, dadurch belgen Einzelpersonen schon gleich 2 Stellplätze.

    Was die Öffis angeht müsste für eine bessere Atraktivität ersmal die Taktung hoch gesetzt werden (auch in Städten, die nicht Berlin, HH oder München sind).
    Derzeit braucht man im Ruhrgebiet teilweise für eine 12km Strecke über 2 Stunden und mit dem Auto 15-20 Minuten.

  15. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: rldml 28.06.22 - 17:39

    Calucha42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles über 30¤ wird niemanden dazu bewegen auf ÖPNV umzusteigen, es muss
    > einfach günstiger sein als Auto. Und kommt nicht mit "dann muss das Auto
    > teurer werden", das ist schon teuer genug und für viele gibt es keine
    > Alternative zum Auto.

    Wenn das die Maßgabe ist, bist du mit ÖPNV fast immer billiger dran:

    Nehmen wir nur mal eine Distanz von 5km Fahrtweg (Für alles darunter sollte für durchschnittlich fitte Arbeitnehmer das Fahrrad die erste Wahl sein, weil billiger geht es kaum):

    5km * 2 (Hin- und Zurück) * 21 (Werktage pro Monat) sind 210km. Bei einem sparsamen PKW mit einem Verbrauch von ~6 l/100km sind das gegenwärtig ca. 25 Euro im Monat nur an Spritkosten. Dazu kommt dann monatlich anteilig Versicherung (ca. 30 Euro/Monat, wenn man schon niedrig in den Prozenten ist) und Steuern (klar, Fahrzeugabhängig, aber nehmen wir mal einen relativ günstigen Fall an und rechnen mit 5 Euro/Monat) dazu, dann sind wir schon bei 60 Euro im Monat an reinen Grundkosten. Da steckt dann noch kein Wertverlust durch Verschleiß an und die immer wieder mal fälligen Kosten für Reparaturen, Inspektionen, usw. sind da auch noch nicht eingerechnet.

    Je höher die Distanz zum Pendeln ist, desto gravierender die Auswirkungen. Schon bei einer täglichen Pendlerdistanz von ~20km liegt man in den monatlichen Kosten des Fahrzeugs schnell bei über 100 Euro/Monat, natürlich inkl. vierfach höherem Verschleiß.

    All diese Beispielrechnungen gehen dabei davon aus, dass das Auto bereits abbezahltes Eigentum ist, was oft genug nicht der Fall ist (Finanziert/Leasing) und die Kalkulation weiter Richtung ÖPNV verschiebt, selbst bei allerkleinsten Distanzen

    Oder anders formuliert: Wenn es eine halbwegs brauchbare ÖPNV-Verbindung zwischen deinem Wohnort und deinem Arbeitsort gibt und beide Orte eine Distanz größer 5km aufweisen, bist du bei einem Monatsticket mit einem Preis < 100 Euro wahrscheinlich günstiger unterwegs, als wenn du zu dem Zweck ein Auto nutzt

    Man kann vielleicht noch argumentieren, dass man das Auto ja auch aus Gründen privater Mobilität besitzt und ein Teil der Kosten somit argumentativ nicht dem Pendeln zur Arbeit angerechnet werden dürfen. In der Praxis müsste man dann beide durchschnittlichen Kilometerleistungen (Privat- und Arbeitsfahrt pro Monat) in ein Verhältnis setzen, was in den allermeisten Fällen wohl auch eher dazu führen wird, dass der Wagen am ehesten beim Pendeln von und zur Arbeit bewegt wird.

  16. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: debunix 28.06.22 - 19:16

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Flexy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Irgendwer muss eben den ganzen Spaß auch bezahlen... und statt den 9
    > > Euro/Monat kann man den ÖPNV gleich kostenlos machen. Und sich den
    > Aufwand
    > > mit Fahrkartenverkauf, Fahrkartenkontrollen usw. einfach mal komplett
    > > sparen.
    >
    > Du meinst wie die Straßen und die Autobahnen?
    >
    > Es ist völlig selbstverständlich, dass man selbst zu seinem Landhaus hinaus
    > kostenlos eine steuerfinanzierte Straße rausgelegt bekommt, die dann auch
    > kostenlos gereinigt und gewartet wird.
    >
    > Stell dir vor, jeder müsste die Straße zum Haus selbst finanzieren und
    > instand halten. Ich wette mit dir, dass es dann wesentlich mehr
    > unbefestigte Straßen geben würde.
    >
    > Und selbst in der Stadt, wo starker Platzmangel herrscht, kriegt man
    > kostenlos oder sehr billig einen Parkplatz.
    >
    > Hier in Wien kostet das Parkpickerl (welches Anwohnern das Parken in ihrem
    > Bezirk erlaubt) ¤10 im Monat. Dafür kriegt man zumindest 10m² an
    > Parkfläche. Würde man sonst irgendwie an 10m² in der Stadt kommen wollen,
    > zahlt man dafür signifikant mehr als ¤10.
    >
    > Die Frage ist also, warum ist es völlig normal, dass man ein hochmodernes
    > Autobahnnetz und Straßen zu Privathäusern geschenkt bekommt, aber es
    > (hauptsächlich von den Autofahrern) immer ein großes Trara gibt, wenn es um
    > billige Öffis geht?

    Du bist aber auch nur am Polemisieren!
    Erst einmal kurz die Fakten checken und dann seine Meinung in die ideologisch gefärbte Welt blasen, ist dann doch zu anstrengend?

    Einfach mal ein wenig über Staatsfinanzierung, Volkwirtschaft etc. lesen würde dich ganz schnell aus dem Elfenbeinturm holen. Aber wer will da schon raus, wenn die anderen (Steuerzahler) einem es so gemütlich machen.

    Das Leben ist nicht bis zum Tod Hotel Mama.

  17. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: crustenscharbap 28.06.22 - 20:39

    BTT
    Ich fände 1¤/Tag oder 30¤/Monat für ein Kreis+Arbeitsweg (wenn Arbeit im anderen Kreis liegt) toll.

    Auch den Vorschlag mal in NRW fand ich okay. Ein Ticket 2¤ für eine Fahrt in ein Kreisgebiet, 4¤ Tagesticket ein Kreis. 4¤ eine Fahrt NRW, 8¤ ein Tagesticket NRW, 40¤ ein Kreis/Monat und 80/Monat NRW.

    Das Ticketsystem in NRW ist eine Raketenwissenschaft. Nach Oberhausen kostet 13,70¤ aber wenn ich die S Bahn nehme 16,90¤ weil die in 4 Städten hält und der Regio einige Städte überspringt und somit in 3 Städten hält. Mein Gott!!!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.22 20:42 durch crustenscharbap.

  18. Re: aus Steuergeldern subventioniert

    Autor: crazypsycho 29.06.22 - 22:14

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cerdo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Calucha42 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Oder es muss halt aus Steuergeldern subventioniert werden.
    > >
    > > Wird es ja eh schon. Kein ÖPNV-Gebiet finanziert sich rein durch die
    > > Tickets. Die werden alle zu einem großen Teil (meist etwa die Hälfte)
    > aus
    > > Steuermitteln finanziert [1].
    > >
    > > Dass der Rest nicht auch noch aus Steuermitteln gezahlt wird, hat rein
    > > Wahl-politische Gründe. Das kommt bei den meisten Autofahrern einfach
    > nicht
    > > gut an.
    > >
    > >
    > > [1] Am Beispiel des VBB (wenn auch 2021 nicht das repräsentativste Jahr
    > > ist): www.vbb.de
    >
    > Was echt bitter ist, weil den Autofahrern wird auch ihre gesamte
    > Infrastruktur einfach geschenkt. Inklusive Autobahn und asphaltierter
    > Straße bis zum Privathaus.

    Die bekommen nichts davon geschenkt. Ganz im Gegenteil, die finanzieren andere Dinge noch mit.

  19. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: zampata 30.06.22 - 10:00

    crustenscharbap schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BTT
    > Ich fände 1¤/Tag oder 30¤/Monat für ein Kreis+Arbeitsweg (wenn Arbeit im
    > anderen Kreis liegt) toll.
    >
    > Auch den Vorschlag mal in NRW fand ich okay. Ein Ticket 2¤ für eine Fahrt
    > in ein Kreisgebiet, 4¤ Tagesticket ein Kreis. 4¤ eine Fahrt NRW, 8¤ ein
    > Tagesticket NRW, 40¤ ein Kreis/Monat und 80/Monat NRW.
    >
    > Das Ticketsystem in NRW ist eine Raketenwissenschaft. Nach Oberhausen
    > kostet 13,70¤ aber wenn ich die S Bahn nehme 16,90¤ weil die in 4 Städten
    > hält und der Regio einige Städte überspringt und somit in 3 Städten hält.
    > Mein Gott!!!

    Kann man machen. Allerdings sorgt genau das dann wieder dafür dass es recht kompliziert wird. Statt ein einfaches Ticket pro Monat gibt es dann bei vielen wieder die Überlegung brauche ich ein Monatsticket oder langt ein Tagesticket?
    Und wenn man dann wo hin mus wieder die Frage lohnt sich dafür das Ticket oder nehme ich lieber das Auto.
    Im Ergebnis haben wir dann keine CO² Einsparung weil wieder das Auto genommen wird.
    Also kann man es gleich lassen.


    das 9 ¤ Ticket sorgt dafür dass die Leute dann doch mal den Zug nehgnen und die Autos zuhause lassen

  20. Re: 9¤ sind zu wenig.. 75¤ oder 80¤ wären eher sinnvoll.

    Autor: Bluejanis 30.06.22 - 21:53

    Wird der Nahverkehr nicht eh schon zu 90% subventioniert? Ist zwar sehr teuer, aber der Unterschied zu 100% ist dann auch nicht mehr groß..

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