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1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

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  1. 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 11:14

    2/3 aller Neuzulassungen in Deutschland sind Firmenwagen, davon sind nochmal 2/3 Dieselfahrzeuge (https://conplore.com/news-posts/diesel-dominiert-mehr-als-zwei-drittel-der-deutschen-firmenwagen-sind-dieselfahrzeuge/).

    Es ist einfach ein falscher Anreiz, dass eine Firma einem Mitarbeiter einen Firmenwagen überlässt, und der sich für die 1% eine "Flatrate" fürs Fahren erkauft - Treibstoff inklusive. Damit erhält der MA überhaupt keine Anreize das Auto stehen zu lassen - er bezahlt ja den Flatrate Tarif sowieso.

    Das dieser Tarif noch viel zu niedrig ist, zeigt folgende Rechnung:

    - Firmenwagen um die 40.000¤ Bruttolistenpreis. 1% davon macht 400¤. Annahme: Der MA hat bereits den Grenzsteuersatz von 42% plus Soli erreicht, macht ca. 45% Steuerlast auf die 400¤. Macht 180¤ weniger im Geldbeutel pro Monat für den MA.

    Klartext: Für 180¤ erhält der MA eine Flatrate für ein 40.000¤ Fahrzeug inklusive Treibstoff, Versicherung, Reparaturen etc. Diese zahlt die Firma, die diese Kosten nochmal steuerlich abziehen kann (und natürlich keine MwSt bezahlt).

  2. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: plutoniumsulfat 22.09.19 - 11:40

    Das habe ich mich auch schon gefragt.

  3. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: tomate.salat.inc 22.09.19 - 11:41

    Schönes Beispiel. Denn spätestens hier zeigt sich, welche Verarsche die CO2-Steuer tatsächlich ist!

  4. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: JimmyJ 22.09.19 - 11:52

    Genau so sieht es aus. Auch die Nachdenkseiten haben dies vor ein paar Tagen bereits ähnlich beschrieben.

    Laut KBA sind mind. 75% der Neuzulassungen von "echten" SUVs wie BMX X5, Mercedes GL, Porsche Cayenne und VW Tuareg gewerblich, also Dienstwagen. Für 1% sind aktuell alle Kosten durch das Unternehmen abgedeckt. Eine SUV Steuer hätte somit keine Auswirkung auf die Auswahl eines SUV für den Unternehmer oder andere Nutzer des Dienstwagenprivilegs.

    Eine Lösung wäre die Erhöhung des Nutzungspreises von auf z.B. 3% oder die Kopplung des Dienstwagenprivilegs an bestimmte Parameter wie Gewicht, Co2 Ausstoß, Listenpreis, PS-Anzahl, Verbrauch oder andere. Zudem könnte man Subventionen und Abschreibbarkeit für alle Arten von Dienstwagen verringern oder einstellen.
    Das gelte für alle Arten von Dienstwagen, "echte" SUVs (Fahrzeuge ab 2t Gewicht mit höheren Gefahrpotential für Fußgänger und Insassen "normaler Fahrzeuge" und zudem extrem hohen Abgaswerten) und allen anderen Dienstwagen, dessen Auswahlentscheidung wohl auch nicht immer Zugunsten der Umwelt getroffen wird.

    Es gäbe viele Möglichkeiten, aber bitte keine SUV Steuer.

  5. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: bplhkp 22.09.19 - 11:58

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------
    > Das dieser Tarif noch viel zu niedrig ist, zeigt folgende Rechnung:
    >
    > - Firmenwagen um die 40.000¤ Bruttolistenpreis. 1% davon macht 400¤.

    Hier ist die Rechnung schon falsch. Die Pauschalregelung ist entgegen landläufiger Meinung nämlich nicht 1 %, sondern 1% plus 0,03 % des Brutto- Listenpreises je Entfernungskilometer Wohnort zu Arbeit. Macht bei 20 km schon 1,6 %.

    > Klartext: Für 180¤ erhält der MA eine Flatrate für ein 40.000¤ Fahrzeug

    Das Fahrzeug ist ein materieller Teil des Gehalts und 189 ¤ sind nur die Steuer darauf.


    > die diese Kosten nochmal steuerlich abziehen kann

    Das sind halt Betriebsausgabe wie viele andere auch.
    Genauso wie Aufträge an die DUH oder ein unnötig leistungsstarkes Bearbeitungszentrum. Oder ein unnötig großes Büro das ich als Mitarbeiter unnötig warm heizen kann. Das interessiert den grünen Volkszorn seltsamerweise alles nicht.

  6. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: derdiedas 22.09.19 - 12:03

    Abschaffen? Dann zahlt der MA doch gar nichts mehr ;-)

    Vergessen hast Du auch noch die Förderung von Firmenfahrzeugen der Firmeneigentümer. Die lassen gerne die Kosten für einen Porsche oder S-Klasse von der Steuer abziehen.

    Firmen können Gewinne mit Kosten verrechnen, was für Maschinen, Mitarbeiter usw. auch in Ordnung ist. Bei Firmenfahrzeugen aber dürfen nur Autos abgesetzt werden die für den Beruf auch absolut notwenig sind, und ein Porsche für eine KFZ Werkstatt wird es kaum sein, wie auch eine S-Klasse für ein Modegeschäft.

    Gruß DDD

  7. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: plutoniumsulfat 22.09.19 - 12:08

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > --------------------------------------------------------------------
    > > Das dieser Tarif noch viel zu niedrig ist, zeigt folgende Rechnung:
    > >
    > > - Firmenwagen um die 40.000¤ Bruttolistenpreis. 1% davon macht 400¤.
    >
    > Hier ist die Rechnung schon falsch. Die Pauschalregelung ist entgegen
    > landläufiger Meinung nämlich nicht 1 %, sondern 1% plus 0,03 % des Brutto-
    > Listenpreises je Entfernungskilometer Wohnort zu Arbeit. Macht bei 20 km
    > schon 1,6 %.
    >
    > > Klartext: Für 180¤ erhält der MA eine Flatrate für ein 40.000¤ Fahrzeug
    >
    > Das Fahrzeug ist ein materieller Teil des Gehalts und 189 ¤ sind nur die
    > Steuer darauf.

    ...die der MA bezahlt. Deswegen ja Klartext.

  8. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 12:58

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abschaffen? Dann zahlt der MA doch gar nichts mehr ;-)

    Nö. Der MA hat momentan immer die Option, die 1% Regelung zu nutzen. Es muss nicht, und das darf der AG auch nicht aufdiktieren. Wer keine 1% Regelung möchte, muss eben ein Fahrtenbuch führen in dem alle Privatfahrten mit dem Firmenwagen erfasst werden. Und dann werden die tatsächlichen Kosten für das Fahrzeug anteilig auf den MA umgelegt. D.h., jeder Kilometer kostet den MA Geld. Weil das aber umständlich ist und meistens auch teurer, entscheidet sich der MA idR freiwillig für die 1% Regelung.

    Du musst ja keine Privatfahrten machen, dann entfällt auch die Pflicht zum Fahrtenbuch führen. Dann darfst du den Firmenwagen nur für die Fahrt vom/zum AG nutzen und eben betrieblich veranlassten Fahrten.

  9. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 13:03

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > --------------------------------------------------------------------
    > > Das dieser Tarif noch viel zu niedrig ist, zeigt folgende Rechnung:
    > >
    > > - Firmenwagen um die 40.000¤ Bruttolistenpreis. 1% davon macht 400¤.
    >
    > Hier ist die Rechnung schon falsch. Die Pauschalregelung ist entgegen
    > landläufiger Meinung nämlich nicht 1 %, sondern 1% plus 0,03 % des Brutto-
    > Listenpreises je Entfernungskilometer Wohnort zu Arbeit. Macht bei 20 km
    > schon 1,6 %.

    Du musst das Fahrzeug nicht zur Heimfahrt benutzen, es steht dir Frei es auf dem Firmengelände stehen zu lassen und mit der Bahn nach Hause zu fahren. Dennoch kannst du Privatfahrten machen (das kann auch schon der kleine Umweg sein bei einer Dienstfahrt, die du zum Einkaufen nutzt). Ebenso kannst du wieder mit der Bahn zum Firmengelände fahren, und dort deine Privatfahrt beginnen und beenden. Dann entfallen die 0.03%.

    Es geht mir ja aber um den Anreiz: Auch die 0.03% sind eine Flatrate, weil du ja jeden Tag zur Arbeit fährst und das fest einkalkuliert ist. Es geht darum, dass du wenn du eine Privatfahrt machst (nicht zur Arbeit), immer den Firmenwagen wählen wirst wenn du diese Flatrate in Anspruch nimmst. Selbst wenn ÖPNV oder das Fahrrad die bessere alternative wären, wird das immer teurer als den Firmenwagen zu nutzen weil der ja schon bezahlt ist. Das ist der falsche Anreiz. Es soll immer ein finanziellen Anreiz geben die umweltfreundlichere Variante zu nutzen. Und Flatratemodelle bei Fahrzeugen schaffen diese Anreize nicht.

  10. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: bplhkp 22.09.19 - 14:33

    Geistesgegenwart schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist der falsche Anreiz. Es soll immer ein finanziellen Anreiz geben die
    > umweltfreundlichere Variante zu nutzen. Und Flatratemodelle bei Fahrzeugen
    > schaffen diese Anreize nicht.

    Auf der anderen Seite ist das aktuelle Modell ein Anreiz dafür auf den Privat-PKW zu verzichten. Ist auch ein positiver Effekt für die Umwelt.
    Fahrtenbuch ist ein Bürokratiemonster, das den Privat-PKW zusätzlich zum Firmenauto attraktiv macht.
    Und ganzheitlich betrachtet ist es meine Flatrate. Die horrende Mineralölsteuer und Ökosteuer zahlt der Arbeitgeber. Und es soll durchaus Arbeitgeber die bei der Privatnutzung hinschauen und nicht alles durchgehen lassen.

  11. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: snboris 22.09.19 - 14:36

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2/3 aller Neuzulassungen in Deutschland sind Firmenwagen, davon sind
    > nochmal 2/3 Dieselfahrzeuge (conplore.com
    >
    > Es ist einfach ein falscher Anreiz, dass eine Firma einem Mitarbeiter einen
    > Firmenwagen überlässt, und der sich für die 1% eine "Flatrate" fürs Fahren
    > erkauft - Treibstoff inklusive. Damit erhält der MA überhaupt keine Anreize
    > das Auto stehen zu lassen - er bezahlt ja den Flatrate Tarif sowieso.
    >
    > Das dieser Tarif noch viel zu niedrig ist, zeigt folgende Rechnung:
    >
    > - Firmenwagen um die 40.000¤ Bruttolistenpreis. 1% davon macht 400¤.
    > Annahme: Der MA hat bereits den Grenzsteuersatz von 42% plus Soli erreicht,
    > macht ca. 45% Steuerlast auf die 400¤. Macht 180¤ weniger im Geldbeutel pro
    > Monat für den MA.
    >
    > Klartext: Für 180¤ erhält der MA eine Flatrate für ein 40.000¤ Fahrzeug
    > inklusive Treibstoff, Versicherung, Reparaturen etc. Diese zahlt die Firma,
    > die diese Kosten nochmal steuerlich abziehen kann (und natürlich keine MwSt
    > bezahlt).

    Du hast das mit den Firmenwagen nicht wirklich verstanden.
    Ein Firmenwagen ist ein Gehaltsbestandteil (deswegen auch der geldwerte Vorteil).
    Ohne den Firmenwagen hätte ich ca. 600¤ Brutto mehr im Monat.
    Also ca. 300¤ Netto.

  12. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 17:20

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf der anderen Seite ist das aktuelle Modell ein Anreiz dafür auf den
    > Privat-PKW zu verzichten. Ist auch ein positiver Effekt für die Umwelt.
    > Fahrtenbuch ist ein Bürokratiemonster, das den Privat-PKW zusätzlich zum
    > Firmenauto attraktiv macht.

    Ach quatsch. Ein Fahrtenbuch kannst du heute per App führen. Und ausserdem, niemand wird sich den eigenen Pkw anschaffen für 400-500¤/Monat wenn er den Firmenwagen für 200¤ haben kann. Wegen 200¤ kann man schon 1 Minute nach jeder Fahrt ins Fahrtenbuch investieren.

    Das sage ich als jemand der als Carsharer seit 10 Jahren sowieso immer Fahrtenbuch führt...

  13. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 17:22

    snboris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast das mit den Firmenwagen nicht wirklich verstanden.
    > Ein Firmenwagen ist ein Gehaltsbestandteil (deswegen auch der geldwerte
    > Vorteil).
    > Ohne den Firmenwagen hätte ich ca. 600¤ Brutto mehr im Monat.
    > Also ca. 300¤ Netto.

    Wieso sollte ich das nicht verstanden haben, und wo widersprichst du meiner Aussage? Wenn du 600¤ abgezogen bekommst heisst das im Umkehrschluss dass du einen Firmenwagen hast der >50.000¤ Bruttolistenneupreis beträgt. Ist bestimmt kein sparsames Modell was Verbrauch und CO2 Ausstoß angeht.

  14. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: bplhkp 22.09.19 - 17:49

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Fahrtenbuch kannst du heute per App führen.

    Das bleibt trotzdem ein Verwaltungsexzess ohne Hirn und Verstand.

    Wie groß ist eigentlich der Effekt wenn man den Firmenwagennutzern das Leben schwer macht?


    > Das sage ich als jemand der als Carsharer seit 10 Jahren sowieso immer
    > Fahrtenbuch führt...

    Damit gehörst du auch zu den Nutzern der 2/3 gewerblichen Zulassungen und bekommst eine Art Flatrate auf den Sprit: Carsharing rechnet nach Zeit oder km ab. So haben die Nutzer keinerlei Motivation sparsam zu fahren und heizen oft mit Maximalverbrauch durch die Gegend. Da sollte man dann konsequenterweise auch fordern die tatsächlichen CO2-Emissionen einzupreisen.

  15. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 18:08

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit gehörst du auch zu den Nutzern der 2/3 gewerblichen Zulassungen und
    > bekommst eine Art Flatrate auf den Sprit: Carsharing rechnet nach Zeit oder
    > km ab. So haben die Nutzer keinerlei Motivation sparsam zu fahren und
    > heizen oft mit Maximalverbrauch durch die Gegend. Da sollte man dann
    > konsequenterweise auch fordern die tatsächlichen CO2-Emissionen
    > einzupreisen.

    Auch quatsch. Als Carsharer besitze ich eine Bahncard 50 und ein Fahrrad, und fahre viel öfter mit ÖPNV oder Rad. In dem Moment wo ich mir ein eigenes Auto anschaffe, wird die Bahn zu teuer weil die Fixkosten des Pkws sowieso anfallen. Ich fahre also weniger als jemand mit eigenem Auto. Ausserdem "teile" ich mir einen Parkplatz mit den anderen Nutzern und beanspruche keinen exlusiv für mich, was in meiner Innenstadt Wohnlage nicht zu vernachlässigen ist.

    Ausserdem wähle ich für jede Fahrt das passende Auto, das ist idR ein Klein- oder gar Kleinstwagen (Corsa,Fiesta respektive Toyota Yaris Hybrid, Seat Mii oder VW Up) weil das für die allermeisten Fahrten ausreicht. Ein Kombi oder Transporter nehme ich nur dann, wenn ich ihn wirklich brauche (Groseinkauf, Ikeabesuch oder Ausflug mit Freunden wenn das Auto auch voll wird). Während die allermeisten Firmenwagen Kombis mit >200PS sind, die 90% der Zeit leer und nur mit einem Insassen benutzt werden. Und überhaupt, wenn man jemand fragt braucht man ja einen SUV oder Kombi "wenn man mal in Urlaub fährt" - d.h. die allermeisten fahren ein viel zu großes Fahrzeug, das tatsächlich nur wenige male im Jahr wirklich gebraucht wird. Der Rest der Zeit wird Leermasse durch die Gegend gefahren.

    Wichtig: Unter Carsharing verstehe ich ausschliesslich stationsbasierte Nutzung. Diese Freefloat Spaßanbieter von BMW und Co. sind in der Tat kein Weg die Pkw Nutzung zu reduzieren.

    Im Carsharing Fuhrpark befinden sich ausserdem neben einigen Elektroautos (BMW i3, Zoe, neuerdings sogar 2x Tesla Model 3) auch viele Hybride wie der Prius, Yaris, Auris etc.

  16. Jein

    Autor: Emulex 22.09.19 - 18:19

    Also ich gebe dir recht, wenn es lediglich um ein "Goodie" für den Mitarbeiter geht.
    Die grundlegende Idee hinter dieser Regelung war ja mal, dass Mitarbeiter den Firmenwagen AUCH privat nutzen können.
    Z.B. Vertreter, Aussendienstler, ...
    Das ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll - der Mitarbeiter kann direkt von Zuhause zum Kunden fahren und muss nicht erst mit dem Privatwagen zur Firma und von dort mit dem Firmenwagen zum Kunden.

    Man könnte hier natürlich jedem Mitarbeiter ein Fahrtenbuch aufzwingen, hat sich aber eben für diese Pauschale als unbürokratische Variante entschieden.
    Ich seh da auch kein Problem.

    Deine Sichtweite mit der Flatrate kann ich so also nicht nachvollziehen.
    Würde man diese Möglichkeit gänzlich abschaffen und alles über penibel geführte Fahrtenbücher lösen, wäre der Anreiz für nur ein Auto statt zwei (Geschäft + Privat) sehr viel geringer.
    Was das für die Umwelt bedeutet, kannst du dir sicher denken.

  17. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: mj 22.09.19 - 18:25

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > snboris schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du hast das mit den Firmenwagen nicht wirklich verstanden.
    > > Ein Firmenwagen ist ein Gehaltsbestandteil (deswegen auch der geldwerte
    > > Vorteil).
    > > Ohne den Firmenwagen hätte ich ca. 600¤ Brutto mehr im Monat.
    > > Also ca. 300¤ Netto.
    >
    > Wieso sollte ich das nicht verstanden haben, und wo widersprichst du meiner
    > Aussage? Wenn du 600¤ abgezogen bekommst heisst das im Umkehrschluss dass
    > du einen Firmenwagen hast der >50.000¤ Bruttolistenneupreis beträgt. Ist
    > bestimmt kein sparsames Modell was Verbrauch und CO2 Ausstoß angeht.

    Mit der Antwort zeigst ja das es nicht verstanden hast oder woher weißt wie weit er von der Arbeit weg wohnt.
    Die 0,03% sind nämlich nicht berücksichtigt.
    Da kann der 35t¤ Firmenwagen auch mal 500¤ oder mehr netto kosten.

    Aber erstmal meckern obwohl man keine Ahnung hat...Daumen hoch

    Für die unwissenden gibt es firmenwagenrechner. Einfach mal mit den km spielen. Und wie gesagt es ist ein Lohnbestandteil, wie ein Zuschuss zum Mittagessen oder eine Zusatzversicherung

  18. Re: Jein

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 18:26

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Sichtweite mit der Flatrate kann ich so also nicht nachvollziehen.
    > Würde man diese Möglichkeit gänzlich abschaffen und alles über penibel
    > geführte Fahrtenbücher lösen, wäre der Anreiz für nur ein Auto statt zwei
    > (Geschäft + Privat) sehr viel geringer.
    > Was das für die Umwelt bedeutet, kannst du dir sicher denken.

    Also was glaubst du eigentlich wieviel Aufwand es ist ein Fahrtenbuch zu führen? Du musst darin nur deine Privatfahrten aufzeichnen. Wie oft fährst du denn Privat (die Wege zur Arbeit sind ausgenommen) im Monat. 10 Mal? 20 Mal? Es dauert keine Minute nach jeder Fahrt den km Stand abzulesen und einzutragen. Inzwischen gibts da sogar Apps für. Wenn du jetzt 10-20 Privatfahrten im Monat hast, wären das 10-20 Minuten "Arbeit" im Monat. Für diese 10-20 Minuten erwägt doch niemand, sich für 350-500¤ /Monat zusätzliche Kosten noch zusätzlich ein eigenes Fahrzeug anzuschaffen? Alleine schon das jährliche Reifenwechseln und zum TÜV bringen ist doch mehr Arbeit als Fahrtenbuch fürs ganze Jahr zu führen.

    Also mal die Kirche im Dorf lassen.

  19. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: Geistesgegenwart 22.09.19 - 18:32

    mj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > snboris schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Du hast das mit den Firmenwagen nicht wirklich verstanden.
    > > > Ein Firmenwagen ist ein Gehaltsbestandteil (deswegen auch der
    > geldwerte
    > > > Vorteil).
    > > > Ohne den Firmenwagen hätte ich ca. 600¤ Brutto mehr im Monat.
    > > > Also ca. 300¤ Netto.
    > >
    > > Wieso sollte ich das nicht verstanden haben, und wo widersprichst du
    > meiner
    > > Aussage? Wenn du 600¤ abgezogen bekommst heisst das im Umkehrschluss
    > dass
    > > du einen Firmenwagen hast der >50.000¤ Bruttolistenneupreis beträgt. Ist
    > > bestimmt kein sparsames Modell was Verbrauch und CO2 Ausstoß angeht.
    >
    > Mit der Antwort zeigst ja das es nicht verstanden hast oder woher weißt wie
    > weit er von der Arbeit weg wohnt.
    > Die 0,03% sind nämlich nicht berücksichtigt.
    > Da kann der 35t¤ Firmenwagen auch mal 500¤ oder mehr netto kosten.
    >

    Ach, und jetzt rechne mal nach wieviel der Privat PKW kosten würde für die Distanz? Es wird IMMER billiger sein über 1% Regelung zu gehen, als dir ein privaten Pkw anzuschaffen und die gleiche Anzahl KM zu fahren! Wenn du aber privat einen Pkw anschaffst, musst du MwSt bezahlen und von deinem *versteuerten* Einkommen die Anschaffung machen. Dein AG kann alle Aufwendungen steuerlich abziehen. Du als Privatmensch würdest nur die Pendlerpauschale bekommen.

    > Für die unwissenden gibt es firmenwagenrechner. Einfach mal mit den km
    > spielen. Und wie gesagt es ist ein Lohnbestandteil, wie ein Zuschuss zum
    > Mittagessen oder eine Zusatzversicherung

    Ich bin nicht unwissend, und ich brauch auch kein Firmenwagenrechner. Ich bin selbstständig, und habe die Kalkulation schon zigmal gemacht. Das kann ich mit Papier und Bleistift auch so.

    Die 1% Regelung ist kein Lohnbestandteil, sondern eine Steuervergünstigung. Anstatt die tatsächlichen Kosten der Privatnutzung zu versteuern, wird dir über die 1% Regelung (plus ggf. die 0.03%) ein Steuervorteil gewährt. Beim Kauf einer Monatskarte bekommst du dagegen 0 Steuervergünstigungen.

    Klar ist das Fzg selbst ein Lohnbestandteil, aber wenn du >50% der Fahrzeugkosten privat verursachst, wieso darf dein AG dass als betriebliche Ausgaben abziehen? Wir haben hier einfach die heimische Automobilindustrie über dieses Privileg gefördert.

  20. Re: 1% Regelung bei Firmenwagen abschaffen!

    Autor: mj 22.09.19 - 18:43

    Du meintest das sein Wagen mehr als 50t¤ kostet und das kannst du nicht wissen.

    Mein Firmenwagen kostet mich irgendwas um die 300¤ im Monat. Hab ich ein eignes Auto was bezahlt ist kann ich u.U. Günstiger fahren wenn das Auto außer Wartung keine Probleme macht. Außerdem könnte ich die 30 Cent pro km für Dienstfahrten abgreifen.

    Klar hab ich dann kein vergleichbares Auto das Max 3 Jahre alt ist
    Firmenwagen nach 1% lohnen sich eh nur wenn privat was machst.
    Bist nen langweiliger stubenhocker zahlst drau.

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