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  5. › Krieg in der Ukraine: DLR…

Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

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  1. Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: /mecki78 03.03.22 - 11:03

    Ich hoffe, dass auch wenn der Krieg vorbei ist und Russland gewonnen hat (denn darauf wird es hinaus laufen, da einfach realistisch die Ukraine nicht die komplette russische Armee aufhalten kann), die Sanktion solange dauerhaft in Kraft bleiben, bis Russland sich aus der Ukraine zurückzieht und die Ukraine wieder ein komplett autonomer Staat sein darf, ohne irgendwelche Forderungen Russlands erfüllen zu müssen. Und wenn das 20 Jahre dauert, dann dauert es eben 20 Jahre. Mal sehen wie es Russland nach 20 Jahren Isolation von der restlichen Welt so geht.

    /Mecki

  2. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: carcorpses 03.03.22 - 11:33

    Genauso andersrum. Das wird auch noch ein böses Erwachen geben wenn man merkt wie man sich mehr selbst schadet als dem Russen.

  3. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: Cyman 03.03.22 - 11:39

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe, dass auch wenn der Krieg vorbei ist und Russland gewonnen hat
    > (denn darauf wird es hinaus laufen, da einfach realistisch die Ukraine
    > nicht die komplette russische Armee aufhalten kann), die Sanktion solange
    > dauerhaft in Kraft bleiben, bis Russland sich aus der Ukraine zurückzieht
    > und die Ukraine wieder ein komplett autonomer Staat sein darf, ohne
    > irgendwelche Forderungen Russlands erfüllen zu müssen. Und wenn das 20
    > Jahre dauert, dann dauert es eben 20 Jahre. Mal sehen wie es Russland nach
    > 20 Jahren Isolation von der restlichen Welt so geht.

    Russland hat zwar geschätzt 900 000 Militärs, aber wenn man sich einmal vor Augen führt, dass Russland davon knapp ein Viertel an der Ukraine aufgefahren hat, dann schauen wir mal, wieviele der Truppen von der ukrainischen Armee aufgerieben werden, wenn sie anscheinend nach einer Woche Krieg bereits erhebliche Verluste erfahren haben.

    Nichts desto trotz muss man wohl davon ausgehen, dass Russland sich militärisch durchsetzt.
    Man kann nur hoffen, dass es nicht eskaliert, denn dann ist Feierabend für uns alle.
    Ansonsten bleibt die Gewissheit, dass auch Putin irgendwann stirbt. Und da er jetzt auch schon 70 wird, ist es nur eine Frage der Zeit. Wenn Leute wie er und Lukaschenko weg vom Fenster sind, dann besteht die Chance, dass es auch wieder besser werden kann.

  4. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: /mecki78 03.03.22 - 12:18

    carcorpses schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso andersrum. Das wird auch noch ein böses Erwachen geben wenn man
    > merkt wie man sich mehr selbst schadet als dem Russen.

    Unfug. Russland ist bis auf Öl und Gas wirtschaftlich komplett unbedeutend und von Öl und Gas wollen wir sowieso weg, denn wenn wir das Klima retten wollen, führt da kein Weg dran vorbei.

    Man muss nur in die Vergangenheit schauen. Es war die wirtschaftliche Isolation, die zum Zusammenbruch der Soviet Union, zum kompletten Zerfall der DDR und zum beinahe Staatsbankrott von Russland geführt hat. Russland hat sich nicht dem Westen geöffnet, weil sie es wollten, sondern weil sie es mussten, da sie sonst untergegangen wären. Dem Westen hingegen hat es an nichts gemangelt. Und damals hatte Russland noch dutzenden Verbündetet und das hat ihnen nichts geholfen, die meisten davon beteiligen sich aber heute an den Sanktionen gegen Russland.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.22 12:20 durch /mecki78.

  5. So einfach ist das leider nicht

    Autor: fanreisender 03.03.22 - 12:24

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Man muss nur in die Vergangenheit schauen. Es war die wirtschaftliche
    > Isolation, die zum Zusammenbruch der Soviet Union, zum kompletten Zerfall
    > der DDR und zum beinahe Staatsbankrott von Russland geführt hat. Russland
    > hat sich nicht dem Westen geöffnet, weil sie es wollten, sondern weil sie
    > es mussten, da sie sonst untergegangen wären. Dem Westen hingegen hat es an
    > nichts gemangelt. Und damals hatte Russland noch dutzenden Verbündetet und
    > das hat ihnen nichts geholfen, die meisten davon beteiligen sich aber heute
    > an den Sanktionen gegen Russland.

    Nach dieser Logik dürfte man heute "Nordkorea" nicht einmal buchstabieren können, weil es schon seit Ewigkeiten nicht mehr existiert.
    Wirtschaftlich geht es Nordkorea schlecht, sehr schlecht, aber es existiert.

  6. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: fanreisender 03.03.22 - 12:26

    Cyman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ansonsten bleibt die Gewissheit, dass auch Putin irgendwann stirbt. Und da
    > er jetzt auch schon 70 wird, ist es nur eine Frage der Zeit. Wenn Leute wie
    > er und Lukaschenko weg vom Fenster sind, dann besteht die Chance, dass es
    > auch wieder besser werden kann.

    Vielleicht, vielleicht nicht.
    Weil etwas sehr schlecht ist, muss es anschließend nicht notwendigerweise besser werden. Natürlich ist Deinm beschriebene Szenario auch meine Hoffnung, aber wir müssen nur nach Lybien oder in der Irak schauen, um etwas Gegenteiliges zu sehen.

  7. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: /mecki78 03.03.22 - 12:28

    Cyman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nichts desto trotz muss man wohl davon ausgehen, dass Russland sich
    > militärisch durchsetzt.

    Nicht unbedingt. Ich denke, dass irgendwann die Ukraine aufgeben wird, nicht weil sie nicht weiter kämpfen könnte, sondern weil es einfach keinen Sinn mehr macht noch weiter zu kämpfen, da das nur zu immer mehr Toten führen wird. Ich halte die politischen Führer der Ukraine in diesem Punkt durchaus für vernünftig genug nicht den Schritt "Wir kämpfen weiter und wenn es sein muss, bis zur totalen Vernichtung" gehen zu werden, weil dann wird es zu totalen Vernichtung kommen.

    > Ansonsten bleibt die Gewissheit, dass auch Putin irgendwann stirbt.

    Was nichts heißen muss, denn wer ihm nachkommt kann sogar noch viel schlimmer sein.

    Hier muss das russische Volk endlich aufwachen und sich von dieser Kreml Diktatur befreien. Ich meine, so ist man damals auch den Zar los geworden. Das war auch ein autoritärer Despot und er war mächtiger als Putin - hat ihn aber nichts genutzt, oder? Das Problem ist nur, das damals nicht die Befreier an die Macht kamen, sondern nur der eine Unterdrücker durch andere, ideologisch verendete Unterdrücker ausgetauscht wurde.

    /Mecki

  8. Re: So einfach ist das leider nicht

    Autor: /mecki78 03.03.22 - 12:32

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wirtschaftlich geht es Nordkorea schlecht, sehr schlecht, aber es
    > existiert.

    Es geht Nordkorea nicht schlecht, es geht ihnen katastrophal. Dort sind Menschen teilweise unterernährt wie sonst nur in Afrika nach einer Hungersnot. Es fehlt ihnen an allen. Und ja, es existiert, aber wo bitte habe ich geschrieben, dass ich Russlands Existenz beenden will? Wenn Russland in Zukunft genauso weltweit unbedeutend wird wie Nordkorea, dann ist alles gut. Dann fliegen sie auch aus dem Sicherheitsrat der UNO und dann kann die Welt endlich mal was weiter bringen, ohne ständig von Russland blockiert zu werden. Russland darf gerne in der Bedeutungslosigkeit vor sich hin vegetieren.

    /Mecki

  9. Re: Ich hoffe Sanktionen sind dauerhaft

    Autor: fanreisender 03.03.22 - 12:34

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hier muss das russische Volk endlich aufwachen und sich von dieser Kreml
    > Diktatur befreien. Ich meine, so ist man damals auch den Zar los geworden.
    > Das war auch ein autoritärer Despot und er war mächtiger als Putin - hat
    > ihn aber nichts genutzt, oder? Das Problem ist nur, das damals nicht die
    > Befreier an die Macht kamen, sondern nur der eine Unterdrücker durch
    > andere, ideologisch verendete Unterdrücker ausgetauscht wurde.

    Es gab neulich eine wunderschöne Analyse von Wladimir Sorokin in der Süddeutschen Zeitung zur mittlerweile mindestens fünfhundertjährigen Tradition der Autokratie in Russland/der Sowjetunion.

    Das System ist wirklich sehr, sehr tief verwurzelt.

    Die einzige kurze leichte Ausnahme war wohl die Jelzin-Ära.

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